Einfamilienhaus teilweise vermietet - Heizkosten?

Diskutiere Einfamilienhaus teilweise vermietet - Heizkosten? im Heizung Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Hallo ich bin recht neu hier, habe in der Suche aber leider noch keinen zugeschnittenen Fall gefunden und hoffe, dass ihr mir weiterhelfen...

  1. Dahag

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    Hallo


    ich bin recht neu hier, habe in der Suche aber leider noch keinen zugeschnittenen Fall gefunden und hoffe, dass ihr mir weiterhelfen könnt.

    Ich habe ein Einfamilienhaus geerbt, welchen ca. 160m² Wohnfläche besitzt. Das Haus besitzt nur ein Bad, also gibt es für mich in diesem Haus nur eine einzig bewohnbare Wohneinheit.
    In diesem Haus wohnt ein Mieter, welche gem. Mietvertrag nur 2 ZKB mit 48m² gemietet hat.

    Da es das Haus meiner Großeltern war und durch diese selbst bewohnt wurde, gibt es auch keine Verbrauchszähler für Heizkosten.

    Das Haus wird mit einer Gaszentralheizung versorgt, wobei das Gas aus einem externen Tank bezogen wird.

    Eine meiner Fragen lautet, wie die Heizkosten auf den Mieter umgelegt werden können. Komplett, da nur eine Partei dieses Haus bewohnen kann oder muss ich es anteilig aufrechnen? Die nicht vermieteten Räume werden nicht beheizt.


    MfG
    Dahag
     
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  3. #2 BHShuber, 15.02.2017
    BHShuber

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    Hallo,

    das bestimmt sich im wesentlichen aus den mietvertraglichen Vereinbarungen des Mietvertrages, zuerst ein Blick da hinein sollte bereits Abhilfe schaffen.

    Gruß
    BHShuber
     
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  4. dots

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    Das ist, solange nicht das Gegenteil bewiesen wird, lediglich eine Annahme deinerseits.

    Ich behaupte, dass das Haus von mehr als einer Partei bewohnt werden kann.
    Sicher?
    Haben die Thermostatventile (sofern vorhanden) keine Frostschutzfunktion?
    Was ist mir den Leitungsverlusten?
     
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  5. Dahag

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    Im Mietvertrag ist eine Vorauszahlung vereinbart, über welche einmal jährlich abzurechnen ist.
    Des weiteren steht da, dass die Kosten anteilig auf die Mieter des Hauses aufzuteilen sind, sofern die Heizkostenverordnung Anwendung findet.
    Bisher war ich der Meinung, dass die Heizkostenverordnung auf Einfamilienhäuser keine Anwendung findet. Liege ich da falsch?

    Öhm, okay. Und eine zweite oder dritte Partei hat dann kein Bad? Ich dachte bisher, dass das Bad in einem normalen Mietvertrag dazugehört. Bzw. wie kann ich denn beweisen, dass das Haus nur eine Wohneinheit hat?

    Das weiß ich leider nicht. Kann man das denn nicht prozentual rausrechnen?
     
  6. #5 BHShuber, 15.02.2017
    BHShuber

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    Handelt es sich denn um einen Mietvertrag über Wohnräume oder um einen Untermietvertrag, wie ist denn die genaue Bezeichnung des Mietvertrages?

    Gibt es denn bereits Abrechnungen für den Mieter von denen man die Abrechnungsmodalitäten ableiten kann?

    Gruß
    BHShuber
     
  7. Dahag

    Dahag Neuer Benutzer

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    Es ist ein Mietvertrag über Mieträume und es gab noch keine Abrechnungen, da diese die erste werden wird.
     
  8. #7 BHShuber, 15.02.2017
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    Hallo,

    somit ist der Nachweis ja erbracht, dass nicht das ganze Haus vermietet ist und wenn du selber einziehen würdest, dann könnte man über ein erleichtertes Kündigungsrecht des Mieters den Mieter durchaus loswerden, nur so am Rande.

    Nun zur Abrechnung, wenn keine Zähler in den vermieteten Räumen vorhanden sind und auch sonst keine Aufteilungshinweise im Mietvertrag wie die Kosten verteilt werden sollen, könnte man in diesem Fall wohl nach Wohnfläche verteilen, wobei die Trennung der Verbrauchskosten schon schwierig werden kann, denn niemand weis wie viel hier tatsächlich vom Mieter verbraucht wurde.

    Bei den Heizkosten wäre es einfach, wenn die Heizkörper mit Heizkostenverteilern ausgestattet wären, dann könnte man das schön ausrechnen dies wird aber nicht der Fall sein.

    Ohne es genau zu wissen, meine ich gelesen zu haben, dass dann die Heizkosten nach Wohnfläche umgelegt werden, wobei auch hier, wenn Bad und Küche mitvermietet sind, es schwierig wird, die Abgrenzung zu finden.

