Eigentümergemeinschaft, Dachgeschosswohnung, innen bis 40°C im Sommer

Dieses Thema im Forum "Modernisierung und Sanierung" wurde erstellt von ulrike.leins@t-online.de, 17.11.2014.

  1. #1 ulrike.leins@t-online.de, 17.11.2014
    ulrike.leins@t-online.de

    ulrike.leins@t-online.de Gast

    Hallo zusammen,

    habe heute hier schon viel über Beiratsmitgliedschaft erfahren.... Vielleicht kann mir jemand auch bei dem folgenden Thema helfen: da die Wohnung in warmen Jahreszeiten mit Sonneneinstrahlung fast 40°C innen aufweist , haben wir die große Glasfront und das Dachfenster mit Spezialglas ausgerüstet und eine Spezialvorhang anbringen lassen. (UV und Wärmeabweisung) Das bringt schon mal 10 Grad weniger. Aber man sitzt im "Bunker" und es ist immer noch 30°C in der Wohnung. Die Terrasse ist nicht zu benutzen. Manchmal fast 50°C. Bei Wind kann kein Schirm unbeobachtet geöffnet bleiben und eine Markise kann nicht angebracht werden. Das Dach sei voll in Ordnung! sagt der von der Verwaltung bestellte Dachdecker. Das Haus ist ca. 2000 gebaut oder etwas älter. Kann ich raussuchen, falls das wichtig ist. Bei der EV haben wir jetzt den Antrag gestellt einen Gutachter zu beauftragen bzgl. Dachdämmung. Oder eine Klimaanlage zu genehmigen. Beides lässt die Wogen hoch schlagen, da natürlich keiner es so warm hat wie wir. Wir könnten ja lüften..... Gibt es eine zulässige Temperatur, die Wohnraum überhaupt erreichen darf? Wir könnten ja auch Mieter sein.
    Vielen Dank für eine Rückmeldung
    Ulrike
     
  2. AdMan

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  3. Jobo45

    Jobo45 Erfahrener Benutzer

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    Wie lautet denn der Antrag bzw. wer soll denn die Kosten für den Gutachter bzw. die Kosten für die Klimaanlage übernehmen?
    Denn wenn die WEG das übernehmen soll kann ich verstehen, dass die Wogen hochschlagen.
    Was soll denn der Gutachter feststellen, bzw. willst Du einen versteckten Mangel gegenüber dem Erbauer einklagen? Es wird bestimmt DIN bzw EN Normen geben wie ein Dach herzustellen ist und vermutlich wurden diese auch eingehalten, aber deshalb kann es trotzdem zu warm werden.
    Was hat Deine Aussage "auch Mieter sein zu können" mit der Temperatur zu tun? Willst Du irgend welche Zahlungen "mindern"?
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass auf Deiner Terasse kein Platz für ein Außenmodule von Splitgeräten Klimaanlage ist, dass die WEG diese Kosten nicht übernimmt könnte ich verstehen.
     
  4. #3 BHShuber, 18.11.2014
    BHShuber

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    oioioi

    Hallo,

    ja gibt es bitte das hier lesen:

    Mietrecht: Hitze und die Folgen

    http://www.baulinks.de/webplugin/2011/0023.php4

    Wenn es in der Wohnung zu heiß wird … | Mietrecht & Wohnungseigentumsrecht

    Was die Klimaanlage angeht, wenn die Eigentümergemeinschaft dafür aufkommen soll ist das immer ein Geschrei, besser selber bezahlen ABER:

    Vorher eine Genehmigung der Eigentümergemeinschaft einholen, denn wenn sich davon jemand gestört fühlt, kann er aufgrund seines Individualanspruches gleich selber die Entfernung der Klimaanlage verlangen, dies muss nicht unbedingt von allen Miteigentümern ausgehen.

    Gruß

    BHSHuber
     
  5. #4 Papabär, 18.11.2014
    Papabär

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    Also so wie ich das verstehe, soll begutachtert werden, dass es windig ist. So einfach möchte ich mein Geld auch mal verdienen.

