Eigentümerversammlung online - Kostenerstattung für die Hausverwaltung

Diskutiere Eigentümerversammlung online - Kostenerstattung für die Hausverwaltung im Eigentümerversammlung Forum im Bereich Wohnungseigentum; Hallo, bei der letzten Eigentümerversammlung wude angesprochen, ob und wie man an der Versammlung auch online teilnehmen kann. Laut §23 Abs. 1...

braut

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Hallo,

bei der letzten Eigentümerversammlung wude angesprochen, ob und wie man an der Versammlung auch online teilnehmen kann.

Laut §23 Abs. 1 Satz 2 WEG kann die Teilnahme dank Corona nun auch online erfolgen.

Die Hausverwaltung schlägt dazu vor:
* Rederecht für online-Teilnehmer
* kein Stimmrecht online
* nur Ton, kein Bild; ggf. nur streamen von Präsentationen (z.B. Powerpoint-Folien)
Das klingt alles recht plausibel, insgesamt relativ restriktiv.

Abgelehnt wird das ganze vor allem wegen der Kostennote des Verwalters. Er will dafür 1000 € für Hard- und Software sowie zusätzliche Verwalterkosten. Dazu kommen 50 €/Teilnehmer.

Wie sind eure Erfahrungen, welche Kosten werden bei euch dafür erstattet?
 
Immofan

Immofan

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Aufpreis für eine Sache die jede ETV ohnehin jährlich durchführen muss?
 

braut

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Aufpreis für eine Sache die jede ETV ohnehin jährlich durchführen muss?
genau - die normale ETV kostet nicht extra, sondern ist bei der normalen Verwaktungsgebühr inbegriffen.

Online-Teilnahme soll extra kosten. Den Kostenansatz dafür finde ich so hoch, dass es mir so vorkommt, als würde der Verwalter das eher abwürgen wollen. Aber mir fehlen dafür Erfahrungswerte.
 

klinkerstein

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Ich würde einfach Mal fragen, wie das technisch umgesetzt ist.
Mit einem eigenen Server, einem Dienstleister der den Server betreut und Schulungen passt die Kostenstruktur.

Allerdings gehe ich nicht davon aus, dass eine Hausverwaltung das entsprechend versiert angeht. Bei Microsofts Teams bzw Office365 kostet ein Mitarbeiter der Hausverwaltung circa 10€/Monat da ist aber auch Excel, Cloud-Speicher und Word dabei. Wäre also irgendwie auch nicht fair, diese Kosten komplett an die Eigentümer weiterzugeben.

Und gratis Lösungen gibt es auch oder für wenige Euro/Monat gibt es durchaus auch brauchbare Software als Mietlösung.

Und Hardware: wenn man sich für eine gemietete Lösung entscheidet, braucht man nur Headset und Kamera, da reichen 300€
 

braut

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Bei der vorgeschlagenen Lösung, ohne Videoübertragung, reicht das normale Laptop, das man für die Beamer-Präsentation ohnehin dabei hat, und WLAN-Zugang oder notfalls Datentarif, falls Empfang reicht.

Das Streamen kann man über diverse kommerzielle oder kostenlose Dienstleister vornehmen. Ob einem dafür Skype oder Zoom reicht oder man aus Datenschutzgründen YuLinc o.ä. benutzen muss, das wäre noch zu klären.
 

Newbie15

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Sehe ich es richtig, dass es um ein Hybrid-Meeting gehen soll? Also vor Ort und auch online? Wenn ja, weiß ich aus anderen Bereichen, dass das leider deutlich teurer von der digitalen Infrastruktur ist als entweder-oder. Oder nur zuhören ohne Redemöglichkeit online. Aus diesem Grund müssen wir uns da in unserem Bereich auch entscheiden, welche Variante wir zukünftig wählen, weil Hybrid einfach zu teuer und aufwändig ist. Dazu muss man vermutlich jemanden extra für die Online-Moderation abstellen, der dort die Wortmeldungen im Auge behält. Der arbeitet auch nicht kostenlos und als Verwalter sowohl alle im Raum als auch im Stream im Auge zu haben, ist nur bis zu sehr begrenzten Teilnehmerzahlen möglich.

@klinkerstein: die kostenlosen Programme darf man auch zu gewerblichen Zwecken nutzen? Oft ist genau das nicht erlaubt, kostenlose Software gibt es ja in vielen Bereichen, aber meist nur für die private/nicht-kommerzielle Nutzung.
 

braut

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Richtig, es geht um Hybrid.

Ich mache das jede Woche, ohne besondere Probleme.

Die kostenlose Nutzung für gewerbliche Zwecke ist allerdings ein berechtigter Einwand.

meet.google.com scheint auch kommerziell erlaubt zu sein und bietet bis zu 100 Teilnehmer. Ich glaube, die kostenlose Version erlaubt aber nur 1 Stunde.

Was gibt es auf deutschen Servern oder Alternativen?

Dass ein zweiter Beisitzer sich um Wortmeldungen kümmern sollte, das ist sinnvoll. Aber IMHO muss das nicht sein.
 

braut

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Zum Thema Datenschutz verweise ich mal auf https://www.datenschutz-berlin.de/f...liche_zu_Anbietern_Videokonferenz-Dienste.pdf

Laut der Berliner Datenschutzbauftragten Maja Smoltczyk bekommen nur folgende Programme ein grünes Signal:
 
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