    Hat mal schon jemand mit dem Mieter gesprochen ob man das nicht vereinfachen kann?

    Gruß
    BHShuber
     
  9. #8 lostcontrol, 15.02.2017
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    Wenn die vermieteten Räume aber nur ein starkes Viertel der Gesamtwohlfläche ausmachen, schneidet man sich damit aber heftig ins eigene Fleisch, weil man für den Rest des Hauses ja die Kosten für die HKVs übernehmen muss (sowie evtl. für Ablesung und Abrechnung).
    In "EFHs mit Einliegerwohnung" (ja ich weiss dass die offiziell "Zwei-Parteien-Haus" heissen und nicht EFH) ist es regelmässig so dass die Einliegerwohnung im Vergleich zur Hauptwohnung sehr klein ist - da kann man sich an einer Hand ausrechnen dass man da mit HKVs reichlich draufzahlt.
     
  10. #9 immobiliensammler, 15.02.2017
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    Genau deshalb gibt es für solche Objekte ja die Ausnahmevorschrift zur Heizkosten-VO; und wenn beide Wohnungen (die kleine und die große) vermietet sind, dann werden ja die Kosten für die HKV komplett umgelegt, insofern ist es dann wieder egal (für den Vermieter, nicht für die Mieter natürlich)
     
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  11. #10 lostcontrol, 15.02.2017
    Zuletzt bearbeitet: 15.02.2017
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    Sorry - hätte dazuschreiben sollen "wenn die größere Wohnung vom Vermieter selbst bewohnt wird"...

    Wenn das Haus nicht irgendwann selbst bewohnt werden soll sondern weiterhin vermietet werden soll würde ich mir da ernsthaft überlegen ob es nicht möglich ist ein zweites Bad einzubauen bzw. überhaupt das Haus in zwei abgeschlossene Wohnungen aufzuteilen.
    Bei der Größe sind zwei Bäder sicher kein Fehler.

    Die Konstellation dass nur 48 der 160m² bewohnt werden finde ich persönlich seltsam und nicht wirklich praktikabel - wie kommt's denn zu sowas?
     
  12. #11 immobiliensammler, 15.02.2017
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    Genau das würde mich auch brennend interessieren :062sonst:
     
  13. #12 lostcontrol, 15.02.2017
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    Gib mir Bescheid wann der Spekulationsmodus startet - zwei Ideen hätte ich schon :-)
     
  14. dots

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    Ich habe leider nur eine Idee, kann die aber mit Zitaten aus dem ersten Beitrag dieses Threads untermauern:


    Oma und Opa haben einen Teil des Hauses bewohnt, der Mieter einen anderen Teil.
    Das Bad hat man sich vielleicht geteilt, vielleicht aber auch nicht. Ist ja auch egal.
    Oma und Opa sind mittlerweile tot, daher können Sie ihren Anteil an der Bude nicht mehr bewohnen. Also steht der Teil, in dem Oma und Opa gewohnt haben, leer. Der/die Mieter(-in) bewohnt weiterhin den gemieteten Teil. Vielleicht nutzt der Mieter das Bad nun nicht mehr mit, sondern alleine.
     
  15. Dahag

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    Der Mieter hat den Mietvertrag mit seinem Bruder (Vermieter) abgeschlossen, und zwar in einer Form, damit der Mieter die Wohnung vom Jobcenter bezahlt bekommt, bewohnt aber tatsächlich das ganze Haus. Der Vermieter ist leider verstorben und somit ist das ganze Wirrwarr auf mich übergegangen.
     
  16. #15 BHShuber, 15.02.2017
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    Hallo,

    dann zieh dort ein und mach gebrauch von deinem erleichterten Kündigungsrecht und gut ist.

    Gruß
    BHShuber
     
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  17. #16 lostcontrol, 15.02.2017
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    Genau das habe ich mir gedacht... Auch ohne Todesfall (mein herzliches Beileid an dieser Stelle).
     
  18. #17 lostcontrol, 15.02.2017
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    Das wäre auch mein Vorschlag.
     
  19. Dahag

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    Es steht leider drin, dass eine Kündigung wegen §573, §573a und §573b ausgeschlossen ist.
     
  20. #19 lostcontrol, 15.02.2017
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    Echt jetzt? Ich kann mir nicht vorstellen dass sowas rechtsgültig sein könnte... Aber da werden die Experten hier sicher mehr wissen.

    Ist es denn ein gutes Haus in dem Du selbst gerne wohnen würdest? Dann würde ich anfangen zu sanieren...
     
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  21. Dahag

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    Das Haus an sich ist eigentlich recht gut in Schuss, allerdings wollte ich kein Geld in die Hand nehmen. Ich will es eigentlich verkaufen, da ich keine Zeit und Möglichkeit habe, mich um das Anwesen zu kümmern.
     
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