Datenlogge - Einverständnis des Mieters?

Dieses Thema im Forum "MV - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von Elsa, 13.11.2014.

  1. Elsa

    Elsa Benutzer

    Dabei seit:
    27.10.2014
    Beiträge:
    34
    Zustimmungen:
    0
    Huhu liebe Fories,

    heute hatte ich (mal wieder) Post vom Vermieter im Briefkasten. Und zwar möchte dieser "in wenigen Tagen" wieder einen Datenlogger in der Wohnung installieren.

    Jetzt frage ich mich, ob er das überhaupt ohne mein Einverständnis darf - zumindest habe ich soetwas im Internet gelesen, bin mir über die Richtigkeit der Aussage(n) aber unsicher.

    Zum konkreten Fall: Letzten Winter hatte ich im Schlafzimmer und im Wohnzimmer jeweils in Ecken an den Außenwänden Schimmel. Nachdem ich dies dem Vermieter angezeigt hatte (freundlich, ohne Fristsetzung o.ä.) tat sich 6 Monate nichts. Dann wurde im Frühjahr für 30 Tage ein Datenlogger im Schlafzimmer installiert und wenige Monate später erhielt ich die Auswertung, auf Grundlage dieser mir vertragswidriges Verhalten vorgeworfen wurde. Bei Durchsicht der Auswertung fiel jedoch auf, dass diese bereits 7 Jahre alt und über einen Messintervall von 2 Monaten ging - also definitv nicht die Messung in meiner Wohnung wiedergab. Dies teilte ich dem Vermieter so auch per Einschreiben mit Rückschein mit, jedoch kam dieses Einschreiben einen Monat später an mich zurück. Danach ging das Schreiben dem Vermieter per Fax zu. Eine Antwort erhielt ich bis dato nicht; habe mich dann auch nicht weiter erkundigt. Der Vermieter weiß, dass es in dieser Wohnung Schimmelprobleme gab, wenn er sich nicht darum kümmern will, ist das sein Problem. Im Übrigen weiß er auch, dass der Keller nass ist und schimmelt und das auch andere Wohnungen Schimmelprobleme haben.

    Heute eben dieses Schreiben mit der Begründung, ich hätte die letzte Messung abgelehnt. Richtigerweise habe ich nicht die letzte Messung abgelehnt, sondern lediglich die evident nicht dazugehörige Auswertung. Ich muss ehrlich sagen, dass ich nicht einsehe, eine weitere Messung vornehmen zu lassen. Der Vermieter hatte dieses Jahr schon einmal die Möglichkeit und hat diese auch wahrgenommen. Nachdem der Vermieter auch scheinbar nicht bereit war, die Angelegenheit um die falsche Auswertung aufzuklären, fehlt meinerseits auch einfach das Vertrauen, denn auch diese Auswertung will wieder der Vermieter vornehmen.

    Also: Muss ich diese Messung über mich ergehen lassen oder kann ich ggf. mein Einverständnis verweigern?

    Vielen Dank und liebe Grüße,
    Elsa
     
  2. AdMan

    Schau mal hier in diesem Ratgeber. Dort findet man viele Antworten!

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. Andres

    Andres
    Super-Moderator

    Dabei seit:
    04.09.2013
    Beiträge:
    6.712
    Zustimmungen:
    1.250
    Ich sehe keinen rechtlich zwingenden Grund, warum du diese Maßnahme dulden müsstest.

    Damit wird das zu einer rein taktischen Frage: Haben die Aufzeichnung für dich einen vorteilhaften Beweiswert?


    Nebenbei: Einschreiben mit Rückschein gehört zu den zahlreichen Dienstleistungen der Post, die den Aktionären alljährlich ihre Dividenden sichern. Ansonsten ist es eher unsinnig.
     
  4. #3 BHShuber, 14.11.2014
    BHShuber

    BHShuber Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    12.12.2013
    Beiträge:
    2.400
    Zustimmungen:
    684
    Ort:
    München
    Hallo,

    ein Paradevermieter.

    Höchstwahrscheinlich um zu verschleiern, das Wissen um die Ursache, dem Mieter aufbrummen wollend.

