Eigenbedarfskündigung

Dieses Thema im Forum "WEG - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von Sanne27, 28.03.2015.

  1. #1 Sanne27, 28.03.2015
    Sanne27

    Sanne27 Gast

    Hallo,

    bin gerade in einer misslichen Lage: Meine Tochter lebt in einer schönen, gemieteten Wohnung in Münster.
    Leider wurde ihr jetzt wegen Eigenbedarf gekündigt.
    Der Vater meiner Tochter besitzt in Münster ebenfalls eine vermietete Wohnung, längst nicht so schön und auch von der Lage sehr viel schlechter.

    Aber Münster ist eine Studentenstadt und bezahlbare 2 Zimmerwohnungen eine hartumkämpfte Rarität.

    Vernünftigerweise muss der Vater jetzt seinem Mieter kündigen, damit unsere Tochter im schlimmsten Fall nicht plötzlich auf der Straße sitzt.
    Andererseits schaut sich unsere Tochter aber auch noch selbst um, ob sie nicht vielleicht doch noch eine bessere Wohnung findet.

    Wenn wir jetzt wegen Eigenbedarf kündigen, sie aber doch noch eine Wohnung in besserer Lage findet und dann nicht in die eigene Wohnung einzieht, sind wir dem Mieter schadensesatzpflichtig?

    Wenn wir nicht kündigen und sie nichts findet, sitzt sie auf der Straße?

    Wenn sie einzieht und 2 Monate später zum Semesterende eine bessere Wohnung findet und wieder umzieht, wäre damit der Eigenbedarf gerechtfertigt?

    Wie kommt man sauber aus so einer Situation?
     
  2. AdMan

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  3. Andres

    Andres
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    Da kommt die Frage auf, ob dieser Plan mit den Kündigungsfristen überhaupt noch vereinbar ist.


    Wenn der Eigenbedarf vor Ablauf der Kündigungsfrist entfällt, ist das dem Mieter mitzuteilen (BGH VIII ZR 339/04). Ihr bietet dem Mieter dann die Fortsetzung des Mietverhältnisses an und damit hat sich die Sache.


    Nur wenn sie will. Ansonsten sitzt sie in einer Obdachlosenunterkunft der Stadt, was auch kein Spass ist.

    Irgendwie ist das eine komische Frage ...


    Grundsätzlich schon, aber man muss in solchen Situationen immer bedenken, dass sich der bisherige Mieter möglicherweise betrogen fühlt und schon aus Prinzip (d.h. ohne Rücksicht auf die Erfolgsaussichten) den Rechtsweg beschreitet. Eine Rechtsschutzversicherung begünstigt das evtl. nocht zusätzlich. Den Ärger habt ihr dann an der Backe - egal wie die Sache ausgeht.
     
  4. #3 Glaskügelchen, 28.03.2015
    Glaskügelchen

    Glaskügelchen Erfahrener Benutzer

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    Auch das tut sie nicht. Sie kann einfach in ihrer alten Wohnung bleiben und sich von ihrem Vermieter auf Räumung verklagen lassen.
     
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