    Schon mal über ein Tarp nachgedacht?
     
  6. GSR600

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    Es ist doch bekannt das DG Wohnungen wärmer werden gerade im Sommer.

    Ist hier nicht auch gekauft wie gesehen?
     
  7. #6 Papabär, 18.11.2014
    Papabär

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    Jepp ... es sei denn, dass eine andere Eigenschaft zugesichert wurde.

    Einen Verweis auf Mieteransprüche halte ich hier grundsätzlich für wenig zielführend - allerdings muss ich zugeben, dass ich mir die verlinkten Seiten jetzt auch nicht angeschaut habe.
     
  8. #7 BHShuber, 18.11.2014
    BHShuber

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    Hallo,

    die verlinkten Seiten gelten sowohl als auch für Mieter, Eigentümer, Büro u. Wohnverhältnisse.

    Gruß

    BHSHuber
     
  9. Andres

    Andres
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    Nein.

    Das Mietrechtslexikon behandelt Mietrecht und zitiert hier noch ein Urteil zu Büroarbeitsplätzen. Trotzdem ist das insgesamt interessant: War denn im hier vorliegenden Fall die Temperatur von 26 °C überhaupt an mehr als 45 Tagen im Jahr überschritten? Und lässt sich das nachweisen?

    Im zweiten Link kann ich gar nichts zum Thema Hitze erkennen, es geht dort um Kälte und Heizungsausfall. Zwar wird dort das Rechtsverhältnis zwischen Mieter, Eigentümer und Eigentümergemeinschaft etwas beleuchtet, aber das ist für diesen Fall hier gar nicht relevant.

    Im dritten Link geht es nach der Überschrift gar nicht mehr um Wohneigentum. Fällt also komplett aus.


    Sofern man hier über die Gemeinschaft (und auf deren Kosten!) etwas erreichen möchte, ist zunächst einmal ein Mangel nachzuweisen. Dessen Beseitigung könnte man dann im Rahmen ordnungsmäßiger Verwaltung einfordern. Dass es in einem Glashaus auf dem Dach im Sommer heiß wird, ist aber kein Mangel. Es wäre also der konkrete Nachweis zu erbringen, was hier falsch läuft.

    Ansprüche an den Bauträger dürften inzwischen verjährt sein.

    Damit drängt sich die Vermutung von GSR600 geradezu auf: Das Problem hätte von Anfang an bekannt sein können und stellt keinen Mangel dar.

    Also sollte man sich lieber über praktikable Lösungen Gedanken machen: Für die Terasse ein Sonnensegel, für die Wohnung eine Klimaanlage.

    Dass die Gemeinschaft von der Idee, für eure Klimaanlage aufzukommen, nicht besonders begeistert ist, sollte nicht großartig überraschen. Statt einer Lösung für das ganze Haus, die den meisten Eigentümern kaum nutzt, würde ich mich lieber um die Zustimmung für den Einbau eines eigenen Splitgeräts für eure Wohnung kümmern. Vorsicht: Wenn die Wohnung sich wirklich auf 30+ °C aufheizt, geht das ins Geld. Der Aufstellort des Inverters sollte außerdem sorgfältig gewählt werden, damit er die anderen Eigentümer und Nachbarn nicht belästigt. Daraus können sich im Extremfall sogar Beseitigungsansprüche ergeben.
     
  10. #9 ulrike.leins@t-online.de, 18.11.2014
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    ulrike.leins@t-online.de Gast

    Dachgeschosswohnung innen bis 40°C im sommer

    Danke für die Antwort,
    wenn es einen Gutachter gibt, dachte ich schon, dass die Gemeinschaft das übernimmt. Dass die EG die Kosten der Klimaanlage übernimmt, davon war nicht die Rede. Die EG will aber garn nichts machen. auch nicht die Klimaanlage genehmigen. Ich bin immer dafür einen Kompromiss zu finden und nicht auf Konfrontation eingestellt. Es muss doch eine Lösung geben, die alle zufriedenstellt: keine hohen Zusatzkosten und ein Eigentümer der nicht zerfließt. Das scheint aber nicht der Normalfall zu sein. Man muss sich mal vorstellen, wir ziehen dort aus, wegen der zu hohen Temperaturen im Sommer. Und dem Mieter wird es zu heiß. Watt nu??
    Im Moment "kalter" Gruß
    Ulrike
     