    Fakt, ein 7 Jahre altes Gutachten braucht man nicht zu akzeptieren das hast du richtig erkannt.

    Um der Ursache auf den Grund zu gehen, könntest du jetzt selber ein Schimmelgutachten erstellen lassen, den Vermieter eines erstellen lassen oder mit Schimmelvernichter die Sache bekämpfen.

    Irgendetwas muss geschehen, denn sonst lebt man weiter in einer Schimmelwohnung, das dies der Gesundheit nicht förderlich ist, wissen selbst die Kinder.

    Wenn du rechtsschutzversichert bist, geh zum Anwalt, wenn nicht Mieterverein, selber jetzt hier weitermachen halte ich für Verschwendung der Lebenszeit.

    Gruß

    BHSHuber
     
  5. dots

    dots Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    08.07.2014
    Beiträge:
    1.621
    Zustimmungen:
    505
    Hallo,

    was spricht dagegen, dass der Vermieter für eine bestimmte Zeit einen Datenlogger in die Wohnung stellt? Fühlst du dich dadurch ausspioniert, ist es der Aufwand mit der Terminabsprache, oder was anderes?

    Welche Alternativen hast du? Entweder dem zustimmen oder dem nicht zustimmen. Die Frage ist, was dir beim Erreichen deiner Ziele hilft.
    Was willst du erreichen? Den Schimmel loswerden? Oder festgestellt wissen, dass du keine Schuld hast?

    Darauf aufbauend kann man mehrere Szenarien durchspielen, in denen du dich mal so oder mal so verhalten solltest.
     
  6. Elsa

    Elsa Benutzer

    Dabei seit:
    27.10.2014
    Beiträge:
    34
    Zustimmungen:
    0
    Danke für die Antworten :)

    Ich sag´s mal so - die Aufzeichnungen sicherlich. Gut, das erzählt vermutlich der überwiegende Teil der Mieter. Aber ich achte tunlichst darauf, dass durch mein Verhalten kein Schimmel entstehen kann: Halte alle Zimmertüren geschlossen, kein Zimmer wird über das andere "mitgeheizt". In den "ehemals" betroffenen Zimmern herrschen 18 Grad (Schlafzimmer, eine Zeit lang 19 Grad, um zu sehen, ob das Besserung bringt), 20/21 Grad im Wohnzimmer. Und ich lüfte zwischen 3 und 4x täglich, räume die Fensterbänke ab, mache die Fenster ganz auf, in jedem Raum mindestens eines, damit es für 10 Minuten ordernlich Durchzug gibt. Nach dem Lüften stelle ich die Heizung dann wieder an. Beim Kochen ist das Küchenfenster geöffnet, nach dem Duschen das Badezimmerfenster, ich habe kein Aquarium o.ä. und trockne die Wäsche nicht in der Wohnung.

    Prinzipiell würde ich also sagen, dass man mir kein Fehlverhalten vorwerfen kann. Allerdings hab ich genau das dieses Jahr bereits gedacht, als die erste Messung vorgenommen wurde und da bekam ich dann diese alte Auswertung vorgelegt. Dass ich hierauf dann einfach keine Antwort mehr erhalten habe, schürt nicht unbedingt Vertrauen. Und hätte sich bei der Auswertung der letzten Messung ergeben, dass ich falsch gelüftet und/oder geheizt hätte, dann hätte der Vermieter diese Messung sicher nicht unter den Tisch fallen lassen. Deswegen behaupte ich jetzt einfach mal, dass das tendenziell eher dafür spricht, dass ich mich eben kein vertragswidriges Verhalten an den Tag gelegt habe.

    Ich weiß. Das war auch mein allererstes Einschreiben überhaupt, vorher war sowas nie notwendig gewesen. Jetzt würde ich das so auch nicht mehr machen. Wirklich wichtige Dinge (bspw. Kündigung) werden meinem Vermieter allerdings auch nur noch per Gerichtsvollzieher zugestellt werden, weil ich auf die Mengenkel keine Lust mehr habe.

