Eigenbedarfskündigung - Begründung

Dieses Thema im Forum "Kündigung" wurde erstellt von Stefan1966abc, 04.07.2016.

  1. #1 Stefan1966abc, 04.07.2016
    Stefan1966abc

    Stefan1966abc Neuer Benutzer

    Dabei seit:
    04.07.2016
    Beiträge:
    1
    Zustimmungen:
    0
    Hallo allerseits,

    nach der Trennung von meiner Lebenspartnerin ziehe ich gerade übergangsweise in eine kleinere Wohnung um eine räumliche Trennung zu erreichen.
    Meine eigene Wohnung ist noch vermietet, nun die Frage:

    Bei der Eigenbedarfskündigung wird immer von der Begründung gesprochen, reicht es in dem von mir beschriebenen Fall aus zu schreiben:

    .... kündige ich Ihnen wegen Trennung von meiner Lebensgefährtin ....

    oder muss in diese Begründung noch zusätzlich der Name / Anschrift meiner (ehemaligen) Lebensgefährtin aufgeführt werden?


    Vielen Dank im voraus für die Antworten.


    p.s.: sollte diese Frage hier im Forum schon beantwortet worden sein freue ich mich über den Link den ich nicht gefunden habe :)
     
  2. AdMan

    Schau mal hier in diesem Ratgeber. Dort findet man viele Antworten!

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. dots

    dots Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    08.07.2014
    Beiträge:
    1.636
    Zustimmungen:
    517
    Ich würde auch erwähnen, dass du da einziehen willst.

    Es reicht m.E. nicht, wenn du lediglich schreibst, dass du dich getrennt hast.
    Wenn du nach der Trennung unter der Brücke nächtigst, ist die Trennung kein Eigenbedarfskündigungs-Grund, da der Bedarf ja schon durch die Brücke gedeckt ist.

    Im Klartext: Ich würde wenigstens erwähnen, dass überhaupt Eigenbedarf besteht.

    Was spricht dagegen, den bisherigen Wohnort (Adresse: Lagebeschreibung (z.B. 1. OG links Wohnung Nr. 7856a), Straße, Hausnummer, PLZ, Ort) anzugeben?
    Was spricht dagegen, den Namen und die Anschrift der bisherigen Lebensgefährtin anzugeben?

    Ich würde so viele Angaben wie möglich machen. Solange die Angaben der Wahrheit entsprechen, ist es unwahrscheinlich, dass man dir durch nicht unbedingt notwendige Angaben einen Strick drehen kann.
     
    anitari gefällt das.
  4. Jobo45

    Jobo45 Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    26.02.2010
    Beiträge:
    1.300
    Zustimmungen:
    93
    Vielleicht sollte auch klar hervorgehen, dass Du den Mietvertrag und nicht der Person kündigst....
     
    anitari gefällt das.
  5. #4 anitari, 04.07.2016
    anitari

    anitari Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    30.01.2007
    Beiträge:
    1.341
    Zustimmungen:
    433
    Ort:
    Glienicke ohne Agentenbrücke

    Was kann der Mieter für die Trennung?

    Scherz geh wech, So eine Kündigung würde ich als Mieter in den Rundordner werfen.

    Du mußt schon genau schreiben warum Du die Wohnung benötigst.

    Am besten überlässt Du es einem Fachanwalt die Kündigung zu formulieren.

    Alles andere geht nach hinten los.
     
    BHShuber gefällt das.
  6. #5 schnubbidubbi, 04.07.2016
    schnubbidubbi

    schnubbidubbi Neuer Benutzer

    Dabei seit:
    03.07.2016
    Beiträge:
    26
    Zustimmungen:
    1
    Die Begründung muss ausführlich sein und beim Leser nachhaltig den Eindruck erwecken, dass du wirklich Eigenbedarf hast. Mehr als 1-2 Sätze sollten es also schon sein, und nicht nur ein augenzwinkernder Pro-Forma-Mist. Gut ist auch die Kombination aus mehreren Umständen, also z.B. Trennung von Lebensgefährtin aber gleichzeitig musst du auch unbedingt in dieser bestimmten Gegend wohnen weil bla bla. Den Namen der Partnerin musst du meines Wissens nach zunächst nicht angeben, ggf. kannst du sie aber später als Zeugin benennen, wenn der Mieter die Sache anzweifelt und es zu einem Prozess kommt.
     
