Eigene Verwaltung mit Gewerbeschein oder ohne?

Dieses Thema im Forum "Steuer - Vermietung und Verpachtung" wurde erstellt von emrahx99, 09.05.2016.

  1. #1 emrahx99, 09.05.2016
    emrahx99

    emrahx99 Benutzer

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    Hallo,

    ich habe zwei Mehrfamilienhäuser die derzeit von einem Verwalter verwaltet werden. Der Vertrag läuft noch und ich überlege die Verwaltung in Eigenregie durchzuführen. Erfahrungen habe ich, so dass ich es mir zutraue.

    Ich würde gerne von der steuerlich- /gewerblichen Seiten wissen, ob man die Verwaltung einfach so privat durchführen soll oder sich hierfür ein Gewerbe anmelden sollte. Gibt es dieses Prinzip? Wenn ja, wobei lohnt es sich? Ich würde dann, wenn steuerrechtlich möglich, natürlich auch gerne weitere Rechnungen absetzen wollen, die auch mit der Verwaltung zutun haben...

    Definitiv würde ich nur meine eigenen Objekte verwalten...

    Würde mich sehr über ein Antworten von Euch freuen.
    Herzlichen Dank !! :)
     
  2. AdMan

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  3. #2 immobiliensammler, 09.05.2016
    immobiliensammler

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    Verwaltung Deiner eigenen Objekte sind immer Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung, alle dadurch entstehenden Aufwendungen kannst Du hier ansetzen! Welchen Vorteil soll die Gewerbeanmeldung haben? Damit wirst Du z.B. umsatzsteuerpflichtig, müsstest also Dir selbst über die Verwaltergebühr eine Rechnung schreiben (wobei ich nicht sicher bin, ob das überhaupt geht, wenn Du nicht eine Gesellschaft gründest), zusätzlich hält dann noch die IHK und die Berufsgenossenschaft die Hand auf, wo soll dann der Vorteil sein?
     
  4. Andres

    Andres
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    Mit welchen Umsätzen denn? Durch welchen Trick verschwinden die Mieten plötzlich aus § 4 UStG?


    Man soll.


    Welche Rechnungen befürchtest du denn nicht absetzen zu können?
     
  5. #4 immobiliensammler, 10.05.2016
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    Sorry, war missverständlich, ich meinte natürlich nicht die Mieten an sich sondern die Verwaltergebühren, die dann ja sein "Gewerbebetrieb" seiner "Vermögensverwaltung" in Rechnung stellen müsste! Die Mieten selbst sind natürlich nicht betroffen!
     
  6. #5 taxpert, 10.05.2016
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    Aus steuerlicher Sicht wäre eine Gewerbeanmeldung unsinnig, wenn nicht sogar brandgefährlich!

    USt:
    Die ust-liche Unternehmereigenschft geht deutlich über die ertragsteuerlichen Begriffe "gewerbliche" oder "selbständige" Tätigkeit hinaus! Tatschlich ist JEDER Vermieter im vollem Umfang Unternehmer im Sinne des UStG! Die Umsätze sind steuerbar, aber eben steuerfrei!

    Es gibt bei der USt auch nur EINEN Unternehmer. Eine Trennung zwischen gewerblicher Verwaltung und "privater" Vermietung gibt es nicht! Damit wäre die Umsätze der "Verwaltung" an die "Vermietung" ein nicht steuerbarer Innenumsatz!

    ESt:
    Ertragsteuerlich ist das Vorhaben brandgefährlich!

    Da ja nur eigene Objekte betreut werden, kann ggf. unterstellt werden, dass es sich um einen einheitlichen Gewerbebetrieb handelt und die Immos zu Betriebsvermögen werden! Als Folge hätte man zwar den Vorteil der höheren AfA, aber auch den Nachteil der steuerverhafteten stillen Reserven!

    Auch das Zwischenschalten einer GbR oder GmbH würde im Normalfall das Ergebnis nicht ändern, den dort käme man zu SonderBV bzw. Betriebsaufspaltung!

    Deswegen: HÄNDE WEG, zumindestens VORHER zum StB gehen!

    taxpert
     
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