    *schmunzel*

    Laut aussprechen darf ich sowas ja nicht. Dass dieses Haus Feuchtigkeitsprobleme hat, lässt sich allerdings nicht von der Hand weisen. Aktuell stinkt es im Hausflur auch wieder ganz extrem nach Schimmel, aber das ist laut Aussage des Vermieters "völlig normal". Diese Fotos stammen aus letztem Frühjahr (da wurde in der Zwischenzeit auch nichts verändert, im Gegenteil der Zustand hat sich eher verschlechtert):

    [​IMG]

    [​IMG]

    [​IMG]

    [​IMG]

    [​IMG]

    So (und schlimmer) sieht der gesamte Keller aus. Mein Kellerabteil ist z.B. gar nicht nutzbar, weil dort einfach alles verschimmelt, selbst Dinge, die "nur" Kontakt zur Luft haben, also nicht am Boden stehen o.ä.

    Ich hab ein Detail im Ausgangspost vergessen: Kurz bevor der Datenlogger installiert wurde, kam der Hausmeister vorbei und hat mit Schimmelex und Silikatfarbe die betroffenen Stellen behandelt. Im Augenblick ist also kein sichbarer Schimmel in der Wohnung vorhanden. Ich war deswegen auch beim Anwalt und der meinte, dass sich die Gerichte mit der einer Oberflächenentfernung wohl zunächst zufrieden geben würden (erst bei wieder auftretendem Schimmel würde eine aufwendigere Sanierung gefordert), außerdem hätte ich zur Beweisführung, dass tatsächlich (immernoch) ein Mangel besteht, ein toxikologisches Gutachten anfertigen lassen müssen und das ist nicht gerade günstig.
    Da jetzt feststeht, dass ich zum 1.3. umziehe, wollte ich auch kein großes Fass mehr aufmachen.

    Mich würde aber mal grundsätzlich interessieren, ob Mieter generell eine Duldungpflicht zur Installation eines Datenloggers trifft. Man findet dazu wirklich nur spärrliche bis gar keine Informationen im WWW und vielleicht sah sich so manch einer (als Vermieter) schon in einer solchen Situation. Und falls so eine Duldungspflicht bestünde: Besteht die auch dann noch, wenn der Vermieter bereits in dem Jahr eine Messung vorgenommen hat? Und kann er insbesondere darauf bestehen, wenn aktuell kein sichtbarer Schimmel vorliegt?
    Mich würde außerdem interessieren, ob ein Vermieter mit so einem Datenlogger überhaupt den Beweis führen kann, dass der Mangel nicht wegen der Bausubstanz geschuldet ist. Meines Erachtens erschließt sich mir das selbst bei falschem Lüften und Heizen nämlich nocht nicht, denn selbst dann kann doch noch ein Baumangel vorliegen, sodass zumindest eine Mitschuld besteht. Soviel ich weiß, muss nämlich zunächst der Vermieter den Beweis führen, dass kein Baumangel vorliegt und erst dann der Mieter, dass sein Verhalten nicht ursächlich ist.

    Vielen lieben Dank,

    Elsa
     
  7. #6 BHShuber, 14.11.2014
    Zuletzt bearbeitet: 14.11.2014
    BHShuber

    BHShuber Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    12.12.2013
    Beiträge:
    2.400
    Zustimmungen:
    684
    Ort:
    München
    Hallo,

    so wie das aussieht steigt hier Grundwasser oder Brunnenwasser die Wände hoch, kann man mittels Messung mit Mauerfeuchtemessgerät nachverfolgen, punktuell unten anfangen bis zu den betroffenen stellen.

    So, Faß aufmachen oder nicht, das ist hier die Frage!

    Es steht eine Mietkürzung ins Haus aufgrund der nicht Nutzbarkeit des Kellerraumes und wiederholter Schimmelbildung in den Wohnräumen, da wäre es doch vorteilhaft, die exakte Auswertung der Datenlogger zu kennen, denn dann ist auch beweisbar, dass der Mieter seiner Pflicht zum Lüften und Heizen nachgekommen ist, verstehst.