  7. dots

    dots Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    08.07.2014
    Beiträge:
    1.636
    Zustimmungen:
    517
    ... ist alleine noch kein Grund.
    Ich habe mich von meiner Lebensgefährtin getrennt. Meine Lebensgefährtin wird weiterhin in der bisher gemeinsam bewohnten Wohnung wohnen, weil ... . Ich wohne zur Zeit in der <Adresse>, da ich nicht mit meiner ehemaligen Lebensgefährtin zusammen wohnen möchte. Da ich für die Wohnung abc xyz eine monatliche Miete in Höhe von 123 € zahle (siehe beigefügte Kopie des Mietvertrags), gleichzeitig aber Eigentümer der von Ihnen bewohnten Wohnung abc1234711 bin, kündige ich Ihnen hiermit den Mietvertrag vom 32.13.4567 über die Wohnung abc, um diese selbst zu nutzen. Den Mietvertrag über die im Moment von mir bewohnte Wohnung abc werde ich dann schnellstmöglich kündigen.

    Das kann man noch beliebig ausbauen.


    *daumen hoch* - sowohl für den Ausdruck als auch die m.E. korrekte Feststellung.
     
  8. Nanne

    Nanne Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    06.02.2014
    Beiträge:
    4.363
    Zustimmungen:
    736
    Ich würde Dir empfehlen Tante Google zu fragen: Eigenbedarfskündigung. Es lohnt sich, denn die Vorschrifen sind
    ganz enorm.
     
  9. Pitty

    Pitty Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    30.12.2012
    Beiträge:
    3.289
    Zustimmungen:
    321
    Lass es von einem Anwalt für Mietschwertpunkt schreiben. Kostet ersteinmal 200€, ist dafür Rechtlich richtig und überzeugt den Mieter sich nicht dagegen zu wehren. Am Ende ist es preiswerter, als wenn man im Nachhinein einen Anwalt zum Nachfruck benötigt.
     
  10. #9 Sweeney, 16.07.2016
    Sweeney

    Sweeney Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    29.07.2014
    Beiträge:
    201
    Zustimmungen:
    108
    Ich gehe davon aus, dass es sich hier um einen fiktiven Fall handelt und erteile keine Rechtsauskunft.

    Die Trennung von der Partnerin wird in diesem Fall kaum einen Eigenbedarf begründen. Vielmehr fand bereits ein Umzug in eine Wohnung statt, um räumliche Distanz zu schaffen.

    Es bleibt bislang unklar, wie der Eigenbedarf konkret begründet wird. Vieles spricht bislang dafür, dass die "kleine Übergangswohnung" lediglich nicht den idealen Vorstellungen genügt. Sofern es sich bei der Übergangswohnung nicht um ein befristetes Mietverhältnis handelt, wird der Bedarf zudem selbst herbeigeführt.
     
  11. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    16.07.2005
    Beiträge:
    3.747
    Zustimmungen:
    61
    Warum um alles in der Welt sollte eine Trennung kein vernünftiger und nachvollziehbarer Grund sein für die Absicht, die eigene Wohnung selbst zu bewohnen?

    Akute Wohnungslosigkeit ist keineswegs Voraussetzung für eine Kündigung wegen Eigenbedarf. Die Übergangswohnung steht der Wirksamkeit einer Kuendigung keineswegs entgegen und es ist auch keineswegs erforderlich, dass der Eigenbedarf "unverschuldet" entstanden ist.
     
  12. #11 Sweeney, 16.07.2016
    Sweeney

    Sweeney Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    29.07.2014
    Beiträge:
    201
    Zustimmungen:
    108
    In diesem Fall halte ich es für schwierig die Kündigung der vorhandenen Übergangswohnung mit der Trennung zu begründen. Eine Ausnahme könnte sich sich aus einem befristeten Mietvertrag der Übergangswohnung ergeben, jedoch fehlen hier Informationen.

