Ein Mieter möchte gern Kabelfernsehen beziehen / Kabelanschluss aber nicht vorhanden

Dieses Thema im Forum "Kabel /Antenne / SAT-Anlage" wurde erstellt von Chillmaster, 18.01.2008.

  1. #1 Chillmaster, 18.01.2008
    Chillmaster

    Chillmaster Neuer Benutzer

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    Guten Tag!

    Es handelt sich bei dem Objekt um ein Wohnhaus mit 3 Parteien. Eine Partei möchte gern Kabelfernsehen beantragen, da über Satelit ein bestimmter türkischer Fussballsender nicht mehr zu empfangen ist oder codiert wird. Dieser Mieter trat an mich heran und bat um Anschluss an das Kabelnetz.

    Nun ist es so, das in der Straße schon ein Kabel im Erdreich vorhanden ist, von dem aus aber kein Anschluss bis ins Haus führt. Es müsste also von der Straße/Fussgängerweg bis ins Haus ein neuer Verteiler gelegt werden.


    Dazu habe ich ein paar Fragen.

    I. Bin ich als Vermieter dazu verpflichtet, einen Kabelanschluss legen zu lassen?
    Bei kurzer Recherche, hat eine freundliche Dame bei KabelDeutschland mir Pauschalpreise genannt, die bei

    a. ca. 150,
    b. ca. 530 oder
    c. 700 Euro liegen (allein der Verteiler ohne die Hausversorgung)

    für die Anschlussverlegung anfallen würden. Dabei käme es darauf an, ob mit und ohne Tiefbauarbeiten und offener oder geschlossener Oberfläche gearbeitet werden müsste.

    Diese Frage ist für mich vor allem deshalb interessant, da ich die beiden anderen Parteien vor einer Entscheidung befragen würde, wie die es mit einem Kabelanschluss halten. Und wenn die das nicht möchten, würde dann die Mehrheit bestimmen oder müsste ich der einen Partei einen Kabelanschluss legen?


    II. Wenn ich einen solchen Kabelanschluss in dem Haus installieren lasse, welche Möglichkeiten gibt es dort?
    Beispielsweise könnte ich mir vorstellen, den Verteiler und die Zuleitung in die Wohnung zu übernehmen. Den letztlichen Vertrag mit KabelDeutschland sollte der Mieter dann selber abschliessen und auch bezahlen.
    Oder gibt es eine günstigere Variante? Ich denke bei drei Parteien werde ich nicht in den Genuss von vergünstigten Konditionen bei KabelDeutschland kommen, wie es beispielsweise bei großen Wohnungsbaugesellschaften der Fall ist.
    Oder sollte das alles über mich laufen, nur, wenn der Mieter nicht zahlen sollte, bleibe ich auf den Kosten sitzen.
    Was wäre hier die günstigste und beste Möglichkeit?


    III. Wenn ich als Vermieter die kompletten Kosten übernehme, habe ich dann die Möglichkeiten, die Kosten oder einen Teil davon auf die Mieter umzulegen? Wenn ja, wieviel?
    Wenn die Mieter sich bereit erklären würden, die Kosten zu übernehmen, wem gehört dann der Kabelanschluss bzw. die Verteilerdose im Keller? Müsste die beim Auszug der Mieter oder eines Mieters zurückgebaut werden? Müsste er ausbezahlt werden?

    Das sind so Fragen, die ich noch nicht definitiv hab klären können. Natürlich habe ich hier im Forum gelesen, wie es bei anderen Vermietern abläuft. Meist werden die laufenden Kosten über die Betriebskosten abgerechnet. Aber über die anfallenden Kosten, wenn noch gar kein Kabelanschluss im Haus vorhanden ist, habe ich bisher noch nichts gelesen.
    Ich bin mir sicher, das dies für den einen oder anderen alltägliches Geschäft ist, für mich eben nicht. Ich möchte meinen Mietern nichts verwehren, nur sehe ich auch nicht ein, unnötig das Geld aus dem Fenster zu werfen, ohne das ich das zumindest wieder ausgleicht.

