Eigenbedarfskündigung Reihenhaus (Zusammenlegung zwei Häuser)

Diskutiere Eigenbedarfskündigung Reihenhaus (Zusammenlegung zwei Häuser) im Kündigung Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Hallo zusammen, Wir haben zwei Reihenhäuser direkt angrenzend. Eine Hälfte haben wir vermietet (Familie mit 3 Kindern). Auch wir haben 3 Kinder...

  1. #1 Vermieter0817, 08.11.2018
    Zuletzt bearbeitet: 08.11.2018
    Vermieter0817

    Vermieter0817 Neuer Benutzer

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    Hallo zusammen,

    Wir haben zwei Reihenhäuser direkt angrenzend. Eine Hälfte haben wir vermietet (Familie mit 3 Kindern).
    Auch wir haben 3 Kinder und noch eine Schwiegermutter, die im Hobbyraum im Keller wohnt.

    Da nun meine Kinder größer werden, möchte ich nun meinen beiden Söhnen jeweils ein eigenes Zimmer zur Verfügung stellen. Außerdem hat meine Schwiegermutter immer mehr Probleme mit dem Treppensteigen, im Keller ist auch keine Möglichkeit, ein Bad und/oder Toilette einzubauen (nicht ohne große Umbaumaßnahmen im Keller).

    Nun meine Gedanken: nächstes Jahr im Dezember läuft der Kündigungsverzicht meinerseits an die Mieter aus (Unbefristeter Mietvertrag von Haus und Grund, bzw. grüner Mietvertrag). Ich würde gerne einen Durchbruch im EG meines Nachbarhauses machen, und das EG entsprechend für eine pflegebedürftige Person umbauen (mit Bad statt der Küche). Im OG würde ich an dem passenden Zimmer die Wand durchbrechen (als Durchgangszimmer) und meinen Söhnen (und auch evtl. meiner Tochter) eigene Zimmer zur Verfügung zu stellen. Nun mein Problem: Mieter hat auch drei Kinder, in diesem Haus sind noch 3 Kinderzimmer (in unserem haben wir das Bad vergrößert und mit Tageslicht). Allerdings ist die Älteste dort über 20. Unsere Söhne (12 und 9) bewohnen ein Kinderzimer mit 9 qm, also viel zu klein für die zwei. Unsere Tochter hat übrigens Ca. 7/8 qm, also kleiner. Alle unsere drei Kinder und unsere Schwiegermutter "existierten" schon bei Einzug der Mieter ( siehe Frage dazu unten)

    Bei Zusammenlegung hätte meine Schwiegermutter abzüglich des Wohnzimmers drüben Ca. 35/40qm zur Verfügung (dortiges Wohnzimmer soll als großes Esszimmer dann dienen) Oder sollten wir das EG des vermieteten Hauses als Einliegerwohnung gestalten (will später wieder gut Rückbauen, wenn der Älteste mal seinen eigenen Haushalt gründen will). Wir hätten somit zu unseren 110qm (ob Hobbykeller wegen Fenstergrösse noch als Wohnraum gelten tut, keine Ahnung, Raumhöhe ist 2,1m) noch zusätzlich 55qm dann zur Verfügung.

    Nun meine Fragen:

    - Würde die Eigenbearfskündigung durchgehen, oder wäre der Wohnbedarf für 6 Personen schon übertrieben?
    (Beide Häuser haben zusammen Ca. 132qm reine Wohnfläche, also zusammen Ca. 264qm, ohne Berechung Hobbykeller wären es 220qm).

    - kann der Mieter mit der Behauptung durchkommen, das der Eigenbedarf schon bei Einzug vorgelegen hat (5 Jahre Kündigungsverzicht unsererseits, Einzelvertragliche Regelung). Außerdem haben wir erst diese Jahr die Diagnose von unserem Kleinen, das er eine seelisch-geistige Beeinträchtigung hat (Autismus). Probleme gibt es meistens nachts, unser großer will noch Fernsehen, unser Kleiner braucht aber Ruhe. Früher hatten die beiden sich besser vertragen.

    - unsere Schwiegermutter kann sich keine eigene Wohnung leisten, da Grundsicherung. Außerdem ist sie für eine eigene Wohnung "psychisch" nicht gewachsen (ein Problem) und kann eigentlich kein Deutsch. Kann dies für unseren Eigenbedarf förderlich sein? Schwiegermutter hilft zwar im Haushalt, einen eigenen kann sie aber nicht mehr führen.

    - wäre es ratsam, vorher mit einem Architekten eine Besichtigung vorzunehmen, mit dem Hintergedanken, dass der Mieter den "Braten" riecht, und evtl. freiwillig zieht, ohne langwierige Gerichtsverhandlung etc. (Mieter ist beim DMB, ist außerdem sagen wir ein bißchen speziell). Oder sollte ich das lassen ( können das mit dem Architekten ja auch mit den Bauplänen besprechen).

    - durch einen gewissen Umbau: käme auch eine Verwertungskündigung in Frage? ( ich denke nicht)

    Kündigung habe ich schon mal vorformuliert und bei unsere Haus und Grund Rechtsberatung gezeigt, der Anwalt dort meinte, das das durchgehen sollte.

