Eingefrorene Warmwasserleitung

Diskutiere Eingefrorene Warmwasserleitung im Kleinreparaturen Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Guten Tag, ich habe im März in einem meiner Häuser eine eingefrorene Wasserleitung gehabt obwohl diese erst im Jahre 2015 komplett erneuert wurde,...

  1. #1 Braunbär, 06.06.2018
    Braunbär

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    Guten Tag, ich habe im März in einem meiner Häuser eine eingefrorene Wasserleitung gehabt obwohl diese erst im Jahre 2015 komplett erneuert wurde, isoliert und im Zuge der Dachsanierung ( wurde ebenfalls Isoliert) neu über den Dachboden verlegt wurde. Nun bekomme ich fast 3 Monate später die Rechnung vom Handwerker über 150 Euro für das auftauen der Leitung. Der Handwerker sieht, obwohl er die Leitung verlegt hat, den Fehler bei den extremen Wetterbedingungen (über 10 Tage -10 grad und schlimmer mit Ostwind). Die Mieter sagen dass sie die Räume ausreichend beheizt haben. Da alle arbeiten von Fachfirmen in diesem Jahr vorgenommen wurden sehe ich hier nicht ganz ein dass ich nun auf den Kosten sitzenbleiben sollte.

    Wie sieht es aus eurer Sicht aus?
     
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  3. AJ1900

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    Mal unabhängig vom verschulden finde ich jetzt 150€ für so einen Einsatz nicht besonders viel. Die Frage ist evtl. eher, kann das wieder passieren, und ist es sinnvoll wegen 150€ sich in Zukunft eine andere Firma zu suchen?
     
  4. #3 Braunbär, 06.06.2018
    Braunbär

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    Na ja 150€ bleiben nun einmal 150€. Ich habe das Dach und die Leitungen ja erneuern lassen damit so etwas nicht passieren kann. Laut Aussage des Handwerkers gibt es keinen wirksamen Schutz und selbst in Häusern die um 2000 gebaut wurden sind Leitungen eingefroren. Dies ist aus seiner Sicht dem bösen Ostwind zuzuschreiben. Die Firma habe ich bereits gewechselt. Für 150€ einen Riesen Aufriss machen und mit Anwalt gegen die Rechnung angehen, halte ich für überzogen. Es kann ja sein dass ihr mal einen ähnlichen Fall hattet und damit Erfahrung habt.
     
  5. AJ1900

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    Ja, bei jedem dieser Fälle ist folgende Aussage immer deckungsgleich:
    Einen wirksamen Schutz wird es schon geben,z.Bsp. das umlegen von Leitungen oder entsprechende Isolierung usw., nur ob du den bezahlen willst dürfte die Frage sein. Ich habe jedenfalls die Erfahrung gemacht das es besser ist mit dem Handwerker zusammen pragmatische Lösungen zu finden als sich in solchen kleinen Sachen über theoretische Verantwortungen zu streiten.
     
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  6. #5 Braunbär, 06.06.2018
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    Habe ich dem Handwerke am Telefon vorgeschlagen, aus seiner Sicht gibt es keinen wirksamen Schutz bei Altbauten die nicht luftdicht umgebaut wurden und dies ist bei einem Altbau nicht möglich. Die Leitungen wurden bereits Isoliert mit den dafür vorgesehen Material. Man hat mir zusätzliche Dämmwolle empfohlen, eine Garantie kann man mir aber nicht geben.
     
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  7. Olbi

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    Was soll man jemanden raten, der eine Wasserleitung über einen unbeheizten Dachboden legen lässt und sich dann darüber aufregt, dass die Leitung im Winter bei -10 Grad einfriert?

    Wie kommt man auf sowas?

    Lass eine temperaturgeführte Rohrbegleitheizung einbauen. Sonst friert die nächsten Winter wieder ein......
     
  8. #7 Braunbär, 06.06.2018
    Braunbär

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    Ich habe die Leitung von einer Firma installieren lassen. Da sucht man sich im Normalfall nicht den Weg aus den die nehmen. Ich gehe davon aus dass es DIN Normen dafür gibt nach denen der Betrieb arbeitet. Also sollte man auch von einer fachgerechten Ausführung ausgehen und man hat sicher festgelegt wie solch eine Leitung zu verlaufen hat.
     
