Eigenbedarfskündigung ausreichend begründet?

Dieses Thema im Forum "Kündigung" wurde erstellt von Erdbeere, 20.05.2010.

  1. #1 Erdbeere, 20.05.2010
    Erdbeere

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    Guten Tag zusammen,

    meine Wohung soll verkauft werden. Der potentielle Käufer hat einen Sohn, der bereits hier studiert und auch wohnt. Der Sohn möchte in die Wohnung einziehen.

    Sind hier die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Eigenbedarfskündigung gegeben? (habe gelesen, dass dies nicht so einfach geht, wenn die betreffende Person anderweitgen Wohnraum zur Verfügung hat, was ja hier der Fall wäre).

    Gruß und Danke
    Himbeere
     
  2. AdMan

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  3. #2 lostcontrol, 20.05.2010
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    doch doch, das geht schon trotzdem relativ einfach.
    ist doch verständlich dass der sohn lieber im eigentum wohnen soll und möchte als anderswo miete zu zahlen.

    ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum mieter immer wieder so grosse probleme haben zu verstehen, dass man sein hab und gut selbst nutzen möchte...
     
  4. #3 Erdbeere, 20.05.2010
    Erdbeere

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    Nichts einfacher, als ne FREIE Wohnung zu kaufen...
     
  5. #4 lostcontrol, 20.05.2010
    lostcontrol

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    dann mach doch :-)
     
  6. #5 Erdbeere, 20.05.2010
    Erdbeere

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    Ich will keine Wohnung kaufen, sorry.
    Aber ich möchte auch ungern als Mieter demnächst auf der Strasse sitzen. Ählniches ist mir erst vor 5 Jahren passiert, als meine vorherigen Vermieter ihr Haus verkauft haben. Da es sich um eine Einliegerwohnung handelte, konnten Sie sogar einfach so kündigen. Und das 1 Jahr nach Abschluss des Mietvertrages.

    Danke, ich bin bereits bedient und benötige keine hämischen Bemerkungen.
     
  7. #6 lostcontrol, 20.05.2010
    lostcontrol

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    tja, was soll man dazu sagen?
    das ist nun mal das risiko, das man als mieter hat. wenn man fremdes eigentum nutzt hat man immer das problem, dass der eigentümer es auch evtl. mal selbst nutzen möchte.

    sorry, das sollte keine häme sein.
    ich hatte das tatsächlich so verstanden dass du dir überlegst eine freie wohnung zu kaufen.
    wenn du dem risiko wegen eigenbedarfs (oder aus ähnlichen gründen) gekündigt zu werden entgehen willst, bleibt dir nun mal nur die anschaffung eigenen immo-eigentums.

    aber zur erklärung:
    a) leerstehende wohnungen sind im kauf im normalfall teurer. der gesetzgeber stellt sich mit dem "kauf bricht nicht miete"-gesetz da ganz bewusst auf die seite der mieter, was ich für meinen teil übrigens auch völlig in ordnung finde.
    b) eine wohnung kann auch aus gutem grund leerstehen - z.b. weil keiner drin wohnen möchte und sie erst teuer saniert werden muss. da hat nicht jeder potentielle käufer lust drauf.
    c) für viele (in deinem fall wohl offensichtlich nicht) ist eine vermietete wohnung durchaus interessant, dann nämlich, wenn sie ohnehin weiter vermietet werden soll - gute mieter, die pünktlich zahlen, mit der wohnung ordentlich umgehen und gut in die hausgemeinschaft integriert sind sind nämlich gold wert.

    edit:
    nachdem du jetzt offensichtlich gleich zweimal hintereinander pech gehabt hast, würde ich dir empfehlen bei der wohnungssuche das nächste mal darauf zu achten, besagtes risiko zu minimieren, das bedeutet:
    a) keine wohnung in einem 2-parteien-haus, in dem die eine partei vom eigentümer/vermieter selbst bewohnt wird (einliegerwohnungs-situation)
    b) evtl. gezielt bei wohnbaugesellschaften schauen
    c) ich tippe dass das risiko wegen eigenbedarfs gekündigt zu werden in WEGs höher ist als bei MFHs, die im ganzen einem eigentümer gehören (ist aber nur meine private einschätzung und das auch noch bezogen auf meine region). erklärung: eigentumswohnungen werden meiner einschätzung nach eher mal verkauft als komplette MFHs, zudem ist bei MFHs das risiko der eigenbedarfskündigung insofern kleiner, weil der neue eigentümer/vermieter ja eine grössere auswahl hat, welche der wohnungen er selbst nutzen möchte.
    d) den anderen fällt da sicher auch noch der eine oder andere tipp ein, wie man das risko minimieren könnte...
     
  8. kathi

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    e.) Eigenbedarfskündigungen für eine bestimmte Zeit vertraglich ausschliessen
    Hatten mal einen Mieter, der das wollte. War kein Problem, da weder Verkauf noch Eigenbedarf auch nur annähernd in Aussicht war.
     
  9. #8 Erdbeere, 21.05.2010
    Erdbeere

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    Guten Morgen,

    ich danke für die Tipps, Wohnung im Haus des Vermieters kommt für mich eh nicht mehr in Frage.. Einliegerwohnungen schon gleich gar nicht, da die rechtliche Situation hier eine andere ist.

    Es bleibt mir nichts übrig, als einem potentiellen Käufer gleich bei der Besichtigung zu sagen, dass ich nicht freiwillig ausziehen werde und meine Rechte kenne, mit evtl. Hinweis auf meine Mitgliedschaft im Mieterverein. Vielleicht schreckt das jemanden ab, die Wohnung für eigene Nutzung zu kaufen-

    Gruß Erdbeere
     
  10. #9 Kitzblitz, 21.05.2010
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    :geil

    Na dann gib mal fein acht, dass dich dein Vermieter nicht wegen Behinderung des Verkaufes in die Pflicht nimmt. Mach dich mal vorher bei deinem Mieterverein schlau, wo da die Grenze ist.

