Dubiose Artikel vom MDR hetzen Mieter gegen Vermieter auf?

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Heizer

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Nachdem ich bereits vor einigen Wochen einen dubiosen Artikel über Verdunsterheizkostenverteiler auf der Seite des MDR gefunden habe, habe ich nun ein weiteres Highlight technischen und rechtlichen Habwissens gefunden:

Rechnung durch Leerstand verdoppelt Um die Kosten zu prüfen, hat sie sich die Energie-Abrechnungen und alle Einzelabrechnungen der Wohnungen geben lassen. Darauf hat man ein Anrecht.

Hallo? Seit wann kann man sich die Rechnungen aller Wohnungen angucken? Was wird da wohl der Datenschutz sagen?

Und daraus geht zweierlei hervor: Erstens liegt für das Haus von Frau Apel ein Wärmeliefervertrag vor.

Aha. Die Wärme wird also nicht hervorgezaubert sondern durch einen Lieferanten angeliefert. Welch Überaschung. Und der Lieferant war nun so dreist einen einen Vertrag abzuschließen, den die Mieterin unterschrieben hat. Achso. Und das hat man erst durch die Einsicht in die anderen Abrechnungen gemerkt.

Auf Nachfrage der Umschau räumt die Verwaltung ein, dass allein dadurch Mehrkosten von rund 20 Prozent entstehen. Hinzu kommt jedoch ein Leerstand von bis zu 50 Prozent in der Abrechnungseinheit. Und das verteuert die Heizkosten auf zwei Arten. Zum einen erhöht sich der Verbrauch erheblich, wenn eine Wohnung von Leerstand umgeben ist. So war es auch bei Ute Apel – hinzu kam bei ihr noch ein unbeheizter Trockenboden über ihre Wohnung.

Ich erinner mich noch an früher. Da hat mit mein Vermieter immer einige Zentner Kohle geschenkt weil die Wohnung neben mir leer stand. Hallo ??? Auf welcher gesetzlichen Grundlage soll es da einen Ausgleich geben? Im Gegenteil. Durch ein BGH Urteil wurde sogar ein Ausgleich für Heizkostenbenachteiligte Wohnungen untersagt.

"Wir kennen Fälle aus unseren Prüfungen, wo sich die Heizkosten dadurch mehr als verdoppelt haben", sagt Adolf Krohn, unabhängiger Sachverständiger für Mietnebenkosten und Betriebskosten. Doch das ist noch nicht alles. Denn durch den Leerstand erhöht sich nicht nur der Verbrauch von Frau Apel, sondern auch ihr "individueller Energiepreis" – also der Preis, den sie unterm Strich pro Kilowattstunde verbrauchter Wärme bezahlen muss.

Wenn dem so ist, kann nur der Verteilschlüssel falsch gewählt sein. Bei modernen Heizanlagen sollte bei einem Grundkostenanteil von 30% der Wärmepreis sinken, Bei älteren allerdings können die Grundkosten auch schon mal 50% oder mehr betragen. En entsprechender Verteilschlüssel ist zu wählen. Aber dem Schlüssel hat doch Frau Apel in ihrem Vertrag zugestimmt. Also was beschwert sie sich nun?

Fixkosten werden pro Haus bezahlt Dieser Preis setzt sich aus Verbrauchskosten und Grundkosten zusammen. Die Grundkosten sind z.B. bei Fernwärme und Wärmecontracting sehr hoch, auch Kosten für Betriebsstrom sowie Heizungswartung -ablesung gehören zu den Grundkosten. Und die fallen immer an, egal wie viele Mieter im Haus wie viel Energie verbrauchen.

Für das Haus von Apel fallen nach dem bestehenden Wärmelieferungsvertrag 52 Prozent Grundkosten an – die sind also auch dann fällig, wenn gar keine Wärme verbraucht wird. "Eigentlich müsste der Vermieter diese 52 Prozent Grundkosten für seine leer stehenden Wohnungen selbst bezahlen. Er legt aber nur 30 Prozent Grundkosten nach der Heizkostenverordnung um und entlastet sich damit teilweise von seinem Leerstandsrisiko zu Lasten der verbleibenden Mieter."

Das ist ein berechtigter Einwand. In dem Falle sollte der Verteilschlüssel 52:48 betragen. Sobald aber wieder eine Wohnung vermietet wird oder noch eine leer wird, ändert sich das Verhältnis wieder. Deher müßte der Verteilschlüssel jedes Jahr geändert werden. Mal abgesehen, daß das nicht zulässig ist, wäre das auch kaum praktikabel.


So das war der erste Teil des Artikels. Den zweiten Teil zerpflücke ich morgen.
 
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Capo

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Allein auf der Seite des MDR kann man einige Passagen falsch verstehen.
So ist zwar die gestaffelte Kündigung angesprochen, jedoch mit keinem Wort erwähnt, dass die nur bei Kü seitens des Vermieters gültig ist.

Von dieser Regelung profieren nun auch Mieter, die vor dem 1. September 2001 einen so genannten Standardmietvertrag abgeschlossen haben. In solchen Verträgen wurden Kündigungsfristen vereinbart, die sich mit der Dauer des Mietverhältnisses verlängern. Bei einer Mietzeit von bis zu fünf Jahren betragen sie drei Monate, bis zu acht Jahren sechs Monate, bis zu zehn Jahren neun Monate und danach ein Jahr.
 
