Dringende Fragen zur WEG-Versammlung u.a.

Dieses Thema im Forum "Eigentümerversammlung" wurde erstellt von Luise, 02.12.2006.

  1. Luise

    Luise Benutzer

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    Es geschehen noch Zeichen und Wunder... :zwinker. Unser WEG-Verwalter hat nun endlich die 1. WEG-Versammlung terminiert (18.12.). Und schon habe ich einige Fragen:

    1. Einer der TOP ist "Genehmigung des Wirtschaftsplanes 2006 mit Fortgeltung bis ein neuer Wirtschaftsplan beschlossen wird".
    Die WEG besteht bereits seit 01.10.2005 - bisher ohne WEG-Versammlung und ohne Wirtschaftsplan. Im Grunde wird also verlangt, dass am 18.12.06 ein Wirtschaftsplan rückwirkend f.d. fast schon verstrichene Jahr 2006 abgesegnet werden soll. Ist m.E. so nicht in Ordnung. Müsste doch eigentlich ein Wirtschaftsplan ab 01.01.2007 sein, oder? 2006 ist ja praktisch schon vorbei.

    2. Der Einladung liegt auch eine BK-/NK-Abrechnung bei, die lt. Tagesordnung genehmigt werden soll. Die Abrechnung ist inhaltlich falsch (Besitzübergang in unserem Fall am 01.12.05, Abrechnung zu unseren Lasten als Eigentümer ab 01.10.05). Wir möchten nicht bis zur WEG-Versammlung warten, sondern der Abrechnung sofort vorab widersprechen (und auch den anderen Eigentümer raten, ihre Abrechnung diesbezüglich vorab penibel zu prüfen). Steht dem etwas entgegen?

    3. Weiterer TOP: Beschlussfassung über eine Muster-Hausordnung. Darin steht u.a.: "Das Einbringen und Halten von größeren Haustieren (Katzen, Hunden usw.) bedarf der schriftlichen Zustimmung des Verwalters. Nicht genehmigungsfähig ist das Halten von Tieren, die zu einer als gefährlich geltenden Gattung oder Rasse gehören, was insbesondere für so genannte Kampfhunde gilt. Nicht zustimmungsbedürftig ist das Halten solcher Haustiere, durch deren Größe und Art der Haltung in den Wohnungen eine Beeinträchtigung anderer Hausbewohner nicht zu erwarten ist (wie z.B. durch Goldhamster, Zierfische u.a.)".
    Vor dem Hintergrund der aktuellen Rechtsprechung ist das - abgesehen v.d. Kampfhunden - ein Rückfall in die Steinzeit! Obendrein war der bisherige Gesamt-Eigentümer des Wohnblocks immer haustierfreundlich, so dass hier sehr viele Nachbarn Hunde oder Katzen halten. Wir haben selber seit unserem Einzug vor 18 Jahren Katzen und seit über 5 Jahren einen Hund. Unserem Mieter der Nachbarwohnung (die auch uns gehört) haben wir im Mietvertrag das Halten von Tieren ausdrücklich erlaubt.
    Mal abgesehen vom Bestandsschutz empfinde ich das Vorhaben des Verwalters, über die Tierhaltung generell entscheiden zu wollen, als einen unzulässigen Eingriff in die Privatsphäre und in die Rechte als Eigentümer. Machen Eure WEG-Verwalter auch so Mätzchen?

    Wäre für schnelle Antworten dankbar, weil ich das Schreiben zu 2. und eine Info an die anderen Eigentümer am Montag rausschicken möchte.

    LG

    Sabine
     
  2. AdMan

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  3. Luise

    Luise Benutzer

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    Nachdem ich also am Wochenende alle Unterlagen gründlich durchgegrast habe, sind insgesamt 11 Dinge zu bemängeln. Teilweise sind echte Klopper dabei :crazy. Haben diese schriftlich einzeln bemängelt und mit Fristsetzung zur Korrektur a.d. Verwalterin u. auch nochmal an deren Geschäftsführung geschickt.

    Mit den Miteigentümern werden wir uns wahrscheinlich auch nochmal zusammensetzen. Klären wir gerade ab.


    LG

    Sabine
     
  4. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Ob es sich bei den Beanstandungen wohl wirklich um "echte Klopper" handelt?
    Beim einzigen Aspekt, der zumindest ansatzweise beschrieben ist, wird dies mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit schon mal nicht zutreffen. Hausgeldabrechnungen werden regelmäßig für das ganze Wirtschaftsjahr für denjenigen erstellt, der bei Beschlussfassung Eigentümer ist. Da die Abrechnung mit der Begründung eines späteren Besitzübergangs beanstandet wurde, wäre Unkenntnis vielleicht keine abwegige Unterstellung. Der Sachverhalt wird vermutlich zunächst unter Berücksichtigung aller Umstände zu betrachten sein. Vorher dürfte eine einigermaßen sinnvolle Bewertung kaum möglich sein.
     
  5. Luise

    Luise Benutzer

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