    Dem Vermieter muss durchaus die Möglichkeit gegeben werden, dem Mangel an der Mietsache festzustellen und Abhilfe zu schaffen, aufstellen von Datenloggern gehört dazu, meine Meinung.

    Gruß

    BHShuber

    PS: Die abenteuerliche Elektroinstallation ist schon sehr merkwürdig, dem Zwecke dienend, brrrrrrr, angstfröstel!!!!!
     
  8. Elsa

    Elsa Benutzer

    Dabei seit:
    27.10.2014
    Beiträge:
    34
    Zustimmungen:
    0
    Wenn ich ehrlich bin, hatte ich nicht vor, die Miete zu kürzen. Im Vorjahr habe ich das auch nicht getan. Zum einen, weil - sofern ein baulicher Mangel vorliegt - ich nicht glaube, dass die schmalen Minderungsquoten so viel Druck aufbauen, dass Vermieter etwas tut, zum anderen weil ich der Meinung war, dass so nicht unbedingt ein gutes Verhältnis gefördert wird. Ich dachte eben auch, dass die alleinige Tatsache des Schimmels Druckmittel genug ist - so lange die Ursache nicht behoben ist und je länger diese sich negativ auswirkt, umso größer der Schaden.
    Das hat mit dem Schimmel jetzt nichts zu tun, aber mit dem Vermieter hab ich ohnehin schon genug Aufwand - die fehlerhafte Betriebs- und Nebenkostenabrechnung, die unwirksame Mieterhöhung. Da nervt´s auch so langsam mal, alles für ihn zu korrigieren, verstehst du? Ich weiß leider nicht, ob der Eigentümer weiß, was die Hausverwaltung hier veranstaltet (kenne Eigentümer nicht, mein Vermieter ist die Hausverwaltung direkt), meiner Meinung nach sollte er eher Geld dafür fordern, dass sie für ihn arbeiten dürfen, so "schlecht" ist deren Leistung..

    Aber muss man sich wegen der Unfähigkeit (ich kann´s leider nur so ausdrücken, andernfalls müsste ich Vorsatz unterstellen) eine Messung durchzuführen/auszuwerten, beinahe ein halbes Jahr "überwachen" lassen? Letztendlich hatte der Vermieter dieses Jahr bereits die Möglichkeit, die Ursache auszumachen. Zumal objektiv betrachtet, aktuell gar kein Anlass besteht, da momentan kein Schimmel vorhanden ist. Und wenn ich nur schon lese "In den nächsten Tagen wird Hr. XYZ (der Hausmeister) den Datenlogger bei Ihnen installieren" - da bekomme ich die Krätze, weil es nicht einmal für nötig gehalten wird, sich wie ein normaler Mensch anzukündigen. In den nächsten Tagen kann gerne irgendwer hier antanzen, schlecht für ihn, wenn ich nicht da bin. Und unter der Woche komme ich i.d.R. erst abends nach Hause, von daher wäre es für sie von Vorteil, sich anzukündigen, wenn sie mich antreffen wollen..


    Magst du den Nervenkitzel? Ich lade dich gerne ein - hier wird von "Hochseilakrobatik" bis "Messerwurfkunst" alles geliefert - Eintritt umsonst :smile050:

    Liebe Grüße,
    Elsa
     
  9. #8 BHShuber, 14.11.2014
    BHShuber

    BHShuber Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    12.12.2013
    Beiträge:
    2.400
    Zustimmungen:
    684
    Ort:
    München
    Hallo,

    nein, in meinem Leben habe ich Nervenkitzel genug, da brauch ich nicht so einen Horrorkeller, danke lieb von dir, ich verzichte.

    Du hast ja Recht im Grunde, ohne Ankündigung schon gar nicht. Bis zum Auszugstermin ist noch eine Weile hin, wenn die Schimmelei so weitergeht wirst auch noch krank davon.

    Wie eingangs erwähnt, ein Paradevermieter.

    Gruß

    BHShuber
     
  10. #9 Papabär, 17.11.2014
    Papabär

    Papabär Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    16.12.2010
    Beiträge:
    5.715
    Zustimmungen:
    425
    Ort:
    Berlin
    Boah ... sich bis hierhin vorzuarbeiten ist schon ein ganz schönes Stück Lektüre.