    Das behauptet auch niemand.

    Ich schrieb, dass der Bedarf durch Kündigung der Übergangswohnung selbst herbeigeführt werde, sofern es sich bei dieser um einen fristlosen Mietvertrag handele. Liegen gute Gründe vor, um die Kündigung selbst herbeizuführen (finanzielle Überbelastung, Unzumutbbarkeit, o.ä.), dann wäre dies darzulegen. Anhand der momentanen Informationen ist dies jedoch nicht ersichtlich.
     
  13. #12 Newbie15, 16.07.2016
    Newbie15

    Newbie15 Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    27.04.2015
    Beiträge:
    309
    Zustimmungen:
    77
    Sehe ich auch so. Die Trennung ist ja eigentlich schon erledigt, es wird eine andere Wohnung bewohnt, und nur allein daraus entsteht nun kein Eigenbedarf. Jetzt ist mMn zu begründen, warum die Übergangswohnung nicht für den Bedarf ausreicht. Sonst wäre im Moment ja erst mal nur der Wunsch übrig, "in die eigenen vier Wände zu ziehen".

    Wenn die jetzige Wohnung allerdings zu klein ist, befristet gemietet ist, ungünstig zur Arbeitsstelle, Elternhaus... liegt usw., weil sie ohnehin nur als Übergang dienen soll, kann man dies als Begründungen anführen. Nicht selten führt die Notwendigkeit, dass man zwischenzeitlich in eine andere Wohnung ziehen muss, dazu, dass der Eigenbedarf entfällt, weil es keine ausreichende Begründung mehr für den Eigenbedarf gibt, wenn die Mietwohnung mit der eigenen Wohnung hinsichtlich Größe, Zimmer, Lage usw. vergleichbar ist.

    Aus diesem Grund sehe ich auch gar keinen Grund, die ehem. Lebensgefährtin, da noch großartig mit Namen, Adresse usw. in die Kündigung zu nehmen. Höchstens in einem Satz, dass im Zuge einer schnellstmöglichen räumlichen Trennung eine unpassende Wohnung angemietet werden musste und nun deshalb Bedarf an der eigenen Wohnung besteht.
     
Thema: Eigenbedarfskündigung - Begründung
Besucher kamen mit folgenden Suchen
  1. eigenbedarfskündigung begründung

Die Seite wird geladen...

Eigenbedarfskündigung - Begründung - Ähnliche Themen

  1. Eigenbedarfskündigung/ Widerspruch

    Eigenbedarfskündigung/ Widerspruch: Hallo liebes Forum, ich bin neu hier und hoffe, dass ihr mir helfen könnt. Ich wohne derzeit mit Mann und Kind in einer 2 Zimmer Wohnung auf...
  2. Eigenbedarfskündigung

    Eigenbedarfskündigung: Hallo Ihr lieben, wir sind eine 4 Köpfige Familie mit 2 Schulpflichtigen Kindern. Nach langem suchen haben wir nun endlich eine bezahlbare,...
  3. Eigenbedarfskündigung

    Eigenbedarfskündigung: Hallo ich bin neu hier und habe mich erst grad eben angemeldet, und hoffe man kann mir auch ein bisschen helfen oder Tipp geben . Zwar ich wohne...
  4. Eigenbedarfskündigung

    Eigenbedarfskündigung: Folgender Sachverhalt: 1. Vermieter kündigt Mieter fristlos und unter Einhaltung der Frist wegen Pflichtverletzung in ein und derselben Kündigung....
  5. Kündigungssperrfrist und Eigenbedarfskündigung

    Kündigungssperrfrist und Eigenbedarfskündigung: Hallo zusammen. Wer kann mir helfen? Die Fakten: Angenommen ich habe mir eine Eigentumswohnung 2015 gekauft. Die Wohnung ist seit 2001...