EBK in Mietwohnung "teilweise Erneuern"

Dieses Thema im Forum "Ausstattung" wurde erstellt von Drafthorse, 07.10.2015.

  1. #1 Drafthorse, 07.10.2015
    Drafthorse

    Drafthorse Neuer Benutzer

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    Hallo, nach einem Wasserschaden in meiner vermieteten Wohnung habe ich nun den defekten Teil der Küche erneuern lassen. Natürlich gibt es die 18jahre alte Holz-Front der bestehende Küche nicht mehr und ich habe einen neutralen weißen Küchenunterbau dazu gekauft, mit farblich passender Arbeitsplatte und Griffen zur alten Front. Meine Mieterin will eine komplett neue, gleiche Küche (also will gleiche Fronten) - ist dies ihr Recht? im Mietvertrag steht mit EBK vermietet, die Küche ist komplett nutzbar und voll funktionsfähig. Über die Optik lässt sich - wie man bemerkt - jedoch streiten.
     
  2. AdMan

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  3. AJ1900

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    Also solange die Funktion gegeben ist, ist Optik wohl keine Kriterium, jedenfalls keines worauf sich die Mieter berufen könnten. Andererseits will man ja vieleicht auch mal weiter vermieten? Also bei mir ist die Einbauküche immer ein wichtiges Kriterium. Wenn Bad und Küche schön sind, lässt sich über das meiste andere gut hinwegsehen, ist meine Erfahrung.
     
  4. Andres

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    Man kann sicher ein extremes Beispiel konstruieren, in dem die Mieterin eine bestimmte Gestaltung nicht akzeptieren muss. Allgemein hat sie dabei aber nichts zu melden - die Instandhaltung ist Sache des Vermieters, was nicht nur für die Kosten sondern auch für die mit der Ausführung verbundenen Wahlmöglichkeiten gilt. Geschuldet wird die Gebrauchsfähigkeit.

    Darüber hinaus dürfte das ein Fall für die Schlussformel sein, die ein Nutzer hier im Forum mal zum Besten gegeben hat: "Sie scheinen in der Wohnung unglücklich zu sein. Die gesetzliche Kündigungsfrist beträgt 3 Monate."


    Richtig. Als allgemeines Auswahlkriterium versuche ich daher für alle Einrichtungen, Oberflächen etc., ein relativ schlichtes Design mit neutralen, hellen Farben auszuwählen. Das mag etwas langweilig sein, ist aber unter zukünftigen Interessenten mehrheitsfähig. :91:
     
  5. Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

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    Hi,

    naja, das Recht beschränkt sich m.E. erstmal darauf, das der Mieter eine funktionierende Küche hat bzw. allgemein, das die Mietsache einfach Mangelfrei ist. Wie du diesen Mangel nun behebst (also ob du nun komplett oder nur teilweise diese Küche erneuerst oder ob die Farben sich jetzt ändern, ect) das obliegt m.E. alleine bei dir.
     
  6. Nanne

    Nanne Erfahrener Benutzer

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    Der M. mietet eine Einbauküche mit, der Herd mit Ceranfeld. Nach einem Schaden versetzt der VM den Herd mit Kochplatten, ist zwar gebrauchsfähig, aber nicht schön. Das muß der M.also akzeptieren, oder?
     
  7. Andres

    Andres
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    Die Gebrauchsfähigkeit ist nicht das einzige Merkmal. Sonst müsste der Mieter ja auch einen Kohlenofen akzeptieren ...
     
  8. Pitty

    Pitty Erfahrener Benutzer

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    Was hat denn die Versicherung gesagt? Die muss doch bei einem Wasserschaden Zahlen und ich würde gegenüber der Versicherung immer auf eine komplette Küche bestehen.
     
  9. Jobo45

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    Sehe ich nicht so, denn nicht umsonst heißt es ja auch "gemietet wie gesehen".
    Und wenn jemand eine Holz farbene Küche hat und nun plötzlich teilweise eine weiße Küche bekommt ist das schon ein Mangel, klar stellt sich die Frage der Erheblichkeit. Allerdings würde ich meinen Mietern nicht unabgesprochen eine andere Farbe reinstellen! Im Zweifel sind die Türen ja wohl auch noch tauschbar, oder.
     
  10. AJ1900

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    Dann wäre aber die nagelneu moderne Superküche ebenso ein Mangel, denn es heißt ja gemietet wie gesehen. Und vieleicht findet ja jemand Eiche rustikal schöner als eine Küche mit modernen Fronten.
    Ist doch eigentlich das gleiche wie mit Fliesen. Da kann man auch nicht verlangen das weil in einer Ecke neue Rohre gezogen werden immer das ganze Bad neu gemacht werden muß.
     
