Eigene Heizung erhalten = Pflicht eigenen Versorgungsvertrag abzuschließen

Diskutiere Eigene Heizung erhalten = Pflicht eigenen Versorgungsvertrag abzuschließen im Betriebs- und Heizkostenvorauszahlung Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Hallo liebe Forengemeinde, wir vermieten anliegend an ein leer stehendes Bauernhaus ein Reihenhaus. Dieses wurde urspr. durch einen alten...

  1. #1 Capalani, 06.03.2015
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    Hallo liebe Forengemeinde,

    wir vermieten anliegend an ein leer stehendes Bauernhaus ein Reihenhaus. Dieses wurde urspr. durch einen alten Kessel, gemeinsam mit dem Bauernhaus versorgt. Eine Verbrauchsabhängige Abrechnung konnte aufgrund fehlender Zähler nicht erstellt werden, sodass nach m² abgerechnet werden musste. Mietvertraglich ist eine Bruttokaltmiete vereinbart.
    Aufgrund von Umbaumaßnahmen im Haupthaus haben wir dem Reihenhaus, sowie dem Haupthaus jeweils eine neue Brennwerttherme mit eigenem Gaszähler spendiert. Mit der Mieterin des Reihenhauses war besprochen und mehrfach schriftlich angekündigt dass Sie in der Zukunft einen eigenen Gasanschluß besitzt und ihren Versorger frei wählen kann.

    Heute erreicht mich ein Schreiben ihres Anwalts, dass Sie davon nichts gewusst hat und der Anmeldung des Grundversorgers widersprochen hat, da Sie weiterhin abgerechnet werden will.

    Jetzt ist meine Frage. Kann ich Sie dazu verpflichten einen eigenen Versorgungsanschluss abzuschließen?

    PS: Die beiden Häuser sind Grundbuchlich getrennt und das Reihenhaus ist vor kurzem an den Sohn des Haupthauseigentümers übertragen worden.

    Vielen Dank für Eure Bemühungen.

    Gruß
    Capalani
     
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  3. #2 Nero, 06.03.2015
    Zuletzt bearbeitet: 06.03.2015
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    Was für ein Blödsinn - seitens der M und ihres Anwalts.

    Sie wird doch weiterhin abgerechnet - und zwar nun konkret nach Verbrauch - und nach dem Energieversorger ihrer Wahl.

    Das ist doch wohl das Beste, was man als M. haben kann.

    Ich würde sie ganz einfach deshalb dazu verpflichten, weil es jetzt autonome Einheiten sind.

    Ach, und sie hat von allem nichts gewusst , bis es ihr Anwalt irgendwie über die Buschtrommel erfahren hat. - Soll ich lachen?
     
  4. #3 Glaskügelchen, 06.03.2015
    Glaskügelchen

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    Meiner Meinung nach kann die Mieterin nicht dazu verpflichtet werden den Vertrag direkt mit einem Versorger abzuschliessen. Wobei ich es auch völlig bekloppt finde, dass sie das nicht will und dafür sogar noch einen Anwalt einschaltet. Schliesslich landet die Rechnung sowieso 1:1 bei ihr, und wenn sie selber die Verträge abschliesst, hätte sie die Möglichkeit durch geschicktes Anbieterwechseln richtig Geld zu sparen.
    Wenn sie das nicht will..............
     
  5. #4 Capalani, 07.03.2015
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    Vielen Dank für Eure Antworten.

    Genau das Gleiche habe ich auch gedacht. Sie behauptet erst durch die Anmeldebestätigung des Grundversorgers davon erfahren zu haben. Ich werde jetzt antworten dass der Vertrag auch gerne über uns laufen kann, mit dem Hinweis dass die dann erstellte Abrechnung zu 100% auf sie umlegbar, sie jedoch keine Wahlmöglichtkeit des Versorger hat.

    Nur mal so Interessehalber.

    Mit ihr wurde ein Hamburger Mietvertrag geschlossen. In diesem steht unter "§ 10 Verteilungsmaßstab"

    zitat

    "Sofern der Vermieter Wasserzähler eingebaut hat, werden die Kosten der Wasserversorgung und der Entwässerung nach dem gemessenen Wasserverbrauch aufgeteilt. Auf Verlangen des Vermieters hat der Mieter selbst einen Versorgungsvertrag mit dem Wasserlieferanten abzuschließen.

    ....

    2. Führt der vereinbarte Verteilungsmaßstab zu grob unbilligen Ergebnissen, ist der Vermieter berechtigt und verpflichtet, den Maßstab nach billigem Ermessen zu ändern, hinsichtlich der Heizkosten jedoch nur entsprechend den Bestimmungen der Heizkostenverordnung.

    Der Vermieter kann durch schriftliche Erklärung bestimmen, dass die Kosten der Müllabfuhr nach einem Maßstab umgelegt werden, der der unterschiedlichen Müllverursachung Rechnung trägt. Auf Verlangen des Vermieters hat der Mieter selbst einen Entsorgungsvertrag mit dem entsprechenden Unternehmen abzuschließen."

    Bei den Wasser- und Müllabfuhrkosten kann ich den Mieter also dazu verpflichten einen eigenen Ver- bzw. Entsorgungsvertrag zu schließen. Kann man daraus schließen, dass das auch für Gasversorgungsverträge gilt?

    Ich bin gespannt auf Eure Meinungen.

    Gruß Capalani
     
  6. Andres

    Andres
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    Nein, das müsste im Vertrag stehen. Dass der Hamburger, der sich diesen Vertrag ausgedacht hat, zwei Arten von Betriebskosten ausdrücklich unter diese Regelung gestellt hat und eine dritte Art nicht, spricht sogar noch stärker gegen eine Pflicht des Mieters.

    Solche Geschichten sollten immer schriftlich mit dem Mieter kommuniziert werden. Ob der Mieter sich nicht erinnern kann oder nur nicht erinnern will, wird sonst zur Nebensache. Hättet ihr gleich versucht, mit dem Mieter einen Nachtrag zum Mietvertrag abzuschließen, der die Modalitäten der neuen Heizung berücksichtigt, wäre euch der aktuelle Ärger erspart geblieben. Ihr hättet dann gleich zu Beginn gewusst, was Sache ist.
     
  7. #6 Capalani, 09.03.2015
    Capalani

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    Da hast Du wohl Recht. Das nächste mal werde ich misstrauischer sein.

    Vielen Dank für Deine Antwort.

    Gruß
    Capalani
     
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