EBK Erneuern?

Dieses Thema im Forum "Ausstattung" wurde erstellt von Seven1984, 20.01.2014.

  1. #1 Seven1984, 20.01.2014
    Seven1984

    Seven1984 Gast

    Hallo zusammen,

    ich hab im vergangenen Jahr ein 2 WEG Haus übernommen, bin also absoluter kleinvermieter.
    In beiden Wohnungen ist eine ältere EBK eingebaut. Mir war bisher nicht bekannt, dass EBKs solche Probleme machen können, wie hier im Forum dargestellt.
    Bei Einzug hatte ich angeboten behaltet die küche oder werft sie nach bedarf raus und baut euch eine eigene ein.
    (wie gesagt, die Problematik bei ner EBNK war mir nicht bewusst)

    Nach 1.5 Jahren kommt die Mietpartei nun an und fragt ob ich eine neue Küche spendieren würde.
    Die Mietpartei hat von sich aus recht viel im Haus gemacht(weit über die eigene Verpflichtung hinaus) und will offenkundig länger in der Wohnung verbleiben.

    Die Küche soll im Bereich 500 Euro kosten und die Mietpartei möchte die selbst einbauen (by the way den Fliesenspiegel erneuern...)
    Was würdet ihr machen?

    Kann man mit einer Nebenabrede folgendes vereinbaren:
    EBK ausbau und neueinbau in Verantwortung der Mietpartei
    EBK geht nach ausgleich der Rechnung in das Eigentum des Vermieters über
    EBK wird unentgeltlich zur verfügung gestellt und gehört nicht zur mietsache
    (ich hoffe, damit dann raus zu kommen aus de EBK problematik)

    Die Mieter möchten gerne neue gebrauchte E Geräte(Herd, Ceranfeld,...) kaufen und einbrinen.
    Ich möchte dann natürlich auch dass die Geräte in der Küche verbleiben, kann man das so vereinbaren dass diese ebenfalls (im tausch gegen die alten geräte) in das Eigentum des VM gehen?

    Wie verhält sich dies eigentlich Versicherungstechnisch, wenn die Mieter Starkstrom Geräte in der Wohnung anschließen?

    Besten Dank für die Unterstützung
     
  2. AdMan

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  3. #2 Pharao, 20.01.2014
    Zuletzt bearbeitet: 20.01.2014
    Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

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    Hi Seven1984,

    wenn das anständige Mieter sind, die bisher positiv aufgefallen sind und auch noch ein paar Jahren bei dir wohnen bleiben wollen, dann sind 500€ ==> garnix. Hier sollte man m.E. also nicht zu kleinlich sein und ggf. soll lieber die Küche dann dem Mieter gehören und damit bist du auch aus der Sache draußen. Ich würde hier also bei einer gebrauchten 500€-Küche keinen Wert drauf legen, diese nach Mietende zu behalten.

    An "Starkstrom" für den E-Herd (der Anschluß heißt offiziell aber anders ;)) sollte nur ein Elektriker ran, alleine wegen Versicherungsschutz, ect.
     
  4. Landei

    Landei Neuer Benutzer

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    Hi,

    ich schließe mich Pharaos Meinung an, wir hatten eine ähnliche Situation und haben die Kosten übernommen. Wichtig ist, schriftlich festzulegen, dass der Einbau der E-Geräte und Wasseranschlüsse fachgerecht, also von einem Elektriker, Gas- und Wasserinstallateur etc. durchzuführen ist, damit du versicherungstechnisch im grünen Bereich bleibst bzw. keine Gebäudeschäden durch Wasser entstehen können. Wenn der Mieter es unbedingt selbst machen will, wobei ich die Elektrik dabei konsequent ausschließe, dann lass auf eigene Kosten eine kurze Abnahme durch einen Fachbetrieb machen, Kostenpunkt ca. € 80 -100, bei uns waren es nur € 75,-, da der Betrieb bei uns auch die Heizungswartung macht.

    Zum Fliesenspiegel, schau dir die Fliesen vorher an, die verbleiben im Haus, auch wenn die Mieter weg sind. Auch hier, fachgerechtes Verlegen vereinbaren bzw. eine Abnahme machen (letzteres haben wir gemacht). Als alles ok war, haben wir die Kosten übernommen, da das ja das Haus auch aufwertet.

    Für die Küche sind auf jeden Fall klare Verhältnisse zu schaffen, wer für die Kosten bei Mängeln aufkommt (Herd etc.). Versicherungstechnisch solltet ihr auch Klarheit schaffen, ob sie zum Gebäude oder zum Hausrat gehört. Die Anschaffungskosten sind zwar klein, aber Versicherungen können sehr kleinlich sein und daher ist es besser, dies kurz nachzumelden. Bei der Summe sollte eine Beitragserhöhung, wenn überhaupt, sehr gering ausfallen. Wir haben die Küche mitvermietet, sie ist fest eingebaut und daher ist sie bei uns Bestandteil der Gebäudeversicherung.

    Hoffe, ich konnte ein wenig weiterhelfen

    :huepfend010: So, ab zum Frühsport und dann ran an die Arbeit :6:
     
  5. Andres

    Andres
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    Jetzt hast du zwei positive Meinungen, hier kommt eine negative:

    Das würde ich keinesfalls machen lassen. Fliesenarbeiten sind etwas für den Meisterbetrieb des Vertrauens.


