Eigenbedarfskündigung und Überbelegung

Diskutiere Eigenbedarfskündigung und Überbelegung im Kündigung Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Hallo Forenmitglieder, ich bin ganz neu hier und hoffe auf hilfreiche Ratschläge von euch. Zu meinem Anliegen: Ich habe vor einiger Zeit eine...

  1. #1 Freiraum, 17.04.2018
    Freiraum

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    Hallo Forenmitglieder,
    ich bin ganz neu hier und hoffe auf hilfreiche Ratschläge von euch.

    Zu meinem Anliegen:
    Ich habe vor einiger Zeit eine 2-Zimmer ETW gekauft um dort mit meiner besseren Hälfte einzuziehen. Dort lebt noch eine vier köpfige Familie (2 Kinder, aber Volljährig), der ich bereits die Eigenbedarfskündigung und einen Monat später sicherheitshalber noch eine ordentliche Kündigung wegen Überbelegung ausgesprochen habe.

    Der Mieter ist ein sehr unangenehmer Mensch und spricht auch nur sehr schlecht deutsch und hatte zuerst 15.000€ für seinen Auszug verlangt, dann 10.000€ und inzwischen steht er bei 5.000€.
    Zu einer solchen Zahlung bin ich nicht bereit - das ist für mich Erpressung.

    Er hat scheinbar anspruch auf eine Sozialwohnung, bekommt aber keinen Zuschlag aufgrund des allgegenwärtigen Mangels an Sozialwohnungen.

    Nun ist es so, dass mir der Mieter in einem Brief geschrieben hatte (warum auch immer), dass er selbst eine Eigentumswohnung im Ausland besitzt.

    Kann ich dem Mieter, wenn er bis zum Fristende nicht ausgezogen ist und ich sowieso gegen ihn klagen muss, damit die Suppe versalzen?

    Kennt sich jemand von euch gut mit Kündigungsschreiben aus und könnte meins kurz überfliegen, ob ich Formfehler gemacht habe?

    Vielen Dank & Grüße
    Freiraum
     
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  3. #2 QuietscheEnte, 17.04.2018
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    Wenn ich die Möglichkeit einer Geldzahlung bei meinem gekündigten Mieter gehabt hätte, hätte ich es sofort getan. Prozess dauert jetzt schon über ein Jahr ;-)
    Nur ob dieser hier dann auch wirklich auszieht?
    Ich würde einen Anwalt aufsuchen...
     
  4. Olbi

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    Ich frage mich immer wieder, wie man es für eine gute Idee halten kann, auf irgendwelche Leute in irgendwelchen Foren rechtlich zu hören, nach dem man mindestens einen fünfstelligen Betrag in eine ETW versenkt hat.
    Will man sich unbedingt die Kosten für die Erstberatung (deutlich hoher zweistelliger Betrag) sparen will, kann man das so machen, riskiert aber gleichzeitigt seine Rechtsposition durch unbedarfte Äußerungen zu schwächen.

    Also, ab zum Fachanwalt für Mietrecht und sich beraten lassen. Der haftet nämlich auch für das Beratungsergebnis!
     
    immobiliensammler und Immofan gefällt das.
  5. #4 Freiraum, 17.04.2018
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    Da ist was dran, ich habe schon einen Termin beim RA veranschlagt - eure Ideen interessieren mich trotzdem :)
     
  6. #5 BHShuber, 17.04.2018
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    Hallo,

    über das Kündigungsschreiben drüber schauen lassen würde ich nur und ausschließlich nur einen Juristen.

    Wichtiger Punkt, fristlose, hilfsweise ordentliche Kündigung muss mir einem Widerspruch der Weiterführung des Mietverhältnisses einhergehen, darüber stolpern viele und haben dann das nachsehen, wenn er einen mieterfreundlichen Richter erwischt.

    Geh zu einem Anwalt für Mietrecht, bleib auf dem rechtlichen Pfad der dir zur Verfügung steht oder erkaufe dir mithilfe eines Anwaltes Ruhe, bei 5.000€ kein Thema mehr, ein Prozess kostet dich unter Umständen mehr.

    Gruß
    BHShuber
     
  7. #6 Newbie15, 17.04.2018
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    Ehrlich? Wenn du da zeitnah einziehen willst, mache ihm ein Angebot unter 5000 € in einem vernünftigen Aufhebungsvertrag und hoffe, dass er sich darauf einlässt. Da wärst du gar nicht schlecht aus der Sache herausgekommen. Wenn die Alternative langwierige Prozesse sind, bei denen du dir u.U. nach genauso vielen Jahren dann die verauslagten Prozesskosten irgendwie wieder holen muss (falls überhaupt möglich, eine Eigentumswohnung heißt ja nicht, dass sie bezahlt ist und beim Mieter was zu holen), hast du nichts gewonnen. Evtl. kostet dich das noch viel mehr als 5000 €. Dann lieber 3000-4000 bezahlen und du bist die Mieter ohne mutwillige Schäden zeitnah los.

    Wir hatten auch mal Streit mit einem ehem. Vermieter bzgl. einer Eigenbedarfskündigung. Wir hatten auch angeboten, gegen Zahlung einer Summe freiwillig auszuziehen, darauf wollte sich der Vermieter nicht einlassen. Gut- der Vermieter hat das vor Gericht gebracht. Am Ende haben wir die Summe bekommen, bloß dass dafür und ein bisschen Nebengeplänkel wie Kaution, die nicht ausgezahlt wurde, noch zusätzlich eine fast 5-stellige Summe an Gerichtskosten dazu kam. Man hätte es auch wesentlich billiger und schneller haben können, aber nein, man zahlt ja auf gar keinen Fall eine mittlere 4-stellige Summe an einen ungeliebten Mieter.
     
  8. Andres

    Andres
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    Da ich noch nicht viele 2-Zimmer-Wohnungen gesehen habe, die unter 40 m² Wohnfläche liegen, ist die Geschichte mit der Überbelegung ziemlich sicher eine Luftnummer.
     
    dots gefällt das.
  9. Berny

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  10. Olbi

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    Stimmt, das ist falsch. Das war noch vor dem ersten Kaffee.
     
Thema: Eigenbedarfskündigung und Überbelegung
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