Eigenbedarf nach Eigentumswohnungskauf

Diskutiere Eigenbedarf nach Eigentumswohnungskauf im Kündigung Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Hallo zusammen, ich wohne derzeit in einer kleinen Mietwohnung 33qm und da ich das Geld nicht mehr quasi ins nichts geben will überlege ich...

  1. #1 GastUser, 07.09.2012
    GastUser

    GastUser Gast

    Hallo zusammen,

    ich wohne derzeit in einer kleinen Mietwohnung 33qm und da ich das Geld nicht mehr quasi ins nichts geben will überlege ich eine Eigentumswohnung in der gleichen Stadt zu kaufen und diese dann auch zu beziehen.

    Jetzt stellt sich mir jedoch die frage ob für mich überhaupt eine Wohnung die bereits vermietet ist in frage kommen würde. Also ob hier ein gültiger Eingenbedarf vorliegt. Oder ob das zu wenig für Eigenbedarf ist. Die Anfahrtszeit würde sich nicht sonderlich ändern. Die Größe der Wohnung würde auf 50qm steigen. Und ich will die Miete in das abbezahlen der Wohnung stecken.

    Ich hoffe hier kann mir jemand helfen.

    Viele Grüße
     
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  3. #2 Kitzblitz, 08.09.2012
    Kitzblitz

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    ... klassischer Eigenbedarf.

    Aber unbedingt beachten:

    - geltende Kündigungsfrist (siehe Mietvertrag)

    - mögliche Gebrechlichkeit des Mieters
    (es gibt Sonderregelungen, nach denen ein Umzug für den Mieter unzumutbar sein kann)

    Dazu kommen natürlich noch die Besonderheiten der Immobilie (Gebäudezustand, Rücklagenpolster, ...). Nicht dass dein Wille im Eigentum zu leben letztendlich deutlich teurer wird als zur Miete zu bleiben.

    Gruß aus'm Ländle
    Ulrich
     
  4. #3 GastUser, 08.09.2012
    GastUser

    GastUser Gast

    Super danke für die schnelle Antwort. Ich habe gestern noch gelesen das es ab einer bestimmten Mietdauer unzumutbar wäre. Der Mieter ist bereits 15 Jahre in dieser Wohnung. Also Kündigungsfrist wäre dann 9 Monate wenn ich das richtig gelesen habe oder?
     
  5. #4 Kitzblitz, 08.09.2012
    Kitzblitz

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    Soweit im Mietvertrag keine anderweitige Regelung getroffen ist, wäre das so.

    Ich habe eine Mieterin, die lt. Mietvertrag (aus 1997), den der Bauträger abgeschlossen hat, eine Kündigungsfrist von inzwischen 12 Monate hat.

    Das macht die Planbarkeit von Eigenbedarf (für die eigenen Kinder) schon schwieriger. Woher soll ich als Vermieter wissen, ob und wann z.B. eines unserer Kinder dort einziehen kann ? - Wenn der Sohnemann fertig studiert hat, ist ja vollkommen unklar, wo er seinen ersten Job antreten wird. Die Eigenbedarfskündigung müsste ich aber schon aussprechen, wenn er den Bachelor hat, damit die Wohnung frei wäre, wenn er den Master gemacht hat. Das gleiche "Spielchen" nochmals 8 Jahre zeitverschoben für die Tochter.

    Doch das Problem hättest du jetzt beim Kauf ja nicht, da du selbst einziehen möchtest.

    Der Mieter hat übrigens nur eine Kündigungsfrist von 3 Monaten.

    Gruß aus'm Ländle
    Ulrich
     
  6. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Das ist so schlicht und einfach Unsinn...

    Ein Blick ins Gesetz verbessert regelmäßig die Rechtskenntnis. Der Mieter kann einer Kündigung widersprechen und "die Fortsetzung des Mietverhältnisses verlangen, wenn die Beendigung des Mietverhältnisses für den Mieter, ... eine Härte bedeuten würde, die auch unter Würdigung der berechtigten Interessen des Vermieters nicht zu rechtfertigen ist" (§ 574 Abs. 1 BGB).