  9. Pitty

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    150€ finde ich jetzt nicht viel. Man hätte gleich eine Begleitheuzung unter Strom mit einbauen sollen, da die Heizung wohl immer wieder einfrieren wird.
     
  10. jorgk

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    Hä --- ganz sicher wäre es möglich eine Rohrbegleitheizung (Heizband, Frostschutzband o.ä. Namen) zu verlegen. Damit sollte, arktische Temperaturen mal ausgenommen, ein Einfrieren zu verhindern sein.
    Es gibt selbstregulierende Heizbänder (Heizleistung steigt beim Abkühlen des Bands an) mit/ohne Thermostat (das Thermostat setzt einen Punkt (z.B. + 4ºC) ab dessen Unterschreiten überhaupt erst geheizt wird; macht man, da die Selbstregulierung des Heizbands allein i.d.R. nicht zu 0-Stromverbrauch bei gewöhnlichen/warmen Temperaturen führt).

    Hier mal ein paar Begriffe um im Netz zu suchen (habe nix mit den jeweiligen Herstellern zu tun, entstammen allein meinen eigenen Suchen - mein Handwerker, Installateur bzw. Elektriker, hat/haben dann eh' das verbaut, was bei ihren Grosshändlern verfügbar war):
    bamaheat 8000-30.01 KS-T (mit Thermostat, ohne Heizband)
    bamaheat 8000-30.03 KS-F3 3m selbstregelndes Heizband
    DE-Raychem Technicalhandbook-TH-CDE0424
    Dimplex TerraComfort Heizband hbs-2003-05-23
    EBERLE UTR-52472 Frostwächter
    PHBS 2 Heizbandset für Frostschutz 2 m
    Raychem FrostGuard-Eco

    Grüsse,
    jorg

    P.S.: Wasser ausserhalb von beheizten Räumen oder oberhalb der Frostgrenze im Boden zu verlegen ist sicherlich nie eine gute Idee, der Dachboden ist da sicherlich ein besonders dummes Örtchen ... aber bei mir blieb auch nichts anderes übrig ... bis dann mal die WEG zu einer kompletten Rohrneuverlegung greift muss es halten ;-)
     
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  11. #10 Braunbär, 06.06.2018
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    Dankeschön, ich frage mal bei einem Betrieb an. Wäre natürlich eine Lösung. Dies wurde allerdings von der Firma nicht vorgeschlagen.
     
  12. Pitty

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    Das ist traurig. Bei uns hättest Dudas bekommen. :-)
     
  13. #12 ehrenwertes Haus, 06.06.2018
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    Sry. aber das ist absoluter Blödsinn. Auch absolut luftundurchlässige Bauteile oder Bereiche kühlen irgendwann bis unter 0°C aus, wenn die Umgebungstemperatur dazu passend ist. Luftundurchlässig sagt rein gar nichts über die thermische Isolierfähigkeit des Materials aus.

    Absolut luftdicht werden nicht mal super Niedrigeneriehäuser gebaut, weil sonst Schimmelbildung zu 100% vorprogrammiert wäre.

    Es gibt beheizbare Wasserleitungen, damit sie auch bei ungünstigen Verlegungsbedingungen nicht einfrieren können.
    Das kostet dann zwar etwas Strom, wenn die Leitungen selbst beheizt werden, ist längerfristig aber günstiger als immer wieder Handwerker zum auftauen zu rufen. Vom Ärger deswegen mal ganz abgesehen.

    Die Frage ist nur, ob dir ein wirksamer Frostschutz sein Geld wert ist oder ob du lieber mit dem Risiko eingefrorener Leitungen leben magst.
     
  14. #13 Braunbär, 06.06.2018
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    Hahaha fürs nächste mal!

    Na ja von einem Fachbetrieb sollte man ja eine vernünftige Beratung und Ausführung erwarten. Dem Meister müssen doch solche Sachen bekannt sein oder?
     
