Einkünfte aus Vermietung von 50/50 auf 100% für den Alleinverdiener ändern wegen GKV Familienversich

Diskutiere Einkünfte aus Vermietung von 50/50 auf 100% für den Alleinverdiener ändern wegen GKV Familienversich im Steuer - Vermietung und Verpachtung Forum im Bereich Finanzen; Thema: Einkünfte aus Vermietung von 50/50 auf 100% für den Alleinverdiener ändern wegen GKV Familienversicherung Es gibt zwar so ein ähnliches...

  1. mikail

    mikail Neuer Benutzer

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    Thema:
    Einkünfte aus Vermietung von 50/50 auf 100% für den Alleinverdiener ändern wegen GKV Familienversicherung

    Es gibt zwar so ein ähnliches Thema aber im Detail ist es anders und es gab keine Lösung, deswegen hier nochmal unser Problem...


    Sehr geehrte Damen und Herren, Sehr geehrte Experten/innen, Sehr geehrte Forumbenutzer*innen,

    meine Frau ist Hausfrau und hat kein Einkommen. Ich bin angestellt und habe einen ganz normalen AN-Lohn (z.B. 2700 Euro im Monat). Kein Ehevertrag. Alles Gesetzliche ist gültig. Steuererklärung gemeinsam veranlagt. Zwei Kinder, die noch in die Schule gehen und für die Kindergeld bezogen wird.

    Meine Frau hat vollstes Vertrauen und ich betreue ALLE unsere gemeinsamen finanziellen und wirtschaftlichen Geschäfte... Schon seit unserer Heirat.

    Wir haben mit meiner Frau sieben Apartments nach und nach im Laufe unserer Ehe gekauft.
    Vier mit Finanzierung. Eigentum 50:50
    Zwei ohne Finanzierung Eigentum 50:50 ohne Finanzierung
    Eins davon hatten wir nur auf meinem Namen gekauft. Also zu 100:0 nur auf mich. Mit Finanzierung.

    Da die Krankenkasse von mir wegen der Familienversicherung Informationen und den ESt-Bescheid verlangt hat, habe ich diese auch der Krankenkasse gesendet.

    Die Krankenkasse hat dann gesagt, dass sich meine Frau so schnell wie möglich freiwillig gesetzlich selbst versichern muss. Da wir mittlerweile hohe Mieteinnahmen aus Vermietung und Verpachtung haben und

    50 % dieser Einnahmen auf den Namen meiner Frau in dem ESt-Bescheid zugeschrieben wurden (7000 Euro jährlich) und diese über die monatliche Einkommensgrenze von 455 Euro im Jahr 2020 sind. (Die monatliche Einkommensgrenze lag im Jahr 2018 bei 435,00 Euro, im Jahr 2019 bei 445,00 Euro)


    Das Problem greift rückwirkend zum 01.2018, da ich ab diesem Zeitpunkt dieser neuen Krankenkasse beigetreten bin.
    (Meine Frau muss vermutlich die Beiträge rückwirkend ab diesem Datum nachzahlen.)
    Aber auch, weil die anteiligen Mieteinnahmen seitdem auch höher sind als die zugelassene Einkommensgrenze. Denn wir haben nach und nach die Apartments gekauft und mit den letzten zwei gekauften Apartments die zugelassene Höchstgrenze überschritten.

    Die Mietverträge laufen nur über mich und die Mietzinsen werden von den Mietern nur auf meinen Namen überwiesen. Das Konto ist aktuell ein gemeinsames Konto (Oder-Konto). Dies könnte ich aber ändern. (Soll ich dies ändern? Ist es wirklich vorteilhaft?)

    Die Familienversicherung kostet monatlich stand 07/2020 ca. 180 Euro im Monat bzw. 2160 Euro im Jahr. Diese sind zusätzliche Belastungen für uns…

    Die ESt-Bescheide von 2016 bis 2018 habe ich schon bekommen und ich vermute diese sind auch rechtsgültig, da ich kein Wiederspruch eingelegt habe. 2019 wurde noch nicht abgegeben.