    Der Mieter kann also nur widersprechen und Fortsetzung verlangen, wenn Härtegründe vorliegen, die bei einer durchzuführenden Interessenabwägung gegenüber den Interessen des Vermieters überwiegen.
    D.h. aber nun mal zwingend, dass beim Mieter überhaupt erst mal irgendwelche Härtegründe vorliegen müssen.
    Der mit einem Umzug verbunden Aufwand kann nicht als Härtegrund herangezogen werden.
    Aus der Dauer des Mietverhältnisses allein ergibt sich noch kein Härtegrund.
    Es mag allerdings durchaus zu berücksichtigende Härtegründe geben, die durch ein langjähriges Mietverhältnis überhaupt erst möglich sind. Ich denke dabei z.B. an eine Kombination aus hohem Alter und Verwurzelung in einem sozialen Umfeld. Ein Härtegrund kann durchaus auch im Gesundheitszustand des Mieters liegen. Auch bevorstehenden Prüfungen, Schwangerschaften oder ein bevorstehender Umzug in eine eigene Immobilie können als Härte angesehen werden. Mieter sind durchaus kreativ...

    Es dürfte sich von selbst verstehen, dass in der Betrachtung des Mieters eine Interessenabwägung nur dann sachgerecht ist, wenn die Vermieterinteressen praktisch ignoriert werden.

    Der Widerspruch ist allerdings nur eine Seite.

    Die andere Seite sind die Rechtsfolgen. Bei einem für den Mieter erfolgreichen Widerspruch wird das Mietverhältnis nach § 574a Abs. 1 BGB so lange fortgesetzt, "wie dies unter Berücksichtigung aller Umstände angemessen ist". Ein erfolgreicher Widerspruch wird dem Mieter also in den meisten Fällen nur einen Aufschub bringen. Die Fortsetzung auf unbestimmte Zeit wird die Ausnahme sein.

    Genau wie bei der Interessenabwägung wird es aber auch bei der Dauer einer Fortsetzung auf die Umstände des Einzelfalls ankommen. Pauschale Aussagen über Erfolgsaussichten können daher niemals sinnvoll sein.
     
  7. #6 lostcontrol, 08.09.2012
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    ich hab da ein verständnisproblem:
    wenn du da selbst einziehen willst, welche miete willst du dann ins abzahlen der wohnung stecken?
     
  8. #7 Kitzblitz, 08.09.2012
    Kitzblitz

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    ... tu' doch nicht so, als wärst du vollkommen weltfremd ! - Verstehe es doch einfach so, wie es der TE schreibt. Und so ganz nebenbei ist das für die Fragestellung des TE doch auch vollkommen egal.

    Korrekt ausgedrückt meint der TE sicher, dass er den Betrag, den er momentan noch als Miete zahlt, künftig zur Abzahung seiner eigenen Wohnung verwenden will.

    Gruß aus'm Ländle
    Ulrich

    ... der meint, dass man nicht unbedingt an jeder Formulierung herumzitieren muss - es sei denn, dass man etwas Lustiges herausstellen will oder es der Sachverhaltsdarstellung dienlich ist.
     
  9. #8 lostcontrol, 08.09.2012
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    wenn ich's so verstehe wie der TE es schreibt, komme ich ja eben auf diese frage - hätte er geschrieben er will die "gesparte miete" zum abzahlen benutzen, wär's mir ja klar gewesen.
    aber gut, von mir aus. wenn's rechnerisch passt und die gesparte miete trotz grösserer wohnung zum abzahlen (zuzüglich hausgeld, instandhaltung/instandsetzung usw.) reicht...
     
  10. #9 GastUser, 08.09.2012
    GastUser

    GastUser Gast

    Tut mir leid das ich mich für dich unverständlich ausgedrückt habe.

    Natürlich will ich die Miete die ich mir dann spare in das Abzahlen der Wohnung stecken. Und ich habe auch nicht geschrieben das ich nur mit der Miete die Wohnung abzahlen will, aber das tut hier ja eigentlich nichts zur Sache weil es hier lediglich um den Eigenbedarf geht und nicht um meinen Finanzierungsplan.
     
Thema: Eigenbedarf nach Eigentumswohnungskauf
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