Datenlogger

Diskutiere Datenlogger im MV - Allgemeine Fragen Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Hallo zusammen, an alle, die Erfahrungen mit Schimmelwächtern haben. Welchen Datenlogger setzt ihr ein? Ich habe den Klimagriff gefunden, der...

  1. #1 Ich-bin-es, 23.01.2021
    Ich-bin-es

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    Hallo zusammen,

    an alle, die Erfahrungen mit Schimmelwächtern haben. Welchen Datenlogger setzt ihr ein? Ich habe den Klimagriff gefunden, der zusätzlich registriert, wann das Fenster wie geöffnet wurde und die Daten in eine Cloud hochläd. Andere Logger kommen ohne die Daten über die Betätigung des Fenstergriffs aus. Ist das erforderlich, um wirklich zuverlässige Ergebnisse zu bekommen? Mit € 200 ist er relativ teuer.

    Gruß
    Ich-bin-es
     
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  3. #2 ehrenwertes Haus, 23.01.2021
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    Mit Datenloggern, die auch Aktivitäten von Mietern aufzeichnen Fenster öffnen) habe ich bedenken bezüglich Überwachung der Privatsphäre, wenn diese vom VM eingesetzt werden und die Daten abgerufen werden können.
    Im gewerblichen Bereich ist das eine Option, im Wohnungsbereich aus meiner Sicht nicht.

    Einfachere Geräte mit internem Speicher ohne Fernabfrage zeichnen die Meßwerte ebenfalls zuverlässig auf, jedoch ohne Fernüberwachung des Mieters.

    Was ist der Hintergrund deiner Frage, ein akutes Schimmelproblem oder möchtest du eine präventive Auszeichnung der Klimadaten?
     
  4. #3 Ich-bin-es, 23.01.2021
    Ich-bin-es

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    Ich teile Deine Bedenken bzgl. Datenschutz. Natürlich geht das nur, wenn der Mieter zustimmt, weil er selber Interesse daran hat, nachzuweisen, dass er gut lüftet. Also nur nach Absprache.

    Es ging mir aber auch um die Frage, ob man diesen Griff braucht, um das Lüftungsverhalten zu analysieren.

    Ja, es geht um ein konkretes Schimmelproblem, was vom Mieter gemeldet wurde. Ich bin skeptisch, weil wann immer ich in deren Wohnung war, hab ich einfach nur vom Fühlen her eine hohe Luftfeuchtigkeit wahrgenommen. Wenn man das spürt, wird es schon mehr sein. Auch habe ich noch NIE ganz geöffnete Fenster gesehen. Aber ich stehe ja nicht ständig daneben und vielleicht war es ja nur punktuell.

    Meine Frage wäre auch, ob man sich mit sowas vielleicht auch ein Eigentor schiesst. Führt die Installation eines solchen Geräts nicht dazu, dass der Mieter von dem Zeitpunkt an ordentlich lüftet? Das Gerät kann ja nicht in die Vergangenheit schauen.

    Ich würde gern wissen, welche Erfahrungen ihr mit dem Einsatz solcher Datenlogger habt und ob man das mit demGriff überhaupt braucht.
     
  5. Ferdl

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    Das wird doch der wesentlich Zweck der Installation dieses Gerätes sein.
    Der Schimmel aus der Vergangenheit muss entfernt werden und es soll sich kein neuer bilden.
     
  6. #5 Ich-bin-es, 23.01.2021
    Ich-bin-es

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    Na ja, es geht doch auch um die Frage, was die Ursache ist und wer das wegmachen muss. Wenn es am Lüftungsverhalten des Mieters liegt, dann fällt die Schimmelbeseitung doch in seine Zuständigkeit. Und selbst wenn ich die Schadensbeseitung nun übernehmen würde, könnte das nicht als Bestätigung, das ich mich dafür verantwortlich sehe, ausgelegt werden. Oder sehen ich hier was falsch?
     
  7. #6 klinkerstein, 23.01.2021
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    Wie wäre es mit einem professionellen Schimmelbeseitigungsunternehmen? Das Gutachten kostet dann circa 100€ und du bekommst die Ursache des Schimmels raus, was in deiner jetzigen Situation dazu führen dürfte, das du die Kosten auf den Mieter umlegen kannst (wenn nachweislich das Lüftungsverhalten Schuld ist)
     
  8. #7 ehrenwertes Haus, 23.01.2021
    ehrenwertes Haus

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    Die Schimmelbeseitigung ist immer VM-Job.
    Nur die Kostentragung dafür richtet sich nach dem Verursacherprinzip.

    Wenn Aufklärung des Mieters über richtiges Lüften und Heizen keinen Erfolg zeigt, bleibt nur der Weg über Gutachter die Schimmelursache festzustellen.

