Eigenverbrauch des selbst erzeugten Stoms durch Mieter - Mietvertrag

Diskutiere Eigenverbrauch des selbst erzeugten Stoms durch Mieter - Mietvertrag im Modernisierung und Sanierung Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Hallo zusammen, ich baue momentan ein Mehrfamilienhaus mit 6 Wohnungen die zum 1. Mai einzugsbereit sein sollen. Auf dem Dach des Hauses habe...

  1. #1 MichaelAdam, 04.03.2014
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    Hallo zusammen,

    ich baue momentan ein Mehrfamilienhaus mit 6 Wohnungen die zum 1. Mai einzugsbereit sein sollen. Auf dem Dach des Hauses habe ich einen 30KW Photovoltaikanlage installiert. Die Stromzähler sind so installiert das ich einen Zähler für die Photovoltaikanlage habe sowie einen Zwei-Wege-Zähler der beim Versorgungsunternehmen angemeldet ist. Dieser läuft auf meinen Namen. Für die Wohnungen habe ich sechs private Unterzähler installiert.

    Hierzu habe ich nun die Frage wie und ob ich die Mieter im Mietvertrag dazu zwingen kann den Strom, also den selbst erzeugten Strom und den Strom den ich aus dem Netz nur durchschleuse, von mir zu beziehen.

    Bisher habe ich folgendes im Internet gefunden:
    Quote 1:
    Der Eigentümer kann unter bestimmten Voraussetzungen den Stromlieferanten "vorschreiben", wenn technische Dinge (eigenes Blockheizkraftwerk/PV Anlage im Haus) das nahelegen. ​

    Quote 2:
    Jeder Stromkunde hat das Recht, ein EVU frei zu wählen, somit ist das Zähleranschlussschema nur dann rechtskräftig, wenn die Stromkosten über die Mietnebenleistungen abgerechnet werden und der „Stromliefervertrag“ in dem Gebäudemietvertrag verankert wird.
    Der große wirtschaftliche Vorteil dieses Modells liegt darin, dass die Mieter keine Grundgebühr an den EVU mehr zahlen und ein Teil dieses Betrags für die Deckung der internen Abrechnungskosten verwendet werden könnte. Somit spart der Mieter bereits ca. 50€/Jahr. Zusätzlich spart der Mieter an dem niedrigeren Mischpreis aus Solarstrom (z.B. 0,18€/kWh und Netzpreis 0,27€/kWh).
    Das Schöne dabei ist, dass solange hier keine Lieferbeziehung zwischen dem Mieter und dem Vermieter besteht, muss auch keine EEG-Umlage abgeführt werden und es fällt keine Umsatzsteuer für den „gelieferten“ Solarstrom an. ​

    Des Weiteren besteht das Problem, dass ich aus technischen Gründen nicht sagen kann wer den selbst erzeugten Strom verbraucht hat. Die Verrechnung müsste also über Verbrauch jedes Mieters anteilig zum Gesamtverbrauch erfolgen.

    Hat zu diesem Thema jemand im Forum bereits Erfahrung und einen Tipp für mich?

    Vielen Dank im Voraus und viele Grüsse
    Michael Adam
     
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  3. #2 Aktionär, 04.03.2014
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    Hallo!
    Was sagt denn Dein Einspeisevertrag dazu? Bei mir ist die Versorgung von nicht selbstbewohnten Räumlichkeiten nciht vorgesehen / erlaubt.

    Das Problem des Verbrauchsnachweises hast Du ja bereits erkannt. Du müsstest quasi für jede Einheit einen Zwei-Wege-Zähler haben.
     
  4. #3 MichaelAdam, 05.03.2014
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    Hallo Aktionär,
    mein Einspeisevertrag schränkt das meiner Meinung nach nicht ein. Der Vertrag bezieht sich auf den ins Netz eingespeisten Strom. Da der selbst verbrauchte Strom aber nie ins Netz eingespeist wird sollte es kein Problem sein. Das hat mir der Anlageninstallateur auch so bestätigt.
    Gruss, Michael Adam
     
  5. Pharao

    Pharao Gast

    Hi,

    aber macht das den Sinn ? Ich mein, für`s einspeisen des selbst erzeugten Strom bekommt man doch mehr, als wenn man diesen Strom selber verbraucht, oder nicht ?
     
  6. #5 MichaelAdam, 05.03.2014
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    Inzwischen leider nicht mehr. Für den eingespeisten Strom bekommt man je nach Anlagengröße ca. 0.15 EUR/KWh und der Marktpreis für Strom liegt bei über 0.25 EUR/KWh.
     
  7. #6 Aktionär, 05.03.2014
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    Wenn es so im Vertrag steht, umso besser. Auf die Aussage des Anlagenbauers würde ich mich da nciht zu sehr verlassen. Der will verkaufen. :zwinkernd001:
     
  8. #7 Aktionär, 05.03.2014
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    Rechnet sich die Anlage dann überhaupt noch? Und zu welchem satz willst Du dann den von Dir produzierten strom "verkaufen"? Da bietet in meinen Augen eine Menge Angriffpotenzial für die Abnehmer bei der Abrechnung.

    Achja und Zweiwegezähler wirst Du dann auch brauchen, da Deine Anlage nicht 24h/Tag Strom produziert. Oder kriegen die vermieteten Einheiten Zwischenzähler? Wäre auch eine Möglichkeit.

    Berichte doch bitte, wie Du das am Ende gelöst hast. Das würde mich sehr interessieren.
     
  9. Duncan

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    Das kommt nicht unwesentlich auf die eigenen Verbraucher an.
    Ich kenne hier eine Anlage die speisen nicht eine einzige kW/h ein und die Anlage ist hoch profitabel. Da hängen als Verbraucher Kühlhäuser dran. Die Anlage hat ihn auch schon über einen etwas längeren Stromausfall gerettet. Ein Konkurrent konnte Ware in beträchtlichem Werte wegschmeißen...
     
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