Einmal mehr: Heizkostenabrechnung bei Einrohr-Heizung

Diskutiere Einmal mehr: Heizkostenabrechnung bei Einrohr-Heizung im Heizung Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Guten Tag zusammen, ich war bisher stille Mitleserin und habe zu meinem Problem durchaus schon die Suchfunktion bemüht, aber keine Antworten auf...

  1. #1 GS_Schweig, 09.03.2019
    GS_Schweig

    GS_Schweig Neuer Benutzer

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    Guten Tag zusammen,

    ich war bisher stille Mitleserin und habe zu meinem Problem durchaus schon die Suchfunktion bemüht, aber keine Antworten auf meine Frage(n) gefunden. Eine Internetrecherche hat mich eher noch verwirrter zurückgelassen.
    Aber zunächst zu mir:
    mein Mann und ich wohnen in Stuttgart, ich selbst stamme aus dem Schwarzwald. Vor ein paar Jahren wurde mir das Elternhaus überschrieben, meine Eltern sind ein paar Kilometer weiter in eine seniorengerechte Wohnung gezogen.
    Zu dem Haus:
    es handelt sich ursprünglich um ein großes EFH mit Einliegerwohnung, Fertigstellung um 1980, Steilhanglage. Als ich im Erwachsenenalter war, wurde auf Druck meines Vaters das Dachgeschoß abgeteilt, der Balkon bekam eine Treppe, die Balkontür wurde durch eine Haustür ersetzt. Das heißt, aus dem EFH wurde ein 3-Familienhaus: unten die 2-Zimmer-Einliegerwohnung, in der Mitte eine große 3-Zimmerwohnung mit Zugang zu den Kellern und zum Heizraum, oben die 3-Zimmer-Dachgeschoßwohnung.
    Geheizt wird mit Öl-Zentralheizung, die Verrohrung ist ein Einrohrsystem. Die Heizung läuft das ganze Jahr im "Winterbetrieb", weil es im Schwarzwald auch im Sommer frisch werden kann und wir zu weit wohnen, um mal schnell die Heizung umzustellen.
    Alle drei Wohnungen sind vermietet.
    Ihr könnt aus dieser Konstellation wahrscheinlich schon herauslesen, dass wir da ein paar Problemchen haben. Wir haben, seit wir das Haus haben, einiges Geld in Renovierungsarbeiten gesteckt, u.a. um aus dem Haus ein „echtes“ 3-Familien-Mietshaus zu machen, für das wir eine korrekte Nebenkostenabrechnung erstellen können. Im Moment verlangen wir eine Pauschal-Warmmiete, uns ist aber bewußt, dass das so nicht rechtmäßig ist.
    Aber wir können nicht hexen und wollen den Mietern auch keine Großbaustelle zumuten.
    Angedacht sind jetzt ein Wärmemengenzähler an der Heizleitung und Heizkostenverteilern an den einzelnen Heizkörpern. Installation der Zähler und die Abrechnung würden wir über einen Anbieter machen lassen.
    In einer dieser Haus&Grund-Mitgliederzeitschriften wurde allerdings geschrieben, dass die Messung mit diesen Heizkostenverteilern bei einem Einrohrsystem zwar rechtmäßig sind, aber nicht sauber funktionieren würde? Ist das so? Wenn ja, was wäre die Alternative?
     
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  3. GSR600

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    Mit Verdunstern könnt ihr bei Einrohrheizungen messen, oder eben mit WMZ am Wohnungszulauf.
     
  4. #3 GS_Schweig, 09.03.2019
    GS_Schweig

    GS_Schweig Neuer Benutzer

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    Gibt es die Verdunster noch? Mir werden überall irgendwelche fernablesbare Hightech-Teile angepriesen.
    Für die WMZ müssten wir also herausfinden, wo das Rohr in die jeweilige Wohnung geht und dort jeweils einen WMZ anbringen? Könnte lustig werden,
    Ich mach mich mal wegen Verdunstern schlau.
     
  5. #4 immobiliensammler, 09.03.2019
    immobiliensammler

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    Klar gibt es die noch! Mein Rat: Beauftrage nicht einen der großen bundesweiten Dienstleister (vor allem I***, B*** etc.), sondern einen regionalen Anbieter. Die Preise sind meist günstiger und der Service kann eigentlich nur besser sein (ich habe eine Aversion gegen Callcenter mit Mitarbeitern, die dann doch keine Ahnung haben)!
     
  6. jorgk

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    Ich denke nicht, dass noch jemand bei einer Neu-Bestückung Verdunster-Röhrchen verbaut.
    Üblich sind elektronische (=digitale) Heizkostenverteiler (HKV). Nur so als Beispiel hier ein Link. Kommen dann an jeden Heizkörper im Haus.

    Die HKV sind leicht (auch selbst) auslesbar, natürlich insbesondere wenn sie per Funk abgelesen werden können (wenn man meint sowas zu brauchen).

    Als Anfänger würde auch ich, wie oben schon geraten, einen lokalen Anbieter suchen und den beauftragen. Wenn Du meinst irgendwann selbst die Heizkostenabrechnung machen zu wollen, dann solltest Du früh überlegen die HKV zu kaufen statt zu mieten.

    Bei der geschilderten Situation solltest Du mit HKV an den Heizkörpern auskommen; je nachdem wie Warmwasser erzeugt wird (dezentral, also pro Wohnung extra per Durchlauferhitzer/elektrische Thermen/... oder zentral mit der Heizung) sind Wärmemengenzähler nötig um die Heizleistung für Warmwasser bzw. Heizung aufzuteilen.

