Eigentumswohnung ohne wirklichen Eigentümer !??!

Dieses Thema im Forum "WEG - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von Skygirl237, 06.03.2008.

  1. #1 Skygirl237, 06.03.2008
    Skygirl237

    Skygirl237 Erfahrener Benutzer

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    Hallo liebe Forumnutzer,

    also es geht mir um eine ETW, deren Eigentümerin im Mai 2005 verstorben ist.
    Die "direkten Erben" (->Söhne) haben das Erbe ausgeschlagen.
    Nun wurden ewig und 3 Tage nach möglichen Erben gesucht und siehe da....Ende letzten Jahres (2007!) waren nun 5 Leutchens als Erben ermittelt.
    Diese wurden mir vom Nachlassgericht mitgeteilt und ich habe Sie angeschrieben.....ohne jegliche Rückmeldung.
    Einer davon ist bereits wieder verstorben....!
    Und ich weiß nicht, ob die das Erbe tatsächlich annehmen wollten oder einfach die Ausschlagungsfrist haben verstreichen lassen und somit Miterbe geworden sind. Aber dies spielt für mich ja keine Rolle; Erbe ist Erbe!
    Auf jeden Fall reagieren 4 der 5 Erben nicht.
    Einer ist schon sehr bemüht, will auch den Erbschein beantragen und die Wohnung selbst nutzen bzw. vermieten. Aber er alleine kann eben nicht viel tun.....!
    Es ist ja auch so, daß von der Wohnung eine Gefahr ausgeht, denn alle Medien sind abgeklemmt und bei Frost kann man nicht ausschließen, daß sich da ein Schaden ereignet.
    Auch zahlt keiner der Erben in den Rücklagefond ein und auch auf den Nebenkosten bleiben die übrigen Eigentümer sitzen (wie Versicherung etc.).
    Was können wir denn noch tun, um die Erben wachzurütteln? Hat der eine sich bemühende Erbe denn alleine gar keine Chance?

    Wären Mahnbescheide bezüglich der Außenstände möglich? Aber am Ende bleiben wir auch wieder auf diesen kosten sitzen.....!
    Wir sind ziemlich ratlos.....! Kann uns jemand weiterhelfen???
    Danke....Skygirl23
     
  2. AdMan

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  3. RMHV

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    Selbstverständlich, man muss nur wissen, gegen wen man das Mahnverfahren betreiben will.

    Dieses Risiko besteht fast immer.

    Die Möglichkeiten der Eigentümergemeinschaft reichen vom gerichtlichen Mahnverfahren über die Eintragung einer Sicherungshypothek bis zur Entziehung des Eigentums nach § 18 WEG. Nichts davon bringt allerdings ohne Probleme sofort Geld in die Kasse.
     
  4. #3 Skygirl237, 06.03.2008
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    Hallo Danke für die Anwort,
    ja das ist ja unser Problem....gegen wen würde man denn das Mahnverfahren anstreben? Gegen alle Erben zu gleichen Teilen??? Oder nach Erbanteilen?
    Wobei wir nicht genau wissen, wie die Erbanteile verteilt sind.
    Für mich ziemlich unverständlich warum die Erben werden, wenn sies gar ne wollen.
    Haben wir denn noch andere Möglichkeiten?
    Wie ist die Verfahrensweise bei der Eintragung einer Sicherungshypothek??
    Denn Eigentumsentzug bringt uns ja nicht weiter...mal angenommen, man bekommt dies durch, wer wäre dann der Eigentümer?????
    Bitte um Hilfe!!!
    VlG skygirl237
     
  5. #4 pragmatiker, 06.03.2008
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    lies mal § 1960 BGB und § 1961 BGB. Als WEG (=Berechtigter) Verwalter sollte hier der Antrag auf Nachlasspfleger gestellt werden (Anspruch der WEG auf Hausgeldzahlung).
     