    1. Was kann ich ab jetzt bzw. für die Zukunft machen, sodass meine Frau wieder in dem Steuerbescheid kein Einkommen mehr hat bzw. das Einkommen aus Vermietung und Verpachtung (100:0) nur auf mich läuft und dementsprechend sie wieder in die Familienversicherung, die über läuft, versichert sein kann, damit wir uns diese 180 Euro im Monat sparen.

    a. Würde es ausreichen, wenn wir einen Vertrag zwischen Ehepartnern machen und bestätigen, dass die Mieteinnahmen und die dazugehörigen Ausgaben nur dem Ehemann zugewiesen werden, um bei der Einkommenssteuererklärung das Einkommen aus V+V (100:0) einteilen zu können?

    b. Was könnten wir ansonsten machen, um dieses Ziel zu erreichen?

    c. Wenn es gar keine Möglichkeit gibt, habe ich recherchiert, dass wir zum Notar müssen und eine Umschreibung (Schenkung) von den 50% meiner Frau auf mich tätigen müssen. Somit wären unsere Eigentumsverhältnisse für die Teilung der Mieteinnahmen 100:0. Sowohl alle Einnahmen als auch alle Ausgaben würden dann auf meinen Namen laufen. (Meine Frau ist damit einverstanden, damit haben wir keine Probleme.). Meine Frau wäre wieder familienversichert.

    Ist dies so korrekt?

    Müssten wir auf etwas anderes achten? Z.B. die Darlehensgeber, diese wären auch einverstanden, denn der Notar hat auch mündlich bestätigt, dass soweit die Darlehensverträge so weiterlaufen wie bisher, ist es der Bank gleichgültig wie die Eigentumsverhältnisse sich verändern bzw. sind.

    Wenn die Bank vom Notar/Grundbuchamt die Änderung durch ein Schreiben mitbekommt, dann bekommen wir ein Dokument „Grundschuldzweckerklärung“. Dies wird unterschrieben und zurück an die Bank gesendet. Damit wäre die Umschreibung erledigt!

    d. Aber müssen wir jetzt oder in Zukunft auf etwas anderes achten, was sich nachteilig auswirken könnte, wie z.B. folgendes:
    - Steuern nicht mehr ganz oder teilweise absetzen (z.B. AFA )
    - Keine Anerkennung von Seiten der Krankenversicherung (somit würden wir umsonst Notargebühren bezahlen und die Aktion wäre umsonst)
    - Beim Verkauf nach zehn Jahren, wie z.B. die Spekulationssteuer o.Ä.?

    e. Kann man die Notarkosten inkl. Grundeintragsgebühren, welche ca. 4500 Euro betragen, von der Steuer absetzen. Wenn ja, wo muss ich dies als Beschenkter in der Lohnsteuer angeben…

    Bitte um eine Rückmeldung und Unterstützung.

    Danke schon mal im Voraus.

    VG aus Nürnberg
    mikail
     
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  3. Ferdl

    Ferdl Erfahrener Benutzer

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    Das ganze schreit nach einem Steuerberater.
    Meines Wissens ist es egal wem die Immo gehört, entscheidend ist, wer der Vermieter ist, dem ist auch das Einkommen zuzurechnen (wenn denn die Anlage V&V richtig ausgefüllt wurde)
     
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  4. mikail

    mikail Neuer Benutzer

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    Ich habe aber gelesen, das die Aufteilung immer nach dem Eigentumsverhältnis gemacht werden muss, sonst wird immer das Finanzamt was dagegen haben...
     
  5. #4 immobiliensammler, 26.07.2020
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    Dann hast Du etwas falsches gelesen, es gibt verschiedene Möglichkeiten, das wäre aber Steuerberatung und die ist nun mal den Steuerberatern vorbehalten. Wäre aber wohl gut investiertes Geld!
     
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  6. #5 hELLfIRE, 27.07.2020
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    Es ist nicht immer gleich Steuer- oder Rechtsberatung. Man sollte doch über diese Themen hier im Forum auch allgemein diskutieren können.
    Wenn man die Antworten allgemein hält und dabei kurz aufzählt welche Möglichkeiten oder auch welche Erfahrungen man selbst in dieser Sache mit dem Finanzamt oder vielleicht auch der Krankenkasse gemacht hat, ist das doch legitim.
    Man muß ja dabei nicht zu sehr ins Detail gehen.
    Aber vielleicht bekommt @mikail damit neue hilfreiche Ansätze oder Ideen für eine Lösung seines Problems.

    Klar kann man eine Diskussion auch immer gleich mit dieser Steuer- oder Rechtsberatungskeule abwürgen. Die Frage ist halt ob es notwendig ist und ob das Thema vielleicht auch zukünftig für andere Forennutzer interessant sein könnte, hier verschiedene Erfahrungsbereichte darüber lesen. Es verhindert dann womöglich die Eröffnung eines neuen Themas oder Beitrags.

