Eigentümer-Haftpflicht / "Verschulden"...

Dieses Thema im Forum "Wohngebäudeversicherung" wurde erstellt von Arnsbaer, 09.07.2011.

  1. #1 Arnsbaer, 09.07.2011
    Zuletzt bearbeitet: 09.07.2011
    Arnsbaer

    Arnsbaer Neuer Benutzer

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    Mit Speck fängt man Mäuse...

    Üblicherweise ist z.B. zu lesen als Eigentümer einer vermieteten Immobilie benötige man eine Eigentümer-Haftpflicht, um z.B. gegen herabfallende Ziegel / Dachlawinen etc. versichert zu sein.
    So ein "etc." (nämlich kleine Bruchstücke aus der Firstpfannen-Vermörtelung) ist vor 3 Monaten nun meinem Nachbarn aufs Autodach geplumpst. Nach zahlreichen Wochen des Hin- & Hergeschreibes nun der sehr überraschende Bescheid der Versicherung: Da mich kein Verschulden treffe, seien die Ansprüche (Lackschaden von ca. 1.500.- €) abzuwehren und ich sei von der "finanziellen Inanspruchnahme freigestellt"...

    Soweit, so schlecht, denn damit ist ja der nachbarschaftliche Unfrieden quasi vorprogrammiert: Da weder ich noch Nachbar (noch übrigens der die Reparatur [-> Erstellung Trockenfirst] ausführende Dachdecker) auch nur die Spur eines Zweifels daran hatten, daß dies ja ein ganz typischer Haftpflichtschaden sein würde, ist die Überraschung & der Frust gerade gewaltig: Was ist denn das für eine Versicherung, die unter Berufung auf "objektive Kriterien d.h. gesetzliche Bestimmungen und herrschende Rechtssprechung" einen solch eineindeutigen Fall zu regulieren ablehnt?

    Was ist das für ein "Recht"???
    Ist die Auskunft der Versicherung überhaupt korrekt?
    Gibt es - da der Fall ja typisch ist für alle (ohne Sturm) je vom Dach gefallenen Ziegel und jede Dachlawine / jeden Eiszapfen - eben ALLE Fälle, wo der Vermieter nicht extra aufs Dach gekraxelt ist, um was runterzuschmeißen, damit bloß "schuldhaftes Verhalten" vorliegt... - irgendeine höher angesiedelte Grundsatzrechtsprechung, die diesem jedem (zumindest aber meinem) Rechtsgefühl Hohn sprechenden - Versicherungs-Prämien-Ausbeutungs-Pragmatismus einen Riegel vorschiebt...?

    Wer hat ähnliche Erfahrungen (oder auch positive Gegenerfahrungen) gemacht?

    Vielen Dank im voraus für jeden Tipp, der dazu beitragen kann, keinen Michael Kohlhaas-Effekt auszulösen...
     
  2. AdMan

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  3. peewee

    peewee Erfahrener Benutzer

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    was steht denn in den versicherungsbedingungen zum vertrag? was ist mitversichert?
     
  4. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Falls zum Schadenszeitpunkt Windstärke über 8 war, war es höhere Gewalt. Ansonsten müsste m.M. die Grundbesitzerhaftpflichtversicherung leisten.
     
  5. #4 Martens, 11.07.2011
    Martens

    Martens
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    Es ist immer das gleiche:
    Ein Verschulden meinerseits liegt dann vor, wenn ich durch durch schuldhaftes Tun oder schuldhaftes Unterlassen etwas bewirkt habe.

    Wenn ich also beispielsweise weiß, daß die Firststeine lose sind, weil mich der Dachdecker bereits vor Monaten darauf hingewiesen hat, und ich trotzdem nichts unternehme... Fällt dann ein Stein herunter und verursacht einen Schaden, bin ich in der Haftung. Habe ich eine Haftpflichtversicherung für solche Fälle, wird diese den Schaden regulieren.

    Wenn jedoch das Dach augenscheinlich in Ordnung ist und "aus heiterem Himmel" ein Stein herabfällt, ist das höhere Gewalt und der Geschädigte hat niemanden, dem er den Schaden anhängen kann.

    Mein Lieblingsbeispiel für solche Fälle ist die Möve, die mir auf die Jacke kleckert, ich habe den Schaden und darf ihn selbst bezahlen.
    Das ist allgemeines Lebensrisiko.

    Christian Martens
     
  6. #5 Pfeifdireins, 17.11.2011
    Pfeifdireins

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    ...die Versicherung zahlt nur bei "Verschulden"?
    Das ist ja höchstinteressant.
    Wäre es im übertragenen Sinne denn dann nicht auch so, wenn ich meinen Boiler SCHULDHAFT NICHT dem Amt melde und der Mieter stirbt an Legionellen, nur dann zahlt die Versicherung das Begräbnis, sonst nicht ?? :verrueckt009:
     
Thema: Eigentümer-Haftpflicht / "Verschulden"...
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