    Ich vermute mal, dass die erste Messung nicht ausgelöst hat und der - wer auch immer das Teil beim ersten Mal "installiert" hat - sich nicht getraut hat, mehrmals auf den Knopf zu drücken (meine Hausmeister denken z.B. gerne, dass man das Gerät damit wieder ausschalten würde).

    Und entweder hat´s keiner gemerkt - oder man hat mit der Uralt-Messung "ersatzweise mal etwas versucht."
    Bei mir sind die Dinger viel zu häufig im Einsatz, als dass da noch irgendwo ´ne 1 Jahr alte Messung gespeichert wäre.

    Grundsätzlich hat der Vermieter keinen Anspruch, einen Datenlogger zu installieren - das geschähe rein auf freiwilliger Basis.

    Allerdings kann die Weigerung als Unterbindung der Abhilfe ausgelegt werden. Da derzeit wohl kein Mangel an der Mietsache vorhanden zu sein scheint (zumindest kein Schimmel), dürfte das ohne Folgen sein.

    Ein weiteres Extrem wäre ein Beweissicherungsverfahren. Hier würde dann ein gerichtlich bestellter Gutachter tätig werden und - zumindest oft - einen Datenlogger aufstellen. Es wäre also faktisch das Gleiche - kost´ halt nur mehr ... und je nach Ursache wären eben auch diese Kosten von der einen und/oder anderen Partei zu tragen.

    Ebenfalls richtig ist, dass der Vermieter per ´se erst einmal nachweisen müsste, dass es sich nicht um einen baulichen Mangel handelt. Allerdings geht das oft nur durch Zerstörung der Struktur (wie z.B. bei einer Kernborung) und ich kenne keinen Fall, in dem ein Richter eine derartige Maßnahme angeordnet hätte (mag's vlt. trotzdem geben - bring Dir hier aber nichts).



    Ich könnt' mich ja täuschen, aber auf dem mittleren Bild meine ich eine kristalline Struktur zu erkennen. Dann wäre das kein Schimmel sondern eher ein böses Zeichen für aufsteigende Feuchtigkeit ... und zwar nicht erst seit gestern.
     
  11. Elsa

    Elsa Benutzer

    Dabei seit:
    27.10.2014
    Beiträge:
    34
    Zustimmungen:
    0
    Hallo,

    Das kann ich mir kaum vorstellen. Die Auswertung, also das Diagramm, was mitgeschickt wurde, ist genau eine DIN A4 Seite groß und beinhaltet insgesamt 11x das Datum und der Messintervall steht auch in riesig ganz oben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man als Vermieter leichtfertig das böse "vertragswidrige Verhalten" in den Raum wirft, ohne sich diese eine Seite mal angeschaut zu haben. Und spätestens, als ich dann geschrieben habe, dass das nicht die Auswertung dieser Messung sein kann, hätte man das aufklären können. (Und wäre es so gewesen, dass gar nichts gemessen worden wäre, wäre ich der letzte Mensch gewesen, der eine weitere Messung verweigert hätte.)

    Ich war gestern bei einer Anwältin. Sie meinte, da momentan überhaupt kein Schimmel in meiner Wohnung vorhanden/sichtbar/wie auch immer ist, gibt es auch keinen Grund für eine solche Messung und ich muss sie nicht dulden. Ich muss auch gestehen, dass mir diese angestrebte Messung beinahe als Schikane aufstößt. Irgendwie finde ich nämlich schon komisch, dass die Messung jetzt bis zum letzten Tag der Kündigungsfrist vorgenommen werden soll, vorher aber kein einziges Mal gefragt wurde, ob es wieder Probleme etc. gab.

    Mal davon abgesehen, dass momentan kein Schimmel sichtbar ist, hätte ich da aber aus o.g. Gründen kein Vertrauen mehr. Wer entweder verheimlicht, dass eine Messung nicht stattgefunden hat oder absichtlich eine alte verwendet, der ist in meinen Augen auch nicht mehr vertrauenswürdig.