    Was meint ihr, stehen die Chancen gut, dass die Eigenbedarfskündigung durchgeht. Kündigung würde ich von einem Fachanwalt machen lassen ( Zustellung evtl. durch GV, damit das Rechtssicher zugestellt worden ist).
     
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  3. Andres

    Andres
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    Keine Ahnung, die Glaskugel macht derzeit Urlaub. Wie der Fall ausgehen wird, kann dir genau eine Person sagen: Der Richter, der die Sache am Ende entscheidet. Das ist das allgemeine Risiko bei solchen Geschichten ...


    Für 6 Personen auf rund 250 m²? Da sehe ich kein Problem.


    Ja, er kann. Halte ich aber nicht für besonders wahrscheinlich, auch wenn es irgendwie "vorhersehbar" ist, dass Kinder in 5 Jahren erstaunliche 5 Jahre älter sind. ;)


    Diese gesamten Umstände geeignet in einem Kündigungsschreiben darzulegen, ist eine erstklassige Aufgabe für einen Anwalt. Insbesondere da Kündigungsgründe nicht nachträglich vorgebracht werden können (bzw. nur in einer neuen Kündigung mit neuer Kündigungsfrist), würde ich dabei definitiv keine Selbstversuche unternehmen.


    Ganz ehrlich? Wenn mein Vermieter mir über eine Besichtigung mit einem Architekten dezent mitteilen wollte, dass ich mir eine neue Wohnung suchen muss, würde ich auch ein bisschen speziell werden. Wie kommt man auf solche Ideen? Und warum wundert man sich dann, wenn die Gegenseite auch auf komische Ideen kommt?

    Eigentlich ist es ganz einfach: Entweder überraschst du den Mieter mit der Eigenbedarfskündigung oder du kündigst ihm sein Glück vorher ganz offen und ehrlich an. Beides hat Vor- und Nachteile und beides ist besser, als die Nummer mit der Besichtigung.


    Vor allem würde ich mit dem Architekten (und womöglich auch einem Juristen) einmal ausführlich besprechen, ob ein solcher Umbau möglich ist (wahrscheinlich) und - wichtiger - welche Folgen dieser Umbau hat, insbesondere wenn man ihn eines schönen Tages vielleicht wieder rückgängig machen will. Wenn das Gebäude nach heutiger Rechtslage nicht mehr in dieser Art errichtet werden dürfte (z.B. auf einer gemeinsamen Grundplatte), verliert man durch den Umbau wahrscheinlich den Bestandsschutz.


    Ich auch nicht. Was hat dieser ganze Plan mit einer wirtschafltichen Verwertung zu tun?


    So ist es auch ratsam.
     
  4. sara

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    Das sind mindestens 3 Durchbrüche. Da es sich ganz sicher nicht um eine gemeinsamem Wand handelt, sondern um zwei Außenwände wäre der Aufwand schon erheblich und da solltest du erstmal einen Architekten befragen ob deine Wünsche so realisiert werden können.
     
  5. Pitty

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    Ist das Reihenhaus WEG? Dann hättet Ihr das Problem das Ihr ohne Zustimmung der anderen Eigentümer evtl. Keine Genehmigung für Euren Durchbruch bekommt.
     
  6. #5 ehrenwertes Haus, 09.11.2018
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  7. #6 immobiliensammler, 09.11.2018
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    Hallo @ehrenwertes Haus

    das schließt sich nicht automatisch aus. Ich habe im Bestand eine Anlage mit 18 Reihenhäusern (3 Reihen á 6 Häuser), ist aber rechtlich eine WEG mit entsprechender Verwaltung.
     
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  8. GSR600

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    Das soll uns jetzt was sagen?

    Es gibt auch bei Reihenhäusern manchmal eine WEG, das ist nicht so abwegig.
     
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  9. #8 Vermieter0817, 09.11.2018
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    Also, erst mal Danke für eure Antworten.

    Bei einer evt. Besichtigung würde ich den Mieter vorab schriftlich informieren, dass ein Umbau, bzw. Zusammenlegung ich mit dem Architekten vor Ort besprechen will. Somit kann sich der Mieter ja denken, was ihm evtl. bevorsteht.

    Die Reihenhäuser sind auf separaten Flurstücken ausgewiesen (war vorher ein großes, bevor gebaut wurde). Bei von uns bewohnten stehen im Grundbuch ich und meine Frau als Eigentümerin, beim vermieteten ich ( vorher waren meine Eltern eingetragen, ich hatte dies mit den Mietern geerbt). Somit denke ich nicht, dass das eine WEG ist ( da ja Grundstücke separiert sind)

    3 Durchbrüche bräuchte ich ja nicht. Es wird höchstwahrscheinlich das Treppenhaus vom vermieteten nicht herausgerissen.
    Außerdem sollte das doch kein Problem sein, nur einen Durchbruch in der Breite einer Türe zu machen - muss halt über dem Durchbruch ein Betonsturz oder Stahtträger gesetzt werden.
     
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  11. #9 ehrenwertes Haus, 09.11.2018
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    Ganz so einfach wie du dir das vorstellt ist das nicht. Du willst Löcher in eine Branschutzwand machen.
    Das stellt schon mal an die Verbindung der beiden Haushälften höhere Anforderungen, und noch mehr, wenn man diese Durchbrüche irgendwann mal wieder verschließen möchte.
     
  12. Pitty

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