    Und ob das Finanzamt etwas dagegen hat oder nicht ist doch auch immer sehr stark vom Finanzamt und vom Sachbearbeiter abhängig. So zumindest bisher meine Erfahrung mit zwei Finanzämtern. Allerdings nicht in Sachen V+V. Das eine Finanzamt war da total entspannt, wenn es darum ging Kinderbetreuungskosten steuerlich geltend zu machen. Das andere Finanzamt hat noch nicht einmal den Kostenbescheid vom Jugendamt für die Kinderbetreuungskosten der Tagesmutter akzeptiert. Das ganze mußten wir dann bis zur Rechtsantragsstelle vom Finanzamt durchziehen, wo dann diese Kinderbetreuungskosten nach 2 jährigen Verfahren und Prüfung endlich, wie beim anderen Finanzamt akzeptiert wurden.
     
  7. #6 immobiliensammler, 27.07.2020
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    Meiner Meinung nach kann hier nur jemand helfen, der den Einzelfall genau kennt und dann ist eine Auskunft eben Steuerberatung.

    Ganz simpel ist die Antwort: Die Frau muss entsprechend weniger verdienen um wieder unter die Grenze für die Familienversicherung zu fallen, oder sie nimmt einen sozialversicherungspflichtigen Job an, beides machbar.
     
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  8. #7 ehrenwertes Haus, 27.07.2020
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    Kann man natürlich.

    Nur, wie helfen dem TE ganz allgemeine Antworten bei derart konkreten Einzelfallfragen?
     
  9. mikail

    mikail Neuer Benutzer

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    Hallo nochmal,

    ich brauche bitte Ideen, wie man in dem Abteil von V+V die Frau wieder weniger verdienen lassen kann.
    Bis her habe ich immer zum Notar gehen, alles auf den Mann umschreiben (Schenkung) lassen.

    Aber gibt es hier für eine Alternative. Dieses Umschreiben beim Notar wird mich 4500 Euro ca. kosten???
    Meine FA-Sachbearbeiterin hat mir nur gesagt, das sie das dann so akzeptieren würde. Und sie kein Steuerauskünsfte geben könne...
    Aber wenn Ihr alternativ Ideen hättet, könnte ich auch dies einzeln nachfragen???

    Bitte um Ideen und Unterstützung?

    Danke.
     
  10. #9 ehrenwertes Haus, 27.07.2020
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    Du brauchst eine umfassende Steuerberatung einschließlich dem Durchrechnen verschiedener möglicher Modelle. Dafür ist ein Steuerberater die richtige Anlaufstelle, nicht der SB beim FA.
     
  11. #10 immobiliensammler, 27.07.2020
    Zuletzt bearbeitet: 27.07.2020
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    Ich verstehe Dich ehrlich gesagt nicht! Du willst über 2.000 Euro pro Jahr einsparen aber kein Geld für eine professionelle Beratung ausgeben.

    Das kann nur jemand für Dich lösen, der alle Einzelheiten kennt und beurteilen kann. Oder willst Du alle Unterlagen (Steuerbescheide, Mietverträge, Kaufverträge etc) ungeschwärzt hier öffentlich einstellen damit sich jemand das anschauen soll?????

    Im Übrigen: Die grundsätzliche Lösung des Problems habe ich Dir schon erklärt:

    Lesen, verstehen und umsetzen musst Du diese schon selbst!
     
  12. #11 BiG Rock 95, 27.07.2020
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    Liebe Teilnehmer an der Runde, als Mitleser bin ich etwas irretiert.
    Hierbei geht es aus meiner Sicht eher um Sozialrecht wie um Steuerrecht.
    Somit wäre ein Sozialversicherungsberater angesagt, daß gibt es glaube ich nicht.
     
  13. #12 immobiliensammler, 27.07.2020
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    Ein Steuerberater kennt sich aber auch mit der Gestaltung der Sozialabgaben aus (kann ich Dir aus eigener Erfahrung sagen)
     
  14. #13 hELLfIRE, 27.07.2020
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    Ganz einfach. Mal einer Beispielantwort hier im Beitrag.
    Auf die Frage wurde mit.
    Hier hätte man doch auch ganz allgemein die verschiedenen Möglichkeiten bzw. seine eigenen Erfahrungen aufzählen können und zwar ohne das es gleich eine Steuerberatung wäre oder ins Detail geht. Ich kann auch nachvollziehen, dass man als Vermieter seine "Geheimnisse" für sich behalten möchte. Aber eine solche Antwort hilft doch den TE nicht wirklich weiter um sich zu orientieren in welche Richtung der verschiedenen Möglichkeiten man möchte.