    Gutachter (gerichtlich beauftragt) dürfen Datenlogger aufstellen mit Fernabfrage und diversen Funktionen der Mieterüberwachung im Zusammengang mit Heizen und Lüften.
     
  9. #8 immodream, 23.01.2021
    immodream

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    Hallo,
    ich biete allen Mietern an, ein einfaches analoges Hygrometer an die Außenwand ihrer Schlafzimmer anzubringen.
    Bei Neuvermietungen hänge ich das automatisch auf.
    Bei einer zusätzlichen farblichen Skala versteht auch der dümmste Mieter, das die Farbe Grün gut ist und Rot zu feucht ist .
    Viele Menschen merken das nicht, das es in ihren Räumen zu feucht ist .
    Wenn man als Fremder in die Wohnung kommt, hat man schon ohne Hygrometer das Gefühl, im Tropenhaus zu sein .
    Ich schaue mir auch die Fensterbänke an .
    Wenn die voller Blumen und Dekorationsgegenstände stehen und eine dicke Staubschicht haben , kann der Mieter mir hundert Mal erzählen , er würde regelmäßig bei voll geöffneten Fenster Stoß lüften
    Bei einigen Mietern mit Schimmelproblemen konnten wir das auf Dauer gemeinsam beseitigen.
    Auch auf Abstände der Möbel zu den Außenwänden achte ich dann und erkläre es den Mietern .
    Natürlich gibt es immer wieder beratungsresistente Mieter, Da hilft kein Gespräch und kein Messgerät .
    Ich habe bei den zahlreichen Schimmelproblemen erst zwei Mal ein bauliches Problem durch eindringendes Regenwasser in Fensterfugen gehabt.
    Ich sage weiterhin, der Schimmel kommt und geht mit dem Mieter .
    Grüße
    Immodream
     
  10. #9 Ich-bin-es, 24.01.2021
    Ich-bin-es

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    Mir gefällt die Idee mit dem Schimmelgutachter sehr gut. Allerdings glaube ich nicht, dass man das für € 100 bekommt. Aber auch wenn es teurer wäre, ein guter Ansatz. So kommt man aus dem Bereich von Mutmaßungen, Glauben, Meinungen, Streit etc. raus und stellt das auf einen zuverlässigeren Boden.

    Wie Immodream schon sagt, spüre ich auch die Lutfeuchtigkeit schon allein, wenn ich die Räume betrete. Die Mieter werden das anders sehen. Es ist für sie „normal“, in dem Sinne, das ist immer so. Dieser Klimagriff kostet auch € 200, könnte Probleme machen oder weniger überzeugend sein als ein Gutachter. Ist vielleicht vorsorglich sinnvoll,aber nicht wenn der Schimmel da ist.
     
  11. Duncan

    Duncan
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    Auch bei den Datenloggern ohne Fenstergriffüberwachung siehst du anhand der Messwerte sehr genau, ob, wann und wie lange gelüftet wurde. Wenn du mal mehrere Messkurven ausgewertet hast, gerne mal auch bei einem Testlauf in der eigenen Wohnung, siehst du auch ob Fenster vollständig geöffnet wurden oder nur angekippt. Mit 100-150 € wird man bei Loggern etablierter Marken (z.B. testo) immer rechnen müssen. Einige haben auch Geräte mit 2 oder drei Messteilen, sodass man auch mehrere Räume erfassen könnte. Zumeist reicht aber ein Raum, entweder Wohnzimmer oder halt der mit den (stärksten) Befall.

    Der größte Vorteil eines externen Gutachters/Sachverständigen ist, dass Emotionen herausgenommen werden und die Situation anhand objektiv erfasster Daten ausgewertet wird. Je nach Persönlichkeit kann auch die Ansprache von Mensch zu Mensch etwas bewirken, die Informationsbroschüren zum richtigen Heizen und Lüften, egal aus welcher Quelle, auch die vom Mieterbund, werden halt oftmals entweder gar nicht zur Kenntnis genommen oder schlicht nicht verstanden, sei es aus kognitiven Gründen oder schlichter Sprachkompetenz. Oft auch aus schlichter Ignoranz, hatte da mal einen jungen Informatiker der meinte es müsse im Jahre 2017 oder 18 oder wann das war doch möglich sein zu wohnen, ohne das man sich ums Lüften kümmern müsse. Da gab ich ihn durchaus recht, aber halt auch nur in einem Gebäude auf Stand 2010 und jünger mit selbststeuernder Lüftungsanlage, nicht jedoch in dem Altbau aus den 1880ern... Der Blick war eindeutig.
     
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