Eigenbedarfskündigung im 23 Parteien Mietshaus

Dieses Thema im Forum "Kündigung" wurde erstellt von emilkaspar, 19.12.2006.

  1. #1 emilkaspar, 19.12.2006
    emilkaspar

    emilkaspar Neuer Benutzer

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    Hallo,
    habe vor einigen Monaten ein voll vermietetes Mietshaus gekauft mit dem Ziel, eine langfristige Kapitalanlage zu tätigen und meiner Familie und mir (insges. 5 Personen) im Dachgeschoss ein neues Heim zu schaffen.

    Es handelt sich um eine recht begehrte Wohnlage mit zwei Gewerbeeinheiten im EG.
    Der von mir beauftragte Architekt hat ein sehr schönes Konzept für das DG erstellt, es hat sich aber herausgestellt, dass, bei korrekter Abwicklung und Einhaltung sämtlicher Auflagen, der Preis meine Finanzierungsmöglichkeiten übersteigt.

    Um trotzdem für meine Familie und mich ein neues, größeres Heim zu schaffen habe ich einem Mieter gekündigt. In einem persönlichen Gespräch habe ich ihm zunächst mitgeteilt, was ich vorhabe und dann zunächst per Einschreiben, schließlich per Gerichtsvollzieher, da er das Einschreiben ignoriert hatte.

    Es handelt sich um einen alleinstehenden, solventen Mittdreißiger, der in einer 106m² großen Whg lebt. Im EG hat er eine Gewerbeeinheit gemietet und findet es ideal, im gleichen Haus zu wohnen.

    Da wir unsere Kinder in einer Kita unterbringen möchten, sind wir darauf angewiesen, einen relativ zuverlässigen Termin für unseren Umzug zu kennen.

    Welche Chancen habe ich nun, ihn fristgerecht (9 Monate Kündigungsfrist) auch tatsächlich rauszubekommen?

    Herzlichen Dank für Eure Erfahrungen und Tips, wie ich das ganze einigermaßen gut lösen kann.

    Herzlich
    Emil Kaspar
     
  2. AdMan

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  3. Capo

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    Wohnt ihr zZT zur Miete? Gibt es in dem Haus keine vergleichbare Wohnungen. Warum gerade der Gewerbetreibende?

    So stehen die Chancen ziemlich ungünstig.
     
  4. #3 emilkaspar, 19.12.2006
    emilkaspar

    emilkaspar Neuer Benutzer

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    Danke für diese rasche Antwort, lieber Capo.

    Ja, wir wohnen zur Miete in einer anderen Stadt. Alle anderen Wohnungen sind nur max. ca. 80m² groß und betreffen jeweils mehr als eine Person bei einer Kündigung.

    Ihm zu kündigen ist aus sozialer Sicht auf jeden Fall das beste, verglichen mit allen anderen in Frage kommenden.

    Hat er denn juristische Vorteile durch sein Gewerbe im Haus?
     
  5. Heizer

    Heizer Erfahrener Benutzer

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    Bei einer Gerichtsverhandlung wägt das Gericht immer die jeweiligen Gründe gegeneinander ab. Das Gewerbe im Haus ist auf jeden Fall ein Punkt für den "Gegner".

    Du könntest Punkten in dem Du dem Mieter eine vergleichbare Wohnung in der Nähe vermittelst und ihm anbietest Dich an den Umzugskosten zu beteiligen.
     
  6. Jerry

    Jerry Erfahrener Benutzer

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    Hmm, man könnte jetzt die bauliche Situation hinterfragen (_eine_ 106qm, sonst 80qm-Wohnungen?), aber wenn Deine Finanzierung bei einem solchen Riesenobjekt jetzt doch Probleme entwickelt, stellt sich die Frage, ob Du Dir mit der Vergrätzung des ansonsten offenbar sehr zufriedenen Gewerbemieters nicht selbst schadest.

    Soziale Gesichtspunkte hin oder her, u.U. fährst Du besser damit, Dir (auch wegen der Familiengröße) zwei aneinander liegende 80qm-Wohnungen freizukündigen und den Gewerbemieter zu halten - ausser Du willst ein eigenes Büro im EG einrichten...