    Ich danke bereits im Voraus für alle Antworten!
     
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  3. #2 Thomas123, 18.01.2008
    Thomas123

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    Normalerweise ist es umgekehrt, alle wollen eine Schüssel.... :stupid

    Der Kabelanschluß ist vom Vermieter zu zahlen, ebenso die weitere Kabelverlegung vom Hausanschluß in die Wohnungen, am besten durch einen Fachbetrieb. Deshalb bestimmt auch der Vermieter, ob überhaupt ein Kabelanschluß gelegt wird....er muß ja auch alles erst mal zahlen....

    Die Kosten kann der Vermieter umlegen: 1/11 pro Jahr, aufgeteilt auf die Nutzer.

    Der Kabelanschluß gehört allein dem Vermieter. Er kriegt auch vom Kabelbetreiber die Rechnung für das ganze Haus (Kabelkosten nach Anzahl der Parteien, die Kabel nutzen) und kann die Kosten auf die einzelnen Wohnungen 1 zu 1 aufteilen.

    :wink
     
  4. #3 Chillmaster, 18.01.2008
    Chillmaster

    Chillmaster Neuer Benutzer

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    Wenn man nach den Beiträgen hier geht schon :-)

    Genauer gesagt handelt es sich bei der anfragenden Partei um eine Gaststätte. Und die Kundschaft möchte eben gern dieses spezielle Programm schauen. Das ging bisher über Satellit, nun aber nicht mehr (da es nicht mehr über die Schüssel zu empfangen ist) und deswegen der Kabelanschluss.

    Das bedeutet also, das ich die Gesamtkosten für den Kabelanschluss inkl. der Zuleitung zu den Mietwohnungen und der Gaststätte selbst finanzieren muss. Letztlich könnte ich das ganze dann nur als Modernisierungsmaßnahme (11% der Gesamtkosten zzgl. der bisherigen Miete) für ein ganzes Jahr auf die Mieter umlegen?
    Könnte ich im Anschluss an die Modernisierung die Miete erhöhen? Denn die technische Möglichkeit Kabel nutzen zu können, wäre doch eine Wertsteigerung der Mietwohnungen oder? Kann ich die Miete auch wärend der Modernisierung erhöhen?
    Standardsatz bei Kabelfernsehn war glaube ich etwas um 5% oder?
     
  5. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Nein, das trifft keineswegs zu. Es gibt keinen Anspruch eines mieters auf Installation eines Kabelanschlusses. Will ein Mieter den Anschluss, kann der Vermieter das einfach ablehnen oder mit dem Mieter eine Vereinbarung über die Kosten schließen.

    Das ist eine denkbare Möglichkeit. Wenn aber schon eine Sat-Anlage vorhanden ist, könnte die Verbesserung durch die nicht interessierten Mieter durchaus bezweifelt werden. M.a.W.: Umrüstung von einer terrestrischen Antenne auf Kabel oder Sat-Antenne ist zweifellos eine Modernisierung. Bei einer Umrüstung von Sat-Antenne auf Kabel sehe das das nicht so eindeutig.
    Modernisierung und die anschließende Kostenumlage ist ein Recht des Vermieters zur einseitigen Änderung des Mietvertrags bei Wohnraummietverhältnissen. Da der interessierte Mieter eine Gaststätte betreibt, sind die entsprechenden Vorschriften nicht anwendbar.