    Und mal unter uns. Es gibt auch genügend Steuerberater die keinen Plan mehr haben, wenn es etwas komplexer wird und es sich gerade nicht mehr um einen "Standardfall" handelt. Hinterher will man dann aber als Steuerberater für die gemachten Fehler nicht mehr gerade stehen. Ich durfte auch mit einem solchen "Experten" schon entsprechende Erfahrung machen.
     
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  15. #14 immobiliensammler, 27.07.2020
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    Wie oft soll ich mich noch wiederholen?

     
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  16. #15 ehrenwertes Haus, 27.07.2020
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    In dem Zusammenhang Nonsense.
    Das Steuerrecht samt Sozialabgaben aus Einkünften ist für alle gleich. Da gibt es keine geheimen Sonderregeln für Vermieter, alle Regelungen sind Jedermann zugänglich.

    Das Einkommen von Frau Vermieter darf bestimmte Grenzen nicht übersteigen, wenn keine Abgaben darauf anfallen sollen.
    Das ist die allgemeine Antwort.
    Ohne eigenes Einkommen oberhalb der Grenzwerte keine Steuern und Sozialabgaben für Frau VM.
     
  17. mikail

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    Hallo,

    Steuerberater wollen dich beraten, nichts neues sagen und 700 Euro kassieren... Und wofür gibt es ein Forum, wenn Ihr keine Ideen unterbreitet. Das kann doch jeder dann für jede Sache sagen: Gehe zum Ra oder zum Steuerberater.

    Also mittlerweile habe ich folg rausgefunden durch ein Telefonat mit einem Steuerberater. Aber alles ohne Gewähr...
    - Meine Frau wird ihre Anteile an mich übertragen schenken. Damit hätte sie kein Einkommen wegen V+V mehr. Und sie wäre wieder Familienvers.fähig.
    Dieser Punkt ist sehr teuer!

    ------------------------------------------------------------------------------
    - Nießbrauchrecht de Ehemann einräumen :
    Dieser Punkt ist sehr teuer!

    Andernfalls ist es möglich, ihrem Ehemann ein sog. Nießbrauchrecht einzuräumen. Damit würden Sie Ihrem Ehemann die umfänglichen Nutzungsrechte und die aus der Nutzung zu ziehenden Früchte nach § 99 BGB übertragen. Bei Mietobjekten wären dies entsprechend die Mieteinnahmen bzw. die Mietforderungen. Ihrem Ehemann würden dann die entsprechenden Einkünfte zufallen, so dass er nunmehr etwaige Werbungskosten würde geltend machen können und ihm die Einkünfte aus der Vermietung zuzurechnen wären. Sie hätten dann keine Einkünfte aus der Vermietung mehr, die im Rahmen Ihrer Familienversicherung angerechnet werden müßten.
    Die Einräumung eines entsprechenden Nießbrauchrechts (Zuwendungsnießbrauch) ist formbedürftig. D.h., dass seine rechtliche Begründung nach § 873 Abs. 1 BGB der Einigung und Eintragung in das Grundbuch bedarf. Es ist demnach eine rechtlich verbindliche Verfügung (Einräumung des Nießbrauch bzw. der Nutzungsrechte) erforderlich, die zur Eintragung im Grundbuch beantragt wird und dann auch entsprechend erfolgt.
    Ein neuer Mietvertrag ist dabei nicht zwingend erforderlich. Sie würden ja weiterhin Eigentümerin des Mietobjekts bleiben, wohingegen Ihrem Ehemann die Ziehung des wirtschaftlichen Nutzens zustünde.
    Bei einer „einfachen" vertraglichen Regelung ohne die rechtlich verbindliche Grundbucheintragung, würde hierin ggf. eine gewollte Umgehung zum „künstlichen" Erhalt der Familienversicherung gesehen werden und entsprechend unwirksam sein.
    Die Mieteinkünfte sollten dann auch, sofern verschiedene Konten bestehen, auf das Konto Ihres Ehemanns eingezahlt werden.


    -------------------------------------------------------------------------------------------
    - Diese Info, wobei ich mir nicht sicher bin ob das mein Problem lösen würde... Und so ganz habe ich diesen Punkt auch nicht verstanden... Link konnte ich hier nicht reinkopieren..

