Eine Rechnung zu hoch,

Diskutiere Eine Rechnung zu hoch, im Eigentümerversammlung Forum im Bereich Wohnungseigentum; hallo Zusammen, Ich würde gerne Ihre Meinung zu einem Fall hören. Bei der Eigentümerversammlung vor 2 Jahre wurde mit 10 ja und 0 nein Stimmen...

  1. androm

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    hallo Zusammen,
    Ich würde gerne Ihre Meinung zu einem Fall hören.
    Bei der Eigentümerversammlung vor 2 Jahre wurde mit 10 ja und 0 nein Stimmen abgestimmt dass eine Sondernutzungsbereich der Wohnung geändert werden darf. (Bebauungsplan erlaubt die Änderung auch)
    Dafür musste der Eigentümer als Gegenleistung den Bereich pflegen.
    Dementsprechend hat die Verwaltung die Änderung umgesetzt. Die Rechnung kam letztes Jahr und die Eigentümer finden die Rechnung zu hoch und wollen nicht bezahlen.

    Wie ist das Vorgehen hierzu? Muss die Verwaltung die erbrachte Leistung zahlen? Wass passiert wenn die Eigentümer nicht bezahlen ?

    Herzlichen Dank
     
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  3. Andres

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    Ist 10/0 in dieser WEG nur einstimmig oder auch allstimmig?


    Der genaue Wortlaut des Beschlusses wäre sehr hilfreich.
     
  4. androm

    androm Neuer Benutzer

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    Es steht genau so:
    Sondernutzungsbereich der Wohnung 7 wird bis zur Grundstückgrenze erweitert. Hierzu wird die Hecke versetzt. Als Gegenleistung wird der Eigentümer Wohnung 7 die Hecke unentgeltlich pflegen. Wenn diese Lösung gem. Bebaungsplan nicht möglich ist, wird eine Firma 3 Mal im Jahr beauftragt um den Bereich auf der Hausrückseite zu pflegen.
    Abstimmungsergebnis: ja-stimmen: 10 , nein stimmen und Enthaltungen: 0

    .....
    Am Ende war die Änderung gemäss Bebaungsplan zulässig und die Verwaltung hat den o.g. Antrag umgesetzt.
    Jetzt ist die Rechnung für die Eigentümer zu hoch.

    Danke für die Info im Voraus
     
  5. #4 immobiliensammler, 02.08.2018
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    Wobei damit Andres Frage Einstimmig oder Allstimmig nicht beantwortet ist.

    Besteht die WEG nur aus den 10 Stimmen, sprich waren alle Eigentümer bei der Versammlung anwesend bzw. vertreten?

    Und: Welche Rechnung? Der Eigentümer wäre ja gemäß dem Beschluss zur unentgeltlichen Pflege verpflichtet, wieso wird dann jetzt eine Rechnung gestellt und von wem und wofür?
     
  6. androm

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    Danke für die Antwort.
    Die 10 Eigentümer waren anwesend und die Hände für Ja gehoben. Der Begriff "Einstimmig oder Allstimmig" habe ich nicht gehört.

    Die Rechnung war für die Arbeit der Heckenversetzung. Einmalige Kosten. Damit kann der Dauerauftrag für dir Pflege der Hecke entfallen. Dafür kriegt der Eigentümer mehr Fläche im Sondernutzungsbereich und dafür muss er die Hecken pflegen. Win-win Situation.

    Ich hoffe die Erklärung ist ausreichend für euere Antworten
     
  7. #6 immobiliensammler, 02.08.2018
    immobiliensammler

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    Bitte beantworte doch einfach folgende Frage: Waren alle Eigentümer anwesend/vertreten oder nicht? Sprich gibt es nur die 10 Einheiten oder gibt es noch mehr Einheiten, deren Eigentümer dann nur nicht anwesend waren.

    Genau das bedeutet Einstimmig bzw. Allstimmig, also alle ANWESENDEN Eigentümer haben dafür gestimmt (= Einstimmig) oder ALLE EIGENTÜMER haben dafür gestimmt (= Allstimmig).

    Wenn der Beschluss von Dir korrekt zitiert wurde dann ist m.E. überhaupt nicht geregelt, wer die Versetzung der Hecke zu bezahlen hat, also die Gemeinschaft oder nur der Eigentümer SE 7.
     
  8. sara

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    Habt ihr gedacht dass das versetzen der Hecke den Eigentümern nichts kostet? Schließlich habt ihr dieser Änderung doch alle zugestimmt?
    Um welchen Betrag geht es eigentlich?
     
