Differenzmessung Kaltwasser 2 Parteienhaus

Dieses Thema im Forum "Abrechnungs-/Umlagmaßstab" wurde erstellt von medoni, 07.07.2015.

  1. medoni

    medoni Neuer Benutzer

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    Hallo,

    ich vermiete eine Dachgeschosswohnung in einem 2 Parteienhaus. Das EG bewohne ich selbst.

    Führ die Kaltwasserabrechnung hat das DG 2 separate geeichte Wasserzähler. Das EG (ich selbst) hingegen nicht.

    Ist eine Kaltwasserabrechnung nach Verbrauch für die Dachgeschosswohnung hier möglich?

    Meine Heizkostenabrechnungsfirma verweigert hier eine Abrechnung nach Verbrauch, da eine Differenzmessung (für das EG(ich selbst)) ab 01.01.2015 nicht zulässig ist.

    Vielen Dank
     
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  3. #2 immodream, 07.07.2015
    immodream

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    Hallo medoni,
    da ich alle Objekte mit Wohnungswasseruhren ausgerüstet habe, habe ich bei einigen Objekten feststellen können, das die Summe aller Wasserverbräuche der Einzeluhren geringer ist als der Verbrauch an den Hauptwasseruhren.
    In der einschlägigen Literatur ist auch beschrieben, das diese Wohnungswasseruhren nicht so genau zählen, wie die Hauptwasseruhr.
    Wenn du als Eigentümer die EG Wohnung ohne Wohnungswasseruhr abrechnen lassen willst, trägst du die Messdifferenz.
    Deine anderen Mieter sind daher auf keinen Fall benachteiligt.
    Deine Heizkostenabrechnungsfirma will sicherlich auch Wasseruhren verkaufen und abrechnen.
    Grüße
    Immodream
     
  4. Andres

    Andres
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    Dafür kann die Firma sicher eine Quelle benennen. Bis dahin gehe ich davon aus, dass diese Rechnung außerhalb des Geltungsbereichs der HeizkostenV zulässig ist.
     
  5. medoni

    medoni Neuer Benutzer

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    Die Firma bezieht sich auf MessEG und MessEV.

    1.) Ab dem 01.01.2015 treten das neue Mess- und Eichgesetz (MessEG) und die Mess- und Eichverordnung MessEV) in Kraft. § 32 Abs. 1 MessEG fordert: Wer neue oder erneuerte Messgeräte verwendet, hat diese der nach Landesrech zuständigen Behörde spätestens nach sechs Wochen nach Inbetriebnahme anzuzeigen.

    2.) Nach §31 Abs. 2 Nr3 und §37 Abs. 1 MessEG haben Sie als Verwender der Messgeräte die Pflicht dafür zu sorgen, dass die Messgeräte nicht ungeeicht verwendet werden.

    3.) Ein nicht existierender Zähler(in Ihrem Fall die Differenz für das Erdgeschoss), ist vor den Behörden gleichzusetzen mit einem eichungültigen Zähler.

    4.) Wer als Verwender von Messgeräten oder Messwerten fahrlässig oder vorsätzlich gegen eichrechtliche Vorschriften verstößt, handelt ordnungswidrig. Die Ordnungswidrigkeit kann mit einem Bußgeld von bis zu 50.000,- EUR geahndet werden.
     
  6. #5 Martens, 08.07.2015
    Martens

    Martens
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    Das Problem ist folgendes:

    Die Lobby der Meßgerätehersteller und -vertreiber hat diese Gesetzesänderung durchgedrückt und nun wird sie halt umgesetzt. Da bei gemieteten Geräten der Gerätevermieter auch der Verwender i.S.d.G. ist und dieser natürlich durch den einen nicht existenten und damit ungeeichten Zähler in "seinem" Bestand keine Ordnungswidrigkeit begehen will, weigert er sich so abzurechnen bzw. drängt darauf, die Verbräuche sämtlicher Zapfstellen mit geeichten Meßgeräten zu erfassen.

    Ziel erreicht, der mündige Bürger darf wieder Geld ausgeben. :D

    Lösung des Ganzen:
    Du nimmst die Wasserabrechnung aus der Heizkostenabrechnung raus und machst sie in der Betriebskostenabrechnung selbst. Die Berechnung scheint Dir ja klar zu sein.

    Christian Martens
     
  7. medoni

    medoni Neuer Benutzer

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    Danke Martens, gute Idee, werde ich mir überlegen

    generell, ich würde ja gerne die XX € für geeichte Wasserzähler ausgeben, leider ist dies Gebäudetechnik nicht ohne Ab/Aufriss möglich. Und ich finde in meinem Fall (Vermieter wohnt selbst mit im 2Parteien Haus) total sinnlos, da ich eh die Differenz der Wasserverbräuche (im Vorraus) bezahle

    Dennoch vielen Dank
     
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