Eigentumswohnung geerbt, was nun?

Diskutiere Eigentumswohnung geerbt, was nun? im WEG - Allgemeine Fragen Forum im Bereich Wohnungseigentum; Hallo zusammen, durch ein unglückliches Ereignis bin ich zu einer Eigentumswohnung in Münchner Pendelanbindung/Reichweite (40km Route bis zur...

  1. #1 MSPaintProfi, 19.09.2018
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    Hallo zusammen,

    durch ein unglückliches Ereignis bin ich zu einer Eigentumswohnung in Münchner Pendelanbindung/Reichweite (40km Route bis zur Altstadt) gekommen. Leider habe ich keine Erfahrung mit der Vermietung und befinde mich selbst auch eher am anderen Ende Deutschlands. Die Wohnung wurde 2014 gebaut und bringt, wenn man Vergleichswerten trauen darf, ca. 700 € Kaltmiete ein.

    Wie kann ich hier als Laie vorgehen, bzw. wer kann einen hier beraten? Gibt es Dienstleister, die die Verwaltung der Wohnung komplett übernehmen können?

    Besten Dank :)
     
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  3. #2 immobiliensammler, 19.09.2018
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    Solche Dienstleister gibt es, die nennen sich "Hausverwaltung" - Du solltest Dich aber fragen, ob - je nach Deiner Lebenssituation - bei dem derzeit völlig überhitzten Markt nicht ein Verkauf die bessere Lösung wäre.
     
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  4. Pitty

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    Mein Beileid erst einmal.

    Ich würde mich an ortsansässige Hausverwaltung wenden. Das Haus müsste eigentlich auch eine Verwaltung haben. Dort würde ich zuerst einmal nachfragen.

    Viel Erfolg.
     
  5. #4 Hannoveraner, 19.09.2018
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    Der Anlass des Erbes tut mir leid. Ich kann dir nur sagen, was meine Freundin vor den Kauf getan hätte, was sie nicht so wirklich getan hat.
    Meine Freundin hat zwar nicht geerbt, aber eine gekauft. Unser Thema, Verwaltung Eigentumswohnung. Was wir herausgefunden habe stelle ich erst einmal so dar, wie wir es verstanden haben.
    In den meisten Fällen gibt es bereits eine Hausverwaltung. Die verwaltet als Grundleistung das Gemeinschaftseigentum. Also bekommt z.B. 25 € pro Monat (habe ich noch nicht nachgefragt was sie zahlt) von jedem Eigentümer als Vergütung.Alle anderen Leistungen sind Sonderleistungen gesondert im Verwalter-Vertrag geregelt sind. Da bekommst du eine Jahresabrechnung.

    Wenn du vermietest kannst du mit der Verwaltung gegen Bezahlung bestimmt Leistungen die du von Ihnen möchtest vereinbaren. Die Jahresabrechnungen (Betriebskostenabrechnung) sind schon mit der Grundvergütung abgegolten. Einnahmen-Ausgabenrechnung. Dann erstellen sie den Wirtschaftsplan. Auch nicht die Welt. Sie schauen was an Betriebskosten anfällt, ob Reparaturen anstehen oder sonst was. Dann wird ausgerechnet was monatlich an Vorauszahlungen zu leisten ist. Dazu kommt die monatliche Voraus- Zahlung für die Instandhaltungsrücklage. Auch muss er einmal im Jahr eine Objektbegehung machen.Als Leistung die du gesondert bezahlen musst könntest du z.B. eine Begehung deines Sondereigentums vereinbaren.
    Du gehörst jetzt zu einer Eigentümergemeinschaft. Um finanzielle Risiken vorzubeugen solltest du die einwenig damit beschäftigen. Mit den Rechten hast du nun auch Pflichten der Gemeinschaft gegenüber.
    Als erstes würde ich dir empfehlen, bevor du als neuer Eigentümer den Vertrag unterschreibst:
    1. Lass den Verwalter-Vertrag von einem Rechtsanwalt prüfen (kostet nicht die Welt) bevor du als neuer Eigentümer unterschreibst. Die beste Investition.
    Oft enthalten Verwalter-Verträge unwirksame Klauseln die dich (bzw. die Wohnungseigentümergemeinschaft z.d. du nun gehörst) in den Kompetenzen einschränkt. Was im WEG-Recht nicht so vorgesehen ist und auch nicht im BGB in den Gesetzen zum Verbraucherschutz.
    Besonders wenn dort Befreiung von § 181 BGB steht, sollten die Alarmglocken klingen.

    2. Schau in die Beschluss-Sammlung und nach eventuellen Gerichtsurteilen die anhängig sind.
    Führung einer Beschluss-Sammlung ist gesetzliche Pflicht des Verwalters z. mind. Seit 2007. Dort stehen alle Beschlüsse die jedes Jahr in der jährlichen Eigentümerversammlung beschlossen wurden. Da kannst du sehr viel über die Wohnungseigentumsgemeinschaft erfahren. Auch ob großen Instandsetzungs-Instandhaltungsarbeiten anstehen usw. Die Beschluss-Sammlung musst du aber im Büro des Verwalters einsehen. Nette u. gute Verwalter senden sowas bei Kostenübernahme auch zu. Macht einer das, hört sich Verwalter schon mal gut an. Wenn du nun an so einer Versammlung nicht teilnehmen kannst, kannst du am nächsten Tag diese Beschlüsse sofort einsehen. Damit brauchst du nicht mehr auf ein Protokoll zu warten und hast den Vorteil- wenn du einen Beschluss anfechten willst Anfechtungsfrist 4 Wochen kannst du schnell handeln.

