Eigentümer zahlt Nebenkosten nicht

Diskutiere Eigentümer zahlt Nebenkosten nicht im WEG-Verwaltung Forum im Bereich Wohnungseigentum; Hallo an alle, ich bin seit 1,5 Jahren Eigentümer in einer WEG und habe folgende Frage: Ein anderer Eigentümer zahlt die Beiträge (monatliche...

  1. #1 Hamburg 2018, 30.12.2017
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    Hallo an alle,

    ich bin seit 1,5 Jahren Eigentümer in einer WEG und habe folgende Frage:

    Ein anderer Eigentümer zahlt die Beiträge (monatliche Nebenkosten) seit 2 Jahren nicht auf das eingerichtete WEG-GIrokonto mit dem Hinweis, dass das von allen anderen unterschriebene Protokoll der letzten Eigentümerversammlung nicht an ihn per Post übersandt worden ist......

    Das erwähnte Schreiben ist per Post an diesen versendet worden - allerdings ohne Nachweis (also nicht per Einschreiben).

    Kann er die Zahlungen einfach zurückhalten?

    Gruß und guten Rutsch
     
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  3. #2 immobiliensammler, 30.12.2017
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    Nein, kann er mit dieser Begründung wohl nicht. Was unternimmt der Verwalter, hier besteht ja auch die Gefahr der Verjährung.
     
  4. #3 Hamburg 2018, 30.12.2017
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    Danke! Wie lange ist die Verjährungsfrist?
     
  5. #4 immobiliensammler, 30.12.2017
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    3 Jahre, wobei es darauf ankommt, wann die Verjährung beginnt. Bei Hausgeldzahlungen wohl mit der Fälligkeit der Zahlung, also meiner Rechsauffassung nach sind alle Hausgeldrückstände aus dem Jahr 2014 und früher morgen abend verjährt. Wenn es Nachzahlungen sind kommt es wohl auf das Datum des Beschlusses zur Fälligstellung an.

    Wobei es für die WEG ja egal sein kann, wenn der Verwalter hier die Verjährung nicht wirksam unterbrochen hat dann ist es ein Fall für dessen Haftpflichtversicherung! Die WEG kommt also auf jeden Fall an ihr Geld.
     
  6. #5 Fischlaker, 30.12.2017
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    Zitat : Ein anderer Eigentümer zahlt die Beiträge (monatliche Nebenkosten) seit 2 Jahren nicht auf das eingerichtete WEG-GIrokonto mit dem Hinweis, dass das von allen anderen unterschriebene Protokoll der letzten Eigentümerversammlung nicht an ihn per Post übersandt worden ist……

    Das ist Blödsinn , was er da sagt. Mich würde interessieren : Was hat der Verwalter inzwischen gemacht ? Das sicherlich seit über einem Jahr laufende Mahnverfahren/ Mahnbescheidverfahren hat welches Ergebnis ? Hat der Gerichtstermin schon stattgefunden ? Oder kann es sein, das noch nichts passiert ist ?
     
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  7. #6 Immofan, 30.12.2017
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    Aber nur wenn die ETG bei der ETV dem Verwalter keine Entlastung erteilt hat, oder?
     
  8. #7 immobiliensammler, 30.12.2017
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    Kommt darauf an würde ein Anwalt sagen. Die Entlastung kann sich ja nur auf die Tatsachen beziehen, die den Eigentümern auch bekannt waren, und der Verwalter wird wohl kaum erklärt haben, dass er hier Ansprüche hat verjähren lassen. Außerdem wäre die Frage, zu welchem Zeitpunkt konkret die Verjährung eingetreten ist, erst dann ist der Fehler ja entstanden (wenn wir z.B. 2014 nehmen dann wäre aktuell ja noch eine Verjährungsunterbrechung möglich (der Verwalter müsste halt schnell bis 31.12., 23.59 Uhr zum Nachtbriefkasten des Gerichts fahren), also wäre der Fehler erst am 01.01.2018 entstanden), erst danach könnte ja eine Entlastung erteilt werden.

    Im übrigen bin ich aus der Praxis heraus davon ausgegangen, dass heute wohl niemand mehr einem Verwalter die Entlastung erteilt!
     
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  9. #8 Tobias F, 30.12.2017
    Tobias F

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    Darf ich raten? Ihr habt keinen richtigen Verwalter sondern macht das in Eigenregie?
     
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  10. Duncan

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    naja, also wird die Abrechnung diesem ET ab sofort mittels Gerichtsvollzieher zugestellt und ggf. dass Mahnverfahren eröffnet.
    Prüfung der Voraussetzungen des §18 WEG, Zustellung einer entsprechenden Abmahnung mittels Gerichtsvollzieher, ggf. Einberufung einer entsprechenden ET-Versammlung, nachweisbare Zustellung der Einladung an alle ET.
     
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  12. #10 Hamburg 2018, 02.01.2018
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    Danke für Eure Antworten.

    Ja, wir verwalten selbst.

    Es gab ein Protokoll, was jeweils unterschrieben und dann zum nächsten Eigentümer verschickt wurde.

    Beim betreffenden Eigentümer ist es angeblich nie angekommen. Nein, ich habe es nicht nochmal geschickt.

    Kann er die Zahlungen deswegen verweigern?

    Sorry, uns fehlt einfach die Erfahrung.
     
  13. #11 Tobias F, 02.01.2018
    Tobias F

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    Ganz klare Antwort: N E I N.
    Er hat Zahlungen gemäß geschlossenem Haushaltsplan und gemäß beschlossener jährlicher Hausgeldabrechnung zu leisten. Die Zahlungspflicht entsteht nicht mit Zugang des Protokolls, sondern mit der Beschlussfassung.
    Ob ihr jedoch die nötigen Beschlüsse wirklich (rechtlich richtig) gefasst habt kann hier niemand beurteilen.


    Und noch ein kleiner Rat: Sucht euch einen richtigen Verwalter.
     
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