Einbau vernetzter Rauchmelder: Welche Mehrheit erforderlich?

Dieses Thema im Forum "Eigentümerversammlung" wurde erstellt von Venceremos!, 20.03.2014.

  1. #1 Venceremos!, 20.03.2014
    Venceremos!

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    Demnächst ist ja wieder Saison für die jährlichen WEG-Versammlung. In der Tagesordnung für eine meiner ETWs finde ich den Antrag auf Installation vernetzter Rauchmelder in allen Wohnungen samt Abschluss eines Wartungsvertrages mit einem der einschlägigen, überteuerten Dienstleister. Daran habe ich natürlich kein Interesse, zumal ich meine Wohnung in der Anlage bereits mit Rauchmeldern ausgestattet habe.

    Weiß jemand, mit welcher Mehrheit eine solche Maßnahme beschlossen werden muss? Falls es relevant ist: Im betreffenden Bundesland wurde eine Rauchmelderpflicht mit Frist zur Nahchrüstung bis Ende kommenden Jahres (?) beschlossen.
     
  2. AdMan

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  3. #2 Fremdling, 20.03.2014
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    Wenn Rauchmelderpflicht besteht, reicht die einfache Mehrheit als Maßnahme ordnungsgemäßer Verwaltung.

    Vielleicht kannst Du ja die Mehrheit für eine (preis-)günstigere Variante jenseits der großen Anbieter begeistern, die zwar zur einheitlichen Anschaffung einen Beschluss fasst, jedoch die regelmäßige Pflege in die Eigenregie der Bewohner (Eigentümer/Mieter) überleitet. 'Vernetzt' muss nicht sein. Bereits vorhandene Rauchmelder können dann verbleiben und bedürfen keiner Erneuerung.
     
  4. #3 Venceremos!, 20.03.2014
    Venceremos!

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    Danke für die schnelle Rückmeldung, Fremdling. Ich bin ehrlich gesagt etwas überrascht, dass die Rauchmelder-Nachrüstung überhaupt eine Aufgabe der WEG sein soll. Schließlich kann jeder Eigentümer der Nachrüstpflicht problemlos auch in Eigenregie nachkommen und die Rauchmelder selbst werden ja mit Sicherheit auch kein Teil des Gemeinschaftseigentums werden, zumindest jedoch dann nicht, wenn es sich um konventionelle, nicht vernetzte Modelle handelt. Wieso muss die Verwaltung hier also überhaupt tätig werden? Trifft die naheliegende Vermutung zu, dass Firmen wie Techem, Ista oder Minol den Verwaltungen Provisionen für abgeschlossene Rauchmelder-Wartungsverträge zahlen?
     
  5. Duncan

    Duncan
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    Oder da hat einfach nur jemand Erfahrung mit WEG-Verwaltung und weiß das es in einer ausreichend großen Anlage immer den einen oder anderen Eigentümer geben wird der seiner Verpflichtung nicht nachkommen wird/kann.
    Im Falle eines Falles wird natürlich jede Versicherung die Zahlung ablehnen oder zumindest gewaltig verzögern, wenn sie auch nur den Hauch einer Chance sehen, dass sie wegen einer Pflichtverletzung eventuell nicht zahlen müssen.
    Ansonsten ist die Wartung ein regelmäßig wiederkehrender Posten, mal nach den Betriebskosten schielen.

    Sonst keine größeren Sorgen?
    Ich hätte da noch ein paar Straßenbaubeiträge, 5stellig, übrig. :91:
     
  6. #5 Fremdling, 20.03.2014
    Fremdling

    Fremdling Erfahrener Benutzer

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    Dazu kann und möchte ich keine Stellung nehmen. Einfach mal einen kleinen örtlichen Anbieter fragen, statt gleich auf die 'Großen' zu schauen? Z.B. Firmen, die sich mit Feuerlöscherwartung befassen?

    Die Rauchmelderpflicht besteht für die WEG. Deren Vertreter nach außen ist die Verwaltung. In der Praxis hörte ich von den unterschiedlichsten Konstruktionen. Bei allen hat der Verwalter (zurecht!) eine Lösung gefunden, bei welcher er nicht in eine unnötige und ungewünschte Haftung kommt.

    Z.B. Installation durch einen Anbieter. Prüfung/Wartung/Batterie-Erneuerung durch Bewohner, die turnusgemäß (z.B. jährlich) auf einer Liste durch Unterschrift Vollzug bestätigen. Verwalter nimmt die Liste zu seinen Unterlagen.

    By the way: Im Netz lassen sich unzählige Ausführungen zu diesem Thema finden.
     
  7. #6 Papabär, 20.03.2014
    Papabär

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    Also wir haben keine bekommen ... dieses Jahr nicht mal ´nen Kalender.

    Von den kleinen Firmen gibt´s gelegentlich mal etwas (Federweißer, Gummibärchen, ... Taschenrechner, -lampe, ... Parkscheibe, ... Stoffbeutel, Flaschenöffner, Kugelschreiber).

    Also alles "hochwertige" Dinge, die die Entscheidung schon deshalb kaum beeinflussen, weil sie die Entscheidungsträger nie erreichen (Gummibärchen, Schokolade usw. werden bei uns z.B. schon vom Sekretariat "konfisziert" :1:).
     
  8. Andres

    Andres
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    ... und das Sekretariat hat sich deshalb spontan in "Compliance-Abteilung" umbenannt. :D
     
  9. FRP

    FRP Gast

    Letztes Jahr wurde zum Thema "WEG und Rauchwarnmelder" vom BGH ein Urteil veröffentlicht (BGH, Urteil v. 8.2.2013, V ZR 238/11).

    Auf haufe.de wird das so zusammengefasst:
    "Die Wohnungseigentümer können den Einbau von Rauchwarnmeldern in Wohnungen jedenfalls dann beschließen, wenn das Landesrecht eine entsprechende eigentumsbezogene Pflicht vorsieht. Rauchwarnmelder, die aufgrund eines Beschlusses angebracht worden sind, stehen nicht im Sondereigentum."

    Das angesprochene Landesrecht (sprich: die jeweilige Landes-Bauordnung) sieht aber lediglich die Ausstattung von "Wohnungen" (darunter fallen natürlich auch Einfamilienhäuser, Reihenhäuser usw.) vor. Die Ausstattung der "gemeinschaftlich genutzten Bereiche" eines Mehrfamilienhauses mit Rauchwarnmeldern kann zwar sinnvoll sein, ist aber nicht vorgeschrieben. Auch ist die Notwendigkeit der Verwendung funkvernetzter Rauchwarnmelder ist in keiner Bauordnung erwähnt.

    In der Anwendungsnorm für Rauchwarnmelder (DIN 14676) ist das Thema "gemeinschaftlich genutzte Bereiche" explizit behandelt. Es besteht die Gefahr, dass bei einem Fehlalarm (auch zum Beispiel durch einen Scherzbold beabsichtigt) von einem der Bewohner die Feuerwehr gerufen wird. Die Kosten für einen solchen FW-Einsatz trägt im Zweifel (zumindest im Wiederholungsfall) der Eigentümer oder die WEG. Der Bewohnerin oder dem Bewohner, der die Feuerwehr gerufen hat, kann und darf man keinen Vorwurf machen.
     
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