  11. Nanne

    Nanne Erfahrener Benutzer

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    Z.B.Fliesen. Ein Bad muß erneuert werden, bei Einzug eierschalenfarbige Fliesen. Nach Erneuerung sind die Fliesen z.B. hellblau, ohne mit dem Mieter vorher darüber gesprochen zu haben. Wären die Fliesen bei Besichtigung der Wohnung schon hellblau gewesen, hätte der M.die Wohnung nicht angemietet.

    Möglicherweise wäre das ein Mangel der Wohnung und ergäbe Mietminderung, oder?
     
  12. AJ1900

    AJ1900 Erfahrener Benutzer

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    Wie jetzt? Wenn dem Mieter das neu modernisierte Bad optisch nicht gefällt, ist das ein Mangel? Das wäre mir aber ganz neu? Davon abgesehen geht es hier ja darum das was ausgebessert wird wo es den alten Bestand einfach nicht mehr gibt. Das kommt ja gar nicht so selten vor, aber das kann ja schlecht jedes mal zu einer Komplettsanierung führen müssen.
     
  13. Jobo45

    Jobo45 Erfahrener Benutzer

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    Wenn Du damit einen Wechsel einer gemieteten Eiche rustikal Optik hin zu einer nagelneu moderne Superküche meinst, dann wird es zum Mangel! Deshalb würde ich bei solchen radikalen Änderungen auf jeden Fall mit dem Mieter reden und mir das Ergebnis als akzeptiert, schriftlich bestätigen lassen.

    Denn Wenn ich ein Wohnmobil fahre wäre ich auch nicht über einen Formel ein Rennwagen der ja unbestritten schneller ist sehr erfreut, bestimmt wirst Du auch Menschen finden die das ganz toll finden.
     
  14. Nanne

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    @AJ1900

    Meine Anmerkung war nur grundsätzlich, nicht direkt bezogen auf die Frage des TE.
     
  15. Jobo45

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    kann es zum Mangel werden! angenommen Du machst aus einem vorhanden weiß gefliesten Bad ein poppig rot gefliestes!
    Aber du kannst versuchen was ähnliches zu bekommen und vor allem solltest Du das mit dem Mieter absprechen was dann rein kommt!

    @AJ1900 Du denkst zu "digital" ! Wenn ich mir eine Wohnung die ein Eiche rustikale Küche hat und ein dunkel grünes Badezimmerfliesen mit grünen Porzellan Waschbecken, Schüssel sowie Wanne anschaue und den Mietvertrag unterzeichne, dann bei Einzug plötzlich ein weißes Bad und einer weißen Küche vorfinde "ohne" dass mich der Vermieter vorher informiert hat, ist das sehr wohl ein Mangel.

    Warum meinst Du müssen poppig gestrichene Wände bei Auszug wieder "neutralisiert werden".

    Nochmal zum Thema zu kommen da wurde ja wohl gar nicht versucht etwas ähnliches in Holz oder Holzoptik zu bekommen, sondern es wurde dem Mieter einfach weiß vorgesetzt und dass ist dann schon ein erheblicher Unterschied.
     
  16. AJ1900

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    Sorry, aber es wurde eine funktionierende Küche gemietet. Und eine funktionierden Küche ist das was geschuldet wird, in Art und Funktion. Außerdem ist eine Teilerneuerung der Küche in weiße Fronten bestimmt keine "radikale" Änderungen, sondern lediglich der Tatsache geschuldet das es diese Fronten nicht mehr gibt.
    Das das nicht unbedingt den Geschmack von jedem trifft ist auch klar, andererseits gibt es auch genug Küchen wo die Zweifarbigkeit der Fronten normal ist. Sich über Geschmack zu streiten wird da recht fruchtlos sein, denke ich.
     
  17. AJ1900

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    Es geht hier aber nicht um irgendwelche Phantasiefarben sondern um eine weiße Küche? Was soll den noch neutraler sein als weiß? Mag ja sein das es Menschen gibt die verschiedene Holzoptiken in der Mischung toll finden, aber auch das ist mindestens ebenso eine Frage des Geschmacks wie es weiß zu machen. Sich darüber zu streiten ist einfach unsinnig, weil es zu nichts führen wird.
    Ich meine was willst du dem den Richter erzählen. Vorher hatte ich eine Küche in Holzoptik mit voller Funktionsfähigkeit, und jetzt habe ich eine Küchen in weiß mit Holzoptik, auch mit voller Funktionsfähigkeit. Was soll der denn daraus machen?
     
