EFH Neuvermietung - ortsübliche Vergleichsmiete oder frei verhandelbar ?

Diskutiere EFH Neuvermietung - ortsübliche Vergleichsmiete oder frei verhandelbar ? im Mieterhöhung Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Hallo Gemeinde, Ich will ein unterkellertes Einfamilienhaus neu vermieten, dabei interessiert mich, ob ich mich nach den ortsüblichen...

HansderHans

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Hallo Gemeinde,

Ich will ein unterkellertes Einfamilienhaus neu vermieten, dabei interessiert mich, ob ich mich nach den ortsüblichen
Vergleichsmieten von Wohnungen richten muss oder ob das frei verhandelbar ist. Mir ist auch nicht bekannt woher man eine
Vergleichsmiete von EFH`s bekommen sollte .
Aufgrund hoher Nachfrage bei uns sind gewisse Forderungen möglich, möchte aber noch im Rahmen bleiben.

Wie sollte man herangehen ?

Danke für alle Tipps
 
dots

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ob ich mich nach den ortsüblichen
Vergleichsmieten von Wohnungen richten muss
Wenn man hier im Forum aufmerksam mitliest, gewinnt man den Eindruck, dass nahezu alle in Deutschland vorhandenen Mietspiegel ausdrücklich nicht für EFH gelten.

Prüfe doch mal schnell, ob "dein" Mietspiegel für EFH gilt - dann hat sich das u.U. schon erledigt.
 
Wohnungskatz

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Wenn man hier im Forum aufmerksam mitliest, gewinnt man den Eindruck, dass nahezu alle in Deutschland vorhandenen Mietspiegel ausdrücklich nicht für EFH gelten.
Hier eine der Ausnahmen: Der Mietspiegel von Krefeld (ab August 2021) gilt ebenso für EFH (s. Anhang)...
 

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Ferdl

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Aufgrund hoher Nachfrage bei uns sind gewisse Forderungen möglich, möchte aber noch im Rahmen bleiben.
Warum? Mal ernsthaft, die meisten Mietspiegel gelten nicht für EFH, mal abgesehen davon dass es reichlich Gründe gibt die nicht zu vermieten, hast du quasi keine Möglichkeit die Miete zu erhöhen (außer in Krefeld;)).
Also musst du eigentlich von vornherein die Miete so hoch ansetzen dass die auch noch in 10 Jahren passt.
 

Gast25944

? Warum sollte man denn die Miete nicht anpassen können? Zum Einen könnte man einen Indexmietvertrag machen.

Daneben habe ich in einem Urteil gelesen, dass der Mietspiegel durchaus auch für 2FH/EFH in der höchsten Spanne anwendbar ist, da davon auszugehen ist, dass die Miete eher noch etwas darüber anzunehmen ist.

Für 2FH war das übliche Praxis bei der Vivawest (Nachfolgerin der THS für Bergbauwohnungen). Dort wurden die extrem niedrigen Mieten nach und nach mit der Begründung des Mietspiegels angehoben und dann verkauft. (Auch für Zweifamilienhäuser gilt der Mietspiegel regelmäßig nicht.)
 

Ferdl

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Warum sollte man denn die Miete nicht anpassen können?
mangels Mietspiegel?
Zum Einen könnte man einen Indexmietvertrag machen.
Dann ist der Mietspiegel eh egal.
Daneben habe ich in einem Urteil gelesen, dass der Mietspiegel durchaus auch für 2FH/EFH in der höchsten Spanne anwendbar ist, da davon auszugehen ist, dass die Miete eher noch etwas darüber anzunehmen ist.
Hört sich spannend an, hast du da das Urteil zu?
 

Gast25944

BGH, Beschluss vom 26.04.2016, Aktenzeichen VIII ZR 54/15:

Auch wenn im Mietspiegel ausdrücklich Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Reihenhäuser aus dem Geltungsbereich ausgenommen waren, so konnte der Vermieter diesen als Orientierungshilfe nutzen. Eine vergleichbare Datensammlung für vermietete Einfamilien-, Zweifamilien- und Reihenhäuser existierte nämlich nicht. Außerdem sei es allgemein bekannt, dass für Häuser eine höhere Miete verlangt werden könne als für Wohnungen in Mehrfamilienhäusern. Schlussendlich hatte auch ein gerichtlich bestellter Sachverständiger festgestellt, dass die verlangte Miete noch unter der eigentlichen ortsüblichen Miete lag.

Quelle der Zusammenfassung: Mietspiegel auch für Einfamilienhäuser | Das Rechtsportal der ERGO
 
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