Eigentumswohnung verkaufen. Wer zahlt Notar, Grundbuchamt üblicherweise?

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  1. mmHans

    mmHans Neuer Benutzer

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    Ich will meine Eigentumswohnung verkaufen. Dabei fallen ja neben Gewinnversteuerung auch Kosten für Notar, Grundbuchamt, noch etwas? an.
    Gibt es ungeschriebenes Gesetz, dass der Käufer Notar, Grundbuchamt usw.? bezahlt. Wie seht ihr das.

    Gruß
     
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  3. Andres

    Andres
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    Grunderwerbsteuer und ggf. Makler.


    Steuern zahlt derjenige, den die Steuerpflicht trifft. Sollte ein Verkaufsgewinn zu versteuern sein, zahlt das der Verkäufer, und die Grunderwerbsteuer zahlt der Käufer. Die Kosten für Notar und Grundbuchamt zahlt meist der Käufer, man könnte da von einem ungeschriebenen Gesetz sprechen. Wer den Makler zahlt, ist reine Verhandlungssache.
     
  4. mmHans

    mmHans Neuer Benutzer

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    Danke.
     
  5. #4 immobiliensammler, 21.05.2019
    immobiliensammler

    immobiliensammler Erfahrener Benutzer

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    Und dran denken, dass diese Kosten ja wiederum den Veräußerungsgewinn entsprechend mindern!
     
  6. Duncan

    Duncan
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    Hier kann man das mal nachlesen.
    Und feststellen, dass man da ggf. auch noch was klären muss/sollte.
     
  7. mmHans

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    Als Verkäufer ist die Grunderwerbsteuer ja nicht mein Thema.
    Mich hat eigentlich nur Notar, Grundbuchamt interresiert. Da hat Andres ja schon geantwortet.
    Verkaufsgewinn muß ich natürlich versteuern.
     
  8. Duncan

    Duncan
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    Ich hab das nicht umsonst verlinkt. Mit der Einstellung könnte das eine böse Überraschung geben!
    Und gerade das FA ist so einer der fieseren Gläubiger, die man haben kann.
     
  9. #8 taxpert, 22.05.2019
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    Nur um @Duncan richtige und wichtige Antwort zu verdeutlichen:

    SteuerSCHULDNER der GrESt ist nicht nur der Erwerber der Immo, sondern auch der Veräußerer! Alle Beteiligten am Erwerbsvorgang haften daher gesamtschuldnerisch für die GrESt! Daran ändert auch eine im Innenverhältnis zivilrechtlich wirksame Vertragsklausel im Notarvertrag nichts!

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  10. mmHans

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    Und was soll ich jetzt mit dieser Antwort anfangen?
    Ich soll mich als Verkäufer schonmal darauf einstellen, dass ich die GrESt bezahlen muss, falls der Käufer das nicht macht? Der bekommt doch auch den Steuerbescheid.
     
  11. #10 taxpert, 22.05.2019
    taxpert

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    Wenn man einerseits deswegen nachfragen muss, andererseits aber rechtliche total falsche Aussagen trifft ...
    ... darf man sich nicht wundern, wenn man Antworten bekommt, die einen "nicht interessieren", wie z.B. die von @Duncan oder mir!

    Wer eine Steuer schuldet, richtet sich rein nach dem Gesetz, §43 AO i.V.m. §13 GrEStG. Da hier Gesamtschuldnerschaft im Sinne des §44 AO vorliegt, kann das FA auch jederzeit den GrESt-Bescheid an den Veräußerer adressieren oder sogar in voller Höhe an jeweils Erwerber und Veräußerer gleichzeitig!

    taxpert
     
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  12. mmHans

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    Wo kann ich mich da erkundigen? Oder muss ich abwarten, was der Steuerbeamte an dem Morgen gefrühstückt hat?
     
  13. dots

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  14. #13 taxpert, 22.05.2019
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    Der Normalfall ist, dass im Vertrag vereinbart wird, dass der Erwerber die GrESt zahlt und dies auch umgehend macht. Denn ohne Zahlung der GrESt kommt er/sie nicht ins Grundbuch, da keine entsprechende Unbedenklichkeitsbescheinigung des FA ausgestellt wird, ohne die das Grundbuchamt nichts macht! Von daher braucht man sich nicht erkundigen!

    Wenn Du natürlich an jemanden gerätst, der sich bei der Immo "verhoben" hat und die GrESt nicht mehr (sofort) stemmen kann, kann es natürlich brenzlig werden! Da kommt dann ggf. erst viele Monate später auf einmal der GrESt-Bescheid wie aus heiteren Himmel! Der Anspruch im Innenverhältnis ist dabei wahrscheinlich wertlos, denn sonst hätte das FA sich dort bereits bedient! Nach Murphy Law ist in solchen Fällen auch die Frist des §16 GrEStG abgelaufen, so dass selbst die Rückabwicklung des Vertrages teuer kommt, weil nochmals GrESt anfällt!

    Was mich immer wundert, ist, dass man sich wegen ein paar hundert € Kosten Grundbuchamt nachgefragt wird, man sich aber über mögliche Konsequenzen hinsichtlich der GrESt nie Gedanken macht! Schließlich ...
    taxpert
     
  15. Andres

    Andres
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    Verstehen, dass auch wenn es üblich ist, dass der Käufer die GrESt wirtschaftlich trägt (danach hast du gefragt und darauf habe ich geantwortet) und dass der Käufer den entsprechenden Bescheid erhält, und ich es noch nie erlebt habe, dass der Verkäufer die GrESt zahlt, trotzdem rechtlich beide Vertragsparteien Steuerschuldner sind. Sofern man also Zweifel hat, ob der Erwerber die GrESt zahlen kann, sollte man sich absichern, z.B. über die Zahlung des Kaufpreises an den Notar, was heutzutage immer seltener gemacht wird, da man sich die Gebühr sparen will.


    Sobald die Steuer bezahlt und das Frühstück beendet ist, wird er die Unbedenklichkeitsbescheinigung ausstellen. Die legt der Notar dann beim Grundbuchamt vor, d.h. es bietet sich an, das beim Notar nachzufragen. Alternativ kann man auch einfach die Eintragung ins Grundbuch abwarten - die ist nicht ohne diese Bescheinigung (und damit die Zahlung der Steuer) möglich.
     
  16. mmHans

    mmHans Neuer Benutzer

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    Jetzt ist alles klar. Danke für die Erläuterungen.

    Ja, da wäre ich nie drauf gekommen. Denn es hieß immer GrundERWERBssteuer zahlt der Käufer.
     
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