    [ Und Du wirst ggf. schauen müssen wie Du den Warmwasserverbrauch pro Wohnung misst um auch die die Warmwasser-Kosten verbrauchsgerecht zu verteilen].

    Wenn der Heizungskreislauf das hergibt (einzelne Stelle mit Vor-/Rückfluss pro Wohnung) wäre das natürlich ideal für WMZ (dann brauchst Du natürlich keine HKV) - ist bei der Schilderung der Entstehung des Hauses aber relativ unwahrscheinlich.
     
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  7. set

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    Wärmemengenzähler in einer Einrohrheizung sind keine gute Idee. Damdas Heizungswasser im (Ein-) Rohrstrang immer zirkuliert wird dort auch ständig ein Verbrauch gezählt auch wenn alle Heizkörper zugedreht sind. Eine wirklich gerecht Abrechnung der Heizkosten ist bei einer Einrohheizung eigentlich nicht möglich.
     
  8. #7 GS_Schweig, 09.03.2019
    GS_Schweig

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    Erstmal danke für die schnellen Rückmeldungen!
    @set: Das dachte ich auch schon. Mit dem Ding kann ich messen, was insgesamt verbraten wird, aber was habe ich von der Info?
    @jorgk: unser angedachter Anbieter wäre der mit M*****, der hier in Ba-Wü recht verbreitet ist (neben den genannten). Wenn es tatsächlich NUR mit den HKV gehen würde, wäre das eine tolle Sache. Das Abrechnen des Warmwassers sollte bereits möglich sein, allerdings aufwändig durch das Sammelsurium an Wasseruhren.

    Was das Fernablesen angeht, so sollen ja die Eurokraten beschlossen haben, dass alle Meßeinrichtungen in Häusern ab 2022 fernablesbar sein sollen.
     
  9. #8 immobiliensammler, 09.03.2019
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    Wenn das Wasser zentral erwärmt wird dann braucht Ihr noch einen zusätzlichen Wärmemengenzähler zur Ermittlung der dafür benötigten Wärme!
     
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  10. set

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    Nichts. Es geht nur wie schon erwähnt mit den digitalen Heizkostenverteilern. Dazu noch die gesamte erzeugte Wäremennge am Heizgerät erfassen. Ein Teil pauschal, den anderen nach Verbrauch abrechen. Wie man das ausrechnet kann ich die aber nicht sagen, hab keine Erfahrung damit. Bei mir hat jede Wohnung eine WMZ im Zweirohrsystem und WW wird auch für jede Wohnug seperat erzeugt.. Ist aber auch nur ein Doppelhaus, von daher recht einfach..
     
  11. GSR600

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    Die elektronische HKV sind nur bei Einrohrheizungen scheisse, dann muss die VDI2077 angewendet werden.

    Ach und Warmwasser kann man mit Wasserzählern messen.
     
  12. #11 immobiliensammler, 09.03.2019
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  13. #12 Papabär, 10.03.2019
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    Ich sehe nicht, dass das bei Verdunstern anders wäre.

    Im Übrigen dürfte sich der Aufwand zur Rohrdämmung in einem Dreifamilienhaus mit Einrohrheizung in überschaubaren Grenzen halten.
     
  14. #13 GS_Schweig, 10.03.2019
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    Das mit dem Aufwand bezog sich eher darauf, von Einrohr- auf Zweirohrsystem umzubauen. Das wollen wir nun eher nicht machen.
     
  15. jorgk

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    Stimmt, so ergibt sich das Volumen an Warmwasser - aber nicht wie viel 'Energie' in dem Wasser steckt. Deshalb braucht es zusätzlich den Wärmemengenzähler zwischen Heizung und Warmwasserspeicher. Dieser Wärmemengenzähler zeigt die Energie an, die von der Heizung in's Warmwasser überging.

    Die Wasserzähler sind quasi 'nur' dafür da, einen -relativen- Verbrauchswert zwischen den verschiedenen (Miet)parteien zu ermitteln, also den jeweiligen Anteil jeder Partei. Dieser Anteil wird dann zur Verteilung der Kosten für die Energie, die in die Erzeugung des Warmwassers gesteckt wurde, genommen.
     
  16. GSR600

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    Richtig, nur hattest Du geschrieben das der WMZ den Warmwasserverbrauch pro Whg misst und das ist eben nicht so, sondern durch den WMZ wird die benötigte Energie für die Warmwasserbereitung gemessen.
     
  17. jorgk

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    Nee, so habe ich das nicht geschrieben, sondern (Fettschrift nun von mir zur Hervorhebung):
    Wie auch immer, ich denke unsere Argumentation geht in die selbe Richtung und es sollte mit den Klarstellungen vom TE verstanden werden können.
     
  18. GSR600

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    Gugg mal, was Du noch geschrieben hast:

     
  19. jorgk

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    Sorry, aber Du zitierst nicht mehr aus dem Kontext heraus.

    Aber das ist auch einerlei, denn die Textstelle von mir, die Du am Ende deines Posting #17 in Fettschrift zitierst, ist vollkommen richtig, denn da steht etwas bez. Warmwasserverbrauch, mithin eine Wassermenge. Keine Wärmemenge. Genau so war es gemeint:
    Du hattest behauptet:
    ... und genau das habe ich nirgends geschrieben.
     
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