Eigentümer hat keine Lust mehr auf Gartenpflege

Dieses Thema im Forum "Gartenpflege" wurde erstellt von MarQi, 27.12.2008.

  1. MarQi

    MarQi Erfahrener Benutzer

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    Eigentümer E besitzt ein Mehrfamilienhaus mit 6 Parteien. Er wohnt direkt nebenan in einem Einfamilienhaus. In den letzten 30 Jahren hat er die Gartenpflege des Mehrfamilienhauses immer selbst übernommen unentgeltlich! Zu den Mietern besteht ein relativ gutes Verhältnis, wobei Sie sich nie an der Gartenpflege beteiligt haben, aber den Garten sehr oft nutzen für Feste usw...
    Eigentümer E hat nun einfach keine Lust mehr die Gartenpflege weiterhin unentgeltlich zu übernehmen.
    Möglichkeiten
    1) E macht die Gartenpflege weiterhin selbst und erhält dadurch Geld von den Mietern
    2) Die Mieter kümmern sich um den Garten
    3) Eine Firma erledigt das ganze und Kosten werden abgerechnet über die NK
    Problem:
    In den Mietverträgen gibt es keinen "Passus" für Gartenpflege regelt bzw. teilweise existieren keine Mietverträge. Wie kommt Eigentümer E aus dem Schlamassel raus? Die Mieter werden ja nicht einfach so von heute auf morgen eine Änderung akzeptieren, wenn das ganze 30 Jahre lang anders lief...
     
  2. AdMan

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  3. #2 lostcontrol, 27.12.2008
    lostcontrol

    lostcontrol Erfahrener Benutzer

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    was steht denn in den mietverträgen drin bezüglich gartennutzung?
    und was steht in den mietverträgen bei den betriebskosten drin bezüglich gartenpflege?

    du sagst es existieren (teilweise) keine mietverträge.
    dann gilt die betriebskostenverordnung.
    und die besagt klipp und klar, dass die gartenpflege auf die mieter umgelegt werden darf.

    natürlich werden die mieter mit "gewohnheitsrecht" argumentieren.
    das wird bezüglich der gartennutzung vermutlich auch funktionieren.
    allerdings nicht was die anfallenden kosten angeht - da kann man als vermieter nämlich so argumentieren, dass man das bisher aus reiner gutmütigkeit (oder von mir aus als sportlichen ausgleich) umsonst gemacht hat, dies aber künftig nicht mehr machen will bzw. jedenfalls nicht unentgeltlich.

    nun kann man die mieter entscheiden lassen, ob sie die gartenpflege selbst übernehmen wollen, oder ob sie lieber bezahlen wollen.

    aber bitte beachten:
    die mieter könnten auf die idee kommen dass ihnen mit der bezahlung bzw. der eigenarbeit auch das recht auf eigene gestaltung zusteht. davon kann ich nur DRINGEND abraten...
     
  4. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Schlimmer gehts nimmer... :help

    Kosten der Gartenpflege sind zweifellos umlagefähige Betriebskosten. Das bedeutet aber nun keineswegs, dass diese Kosten in jedem Einzelfall auch umgelegt werden können.

    Voraussetzung für die Umlage von Betriebskosten ist immer eine entsprechende Vereinbarung. Gibt es keine Umlagevereinbarung, kann es auch keine Umlage geben. Die Betriebskostenverordung regelt lediglich die Kostenarten die umgelegt werden können, ist aber keinesfalls eine Anspruchsgrundlage des Vermieters für eine Umlage.

    Zunächst sollte man sich von dem Spruch verabschieden, es gäbe keinen Mietvertrag. Ein Mietvertrag kann jederzeit auch mündlich abgeschlossen werden.

    Auch wenn ich mich wiederhole: Voraussetzung für eine Umlage von Betriebskosten ist eine entsprechende Vereinbarung. Gibt es die Vereinbarung, kann nach § 1 Abs. 1 Satz 2 BetrKVdie Arbeitsleistung des Vermieters mit dem Wert angesetzt werden, den ein Unternehmer für die gleiche Leistung netto, also ohne Umsatzsteuer, in Rechnung stellen würde. Der Vermieter kann auch einen Auftrag vergeben und die Kosten, dann einschließlich Unsatzsteuer, umlegen. Dass die Kosten bisher nicht umgelegt wurden, begründet keinen Anspruch der Mieter auf weitere Freistellung.

    Gibt es keine Umlagevereinbarung, wird ohne Änderung der Verträge eine Betriebskostenumlage scheitern.
     