    Ein derartiges "Drohen" wäre mir als Käufer eher eine Einladung dich nach vollzogenem Kauf so schnell wie möglich vor die Tür zu setzen - da hätte ich dann noch nicht einmal ein schlechtes Gewissen, denn auf drohende Mieter kann man schmerzfrei verzichten.

    Wenn jemand das Objekt wegen der Lage unbedingt für den Eigenbedarf haben will, ist ein vorhandener Mieter nur eine Zeitverzögerung. Da du noch nicht so lange dort wohnst, wird die Kündigungsfrist auch noch überschaubar sein.

    Wenn das Objekt nicht unbedingt begehrenswert ist - d.h. es genug gleichwertige Kaufalternativen gibt, wird ein Interessent immer die freie Wohnung bevorzugen. Wenn du etwas mehr Sicherheit möchtest, prüfe doch tatsächlich einmal, ob Wohneigentum nicht doch eine Alternative wäre. Im Moment lässt sich so etwas relativ günstig realisieren.
     
  11. #10 Erdbeere, 21.05.2010
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    Hallole nochmal - auch ausm Ländle -

    hab grade jemanden aus dem Mieterverein ans Tel. gekriegt, der Vermieter kann mir nichts anhaben, wenn ich kundtue, ich wolle nicht freiwillig ausziehen. Es wird sogar empfohlen, dies zu tun.
    Letztlich drohe ich ja hiermit kein rechtswidriges Verhalten an.

    Ich werde lediglich eine Kündigung eingehend überüprüfen lassen und - sofern selbige nicht den gesetzlichen Anforderungen entspricht - mich zur Wehr setzen. Mehr kann und will ich nicht tun - eben meine Rechte wahrnehmen.

    Grüßle aus Raum S
    Erdbeere
     
  12. #11 Kitzblitz, 21.05.2010
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    Na denn mal zu !

    Dass du freiwillig ausziehen wirst, wird wohl auch niemand erwarten! :tröst
    Gegen eine ordentliche und formgerechte Eigenbedarfskündigung durch den Käufer wirst du im Endeffekt nichts ausrichten können.

    Ich an deiner Stelle würde gar nicht lange rumfackeln und mich schon jetzt nach einer neuen Bleibe umsehen, damit du später nicht unter Zeitdruck unnötige Kompromisse eingehen musst.
     
  13. #12 Thomas76, 21.05.2010
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    Genau so sieht's aus.Drohungen und die Suche nach evtl. Formfehlern in der Eigenbedarfskündigung bringen dir höchstens eine überschaubare verzögerung deines Auszuges, mehr nicht.Daher würde ich an deiner Stelle, wie schon gearten, meine Energie nicht darauf verschwenden, mich für einen oder zwei Monate länger in der Bude "festzukrallen", sondern mir eine andere Bleibe zu suchen.
     
  14. #13 lostcontrol, 21.05.2010
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    da täuschst du dich, die rechtliche situation ist exakt die gleiche.
    den begriff "einliegerwohnung" gibt's ja offiziell garnicht - das läuft offiziell eben als "2-parteien-haus". solange der vermieter/eigentümer nicht selbst im haus wohnt, kann er dir auch nicht so einfach kündigen - das kann er nur dann, wenn er die andere wohnung selbst bewohnt. ob man die wohnung im volksmund "einliegerwohnung" nennt oder nicht ist da völlig schnurz.

    wie schon beschrieben wäre ich da vorsichtig, egal was der mieterverein dazu sagt (die sind, auch wenn sie gerne so tun, auch nicht im besitz der allmächtigen weisheit, zudem nehme ich nicht an dass du mit einem anwalt gesprochen hast sondern lediglich mit irgendeiner bürokraft).

    es geht auch nicht darum ob du freiwillig ausziehst - wenn du gekündigt wirst ist das ja nicht mehr freiwillig, und eine eigenbedarfskündigung ist in deinem fall problemlos durchsetzbar. wenn du's natürlich auf einen prozess ankommen lassen willst (den du höchstwahrscheinlich verlierst, was für dich sehr teuer werden kann, da geht's dann unter umständen nicht mehr nur um die prozess- und anwaltskosten sondern möglicherweise auch um die unterbringung des sohnes im hotel, die einlagerung seiner möbel usw. während du die wohnung blockierst), ist das dein bier. vom neuen eigentümer/vermieter kannst du dir aber dann ganz sicher kein entgegenkommen erwarten.

    ich würde an deiner stelle wirklich lieber ernsthaft darüber nachdenken die wohnung selbst zu kaufen, wenn du so an ihr hängst (ist wie gesagt aktuell ja einigermassen günstig zu machen) und ansonsten so früh wie irgendwie möglich anfangen nach einer wohnung zu suchen, bei der das risiko nicht so hoch ist.

    edit:
    apropos ländle:
    wo und was suchst du denn? bei uns wird demnächst wieder mal was nettes frei, bei dem sicher ist, dass keine eigenbedarfskündigung zu erwarten ist...
     
  15. #14 Erdbeere, 25.05.2010
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    Hallo,

    kaufen kommt für mich nicht in Frage, da m.E. zu teuer. Darüber hinaus handelt es sich um eine Zweitwohnung am Arbeitsort.
    Suchen würde ich dann eine kleine Wohung im Raum 76...

    Gruß Erdbeere
     
  16. #15 lostcontrol, 25.05.2010
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    schade, passt nicht...
    aber ich drück dir mal die däumchen, dass du was nettes findest.
     
Thema: Eigenbedarfskündigung ausreichend begründet?
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