Eigenbedarfskündugung

Diskutiere Eigenbedarfskündugung im Kündigung Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Hallo ,wir haben uns ein Haus gekauft , welches vermietet ist. Wir haben nun den Mieter zum 28.2.2017 zwecks Eigenbedarf gekündigt. Die Kündigung...

  1. #1 Heymann89, 12.02.2017
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    Hallo ,wir haben uns ein Haus gekauft , welches vermietet ist. Wir haben nun den Mieter zum 28.2.2017 zwecks Eigenbedarf gekündigt. Die Kündigung wurde von seinen Anwalt geprüft und als Rechtens eingestuft . Nun haben wir das Problem das er sich nicht um neuen Wohnraum gekümmert hat und wohl auch noch längere Zeit in der Wohnung verweilen wird . Ab den 1.3 muss er Nutzungsausfalls an uns bezahlen . Da wir aber selbst noch in einer Mietwohnung leben, welche der Mieter nicht übernehmen darf , entsteht uns dadurch ja quasi ein Finanzieller Schaden durch die zu länger zu zahlende Miete. Steht uns in diesen Falle ein Schadensersatz zu , also zuzüglich zum Nutzungsausfall??? Und wenn ja in welcher Höhe? Mit freundlichen Grüßen
     
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  3. #2 Stadtkind, 12.02.2017
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    Du möchtest also so gestellt werden, als ob du a)keine Miete mehr bezahlst und b)Miete/Nutzungsentgelt für die Wohnung kassierst.
    Fall 1: Mieter zieht aus: Du zahlst keine Miete und kriegst keine Miete.
    Fall 2: Mieter zieht nicht aus: Du zahlst Miete und kriegst Nutzungsentgelt.

    Eine weitere Besserstellung wird wohl eher nicht funktionieren.
     
  4. #3 immobiliensammler, 12.02.2017
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    Aus dem Bauch heraus denke ich schon dass man argumentieren könnte, dass Euch durch das Weiterzahlen Eurer Miete ein Schaden entsteht und der Mieter dann dafür ersatzpflichtig wäre, aber eben anstelle der Nutzungsentschädigung und natürlich nicht zusätzlich.

    Beispiel: Der Mieter zahlt 500 Euro, Ihr in Eurer aktuellen Wohnung 700 Euro. Euch entsteht also durch die Nichtrückgabe der Wohnung ein Schaden in Höhe von 700 Euro monatlich, da ihr ja ab dem 01.03. sonst die Miete erspart hättet. Diesen Schaden würde ich geltend machen, also eben nicht 500 sondern 700 Euro monatlich.

    Genaueres sagt Euch ein Anwalt!
     
  5. #4 Heymann89, 12.02.2017
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    Genau das ist der Fall , er bezahlt 367€ monatliche Kaltmiete wir bezahlen 470€. Das heist wir könnten diese 470€ Kaltmiete als Nutzungsausgleich einfordern oder gegebenenfalls die Warmmiete von 600€??? Am besten wäre es natürlich wenn er pünktlich auszieht und wir schnellstmöglich einziehen können.
     
  6. #5 immobiliensammler, 12.02.2017
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    Mit 600 Euro meinst Du Eure eigene Warmmiete? Das sicher nicht, Ihr hättet nach dem Umzug ja weiter Nebenkosten. Ich würde statt der 367 Euro Kalt eben die 470 Euro ansetzen und dann eben zusätzlich die Nebenkosten des Mieters.

    Aber wie gesagt, dass ist nur meine persönliche Meinung und sicherlich endgültig durch Rückfrage bei Eurem Anwalt zu klären.
     
  7. #6 Heymann89, 12.02.2017
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    Okay , Danke für die Info :-)
     
  8. #7 Sweeney, 12.02.2017
    Zuletzt bearbeitet: 12.02.2017
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    Eine derartige Vermischung der Ansprüche wird mit Sicherheit nicht möglich sein.

    Zunächst ist das Nutzungsentgelt getrennt von einem möglichen Schadenersatzanspruch zu betrachten. Letzterer kann im Übrigen problemlos zusätzlich zu einem Nutzungsentgelt betehen.

    Auch sind einem Nutzungsentgelt gesetzliche Grenzen gesetzt. Gem. § 546a Abs.1 BGB kann der Vermieter als Entschädigung die vereinbarte Miete oder die Miete verlangen, die für vergleichbare Sachen ortsüblich ist. Verständlicherweise wird der Vermieter hier die mieterfeindlichere Variante wählen.

    Zusätzlich zur Nutzungsentschädigung kann der Vermieter ggf. Schadensersatzansprüche gegenüber dem Mieter gem. § 280 BGB geltend machen. Im Einzelnen hätte der Vermieter den tatsächlich entstandenen Schaden darzulegen und es wären die jeweiligen Umstände zu berücksichtigen, die zum Vorenthalt der Mietsache führten.
     
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  9. #8 Heymann89, 12.02.2017
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    Also könnte ich im Endeffekt doch einen Schadensersatzanspruch in Höhe unserer Kaltmiete geltend mach zuzüglich zur Nutzungsentschädigung . Wir müssen ja auch länger Miete bezahlen nur weil wir nicht ins Haus können bzw. unsere Mietsache erst später zurückgeben. Sehe ich das jetzt Richtig?
    Mfg
     
  10. #9 Sweeney, 12.02.2017
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    Der Schadenersatzanspruch richtet sich nach dem tatsächlich entstandenen Schaden.

    Hausaufgabe: Führe aus, welcher tatsächliche Schaden entstanden ist und welchen Anspruch Du daraus ableitest.
     
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  11. #10 immobiliensammler, 12.02.2017
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    Auch nach Sweeneys fachkundiger Ergänzung komme ich wieder zu einem ähnlichen Ergebnis. Schadensersatz kann ja dann höchstens die Differenz zwischen Deiner gezahlten Miete und der vom Mieter zu zahlenden Miete sein. Begründung: Wenn der Mieter ausgezogen wäre wärst Du umgezogen und hättest Deine Miete eingespart, gleichzeitig hättest Du dann aber ja keine Miete mehr erhalten, also kann der Schaden demnach nie Mieteinnahme + ersparte Miete sein, sondern höchstens die von Dir jetzt zu zahlende Miete.
     
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  12. #11 BHShuber, 13.02.2017
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    Hallo,

    im Endeffekt, wird es und das zeichnet sich leider schon ab, auf eine Räumungsklage hinauslaufen und dann kannst die Gedankenspiele, die du dir hier zurecht legst in die Tonne treten.

    Es wird dir dann ein Richter vorgeben was du bekommst und was du nicht bekommst und glaub bitte nicht, dass man hier vollends auf deiner Seite stehen wird.

    Auch wann das der Eine oder Andere als sehr hart empfinden mag, wie kann man davon ausgehen, wenn der Mieter sich nicht im Ansatz bemüht eine andere Bleibe zu finden, dass er dann pünktlich auszieht, dass kannst vergessen.

    Bitte berichte weiter über die Sache, der Ausgang interessiert mich sehr.

    Gruß
    BHShuber
     
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