    Im Keller gibt´s sowohl Schimmel, als auch diese kristalline Struktur. Ich hatte davon mal etwas abgemacht und einem Freund (Chemiker) mitgegeben und er hat es getestet. Es handelt sich dabei um Salpeter. Also feucht ist es im Keller tatsächlich. Ich bin mal so dreist und behaupte, dass der Vermieter bei dem Gebäude den Beweis, dass kein Baumangel vorliegt, gar nicht wirklich führen könnte..

    Vielen Dank für die Antwort und liebe Grüße,
    Elsa
     
  12. #11 Papabär, 18.11.2014
    Papabär

    Papabär Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    16.12.2010
    Beiträge:
    5.715
    Zustimmungen:
    425
    Ort:
    Berlin
    Genau deswegen. Wenn die Messung nicht auslöst, werden die Daten der vorherigen Messung nicht überschrieben.

    Und wenn die vorherige Messung eben 7 Jahre alt war, dann zeigt das, dass der Vermieter das Hygrometer kaum nutzt. Ich würde sogar mal behaupten, dass nach 7 Jahren die Batterie tot war.
     
  13. Duncan

    Duncan
    Super-Moderator

    Dabei seit:
    19.01.2014
    Beiträge:
    4.389
    Zustimmungen:
    1.418
    Ort:
    Mark Brandenburg
    Das hätte ich dir auch ohne Chemiestudium und Test sagen können...

    Vor gut 250 Jahren hätte ein solches Vorkommen den Besuch eines Salpetersieders bedeuten können, da diese auch mal Balken, Wände usw. aus den Gebäuden etwas rabiater entfernten, kam der nicht selten in Begleitung einer Militärtruppe.
    Schießpulver war teuer, das lohnte den Aufwand. Salpeterkriege führte man des öfteren.

    Heute sammelt man das also selbst, dazu noch etwas Schwefel und Holzkohle vom Pulverbaum....:unsicher015:
     
Thema: Datenlogge - Einverständnis des Mieters?
Besucher kamen mit folgenden Suchen
  1. datenlogger wohnraum

    ,
  2. Mauerfeuchtemessgeraet

    ,
  3. muss ein Mieter die Installation eines Datenloggers dulden

    ,
  4. Datenlogger Duldungspflicht?,
  5. einversändnis datenlogger,
  6. datenlogger aufstellen durch vermieter
Die Seite wird geladen...

Datenlogge - Einverständnis des Mieters? - Ähnliche Themen

  1. Miete ein Monat im Rückstand

    Miete ein Monat im Rückstand: Hallo, mir fehlt jetzt die Miete für den Monat Dezember 16. Ich weiß, dass wenn der Mieter mit zwei Mietszahlungen im Rückstand ist, ich ihm...
  2. Ein Buch über die "Best of" Mieter schreiben? :-)

    Ein Buch über die "Best of" Mieter schreiben? :-): Hallo zusammen, darf ich hier mitmachen? Irgendwie brauche ich grade was um mich auszu... !! Ich war eigentlich der Meinung, ich würde vor diesen...
  3. Ich (als Mieter & Hausmeister) möchte meiner Hausverwaltung Wärmecontracting schmackhaft machen.

    Ich (als Mieter & Hausmeister) möchte meiner Hausverwaltung Wärmecontracting schmackhaft machen.: Also, wie macher weiß, mache ich die Hausmeisterdienste in dem MFH in dem ich zur Miete wohne. In letzter Zeit habe ich einige Beiträge...
  4. Mieter von Gewerberaum nicht auffindbar / Kündigung

    Mieter von Gewerberaum nicht auffindbar / Kündigung: Hallo, wir haben schon seit geraumer Zeit mit einem Mieter Probleme wegen unregeläßigen Mietzahlungen, Beleidigung, Sachbeschädigung, Androhung...
  5. Mieter nervt/droht

    Mieter nervt/droht: Hallo, ich habe ja eine Mieterin die mit ihrem Nachbarn Probleme hat. Der Nachbar ist zum Glück nicht mein Mieter. Besagter Nachbar ließ mir über...