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Heizer

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Und weiter gehts:


Je leerer desto teurer Wie sich das auswirkt, sieht man bei Christa Irmscher und Matthias Kunath aus Dresden. Beide wohnen seit Jahren bei der gleichen Baugenossenschaft in Dresden-Gorbitz. Der durchschnittliche Fernwärmepreis für einen voll belegten Plattenbau beträgt hier etwa 63 Euro pro Megawattstunde. Bei Herrn Kunath stehen rund 20 Prozent der Wohnungen leer, hier kostet die Megawattstunde schon rund 70 Euro. Und Frau Irmscher bezahlt bei einem Leerstand von 30 Prozent schon 75 Euro. Dabei übernimmt ihre Genossenschaft für die leeren Wohnungen schon einen Grundkostenanteil von 50 Prozent.

Zum einen hängt auch das wieder vom Verteilschlüssel ab. So pauschale Aussagen an Hand von Einzelbeispielen sind hochgradig unseriös. In anderen Liegenschaften kann das nämlich genau in die andere Richtung gehen. Und zum Zweiten wäre eine Alternative die verbrauchsabhängige Abrechnung ganz zu lassen. Im Ergebnis wären dann die Heizkosten durchschnittlich 15% höher und alle hätten von vornherein bei obigem Beispiel einen Wärmepreis von 73€ oder mehr. Mal abgesehen von der deutlich schlechteren ökologischen Bilanz würden die Mieter dadurch praktisch nichts gewinnen.


Gesetzesänderung gefordert Die Mieterverbände können ihren Mitgliedern da nur selten helfen – so lange die Vermieter sich an geltendes Recht halten und nach der Heizkostenverordnung abrechnen, können sie nur wenig tun. Möglich wäre zwar eine Umlage der Heizkosten nach Wohnfläche – aber nur wenn dem beide Seiten zustimmen.

Da hat wohl einer die Heizkostenverordnung nicht richtig gelesen. Diese geht nämlich vor rechtsgeschäftlichen Vereinbarungen. Da kann also vereinbart werden was will. Die HKVo hat dennoch Vorrang!

Die Mietervereine fordern daher Gesetzesänderungen: "Es ist dringend erforderlich, dass die Heizkostenverordnung überarbeitet wird und diese besonderen Tatbestände wie der Leerstand berücksichtigt werden", so Anke Matejka. Die Situation sei den zuständigen Ministerien seit Jahren bekannt, bisher habe man von dort jedoch keine Reaktion erhalten. Auf Anfrage der Umschau teilt das zuständige Bundeswirtschaftsministerium denn auch nur mit, man wolle sich künfig mit den Mieterverbänden und der Wohnungswirtschaft zusammen setzen, um nach Problemlösungen zu suchen. Vorerst müssen die Mieter den Leerstand also mit bezahlen. Ihnen bleibt nur – selbst ausziehen. Denn der letzte zahlt am meisten

Die Heizkostenverordnung trägt sehr wohl dem Leerstand Rechnung. Odes zu was sind die Grundkosten?
Daß jemand mehr heizen muss wenn die umliegenden Wohnungen nicht beheizt werden ist ja ein offenes Geheimnis und ganz einfache Physik die man auch mit einer Gesetzesänderung nicht außer Kraft setzen kann. Auch vor Jahrzehnten mit Ofenheizung hat derjenige der neben oder über einer unbeheizten Wohnung wohnte mehr Kohlen gebraucht. Und da hat der Vermieter nichtmal die Grundkosten übernommen. Das Problem gab es also schon lange vor der Heizkostenverordnung.

Und wie bitte schön sollte die geforderte Gesetzesänderung aussehen? Dumm rumlabern kann jeder aber konkrete Vorschläge machen die die Abrechnung nicht noch weiter verkomplizieren und verteuern habe ich bisher noch nicht gelesen.
 
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Hamburger1

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RBB erneut am 8.10.2013

Heute ein Bericht "Betongold" auf RBB Fernsehen.

Eine Wohnung soll modernisiert werden, der Vermieter ist bereit 50 000€ Abfindung zu zahlen. Die Mieterin lehnt dies ab.

RBB hat sehr tendenzioes berichtet, also gehe ich auf die Homepage von RBB und lese dort auf der Startseite:" Berlin erhoeht die Grunderwerbsteuer zum 1.1.14 von 5 auf 6 %"

Komisch, das wurde in dem Bericht ueber Betongold nicht berichtet. Je teurer etwas in der Anschaffung ist, desto teurer muss es doch auch verkauft, vermietet werden,oder?

Kein Forum auf RBB.
 
  • Dubiose Artikel vom MDR hetzen Mieter gegen Vermieter auf? Beitrag #5

Pharao

Hi Hamburger1,

ich versteh deine Frage bzw den Vergleich hier zu nicht, hab allerdings auch diesen Bericht nicht gesehen. Aber was hat den eine Abfindung, damit der Vermieter modernisieren kann, mit der Erhöhung der Grunderwerbsteuer zu tun :? Das sind doch zwei Paar unterschiedliche Stiefel, oder nicht ?
 
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