  15. #14 FMBerlin, 06.06.2018
    Zuletzt bearbeitet: 06.06.2018
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    Immer daran denken: Den Meisterbrief bekommt, wer die entsprechende Prüfung bestanden hat, das kann auch mit Note 4,0 sein. Zu meiner Zeit bedeutete 4,0 das 50% der Prüfungsfragen richtig beantwortet worden sind und das bedeutet nichteinmal, daß wenigstens 50% des Lehrstoffes beherrscht wurden. Dementsprechend ist dann auch die Qualität der beim Kunden geleisteten Arbeit. Auch der Titel "Architekt" sagt nur sehr wenig über die tatsächlichen planerischen Fähigkeiten aus.
    In der Selbstdarstellung der meisten Branchen wird dieser Umstand leider verschwiegen.
     
  16. #15 ehrenwertes Haus, 06.06.2018
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    Für einen Fachbetrieb brauchts keinen Meister. Gesellenbrief reicht. Den Meister braucht man nur um sich auch "Meister" nennen zu dürfen oder wenn man ausbilden will.
    Schwerpunkt bei allen Meisterlehrgängen im Handwerk ist aber nicht das handwerkliche Wissen zu erweitern oder zu vertiefen, sondern Betriebswirtschaft, Buchführung und Grundlagen im Steuerrecht für kleine bis mittlere Unternehmen. Dazu kommt noch ein Teil Menschenführung und und wie man theorisch sein Wissen Azubis vermitteln kann. Wirklich aus sein Gewerk bezogenes Sachwissen hat ein Meister damit nicht mehr als ein Geselle.


    Ich habe ganz sicher sehr viel Respekt vor guten Handwerkern. Die zeichnen sich aber nicht über den Titel "Meister" aus, sondern wie sehr sie sich für ihren Fachbereich interessieren, sich wirklich weiterbilden und ihr Wissen nicht nur bei den Kernthemen oberflächlich vorhanden ist, sondern Tiefenwissen und auch über den Tellerrand ihres Gewerks hinaussehen können.
    Ich finde es immer peinlich für sogenannte Meister, die von Fachfremden aber interessierten Kunden locker mit dem Fachwissen oder auch nur durch logisches Denken in die Tasche gesteckt werden können.


    Mein Tipp bei der Suche nach guten Handwerkern ist immer sich selbst ein Stück weit zum Thema schlau zu machen.
    Dann dem Handwerker Fragen stellen, deren Antwort man selber sicher weiß. Kommt dann nur Blödsinn (ist leider öfters der Fall), weiß ich wo der Maurer das Loch gelassen hat.
     
  17. Andres

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    Danke, der Spruch kommt in meine Sammlung. :90:
     
  18. Berny

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    Das meine ich aber auch.
     
  19. Pitty

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    Das stimmt nicht. Der Anlagenmechaniker, früher Gas—Wasserinstallateur ist ein Meisterbetrieb. Du hast keine Chance ohne Meister in dem Gewerk selbständig zu machen. Unfassbar ist auch gut so. Du arbeitest an Gasleitungen, installierst Thermen da kann eine Menge passieren wenn Du das nicht richtig machst.
     
  20. #19 ehrenwertes Haus, 07.06.2018
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    Klar geht das.
    In manchen Berufen gibt es einen Meisterzwang. Das gilt aber nur für eine Existensgründung. Teilweise nur, wenn ein Hauptgewerbe angemeldet werden soll. Das gleiche Handwerk als Nebengewerbe unterliegt nicht immer dem Meisterzwang bei Existenzgründung.

    Meisterzwang bedeutet nicht, dass Inhaber eines Gewerbes dieser Meister sein muss (ein Mitarbeiter mit Meistertitel reicht) oder der Typ, der dich berät oder einen Auftrag ausführt.


    Dazu gibt es noch diverse Umgehungsvarianten des Meisterzwangs, die ganz legal beantragt werden können.
    Die Zeiten, in denen man sich darauf verlassen konnte, das der Chef selbst einen Meistertitel hat, sind lange vorbei.
     
  21. #20 QuietscheEnte, 07.06.2018
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    Mit dem ausbilden dürfen stimmt so nicht.
    Ich habe keinen Meister gemacht und bin nur normale Konstrukteurin. Ich habe über meinen Arbeitgeber die Prüfung zur Ausbilderin bei der IHK abgelegt.
    Hier reicht normaler Gesellenbrief bzw. Ausbildung aus, um Ausbilder in dem Beruf zu werden.
     
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