    Hoffen kann man immer. Da bei der Erforschung eines Sachverhalts in einem Rechtsstreit aber mehr auf die tatsächlichen Verhältnisse als auf irgendwelche Formulierungen in Verträgen abgestellt wird, bleiben eben die Tatsachen, dass die Küche in der vermieteten Wohnung steht, dir gehört, dafür nichts extra bezahlt wird (mit der Miete abgegolten?), ...

    Für meinen Geschmack bist du hier nicht "raus".


    So, weitere Merkmale: Du bestimmst darüber, was mit der Küche passiert. Die Geräte werden gegen bereits vorhandene, mitvermietete(!) Geräte getauscht.

    Ganz nebenbei: Wenn das alles für 500 € passieren soll, habe ich Zweifel, dass die Küche noch lange durchhält. Es gibt preiswerte Küchen (ich habe damit teilweise wirklich gute Erfahrungen gemacht), aber bei 500 € inkl. Elektrogeräte wäre ich extrem skeptisch.


    Die sichere Lösung ist: Du verkaufst die vorhandene Küche an den Mieter, z.B. für besagte 500 €. Gewährleistungssausschluss nicht vergessen! Es wird als Nachtrag zum Mietvertrag vereinbart, dass ab sofort keine Küche mehr vermietet ist und der Vertrag ansonsten unverändert bleibt. Die Küche geht in das Eigentum des Mieters über und er kann damit tun und lassen, was er will. Wenn er eine neue Küche will, kann er die alte ausbauen, wegwerfen oder verkaufen und eine neue kaufen. Wenn er eines Tages auszieht, kann er die Küche mitnehmen.


    Es gibt zwar (entgegen anderslautender Gerüchte) keine Pflicht, das grundsätzlich von einem Fachbetrieb durchführen zu lassen, aber nicht sachgerechte Installationen können Ärger mit der Versicherung geben und ein Fachbetrieb würde in diesem Fall haften. Auch ohne Pflicht ist es also in der Praxis eine gute Idee, dafür den Handwerker kommen zu lassen.
     
  6. #5 Bürokrat, 20.01.2014
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    Bei solchen Mietern:
    Küche kaufen, einbauen lassen, sie sollen die Geräte kaufen und einbauen, evtl. Endabnahme obwohl es bei mir da nie Probleme gegeben hat, Klausel im Mietvertrag dass die Geräte am Ende des MV durch dich angekauft werden. Die Küche selbst geht ja nicht kaputt sondern die Geräte. Solange die denen gehören werden sie auch für Reparaturen aufkommen müssen. Dies aber im Vertrag festhalten. Mag sein dass das evtl. durch das Gericht gekippt wird aber es wird wenige Mieter geben die deswegen zum Gericht rennen wenn die Regelung klipp und klar im MV steht.
     
  7. #6 Pharao, 20.01.2014
    Zuletzt bearbeitet: 21.01.2014
    Pharao

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    Naja "positiv" würde ich das jetzt garnicht mal nennen, sondern eher eine simple Rechenaufgabe.


    Ich bin auch der Meinung, das eine 500€ Küche mit E-Geräten .... das kann nix tolles sein und bei "gebraucht" gibt`s nicht mal eine Garantie drauf. Wenn ich als Vermieter so leicht raus komme und der Mieter dann auch noch glücklich ist -- was will man mehr :?

    Lediglich beim Fliesenspiegel würde ich gerne mitreden und auch auf fachgerecht bestehen, wenn ich das später übernehmen soll. Ansonsten sollen die eben sich einen Fliesenspiegel hinmachen, denn sie bei Auszug ggf. dann eben wieder entfernen müssen.
     
  8. #7 immodream, 20.01.2014
    immodream

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    Hallo,
    zum Thema Mietermodernisierung bin ich ein gebranntes Kind.
    Die Fliesenarbeiten , die in den letzten Jahren mieterseits durchgeführt wurden, sind immer nicht fachgerecht ausgeführt worden und haben oft teure Nacharbeiten verursacht.
    Wer regelmäßig verdreckte Einbauküchen gereinigt hat, wird freiwillig keine Küche einbauen oder einbauen lassen, die nach Mietende in der Wohnung verbleibt.
    Ich hab letztens erst 120 € Reparaturkosten an einer Abzugshaube einer Küche bezahlt, die ich wegen Mietschulden vom Vormieter geerbt habe und für 600 € an den neuen Mieter weiter verkauft habe.
    Grüße
    Immodream
     
  9. Duncan

    Duncan
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    Ich lasse die Modernisierungs-/Sanierungs-/Renovierungsarbeiten lieber gegen eine einwandfreie Rechnung vom Profi (mit entsprechender Haftung usw.) machen als vom Mieter. Einmal hab ich dann was für meinen Steuerberater, zweitens rechnet sich das einfacher ab, in alle Richtungen.
     
  10. #9 immodream, 21.01.2014
    immodream

    immodream Erfahrener Benutzer

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    Hallo Duncan,
    so handhabe ich das inzwischen auch, da die von mir beauftragten Handwerker vernünftig und nachhaltig arbeiten . Man kann sich vor lauter Gier und Geiz auch totsparen.
    Was nützt es mir, wenn der Mieter seine Steckdosen und Schalter bei einem Aldi Sonderangebot holt und ich später eine beschädigte Steckdose nicht mehr nachkaufen kann und dann doch die Markenware kaufen und einbauen muss.
    Billig gekauft ist teuer gekauft.
    Grüße
    immodream
     
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