    Grundsätzlich ist es möglich, dass Ihre Frau Ihnen die gesamten Mieteinnahmen abtritt. Nach § 398 BGB kann eine Forderung von dem Gläubiger durch Vertrag mit einem anderen auf diesen übertragen werden. Der neue Gläubiger tritt dann mit dem Abschluss des Vertrages an die Stelle des bisherigen Gläubigers. Ein Abtretungsverbot nach § 399 BGB liegt nicht vor, da die Leistung an Sie ohne Veränderung des Inhalts erbracht werden kann. Nach Ihrer Aussage wird die Miete ohnehin seit Jahren auf Ihr persönliches Konto überwiesen.

    Erforderlich für die Abtretung ist ein Abtretungsvertrag zwischen dem bisherigen Gläubiger (sog. Zedent) und dem neuen Gläubiger (sog. Zessionar), durch den der Zedent die Forderung auf den Zessionar überträgt. Ein solcher Vertrag ist grundsätzlich formfrei. Dies bedeutet, dass dieser auch stillschweigend zustandekommen kann. Man würde daher in Ihrem Fall vertreten können, dass durch die Mietzahlungen auf Ihr persönliches Konto diese ohnehin schon an Sie abgetreten wurden.

    Trotzdem sollten Sie aber zu Beweiszwecken gegenüber der Krankenkasse einen schriftlichen Abtretungsvertrag mit Ihrer Frau machen. In diesem sollten Sie klarstellen, dass die Mietzahlungen gegen Übernahme der Pflichten abgetreten werden. Es ist zwar nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs vom 02.07.2003 (Az: XII ZR 34/02) nicht erforderlich, dass auch die Pflichten übertragen werden müssen. Ich halte dies jedoch für sinnvoll. Die Abtretung wird dann gegenüber der Krankenkasse plausibler und macht weniger den Eindruck eines Umgehungsgeschäfts, um in der Familienversicherung bleiben zu können. Da Ihre Frau keine weiteren Einnahmen hat, kann Sie die Instandhaltungskosten unter Umständen ohnehin nicht tragen.

    Nach der Abtretung treten Sie als neuer Vermieter in die Rechte und Pflichten Ihrer Frau ein. Die Einnahmen werden dann auch steuerrechtlich Ihnen und nicht mehr Ihrer Frau zugerechnet.


    Abschließend würde ich Ihnen empfehlen, zur Vorbereitung des Abtretungsvertrages einen Rechtsanwalt vor Ort aufzusuchen. Gerne können Sie hierfür auch mich über die unten genannte email beauftragen.


    Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage verschaffen. Sollte Ihnen noch etwas unklar sein, dürfen Sie gerne die Nachfragemöglichkeit nutzen. Wenn Sie zufrieden sind, würde ich mich über eine positive Bewertung freuen.
    ...
    ------------------------------------------------------------------------
     
  18. #17 hELLfIRE, 27.07.2020
    Zuletzt bearbeitet: 27.07.2020
    hELLfIRE

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    Ich glaube so schlau ist der TE bereits selbst gewesen, dass er weiss, dass die Frau weniger Einkommen haben muss. Das geht auch meine ich aus dem Beitrag vom TE hervor, dass er Ideen, Ansätze oder Möglichkeiten dafür sucht wie das funktionieren könnte und vor allem wie das vom Finanzamt und der Krankenkasse akzeptiert wird bzw. welche Erfahrungwerte es dazu gibt. Dazu ist doch das Forum da um sich genau über solche Sachen auszutauschen.

    Da hattest wiederum geantwortet "Dann hast Du etwas falsches gelesen, es gibt verschiedene Möglichkeiten ..."
    Warum Du dann nicht auch gleich die verschieden Möglichkeiten aufzählst oder schreibst warum der TE da etwas falsch gelesen hat und wie das richtig sein könnte, bleibt wohl ganz offensichtlich dein Geheimnis.

    Warum darf denn die Aufteilung in der Steuereklärung deiner Meinung nach auch von den Eigentumsverhältnisnach abweichen und muss nicht exakt nach den Eigentumsverhältnis gemacht werden?
    Also warum kann aus den Eigentumsverhältnissen 50/50 im Grundbuch plötzlich 0/100 in der Steuererklärung werden?

