Dobermann in einer WEG genehmigungspflichtig?

Dieses Thema im Forum "WEG - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von abwo, 05.06.2011.

  1. abwo

    abwo Neuer Benutzer

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    Folgender Fall:

    Eine Mietpartei hält in einer WEG einen Dobermann.

    Die Gemeinschaft ist darüber NICHT informiert!

    Wer muss das ''Vieh'' genehmigen? Der Vermieter der Mieteinheit oder die Gemeinschaft im Gesamten?

    Muss hierfür ein Beschluss her? Ev. eine außerordentliche ETV? Wieviele müssen dazu einladen bzw. aufrufen?

    DANKE
     
  2. AdMan

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  3. #2 Kitzblitz, 05.06.2011
    Kitzblitz

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    Zunächst einmal würde ich in der Hausordnung nachschauen - dort sollte sich etwas zu den Tierhaltungsmöglichkeiten finden.

    Findet sich ein Hundehaltungsverbot - muss mit dem Eigentümer besprochen werden, dass sein Mieter im Verstoß gegen die Hausordnung einen Hund hält (ein Dobermann fällt nicht unter die Schoßhündchen, die trotz Hundeverbot gehalten werden dürfen). Dabei sollte auch herausgefunden werden, was er mietvertraglich hinsichtlich Hundehaltung geregelt hat.

    Der Weg für die WEG geht zwangsläufig über den Vermieter an den Mieter - direkt geht mangels bestehendem Vertragsverhältnis nichts - also gar nicht erst versuchen.

    Korrelieren Hausordnung und Inhalt des Mietvertrages nicht, hat der vermietende Eigentümer ein Problem, für das ich mangels Erfahrung keine Lösung habe. Eine Eigentümerversammlung mit Beschluss der grundsätzlichen Hundehaltungserlaubnis wäre eine Lösung, die für den Hund die beste wäre - doch die Interessen der WEG stehen darüber. Große Hunde tragen viel Schmutz ins Treppenhaus. Bei Regen ist das nicht ganz zu vermeiden. Mit der Rute und dem Körper werden vielleicht auch die Wände verschmutzt.

    Gruß aus'm Ländle
    Ulrich

    ... der selbst einen Hund im eigenen Haus hat.
     
  4. abwo

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    Zunächst Danke;)

    Soviel ich weiss, steht im MV, das kleine Hunde erlaubt sind...doch bis wohin gehen kleine Hunde?

    Kann man generell sagen, dass ein Dobermann auch gefährlich für die Kinder in der Anlage sind?

    Grundsätzlich erlauben würde ich eine Hundehaltung nicht, da ein Pitbull o.ä. sicher nicht gerne gesehen wird...
     
  5. #4 Kitzblitz, 06.06.2011
    Kitzblitz

    Kitzblitz Erfahrener Benutzer

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    Wichtig für die WEG ist, was in der Hausordnung steht. Also bitte dort einmal reinschauen.

    Kann man generell nicht - doch darauf würde ich gar nicht abheben, da dies unerheblich ist. Ein Dobermann ist sicher kein kleiner Hund, womit der Mieter schon einmal gegen die mietvertraglichen Regelungen verstößt.

    Gruß aus'm Ländle
    Ulrich
     
  6. #5 Martens, 06.06.2011
    Martens

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    Ich würde davon ausgehen, daß all das, was hinter der Wohnungstür geschieht, die Gemeinschaft ersteinmal nichts angeht.
    Wie man in dieser Leitsatzsammlung sehen kann, wird dies von den Gerichten überwiegend so gesehen.

    Sofern es durch die Tierhaltung zu Belästigungen kommt (Lärm, Schmutz oder gar Angriffe auf Personen), sieht die Sache natürlich anders aus, davon war hier aber nicht die Rede.

    Sofern im Haus gehaltenen Hunde Menschen angreifen, liegt das überwiegend nicht an der Rasse des Tieres (sog. Kampfhunde sind normalerweise die liebsten Tiere, die man sich vorstellen kann), sondern meist an der unzureichenden Qualifikation des Hundehalters.

    Christian Martens
     
  7. #6 Gruwo-NDS, 07.06.2011
    Gruwo-NDS

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    Wenn ich mir die gepostete Leitsatzsammlung so ansehe, so werden die dort genannten 'Einzelurteile' durch den Beschluss des BGH aufgehoben. Und der besagt, dass eine Eigentümergemeinschaft durchaus durch einen Mehrheitsbeschluss die Hundehaltung generell untersagen darf.
     
  8. #7 Martens, 07.06.2011
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    Jein. :)

    Ich lese diese Geschichte hier so, als gäbe es keinen entsprechenden Beschluß.

    Außerdem lese ich diesen Leitsatz so, daß der Beschluß durchaus hätte erfolgreich angefochten werden können, er jedoch nicht nichtig ist.

    Christian Martens
     
  9. #8 Gruwo-NDS, 08.06.2011
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    Korrekt: @ Martens.

    Ich wollte nur die Aussage

    in Bezug auf die Hundehaltung entkräften.

    Generell steht dem Mehrheitsbeschluss einer Eigentümergemeinschaft die Hundehaltung zu untersagen nichts entgegen. Wie jeder andere Beschluss auch, kann ein derartiger Beschluss durch Miteigentümer angefochten werden. Erfolgt keine Anfechtung eines derartigen Beschlusses, so ist er laut BGH für alle Eigentümer bindend.

    Die in der geposteten Leitsatzsammlung enthaltenen (älteren) Urteile der LGs und OLGs, die entschieden haben, dass das Verbot der Hundehaltung im Rahmen eines Mehrheitsbeschlusses einer Eigentümergemeinschaft nicht möglich sind, sind durch das Urteil des BGH somit überholt.

    Liegt allerdings kein entsprechender Beschluss oder keine Aussage in der Gemeinschaftsordnung zur Tierhaltung vor, so liegt es im Ermessen jeden Eigentümers, ob er die Hundehaltung in seiner Wohnung duldet. In diesen Fällen kann die Gemeinschaft nur dann gegen die Tierhaltung einschreiten, wenn es zu Belästigungen oder Schäden am Gemeinschaftseigentum kommt.
     
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