Darf Verwalter Provision kassieren?

Dieses Thema im Forum "Makler" wurde erstellt von Hamburgerin, 04.07.2015.

  1. #1 Hamburgerin, 04.07.2015
    Hamburgerin

    Hamburgerin Gast

    Hallo,

    ich bin gerade ziemlich sauer und habe das Gefühl über den Leisten gezogen worden zu sein und hätte jetzt gerne mal andere Meinungen zum Thema:

    Vor zwei Jahren hat meine Tochter eine Wohnung in einer Unistadt gesucht, Sie hat sich an den Verwalter einer großen Wohnanlage gewandt, der ihr dann auch ein kleines Appartement vermittelt hat.

    Dafür hat er eine Provision verlangt, die meine Tochter auch bezahlt hat.
    Nach 1,5 Jahren kam dann die Eigenbedarfskündigung und meine Tochter musste ausziehen.

    Glücklicherweise hat sie inzwischen eine neue Wohnung gefunden.
    Allerdings ist diese vollkommen anders geschnitten und die vor 18 Monaten angeschafften Möbel passen z. T. nicht in die neue Wohnung, Umzugskosten sind natürlich auch angefallen und erneute Maklerprovision.
    Also alles irgendwie ärgerlich.

    Nun hat meine Tochter zufällig die Eigentümerin ihrer vorherigen Wohnung kennen gelernt und diese erzählte ihr, dass von vornherein klar war, dass die Wohnung für max. 2 Jahre vermietet werden sollte.

    Ich finde das Verhalten des Verwalters einfach nur schäbig, wenn wir das gewusst hätten, hätten wir bei der Auswahl der Möbel doch viel mehr Wert auf Flexibilität gelegt. Also nicht unbedingt ein 140 cm Bett passend für die Nische gekauft, sondern uns für ein 1 m breites Bett entschieden, dass bei einem Umzug leichter unterzubringen gewesen wäre und wohl auch eine einfache Küchenzeile genommen, statt einer maßgenauen Ecklösung...

    Als ich gerade bei einer Freundin Dampf abgelassen habe, meinte sie, dass ein Wohnungsverwalter gar keine Provision verlangen darf.

    Eigentlich ist der Papp ja gegessen, aber wenn das ganze Konstrukt noch nicht einmal eine Rechtsgrundlage hat, dann würde ich mit dem guten Herren doch gerne mal ein paar Takte reden und mir ggf. auch die Provision zurück holen.

    Ich weiß aber, dass in der Anlage alle Provision gezahlt haben, also gehe ich davon aus, dass das seine Richtigkeit hat.
    Aber es wäre so schön, wenn ich da eine Handhabe hätte....
     
  2. AdMan

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  3. Syker

    Syker Erfahrener Benutzer

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    Hallo Hamburgerin,

    Kurz gesagt: Solange der Verwalter nicht der Eigentümer ist darf er auch eine Provision nehmen ...

    Ich würde mal prüfen ob der "Makler" auch eine Erlaubnis nach §34c Gewerbeordnung hat.
    Einen Beleg für die bezahlte Provision habt ihr ja sicherlich noch.

    VG Syker
     
  4. Duncan

    Duncan
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  5. Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

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    Hi Hamburgerin,

    sicherlich mag der Verwalter, falls er hier als Makler tätig war, hier ein gewisses Eigeninteresse gehabt haben, das es zu einen Abschluss kommt, ganz unabhängig ob er von diesen max. 2 Jahren wusste oder nicht. Aber mit wem hast du denn den Mietvertrag hier gemacht? Also war hier der Verwalter auch gleichzeitig der Vermieter oder war das ggf. doch die Eigentümerin?

    Ob dir tatsächlich dann andere Wohnungsgegenstände euch zugelegt hättet, das bezweifle ich etwas. Wenn du jetzt sagen würdest, dann hättet ihr diese Wohnung nicht genommen, dann glaube ich euch das eher. Denn das man i.d.R. nicht ewig in einer kleinen Wohnung bleibt, das war doch voraussehbar, auch wenn ihr ggf. mit etwas mehr Zeit gerechnet habt. Und das die neue kleine Wohnung einen ungeeigneten Schnitt hat, das hättet ihr vor 18 Monaten auch nicht erahnen können bzw. dann hätte man ja ggf. jetzt auch etwas passendes anmieten können.

    Also wenn es hier euch nur ums "ins Gewissen reden" geht, dafür würde ich keine Zeit & Energie verschwenden! Also wenn der ganze Aufwand, dann bitte ohne "ggf.", sondern nur deswegen.
     
  6. Andres

    Andres
    Super-Moderator

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    Lies doch bitte den Beitrag von Duncan.
     
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