    Hier scheint mir ein ganz grundsätzlicher Denkfehler vorzuliegen...
    Bei Wohnraummietverhältnissen kann die Miete nach § 558 BGB unter Beachtung der Kappungsgrenze bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete erhöht werden. Wenn die ortsübliche Vergleichsmiete durch einen Mietspiegel nachgewiesen wird und in diesem Mietspiegel ein Zuschlag von 5% für Kabelinstallation ausgewiesen ist, dann erhöht sich die Obergrenze für eine Mieterhöhung nach einer Kabelinstallation eben um diese 5%. Eine Mieterhöhung um 5% wegen der Kabelinstallation ist aber unzutreffend.
    Die Modernisierungsumlage ist ein anderes Thema und hat nicht mit der Mieterhöhung nach § 558 BGB zu tun. Bei einer Modernisierung wird die Jahresmiete um 11% der Modernisierungskosten erhöht. Sind die Modernisierungskosten nicht für eine einzelne Wohnung angefallen, müssen die Kosten angemessen auf die einzelnen Wohnungen verteilt werden.

    Wenn nach Umlage der Modernisierungskosten noch Spielraum für eine Mieterhöhung nach § 558 BGB vorhanden ist, kann die Miete auch noch bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete erhöht werden.

    Das alles gilt aber nur für Wohnraummietverhältnisse. Bei Mietverhältnissen über Gewerberäume gibt es keine gesetzlich geregelte Mieterhöhung. Hier gelten ausschließlich die Vereinbarungen des Mietvertrags.
     
  6. #5 gr.9846, 18.01.2008
    gr.9846

    gr.9846 Erfahrener Benutzer

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    Da es um eine Gaststätte geht, würde ich so vorgehen:

    Ich unterstelle mal, dass die Mieter der Wohnungen mit der Schüssel zufrieden sind.

    Dem Gastwirt würde ich erlauben, dass er sich einen Kabelanschluss legen lässt - auf seine Kosten. Da Du bei seinem Auszug von Anschluss profitierst - er gehört Dir dann - mach den Vorschlag, dass Du für jedes Jahr, das er vor Ablauf von fünf/acht/zehn Jahren (Verhandlungssache) auszieht, Du ihm diesen Anteil vergütest. Nach sechs Jahren zahlst Du ihm 40% der Kosten, nach 11 Jahren nichts (bei zehn Jahren gerechnet). In beiden Fällen geht der Anschluss in Deinen Besitz über (wegen Nachmieter). Dies dann schriftlich fixieren.

    Du kannst Dich auch mit einem Zuschuss an den Kosten beteiligen. Wichtig aber, dass der Anschluss bei seinem Auszug in Deinen Besitz übergeht. Er muss bei Auszug nicht den ursprünglichen Zustand wieder herstellen.
     
  7. #6 Chillmaster, 18.01.2008
    Chillmaster

    Chillmaster Neuer Benutzer

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    Vielen Dank für die Antworten. Das ist schon mal sehr hilfreich gewesen.

    Mittlerweile habe ich auch schon einen genaueren Preis genannt bekommen. Das setzen des Verteilerpunktes soll 204,- Euro Kosten, da das Wohnhaus direkt am Bürgersteig liegt (öffentlicher Grund). Da es sich nur um 3 Parteien handelt würde die Versorgung vom Verteilerpunkt von der Kabelgesellschaft übernommen werden. Die vertraglichen Kosten, die durch die Nutzung entstehen werden dann direkt vom dem Mieter bezahlt. Somit bleibe ich dann auch nicht auf den Kosten sitzen.
     
  8. #7 imoGenosse, 21.01.2008
    imoGenosse

    imoGenosse Neuer Benutzer

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    Hi Chillmaster,

    schonmal darüber nachgedacht, ob das gewünschte Fernsehprogramm überhaupt im Kabel eingespeist wird. Und wenn ja warscheinlich auch nur als pay TV (bei KDG ist es immer bei Türkei Premium für ca. 20€p.monat)

    Anosnten würd ich den Netzbetreiber was husten.. der will doch den kunden.. vielleicht gibt es eine gelegenheit über einen Gestattungsvertrag dem Kabelnetzbetreiber den Invest tätigen zu lassen...

    gruss
     
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