  18. Duncan

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    Hm, ich verfahre bei solchen Fragen ja nach dem Motto:
    Gespräch mit Mieter auf was man sich auch unter Kostengesichtspunkten einigen kann, wenn der Mieter Sonderwünsche haben möchte ist die Preisdifferenz seine.
    Also für alle Schränke einheitliche Fronten ist nun nicht so der große Kostentreiber, schon gar nicht wenn davon der größte Teil davon von der Vers. getragen wird. Und auch auf ein einheitliches Design wird man sich mit den meisten Mietern einigen können. Also bevor ich da wegen 200 € viel Zirkus Anfange....
     
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  19. Jobo45

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    Genau das ist der springende Punkt dass vor Ausführung mit dem Mieter ein Gespräch geführt wird. Erfahrungsgemäß sind viele Mieter auch bereit Mehrkosten zu bezahlen wenn sie Sonderwünsche haben dürfen.

    Deshalb vorher besprechen dann sieht man ob es zu einem Streit führen kann oder nicht.

    Um dem Richter irgendetwas zu erzählen, muss einer der beiden Vertragspartner erst einmal Klage einreichen.
     
  20. AJ1900

    AJ1900 Erfahrener Benutzer

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    Reden ist natürlich immer richtig. So wie ich das verstanden habe führte dieses Gespräch nun aber dazu das der Mieter eine komplet neue Küche, bzw. gleiche Fronten fordert?
    Und die Frage war doch, ob er das verlangen kann. Das wenn der Rest eh schrott oder uralt ist, man am besten alles neu macht, das würde ich auch so sehen, aber das war ja nicht die Frage.
     
  21. #20 Pharao, 08.10.2015
    Zuletzt bearbeitet: 08.10.2015
    Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

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    Hi,

    normalerweise beschreibt man eine EBK ja schon etwas im Mietvertrag wie zB EBK inklusiv Dunstabzugshaube, E-Herd und Spülmaschine. Grob genommen "schuldet" man dann auch nur das. Sollte im MV tatsächlich zB steht, E-Herd mit Ceranfeld und Küchenoptik in Eiche rustikal, Wässerhähne in Gold, dann mögen evtl. Einwände vom Mieter durchaus berechtigt sein, wenn man (jetzt mal übertrieben) nun einen Kohleofen anschafft, die Küchenoptik auf einmal unbehandelte Sperrholzplatten sind und die Wasserhähne aus Plastik bestehen.

    Ansonsten denke ich durchaus, das allgemein hier auch das Alter der Küche berücksichtigt werden muss oder auch seit wann der Mieter diese Küche nutzt bzw. angemietet hat und in welchem Zustand diese damals war bzw. auch in welchem Zustand diese aktuell ist oder auch um was für eine Küche es sich hier handelt, evtl. auch der Mietpreis und was natürlich ggf. auch im MV dazu steht, ect!

    Es sollte klar sein (wie bei u.a. Fliesen auch), das man bei einer 18 Jahre alten Küche evtl. nicht mehr die "gleiche Farbe" von damals bekommt, sodass man hier zwangsweise nur ähnliche Sachen verbauen kann. Klar wieder, wenn jetzt die gesammte Küche bunt gewürfelt aussieht (was dann m.E. mit EBK wenig noch zu tun hat), dann hätte ich ggf. auch Einwände, aber das führt m.E. noch lange nicht zum Anspruch auf eine nagelneue Küche. Der Mieter hat nur Anspruch darauf, das der Mangel beseitigt wird. Wie der Vermieter/Eigentümer das macht, das obliegt alleine bei ihm.

    Ansonsten kenne ich zwar den Zustand, sowie die Qualität der Küche & Küchengeräte hier nicht (genauso wenig wie das Mietverhältnis mit diesem Mieter ist, was ja gelegentlich auch entscheidend seinen kann), aber 18 Jahre ist gerade für eine 08/15 EBK schon ein beachtliches Alter. Hier stellt sich m.E. durchaus die Frage, ob "reparieren" noch Sinnvoll ist/war oder ob man nicht besser gleich eine neue 08/15 EBK eingebaut hätte. Ich mein, so teuer sind 08/15 EKB jetzt ja auch nicht. Anders sieht das ganze ja nur aus, wenn hier eine hochwertige Küche verbaut wurde, die durchaus länger halten kann/sollte oder die ggf. auch noch Maß angeschneidert werden muss/ist, denn das schlägt sich i.d.R. auf den Preis nieder.

    Die Frage hier ist aber, will man als Vermieter diese Sonderwünsche? Ich mein, gibt auch Mieter die finden eine matt-schwarze oder pink Küche mit Blümchen ganz toll, aber zum vermieten für die breite Masse ist diese eher ungeeignet. Mal ganz abgesehen davon, was ist bei Auszug des Mieters?

    Grundsätzlich lasse ich mich auf so was nicht ein, denn hinterher ärgert man sich i.d.R. eh nur darüber. Entweder ich als Vermieter bezahle diese Sonderwünsche oder es gibt eben keine Sonderwünsche - Punkt.
     
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