    3. Schau in die Gemeinschaftsordnung (Teilungserklärung)
    Die Gemeinschaftsordnung auch umgangssprachlich Teilungserklärung genannt.
    Die Gemeinschaftsordnung gehört zu einer Immobilie von Wohnungseigentum.Wird von Eigentümer zu Eigentümer weitergegeben.
    Dort findest du erstens, alle Rechte u. Pflichten die du gegenüber der Gemeinschaft hast, auch die Rechte u. Pflichten der Verwaltung. Und zweitens was dein Sondereigentum ist und was zwingend Gemeinschaftseigentum ist. Für Gemeinschaftseigentum hast du alle Kosten anteilig deines Eigentumsanteils mit zu tragen. Dein Anteil ist dort geregelt.Für dein Sondereigentum natürlich alles.

    4. Wohnungseigentum Gesetz: Diese Gemeinschaftsordnung unterliegt erst einmal dem Wohnungseigentum Gesetz. (WEG) kann aber soweit es das Gesetz zulässt, in der Gemeinschaftsordnung abgeändert werden oder worden sein.

    5. Gesetze zum Verbraucherschutz im BGB: Wenn mur ein Eigentümer in deiner Wohnungseigentumsgemeinschaft (auch abgekürzt mit WEG) ist, treffen die auch für dich zu. Z.B. wichtig bei Verwalter-Verträgen die Klauseln dort unterliegen dem Gesetz.
    6. Instandhaltungsrücklage- und Konten einsehen: Jede WEG müsste eine Instandhaltungsrücklage haben. Also ein gesondertes Konto auf dem ein durch Beschluss der WEG festgeleter Betrag jährlich eingezahlt wird um größere Instandhaltungen am Gemeinschaftseigentum durchführen zu lassen.

    Also, wenn das eine gute WEG ist und einen guten Verwalter hat ist das Vermieten kein Problem und Magler verdienen doch gerne Geld. Beschäftige mich erst kurz mit WEG die Experten könnten dir mehr darüber sagen.
    :156:
     
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  6. #5 Hannoveraner, 19.09.2018
    Zuletzt bearbeitet: 19.09.2018
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    Ps hatte ich vergessen. würde ich dir unbedingt raten
    7. Verwaltungsunterlagen Einsicht: Du hast als Wohnungseigentümer das Recht in alle Vewaltungsunterlagen, (Jahresabrechnungen, Konten, Rechnungen, Instandhaltungsrücklagen-Konto uws. einzusehen. Du darft in alle Unterlagen einsehen, auch alle Abrechnungen der anderen Wohnungseigentümer, alledings hast du nur das Recht zur Einsicht im Büro des Verwalters. Es gibt in einer WEG keinen Datenschutz. Lass dir das vom Verwalter nicht einreden. So kannst du sehen ob Rückstände an Hausgeldzahlungen sind.
    Hausgeldzahlung= Betriebskosten usw. ach so, vorsicht es soll noch Verwalter geben die ein Treuhandkonto führen. Ist verboten, wird aber gemacht. Vorsicht vor solchen Verwaltern die können sich mit der Instandhaltungsrücklage vom Acker machen wie mein Freund sagt. Es muss ein Fremdkonto sein.
    Also Es gibt 2 Konten: Fremdgeldkonto für Instandhaltungrückalge

    Girokonte für laufende Kosten (Betriebskosten)

    8. Es ist zwar am Anfrang ein bischen viel Arbeit aber es lohnt sich. Du hast einen Überblick was auf dich zu kommt. Oft wollen Verwalter das verhindern. Den Grund kannst du dir vieleicht denken wenn z.B. von § 181 BGB befreit ist.

    Befreiung von § 181 BGB. Eine Befreiung von §181 BGB ist verboten, mit gutem Grund.
    Das Gesetz sagt, nur wer von §181 BGB befreit ist, kann solche Geschäfte wie Kommissionsgeschäfte machen. Unter anderem auch Öl günstig einkaufen und es an eine WEG mit Gewinn weiterverkaufen. Davor möchte der Gesetzgeber den Verbraucher schützen.
    Das dumme daran ist, das wenn so ein Geschäft vom Verwalter getätigt wurde ist es in der Jahresabrechnung nicht zu erkennen. Das kannst du nur wenn du Rechnungen usw. einsiehst. Die meisten Eigentümer winken die Abrechnungen regelmäßig ab und merken nicht wie dumm sie sind.

    Verwalter Entlastung: Wenn er Entlastet ist, verzichtest du auf alle Ansprüche.Der Verwalter hat zwar ein Recht zur Aufnahme seines Tages Ortnungs Punktes kurz TOP aber er hat keinen gesetzliche Anspruch auf Entlastung. Meist steht dieser TOP als erstes Punkt. Jetzt frag dich mal warum?
     
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Thema: Eigentumswohnung geerbt, was nun?
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