DSL durch den Keller des vorderen Hauses

Diskutiere DSL durch den Keller des vorderen Hauses im WEG - Allgemeine Fragen Forum im Bereich Wohnungseigentum; Moin, kaum ist der Mieter raus und damit der Weg frei das Haus zum Wochenendhaus zu machen kündigt sich der nächste Ärger an: Es handelt sich um...
Fantaa

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Moin,

kaum ist der Mieter raus und damit der Weg frei das Haus zum Wochenendhaus zu machen kündigt sich der nächste Ärger an: Es handelt sich um 2 Wohneinheiten in diesem Haus. Ein grösserer Teil (2/3) des Hauses grenzt an die Strasse, der hintere Teil (1/3) gehört mir. Die Versorgung des hinteren Teils geht vollständig durch den Keller des vorderen Hauses: Wasser, Gas, Strom sowie Telefon und Kabelfernsehen. So wurde das in den 50-er Jahren gebaut, als das alles noch eine Familie war.

Das Verhältnis zur älteren Bewohnerin im vorderen Teil ist belastet. Sie kommuniziert gerne über ihren Anwalt mit mir und wenn sie anruft dann nur um üble Beschimpfungen, bis hin zu Todesdrohungen, los zu werden (damit kann ich sehr professionell und ruhig umgehen).

Jetzt wollten wir Internet (via Kabel) haben. Im Vodefanoneladen wurde gesagt, dass weil ja schon Kabel liegt es nicht nötig wäre in den (vorderen) Keller zu gehen. Nun, es ist wohl anders, der Techniker muss doch rein. Die Nachbarin weigert sich ihn rein zu lassen (auch nicht mit Terminabsprache. Dass doch in ihrem Keller etwas aufgeschaltet werden muss ergab sich ja nur überraschend) und rät dazu den Hof aufreissen zu lassen falls wir eine Leitung haben wollen.

Welche Optionen habe ich?
 

set

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Gibt es irgend ein Leitungs- und Wegerecht auf dem vorderen Grundstück für deine Anschlussleitungen? Dort müsste eigentlich der Verlauf festgehalten sein?
 
Fantaa

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Gibt es irgend ein Leitungs- und Wegerecht auf dem vorderen Grundstück für deine Anschlussleitungen? Dort müsste eigentlich der Verlauf festgehalten sein?
Ne, es gibt nichts. In dem kleineren Haus wohnte meine Grossmutter bis zu ihrem Tod. Im vorderen Haus wohnt noch heute ihre Nichte. Da alles in Familienbesitz war (und auch noch ist) wurde nicht daran gedacht für spätere Streitfälle vorzusorgen. Im Grundbuch ist nichtmal festgelegt wem welcher Anteil des Grundstücks (Hof, Garten) gehört. Nur die zwei Hausteile sind wegen der separaten Haustüren eindeutig zuordenbar.
 

Ich-bin-es

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Ist euer Teil denn ein Haus oder ein Teileigentum?
 
Fantaa

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Ist euer Teil denn ein Haus oder ein Teileigentum?
Es ist ein längliches Haus in dem zwei Wohungen (mehrere Zimmer über zwei Stockwerke) sind. Seperate Eingänge. Dazu das Grundstück. 100% eindeutig wurde die Aufteilung damals beim Bau in den 50-ern nicht definiert, da hier und dort Geschwister wohnten. Nun vergingen die Jahre, die Personen (Besitzer, Bewohner) sind andere (nicht mehr so nah verwandt) und dazu zerstritten.
 
immobiliensammler

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Es ist ein längliches Haus in dem zwei Wohungen (mehrere Zimmer über zwei Stockwerke) sind. Seperate Eingänge. Dazu das Grundstück. 100% eindeutig wurde die Aufteilung damals beim Bau in den 50-ern nicht definiert, da hier und dort Geschwister wohnten. Nun vergingen die Jahre, die Personen (Besitzer, Bewohner) sind andere (nicht mehr so nah verwandt) und dazu zerstritten.

Wie sieht das im Grundbuch aus? Ein einheitliches Grundbuchblatt für beide Häuser oder irgendwann mal geteilt?
 

ehrenwertes Haus

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Im Grundbuch ist nichtmal festgelegt wem welcher Anteil des Grundstücks (Hof, Garten) gehört.
Wie sieht das im Grundbuch aus? Ein einheitliches Grundbuchblatt für beide Häuser oder irgendwann mal geteilt?
Klingt nach einer Flurnummer, kein geteiltes Grundstück.

Da alles in Familienbesitz war (und auch noch ist) wurde nicht daran gedacht für spätere Streitfälle vorzusorgen. Im Grundbuch ist nichtmal festgelegt wem welcher Anteil des Grundstücks (Hof, Garten) gehört. Nur die zwei Hausteile sind wegen der separaten Haustüren eindeutig zuordenbar.
Ich spekulier mal etwas:
Das gesamte Anwesen (Grunstück + Bebauung) könnte in Erbengemeinschaft sein und nur Nutzungsrechte für die Wohneinheiten konkreten Erben zugeordnet.
Gibt es ein Testament zu dem Erbgang, oder wie ist das Haus in 2 verschiedene Eigentümerhände geraten?
Wurde evtl. eine Grundbuchänderung verpeilt einzutragen?

Jetzt wollten wir Internet (via Kabel) haben. Im Vodefanoneladen wurde gesagt, dass weil ja schon Kabel liegt es nicht nötig wäre in den (vorderen) Keller zu gehen. Nun, es ist wohl anders, der Techniker muss doch rein. Die Nachbarin weigert sich ihn rein zu lassen (auch nicht mit Terminabsprache. Dass doch in ihrem Keller etwas aufgeschaltet werden muss ergab sich ja nur überraschend) und rät dazu den Hof aufreissen zu lassen falls wir eine Leitung haben wollen.
Im Zweifel wirst du auf Zutritt und Duldung der Arbeiten Klagen müssen.

Nach deinen Schilderungen wäre es sinnvoll das Grundstück zu teilen in 2 Flurnummern.
Damit könnte man Rechtssicherheit herstellen in vielen Fragen rund um das Anwesen.
Wenn die Verwandtschaft nicht notorisch auf Konfrontation aus ist, sollte ihr das auch einleuchten.
 

Ich-bin-es

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Der hintere Teil des Hauses wird komplett über den vorderen Teil versorgt. Wasser, Gas, Strom, Abwasser etc. Das unabhängig zu machen ist mit nicht unerheblichen Kosten verbunden. Muss man mit ins Kalkül nehmen.
 

ehrenwertes Haus

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Der hintere Teil des Hauses wird komplett über den vorderen Teil versorgt. Wasser, Gas, Strom, Abwasser etc. Das unabhängig zu machen ist mit nicht unerheblichen Kosten verbunden. Muss man mit ins Kalkül nehmen.
Grunddienstbarkeiten können auch anderweitig geregelt sein, ohne Eintragung im Grundbuch. Z.B. in Kaufverträgen, Teilungsurkunden, nachträglichen Vereinbarungen oder auch in einem Testament und Erbvertrag.

Wurde gar nichts vertraglich geregelt, stellt sich die Frage, ob eine eigenständige Anbindung von Hintergebäuden überhaupt machbar ist.
Ist eine eigenständige Anbindung der Versorungsleitungen nicht möglich, greift auch dafür das Notwegerecht. "Weg" wird dann nicht nur als Geh- oder Fahrtrecht interpretiert, sondern auch als (Verlegungs)Weg der Leitungen.
 
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