Defekte Heizkostenverteiler, wie abrechnen?

Diskutiere Defekte Heizkostenverteiler, wie abrechnen? im NK - Ankündigungen! Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Bei der Ablesung der HKV am 30.12.15 in meinen 2 Wohnungen ist mir aufgefallen das die Teile höchstwahrscheinlich im Ar… sind. Grund meiner...

  1. #1 anitari, 06.01.2016
    anitari

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    Bei der Ablesung der HKV am 30.12.15 in meinen 2 Wohnungen ist mir aufgefallen das die Teile höchstwahrscheinlich im Ar… sind.

    Grund meiner Vermutung:

    Wohnung 1 mit 90 m² und 7 HKV ergab einen Verbrauch von 302 Einheiten (nein ich habe keine Null(en) vergessen) für 12 Monte.

    Im Vorjahr waren es etwa 1.600 in 2 Monaten. Mietbeginn war der 1.11.14

    In Wohnung 2 (40 m² und 5 HKV) waren es in 11 Monaten 1170 Einheiten und im 12. Monat (neuer Mieter ab 1.12.) 0 Einheiten. Kam dem neuen Mieter selbst komisch vor, denn er hat, so hat mir bestätigt, geheizt.

    Laut Heizkostenverordnung gibt es ja für solche Fälle eine Ausnahmeregelung die es dem Vermieter erlaubt entweder den Verbrauch anhand der Vorjahreswerte zu schätzen oder zu 100 % nach der Wohnfläche abzurechnen.

    Beide Varianten habe ich mal durchgerechnet.

    Variante 1 – Schätzung ergab für Wohnung 1 einen Verbrauch ca. 7.300 Einheiten für 12 Monate und für Wohnung 2 für den 1 Monat 175 Einheiten.

    Am Ende kam für die 2 aktuellen Mieter eine geringfügige Nachzahlung, 20 bzw. 35 €, und für den Ausgezogenen sogar ein Guthaben von etwa 35 € raus.

    Jetzt das große ABER, darf ich die Werte von lediglich 2 Nutzungsmonaten, dazu Heizmonate, des Vorjahres als Grundlage der Schätzung verwenden? An anderer Stelle wurde mir gesagt das wäre nicht zulässig.

    Abrechnung nach Variante 2 ergab für die 2 aktuellen Mieter ebenfalls eine geringfügige Nachzahlung, für den Ausgezogenen jedoch eine Nachzahlung von etwa 160 €.

    Der [​IMG] mich. Hat er die Wohnung doch nur bis Mitte Oktober tatsächlich bewohnt.

    Etwas ratlose Grüße von anitari:155:
     
  2. Nanne

    Nanne Erfahrener Benutzer

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    Eine ähnlich sonderbare Situation gab es einmal in einer 3-Zi-W. Es wurde so gut wie kein Verbrauch gemessen, obwohl die Mieterin nur diesen Raum immer gut geheizt hatte. Es stellte sich heraus, die Überfüllung (,was ja jede Verdunstungsampulle hat,)war verbraucht,mehr nicht, und somit wurde kein Verbrauch angezeigt.

    Diese Fehler gibt es gerne bei kurzzeitigen Mietverhältnissen.
     
  3. #3 anitari, 06.01.2016
    anitari

    anitari Erfahrener Benutzer

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    In meinen Wohnungen sind schon elektronische HKV.
     
  4. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Das trifft so nicht zu...
    9a I HeizkV schreibt die Schätzung zwingend vor. Als Verfahren kommt in Betracht
    - Verbrauch der betroffenen Räume in vergleichbaren Zeiträumen oder alternativ
    - Verbrauch vergleichbarer anderer Räume in betreffenden Zeitraum.
    Eine Abrechnung nach Wohnfläche kommt erst in Betracht und muss dann auch zwingend erfolgen, wenn die Schätzung mehr als 25% der Wohnfläche betrifft.
    Es gibt dabei also kein Wahlrecht des Vermieters.

    Die Schätzung hat auf der Grundlage des Verbrauchs "in vergleichbaren Zeiträumen" zu erfolgen. Das muss nicht zwingend das gesamte Jahr sein. Im Prinzip ist eine Hochrechnung nach Gradtagzahlen denkbar. Denkbar wäre auch, den Wert aus früheren Jahren, also z.B. dem "Vorvorjahr", heranzuziehen.
    Am Ende muss das Verfahren geeignet sein, den Richter zu ueberzeugen.

    Erster Schritt muss aber sein, den Umfang des Geräte aus falls festzustellen.
     
    anitari gefällt das.
  5. #5 anitari, 06.01.2016
    Zuletzt bearbeitet: 06.01.2016
    anitari

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    Danke RMHV für die Antwort.

    Die bestätigt meinen "vorläufigen Plan" nach den Werten des Vorjahres, auch wenn es nur 2 Monate waren, den Verbrauch auf 12 Monate hochzurechnen und zu schätzen. Ich habe mal eine alte Abrechnung von Mietern rausgesucht die den gesamten Abrechnungszeitraum in dieser Wohnung gewohnt haben. Die hatten einen Verbrauch von 9.367 Einheiten. Waren Rentner, also auch tagsüber viel zu Hause. Für die aktuellen Mieter habe ich, auf Grund ihres Vorjahresverbrauchs, etwa 7.300 Einheiten errechnet. Eigentlich recht plausibel.

    Um die Geräte kümmert sich in den nächsten Tagen eine Heizungsfachfirma. Ebenso um die Thermostate. Denn die scheinen auch nicht mehr ganz i. O. zu sein. Denn der Mieter gibt an das die Heizkörper selbst auf Stufe 1 noch noch relativ heiß sind. Das wiederum verwundert noch mehr das die HKV nicht gezählt haben sollen.

    Im Bild der Werte zum Vergleich

    [​IMG]
     
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