  6. #5 Skygirl237, 06.03.2008
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    Hallo,
    ja es gab einen Nachlassverwalter aber natürlich nur, solange es Nachlass gab, der zu verwalten war.
    Seit die Erben ermittelt sind, wurde dieser "abgesägt". Mir wurde mitgeteilt, dass nun keiner mehr zuständig ist, weils ermittelte Erben gibt.
    Während seiner Amtszeit floss aber auch kein Geld, da die Verstorbene massig Schulden hat und auch die Wohnung noch nicht abbezahlt war/ist.
    Und wenn halt kein Geld da ist, kann er auch nix rausrücken, leider!
     
  7. #6 pragmatiker, 06.03.2008
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    er hätte die wohnung vermieten können und sollen, damit sie nutzen abwirft und die hausgeldkosten gedeckt sind (die werden nämlich sogar in der zwangsvollstreckung hervorgehoben bedient)
    hätte die verstorbene kühe vererbt, hätte der verwalter sie melken lassen müssen.

    wenn ich es eben richtig verstanden habe, ist doch ungewisse, ob der 5. erbe annimmt??? dann kann auch §§1960 f BGB wieder gelten.
     
  8. #7 Skygirl237, 06.03.2008
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    Hallo, hab vielen Dank!
    Nein, alle 5 Erben haben bereits angenommen und die Erbermittlung ist abgeschlossen. Nur einer eben will sich um alles kümmern, ihm sind aber weitestgehend die Hände gebunden, so gan alleine.
    Der Nachlassverwalter meinte immer, er kann nicht mal die Bank bedienen, weil einfach nicht nur null Komma nix sondern einfach nur Schulden da sind.
    Somit konnte er die Whg. nicht räumen lassen, weil dafür kein Geld da war und somit kam auch keine Vermietung in Frage....dies habe ich mehr als oft gehört.
    Die ganze Sache ist so verzwickt und die übrige WEG hat langsam keine Nerven mehr und dies ist natürlich auch mehr als nachvollziehbar, schließlich werdens nun 3 Jahr!
    VlG Skygirl237
     
  9. #8 Vermieterheini1, 06.03.2008
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    Ergänzend zu RMHV:
    Bei so gut wie allem, was ein mustergültiger WEG-Verwalter machen könnte und sollte, braucht er die vorgerige Zustimmung der Eigentümerversammlung.
    Der WEG-Verwalter muss denen klar machen, dass die restlichen Eigentümer auf den Schulden des Verstorbenen (gegenüber der WEG!) sitzen beleiben werden und sich die Schulden auftürmen werden.
    Und alles was der WEG-Verwalter im Auftrag und auf Anweisung der Eigentümerversammlung geht ausschließlich auf das Risiko der restlichen WEG-Miteigentümmer.
    Für die restlichen WEG-Miteiegentümer gilt:
    Also entweder den Schwanz einziehen und sich dumm und dähmlich zahlen oder was sinnvolles und zielführendes entscheiden.
     
  10. #9 pragmatiker, 06.03.2008
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    wenn alle 5 erben bekannt sind und angenommen haben und nur einer quertreibt verstehe ich nicht, warum die anderen (einer würde übrigens schon reichen) nicht antrag teilungsversteigerung stellt ???

    der WEG verwalter sollte die klageeinreichung für ein gerichtsverfahren auf die TO setzen und von den eigentümern beschließen lassen.

    oder wäre das vielleicht sogar ein geschäft der ordnungsgemäßen verwaltung, die forderungen durch eine klage beizutreiben ?? (wie siehst du das RM?) und daher ohne beschluss durchzuführen ?
     
  11. RMHV

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    Hausgeldeinzug ist Verwalteraufgabe und bedarf keiner Beschlussfassung. Ich würde sicher nicht wegen einem Mahnverfahren eine Eigentümerversammlung abhalten wollen. Wenn es allerdings zum Prozess kommt, wird man den Einzelfall sehen müssen. Je nach Streitwert können die Kosten können eine beträchtliche Höhe erreichen. Irgendwann wird sicher ein Punkt erreicht sein, wo man die Eigentümer entscheiden lassen sollte, ob sie Geld ausgeben möchten oder ob ihnen das Kostenrisiko zu hoch ist.
     