    Natürlich ehrt Dich der Ansatz, demjenigen zu kündigen, bei dem der Wohnungswechsel die wenigsten Personen betrifft. Du schädigst bei ihm aber mglw. auch die wirtschaftlichen Bedingungen stärker, weil er räumliche Vorteile durch das Gewerbe im gleichen Haus verliert. Beim normal abhängig beschäftigten Mieter ist der Wohnungswechsel hingegen - vom reinen Umzugsaufwand einmal abgesehen - eher unerheblich, wenn auch persönlich unerfreulich.

    Schwierige Kiste, aber wenn Du Lust auf einfache Umstände hättest, würdest Du Dir auch nicht so ein Objekt ans Bein binden ;)

    Jerry
     
  7. #6 emilkaspar, 03.01.2007
    emilkaspar

    emilkaspar Neuer Benutzer

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    hm, nun ja, das klingt wohlüberlegt, lieber Jerry. Unrecht hast du nicht mit der Zufriedenheit des Gewerbemieters.

    Trotzdem würde ich gerne die einmal eingeschlagene Route der Eigenbedarfskündigung weitergehen. Außerdem hoffe und glaube ich, dass die Lage gut genug ist, einen Ersatzmieter zu finden, falls er seine Option auf Verlängerung nach fünf Jahren nicht wahrnehmen will.

    Zusammenlegen von zwei 80m² Wohnungen würde doch meinen finanziellen Rahmen sehr stark ausschöpfen, da ich beruflich nicht in Überlastung durch Aufträge schwimme, sondern schon alles recht knapp kalkulieren muss.

    Danke euch für die Antworten und würde mich freuen über Tips bzgl. Erfahrungen auf dem Gebiet und evtl. über Vorschläge über die Höhe der Abfindung, die man dem Mieter zahlen könnte.

    Grüße
    Emil
     
  8. sharky

    sharky Neuer Benutzer

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    Hallo Emil

    Nur so mal ganz laienhaft:

    Wäre es denn keine Möglichkeit, in einem persönlichen, vorsichtigen Gespräch mit allen 23 Mietern erst mal abzuchecken, ob vielleicht nicht eine Partei dabei ist, die sich ohnehin schon mit dem Gedanken trägt, evtl. bald auszuziehen? Das würde bequem eine freie Wohnung bedeuten, in die man dann ganz einvernehmlich und mit einer kleinen Abfindung für Umzugskosten den Gewerbemieter einquartiert. So wird seine große Wohnung frei und Du hast wenig Stress damit.
    Sicher, begeistert wird er nicht sein von der Idee, schließlich büßt er einige Quadratmeter Wohnraum ein. Andererseits ist (fast) jeder ein bequemer Mensch und bevor er in Zukunft mit dem Bus zu seinem Laden fährt, purzelt er doch morgens lieber aus seiner darüber liegenden, kleineren Wohnung dort hin.

    Dumm wäre nur, wenn in den nächsten Monaten gar keiner ausziehen will, dann hast Du schlafende Hunde geweckt. Aber vielleicht kann man mit einer großzügigen Abfindung und einem adäquaten Wohnungsvorschlag in einem anderen Haus trotzdem einen der anderen 22 dazu verlocken.....

    Ich kenne die Situation natürlich nicht genau, fände aber als Mieter so eine Lösung zumindest überlegenswert, wenn sich für mich dadurch keine erheblichen Nachteile ergeben.

    Schöne Grüße

    Sharky
     
  9. #8 emilkaspar, 05.01.2007
    emilkaspar

    emilkaspar Neuer Benutzer

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    Danke sharky für diese Idee.

    Habe eine Zeit lang gedacht, es gäbe einen Mieter, der ausziehen würde. Er hat sich aber im Gegenteil dazu entschlossen, seine Wohnung neu zu streichen und in Zukunft wieder häufiger in der Stadt zu sein.

    Glücklicherweise ist die Lage des Hauses sehr begehrt und deshalb leider, leider will niemand dort weg.

    Trotzdem würde ich mich freune, wenn jemand mal aus eigener Erfahrung sprechen kann und weiß welche Höhe an Abfindung angemessen ist und wie lange die Angelegenheit sich denn hinziehen kann, wenn er nicht freiwillig geht.

    Beste Grüßevon
    Emil
     
Thema: Eigenbedarfskündigung im 23 Parteien Mietshaus
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