Eigenleitung von Eigentümern zu versteuern?

Diskutiere Eigenleitung von Eigentümern zu versteuern? im Hausgeldabrechnung und Wirtschaftsplan Forum im Bereich Wohnungseigentum; Angenommen in einem Mehrparteienhaus erklärt sich einer der dort wohnenden Eigentümer bereit auch das Treppenhaus zu putzen. Dafür bekommt er...

  1. pstein

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    Angenommen in einem Mehrparteienhaus erklärt sich einer der dort wohnenden Eigentümer bereit auch
    das Treppenhaus zu putzen. Dafür bekommt er von der WEG ein Entgelt vergleichbar mit dem einer "normalen" Putzfrau.

    Muss dieses Entgelt versteuert werden?
    Ist das also so eine Art versicherungs+anmeldepflichtiger 400 Euro Job?
    Oder wird das als Eigenleistung eines Eigentümers irgendwie anders abgerechnet?
     
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  3. #2 Fremdling, 19.02.2013
    Fremdling

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    Hallo pstein,

    wenn jemand exakt wie ein normaler Reinigungsdienst die Arbeit macht und diese auch entlohnt bekommt, liegt m.E. gar keine Eigenleistung vor. Der vermeintliche "Eigenleister" ist dann ein Reinigungsdienst und unterliegt den gleichen Spielregeln wie externe Reinigungsdienste. Die Regeln ändern sich nicht dadurch, dass er gleichzeitig Teil der Gemeinschaft ist.

    Meine Phantasie erlaubt mir allerdings zu glauben, dass womöglich nicht jede Gemeinschaft zu einem solchen Vorgang auch einen Vertrag mit dem "Eigenleister" abschließt und eine Anmeldung vornimmt, wenn zudem kleine Beträge "aus purer Dankbarkeit" bar gezahlt werden und im Wirtschaftsplan gar nicht erst auftauchen.
     
  4. #3 Kitzblitz, 19.02.2013
    Zuletzt bearbeitet: 20.02.2013
    Kitzblitz

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    Im Ländle wird so etwas ja über die Kehrwoche gelöst. Traditionell und bewährt.

    Für die restlichen Arbeiten am Gemeinschaftseigentum (Rasen- und Gartenpflege, Garagentore lasieren, kleinere Arbeiten, etc.) habe ich das in einer 5er-WEG, die nur von Eigentümern bewohnt wird, ganz elegant gelöst.

    Dort werden zur Zeit 630 EUR von den Eigentümer nach Eigentumsanteil in einen Topf geworfen (wird mit dem Hausgeld gezahlt). Am "Schwarzen Brett" hängt eine Liste, in die sich jeder, der eine Leistung am Gemeinschaftseigentum erbringt, einträgt (Wohnung, Leistungskurzbeschreibung, Zeitaufwand). Jede Arbeitsstunde wird mit 12,50 EUR bewertet. Am Ende eines Wirtschaftsjahres mache ich eine Auswertung in EXCEL. Die nicht benötigten Mittel werden eigentumsanteilig wieder ausbezahlt. Der verbleibende Betrag wird nach Arbeitsleistung wieder verteilt.

    Eine Supersache, alle sind zufrieden.

    Diejenigen, die sich kümmern bekommen einen finanziellen Ausgleich. Diejenigen, die nichts machen bekommen aus dem Verteilbetrag logischerweise auch nichts ausgeschüttet, sondern nur den Anteil aus den nicht benötigten Mitteln.

    Die Idee kam mir vor ungefähr 15 Jahren, als wir noch selbst als Eigentümer in der WEG gewohnt hatten. Mich hatte gestört, dass nur 2 von 5 Parteiein etwas am Gemeinschaftseigentum gearbeitet hatten und die anderen lieber zugeschaut hatten, oder gar noch mit blöden Sprüchen gekommen sind.

    Inzwischen sind 3 Eigentümer regelmäßig, 1 selten und 1 gar nicht am Gemeinschaftseigentum tätig.

    Um die Versteuerung hat sich - offen gestanden - noch keiner Gedanken gemacht. Als Verwalter ist mir das aber auch egal. Die Gutschrift erfolgt mit der Hausgeldabrechnung. Inwieweit der einzelne hier die "Einnahmen" bei der Steuererklärung deklariert, ist mir egal.

    Gruß aus'm Ländle
    Ulrich
     
  5. benjoe

    benjoe Benutzer

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    Ähh, doch! Bis ca. 250 Euro / jährlich können Wohnungseigentümer einen Aufwandsersatz erhalten ohne Abgaben zu zahlen. Bei der Einkommenssteuer muss dies jedoch berücksichtigt werden.

    Habe leider gerade mein schlaues Heftchen nicht zur Hand um Quellenangaben mitzugeben.
     
  6. pstein

    pstein Erfahrener Benutzer

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    Schade. Das ist sehr interessant. Wenn jemand anderes einen Link zu der erwähnten Regelung zur Hand hat, dann wäre das schön.
     
  7. #6 Fremdling, 20.02.2013
    Fremdling

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    Hallo benjoe,

    soweit korrekt! Deine Antwort betrifft allerdings die (pauschale) "Aufwandsentschädigung" [BGB § 670], die in der Regel keine Entlohnung sondern einen Ersatz für Sachaufwand darstellt (z.B. Putzmittel, die der Flurputzer selbst beschafft). Diese braucht dann bis zu einer bestimmten Höhe eben nicht detailliert nachgewiesen werden.

    In der Anfrage war die Vorgabe jedoch: "Dafür bekommt er von der WEG ein Entgelt vergleichbar mit dem einer "normalen" Putzfrau." Das ist ein anderer Fall.
     
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