  11. #10 Tobias F, 18.11.2014
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    Hat die Gemeinschaft denn beschlossen einen GUtachter auf Kosten der Gemeinschaft zu beauftragen?
    Wenn dies nicht beschlossen wurde gibt es auch keinen Grund für die Gemeinschaft hier irgendwelche Kosten zu übernehmen.
     
  12. #11 ulrike.leins@t-online.de, 18.11.2014
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    Nein noch nicht. Das wollen wir ja evtl. ! erreichen in der EV!
     
  13. #12 ulrike.leins@t-online.de, 18.11.2014
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    Ach und noch was: der Gutachter soll nur feststellen ob das Dach nur bei uns nicht mehr optimal gedämmt ist. Kann ja sein, dass unter dem Dach etwas "passiert" ist wegen der großen Hitze. Offensichtlich ist es ja nur bei uns zu heiß, obwohl es noch 4 weitere Wohnungen unter dem Dach gibt........tja man wartet halt immer bis ein Anderer sich in die Nesseln setzt..... Wir würden sogar eine neuen Dämmung über unserer Wohnung selbst bezahlen, wenn das etwas bringt. Hier geht es nicht darum Kosten zu verursachen und auf andere zu schieben. Hier ist eine Lösung gefragt.
     
  14. #13 Aktionär, 18.11.2014
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    Wenn ihr insbesondere diesen Punkt genau so kommuniziert, dann kann die Gegenwehr eigentlich nicht besonders groß ausfallen.
    Gut, es kann immer Eigentümer geben, die anderen nicht das Schwatte unterm Nagel gönnen wie man bei uns so schön sagt, selbst, wenn es sie persönlich keinen Cent kostet, aber das wollenw ir hier mal nicht annehmen.
    Kommuniziert euer Problem, macht einen Lösungsvorschlag und stellt klar, das ihr die Kosten trägt, weil es für euch eine Verbesserung in eurer Wohnung geben soll.
     
  15. #14 Bungalow, 18.11.2014
    Bungalow

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    Wir hatten das Thema vor drei Jahren auch in der Eigentümerversammlung, weil eine Eigentümerin (nicht Dachgeschoss, sondern eine Etage tiefer) ein Split-Klimageräte installieren wollte. Als sie dies vorbrachte, waren auch nicht alle anderen spontan begeistert. (Besonders kritisch sah das ein Kapitalanleger, soll heißen nicht Selbstnutzer, der zudem im Ausland lebt)

    Es wurde dann besprochen, dass sie von der Fachfirma einen Nachweis beibringen solle, dass das anzuschaffende Gerät das gesetzlich normierte Lautstärkemaximum für Wohngegenden nicht überschreitet. Nachdem der Nachweis vorlag, wurde der Einbau gestattet unter der Maßgabe, dass die Gemeinschaft von jeglichen Kosten und der Haftung freigestellt wird. Das ist jetzt drei Jahre her und Beschwerden gab es bislang keine.

    Falls ihr die Klimagerätlösung anstreben solltet, würde ich mich einfach mal nach den Dezibelwerten erkundigen (m. E. gibt es heute Geräte, die nicht lauter sind als ein Kühlschrank). Ich habe selbst leider (!) bislang keine eigenen Erfahrungen mit solchen Geräten, aber vielleicht muss man die Teile ja gar nicht die ganze Nacht laufen lassen, sondern es reicht, dies in den Abendstunden zu tun. Einfach mal beraten lassen, um gute Argumente an der Hand zu haben, die Eigentümergemeinschaft doch noch zu überzeugen.
     
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