  5. Beluga

    Beluga Erfahrener Benutzer

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    Tatsache ist:
    Es sind teilweise schriftliche Verträge ohne Umlagevereinbarung vorhanden;
    und teilweise nur mündliche Verträge abgeschlossen worden.
    Selbst bei mündlichen Verträgen wurden die Gartenpflegekosten seit Jahrzehnten nicht auf Mieter umgelegt.

    D.h. Die Verträge müssen geändert werden.
    Man pflegt den Garten einfach eine Zeitlang nicht mehr, dann spicht man die Mieter über die Vertragsänderung an.
     
  6. MarQi

    MarQi Erfahrener Benutzer

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    also das haus gehört meiner oma und meine eltern verwalten es. ich versuche ihnen halt klar zumachen, dass es total umsonst ist, dass sie sich im sommer jedes wochenende dort hinstellen und sich um den garten kümmern für lau! meine oma möchte das ich das haus mal übernehme und ist indirekt sauer auf mich, weil ich klipp und klar gesagt habe ich werde dort nicht eine blume gießen. ^^ naja... ich hab mich jetzt mal durch die ordner gekämpft. es existieren 4 schriftliche mietverträge und 2 mündliche (bzw es gibt halt nix schriftliches) in den 4 existierenden sind die betriebskosten aufgeführt allerdings steht nichts von gartenpflege drinnen nur schornsteinfeger strom allgemein und sonst halt alles aber nix wegen garten...
     
  7. #6 lostcontrol, 30.12.2008
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    steht denn in den mietverträgen etwas bezüglich der gartenNUTZUNG?
     
  8. MarQi

    MarQi Erfahrener Benutzer

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    nein kein wort. der MV hat stolze 4 seiten ^^ muss ich mehr dazu sagen...
     
  9. #8 lostcontrol, 30.12.2008
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    hm. also unabhängig von der rechtlichen lage würde ich dann doch versuchen den mietern klarzumachen, dass das recht zur gartennutzung (selbst wenn es "nur" ein gewohnheitsrecht ist) in direkter abhängigkeit zur gartenpflege steht.
    dass also die mieter entweder die gartenpflege selbst übernehmen müssen oder eben einen entsprechenden gärtner bezahlen müssen, wenn sie den garten weiterhin nutzen möchten.

    (blöd wärs allerdings dann, wenn die mieter dann lieber auf die nutzung verzichten und dein vater oder du den garten weiterhin pflegen müsst.)

    also vielleicht lieber ein bisserl diplomatisch vorgehen...
     
  10. MarQi

    MarQi Erfahrener Benutzer

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    denke schon, dass die mieter es einsehen, den garten mit zu pflegen. sie feiern ja auch oft genug und haben ihren ganzen krempel da rumfliegen.
    das problem ist halt mein papa und meine oma. meine mama sieht das so wie ich und rührt drüben im garten keinen finger aber meine oma ist halt der meinung ihr gehört das ganze wir haben uns darum zu kümmern und das war schon immer so und das muss ordentlich aussehen... blablabla und ich könnte ja auch dazuhelfen..." spricht ja auch gar nichts dagegen nur deswegen kann man sich das ja trotzdem auch bezahlen lassen oder? sind halt langjährige mieter mit denen teilweise ein freundschaftliches verhältnis besteht, da ist die hemmschwelle dementsprechend größer.
    wie sieht das aus mit den gartengeräten so wie rasenmäher? bei uns ist alles vorhanden und in einem schuppen. wie regelt man dass dann wenn die mieter sich um den garten kümmern? bekommt dann jeder einfach so nen schlüssel für den schuppen? was ist wenn was geklaut wird?
     
  11. #10 lostcontrol, 30.12.2008
    lostcontrol

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    klingt schwer nach dringend notwendigem familienrat.
    im endeffekt müsst ihr euch da irgendwie einigen.
    und omi ist NICHT diejenige, die da arbeiten sollte, schon garnicht umsonst.
    papa wirds schon einsehen, dass er sich wenigstens bezahlen lassen sollte.
    davon abgesehen: irgendwann KANN papa das garnimmer. und seine bandscheiben oder knie oder sonstige altersgefährdete körperteile sollten dir heilig sein.

    p.s.: ich konnte meinem vaddr immerhin irgendwann mal klarmachen, dass er, wenn er's schon nicht lassen kann, er seine knochen wenigstens fürs EIGENE wohl schinden sollte.
     
Thema: Eigentümer hat keine Lust mehr auf Gartenpflege
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