  9. androm

    androm Neuer Benutzer

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    Jetzt habe ich verstanden. In dem Fall Einstimmig da 6 Eigentümer nicht dabei waren.
    Du hast Recht: Wer die Arbeit für die Versetzung zahlt wurde nicht explicit definiert. Der Auftrag ging aber nicht vom Eigentümer der Wohnung 7 raus. Sondern von der Verwaltung.

    Es ist klar dass es für die Eigentümer was kostet.
    Die Frage ist wie das Vorgehen ist wenn die Eigentümer die erbrachte Leistung hoch finden?
    Es geht darum wie die rechtliche Lage ist.

    Es kostet 7500 eur.

    Danke nochmals. Euere Antworten sind sehr hilfreich
     
  10. androm

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    Danke, habe unten geantwortet. Ja haben alle zugestimmt. Jetzt finden manche die Rechnung zunhoch
     
  11. Andres

    Andres
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    Das mag sein, aber dass die einmaligen Kosten dem Eigentümer von Einheit 7 auferlegt werden, steht nicht in dem Beschluss bzw. der Vereinbarung. Nach meinem Verständnis hat daher die Gemeinschaft diese Kosten zu tragen. Der Frage von @sara folgend möchte ich ganz vorsichtig vermuten, dass die Kosten kaum ruinös sein werden.

    Wenn diese Änderung der Aufteilung auch für den Rechtsnachfolger von Einheit 7 gelten soll, wäre die Eintragung ins Grundbuch ratsam.
     
  12. #11 immobiliensammler, 02.08.2018
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    Zuerst einmal: Wenn Eure Teilungserklärung keine Öffnungsklausel für die nachträgliche Einräumung von Sondernutzungsrechten enthält dann dürfte dieser Beschluss wohl nichtig ist. Dafür wäre ein allstimmiger Beschluss nötig, der hier ja nicht vorliegt.

    Zur Frage der Kosten für das Umsetzen der Hecke: Hier wäre wohl ein Blick in den Verwaltervertrag zu werfen, durfte der Verwalter einen Auftrag über 7.500 Euro ohne Rücksprache mit dem Verwaltungsbeitrag oder Beschluss der Eigentümerversammlung auslösen oder nicht? Wenn der Auftrag zulässig war, dann müssen wohl auch alle Eigentümer die anteiligen Kosten tragen.
     
  13. androm

    androm Neuer Benutzer

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    Ok. Verstanden. Danke!
    In unserem Beispiel sieht es aber so aus dass die Eigentümer die Kosten tragen müssen oder?
     
  14. #13 ehrenwertes Haus, 02.08.2018
    ehrenwertes Haus

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    Wurden denn Vergleichsangebote eingeholt bevor der Auftrag vergeben wurde?

    Oder haben die abstimmenden ET einfach den Arbeiten zugestimmt ohne zu wissen welche Kosten das verursachen wird?
     
  15. #14 immobiliensammler, 02.08.2018
    immobiliensammler

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    Woher soll ich das wissen, bin doch kein Hellseher und weiß nicht, was jetzt konkret in Eurem Verwaltervertrag steht.

    Viel gravierender wäre für mich die Frage, ob der Beschluss nicht komplett nichtig ist, sprich der ET 7 hat keinerlei Ansprüche auf die Fläche zu stellen und die Pflege-Kosten sind weiterhin von allen zu tragen. Dann wären die 7.500 Euro für das Umsetzen der Hecke wohl in der Tat rausgeworfenes Geld und ich würde mir schon Gedanken darüber machen, ob die Verwaltung hierfür schadensersatzpflichtig wäre.
     
    sara gefällt das.
  16. androm

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    Ja 2 Angebote erhalten und die Kosten wurden zur Verwaltung bekannt.
     
  17. androm

    androm Neuer Benutzer

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    ET7 ist mit der Versetzung einverstanden und bereit die Pflege kostenfrei zu machen. Er hat ja mehr Fläche.
    Die Einwände kommen von den anderen die mit dem Garten nicht zu tun haben
     
  18. #17 immobiliensammler, 02.08.2018
    immobiliensammler

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    Wenn der Beschluss aber nichtig ist kann morgen oder in 5 Jahren oder wann auch immer ein Eigentümer - oder auch jemand, der jetzt noch nicht Eigentümer ist, sondern morgen z.B. die WE 1 kauft - sagen: Moment mal, der Garten gehört nicht ET 7 sondern allen und ich stelle jetzt jeden Tag meinen Liegestuhl da rein! Und dann? Warum macht man das alles, ohne Rechtssicherheit zu haben?
     
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