  12. #11 Skygirl237, 07.03.2008
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    Hallo,
    ihr habt da was falsch verstanden.
    Es sind zwar 5 ermittelte Erben aber 4 davon tun so, als ob sie das nix angeht und nur einer hat wirkliches Interesse daran, die Sache zu klären. Kann aber alleine eben nicht viel machen.
    Also ich weiß noch immer nicht gegen wen ein eventuelles Mahnverfahren zu richten ist? Gegen alle zu gleichen Teilen?
    Und wie verfährt man bei der Eintragung einer Sicherungshypothek???
    Danke, Skygirl237
     
  13. #12 Vermieterheini1, 07.03.2008
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    Hallo Skygirl237,

    schaue mal in deine privaten Nachrichten!

    Wenn die 5 Erben sich nicht einigen können (und schon ein EinigungsVERSUCH kann einige Monate! dauern), dann blockieren sie sich gegenseitig.
    Dass einer der 5 anteiligen Erben (der einzige Willige) die gerichtliche Erbauseinandersetzung bzw. Teilungsversteigerung beantragen soll, ist leicht gesagt. Wenn die Schulden (wie von Skygirl237 abgeführt) in etwa der Erbmasse entsprechen, wenn nicht sogar mit den aufgelaufenen Schulden gegenüber der WEG überschreiten, dann wird der eine Willige dazu wenig Lust haben.
    "Hat der eine sich bemühende Erbe denn alleine gar keine Chance?"
    <= Nur über das Gericht und das kostet sein Geld.
    Bis ein vollstreckbares Urteil vorliegt, kann es leicht bis zu einem Jahr dauern.
    Und was haben die restlichen WEG-Miteigentümer von so einer Erbauseinandersetzung bzw. Teilungsversteigerung? Unmittelbar und direkt absolut gar nichts, denn dadurch kommt kein Geld in die Kasse.

    Ob eine Sicherungshypothek die restlichen WEG-Miteigentümer irgendwann in ferner Zukunft weiterbringen könnte, kann ich mangels Fakten nicht bewerten.
    Auch hier gilt: Kurz und mittelfristig kommt dadurch nichts in die Kasse.
    In wie weit es für die restlichen WEG-Miteigentümer sinnvoll ist mit weiteren Kosten die aufgelaufenen Schulden gerichtsfest zu sichern, kann ich mangels genauer Infos von Skygirl237 nicht beurteilen.

    "Denn Eigentumsentzug bringt uns ja nicht weiter"
    <= Das siehst du völlig falsch!
    Meiner Meinung nach sind alle Rückstände bis zur irgendwann mal erfolgenden Zwangsversteigerung, genauer gesagt bis es einen neuen zahlungsfähigen Eigentümer für die Eigentumswohnung des Verstorbenen gibt, für die unfähigen restlichen WEG-Miteigentümer sowieso verloren!
    Eure einzige Hoffnung ist, dass es irgendwann mal in ferner Zukunft einen zahlungsfähigen Eigentümer für die Eigentumswohnung des Verstorbenen gibt. Ein Ersteigerer muss aber nicht für die Vergangenheit zahlen. Dass der einzige willige Erbe die aufgelaufenen Schulden an die WEG bezahlen kann glaube ich nicht.
    Die schnellstmögliche Zwangsversteigerung ist - aufgrund der spärlichen Angaben von Skygirl237 meiner Meinung nach - für die WEG-Eigentümergemeinschaft die einzige Chance nicht "bis in alle Ewigkeiten diese Eigentumswohnung durchfüttern" zu müssen.


    Hallo Skygirl237 bist du der WEG-Verwalter oder ein WEG-Miteigentümer?
    Was hat denn der WEG-Verwalter seit 2005 getan?
    Welche Vorschläge hat der WEG-Verwalter der Eigentümerversammlung in den fast 3 Jahren zur Abstimmung vorgelegt?
    Welche Vorschläge kamen denn in den fast 3 Jahren von den MÜNDIGEN WEG-Miteigentümern?
     
Thema: Eigentumswohnung ohne wirklichen Eigentümer !??!
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