    Theoretisch können dann ja auch aus den Eigentumsverhältnissen 0/100 im Grundbuch plötzlich 100/0 in der Steuererklärung werden. Das würde bedeuten das der Ehepartner, der eigentlich gar kein Eigentümer der Immobilie ist, die Einkünfte aus dieser Immobilie zu 100% versteuert. Der andere Ehepartner der jedoch Eigentümer der Immobilie ist, keine Einküfte mehr versteuern muss.

    Kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass das so einfach funktioniert und diese Abweichung vom Finanzamt ohne weiteres akzeptiert wird.
    Von daher würde auch mich mal eine Möglichkeit oder ein Beispiel in der Sache intressieren wie das bei Dir funktioniert hat oder was dir da genau vorschwebt.
     
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  19. #18 taxpert, 27.07.2020
    taxpert

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    Es gibt viele Möglichkeiten und keine ist umsonst!

    1. Weniger Miete verlangen

    2. (Unsinnige) Werbungskosten produzieren

    3. Eigentumsumschreibung (kostet natürlich Notar, Grundbuchamt, etc ... und im schlimmsten Fall Schenkungssteuer)

    4. Nießbrauch oder andere zivilrechtliche Übertragung der Einkünfte (ja, das geht auch steuerrechtlich!). "Kostet" natürlich WK, da der übertragende Partner ja keine Gewinnerzielungsabsicht mehr hat!

    Was davon sinnvoll ist oder zum Pyrrhussieg wird kann kein Forum klären oder auch nur erahnen, sondern nur eine kostenpflichtige Beratung abklären.

    taxpert
     
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  20. #19 SaMaa, 27.07.2020
    Zuletzt bearbeitet: 27.07.2020
    SaMaa

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    Mir stellt sich nun die Frage:

    Warum dieser gesamte Aufwand?
    Warum zahlt man nicht die Krankenversicherung für das, was man €massig verdient? Sowas könnte man auch Sozialverpflichtung nennen ;)

    und gleichzeitig wünsche ich Deiner Frau, das bei den oben genannten Konstellationen, sich Eurer Verhältnis nie ändert. Ansonsten kann es sehr schlecht für sie ausgehen, wenn sie nur um die „ Beiträge“ zu sparen auf alles verzichtet und da spreche ich aus Erfahrung.

    Ich kenne auch jemand. Sie war auch sehr glücklich verheiratet. Sie hatten auch alles über ihren Mann laufen lassen, weil sie sich so vertrauten inkl mehrere Lebensversicherungen( selbstverständlich nur auf seinen Namen, bezahlt natürlich mit beiden Verdiensten ) und andere Absicherungen, damit falls ihm im Außendienst mal was passiert, alles mit den ausgezahlten Prämien bezahlt wäre und sie dann gut damit leben könnte.

    Das lief auch alles super gut, bis seine neue Freundin ins Spiel kam, die Freundin dann schwanger wurde und eine Scheidung vollzogen wurde. Er hat sich dann nicht mehr an mündliche Absprachen erinnern können/wollen und alles wurde demjenigen zu gesprochen, auf dessen Namen es lief und es war nicht die Ehefrau ;)

    Ganz im Gegenteil, die konnte mit Null anfangen. Da man(n) natürlich ihre selbstständig erwirtschaftete Gewinne immer nur in die LV und die Wohnungen (alles auf seinen Namen) gesteckt hatte.

    Somit Neuanfang, ohne Vermögen, ohne Eigentum, ohne Rentenansprüche etc
     
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  21. jorgk

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    Präzise - aber es gibt verschiedene Wege dahin, die kann man ja mal auflisten. Mir fällt ein:
    - Umschreibung im Grundbuch
    - Abtretung § 398 BGB hier (bitte nicht zu früh freuen - auch Anwälte können falsch liegen ...)
    - Niesbrauch
    Jemand was weiteres?

    Mein 'Gefühl': Im Vorfeld hätte man/frau es einfach gestalten können, jede Änderung jetzt wird wirklich schwierig (zumindest teuer wenn es rechtssicher sein soll - und alles andere macht keinen Sinn, siehe hier).
    Keine Ahnung ob es im Sozialversicherungsrecht auch so etwas wie einen 'Gestaltungsmissbrauch' gibt wie im Steuerrecht. Die Krankenkasse würde sich nun aber sicherlich darauf berufen wollen ...
     
Thema: Einkünfte aus Vermietung von 50/50 auf 100% für den Alleinverdiener ändern wegen GKV Familienversich
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