Einrichtung von WMZ / Wasserzähler

Dieses Thema im Forum "Heizung" wurde erstellt von BJUTH, 25.07.2015.

  1. BJUTH

    BJUTH Neuer Benutzer

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    Hallo zusammen,

    ich habe dezeit folgendes Problem:

    Im Jahre 2006 habe ich ein Zwei-Familienhaus (1 x ca. 160 und 1x ca. 120 qm) mit der Absicht gebaut, dieses selbst zu bewohnen und die andere Hälfte von meinen Eltern bewohnen zu lassen.
    Damals haben wir uns also keine großen Gedanken um getrennte Heizkreisläufe oder Wassertrennung gemacht. Wir haben uns die Kosten einfach aufgeteilt.

    Da es aber halt nicht immer so läuft wie geplant, ist das Haus nun komplett vermietet.

    Um eine Trennung der Kreisläufe herbeizuführen wären Umbauten durch einen Installateur i.H.v. ca. 3500€ notwendig.

    Nun habe ich zwei Möglichkeiten:

    Ein Angebot der Firma Allmess:
    Diese übernehmen die Installationskosten komplett und verrechnen diese über eine (Miet-)Laufzeit von 5 bzw. 10 Jahren inkl. deren Messgeräte. Kosten über 5 Jahre wären dann ca. 5000€! Wenn ich es richtig verstanden habe, wären diese auch komplett auf die Mieter umlegbar. D.h. eine Mehrbelastung von ca. 40-50€ mtl. pro Mietpartei.

    Alternative:
    Die Firma Ista bietet Messgeräte bei einer Leihe für das komplette Haus i.H.v. 570€ an, das würde eine Mehrbelastung der Mieter i.H.v ca. 24€ pro Mietpartei bedeuten.

    Die Installationskosten, wenn ich das richtig verstanden habe, würden dann als Investition über eine eine monatliche Mieterhöhung umgesetzt.

    Sieht hier noch jemand eine schonendere Alternative für die Mieter?

    VG
     
  2. AdMan

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  3. #2 Glaskügelchen 2, 25.07.2015
    Glaskügelchen 2

    Glaskügelchen 2 Erfahrener Benutzer

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    Die Installationsarbeiten, die nötig sind um getrennte Kreisläufe zu schaffen, sind meines Wissens nach nicht umlegbar.
     
  4. Andres

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    Das naheliegende EInsparpotenzial liegt bei der Zählermiete. Traditionell macht die Ista nicht das beste Angebot. Lass dir lieber ein paar Angebote von örtlichen Dienstleistern machen.


    Was muss denn getrennt werden? Es wäre zwar schön, wenn man die Heizkreisläufe getrennt hätte, weil man dann mit relativ wenig Aufwand jetzt mit WMZ arbeiten könnte. So sind eben HKV erforderlich - kostet etwas mehr, ist etwas weniger bequem, aber letztendlich doch kein Grund, das Heizungsnetz umzubauen.

    Bleibt das Warmwasser. Auch da wäre eine sinnvolle Leitungsführung zwar bequem, aber schlimmstenfalls braucht man dann eben pro Entnahmestelle einen Zähler. Auch das ist keine Situation, wegen der ich 3500 € in die Hand nehme. Einsparpotenzial zwei sehe ich also bei der grundsätzlichen Überprüfung, ob und welche Umbauten wirklich erforderlich sind.


    Übernehmen die die Kosten oder die Ausführung selbst? Ich lasse keine Subsubsubunternehmer, die für einen hart kalkulierten Festpreis für ihren Sklaventreiber eine Leistung erbringen müssen, damit dieser einen langlaufenden Vertrag an Land ziehen kann, an der Bausubstanz herumpfuschen. Solche Leute haben oft null Hemmungen, technisch leidlich funktionierende und optisch ungenießbare Arbeit abzuliefern. Von mehreren Ausführungsvarianten wird die billigste gewählt (das ist meist Aufputz - sieht im Badezimmer dann wie in einem U-Boot aus), die Qualität der Arbeit ist nicht auf eine langfristige Zusammenarbeit ausgelegt.

    Einen Vertrag über 10 Jahre schließe ich prinzipiell nicht mehr ab. Gute Konditionen bekomme ich auch so.
     
  5. BJUTH

    BJUTH Neuer Benutzer

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    Hallo, dass diese nicht auf die Nebenkosten umlegbar sind ist mir bewusst. Ich bin eher davon ausgegangen, dass hier eine Investition vorliegt du (zu einem gewissen %-Satz) auf die Jahresmiete aufgerechnet werden darf.
     
  6. Andres

    Andres
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    Diese "Investition" heißt korrekt "Modernisierung". Die erstmalige Ausstattung mit Erfassungsgeräten zur Verbrauchserfassung wäre eine Modernisierung. Bei einem Umbau des Leitungsnetzes halte ich das zumindest für fraglich.
     
  7. BJUTH

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    Ok, ich schaue mal wer aus der Liste noch in dem PLZ-Bereich tätig ist und lasse noch ein Angebot erstellen.



    Ich habe mir gerade noch mal das Angebot genau angesehen, die 3.500€ beinhaltet auch den Kauf und die erstmalige Installation der (Allmess) Geräte bei einem Kauf dieser. Geändert werden, müssen nur die Kaltwasserleitungen, dies kostet etwas mehr als 1.000 €



    Almess würde in diesem Fall die Handwerkerkosten übernehmen. Diesen kann ich auch selbst auswählen, also einen meines Vertrauens.
     
  8. Andres

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    Warum müssen die Kaltwasserleitungen geändert werden? Die Pflicht, bei Kaltwasser nach Verbrauch abzurechnen, gibt es nur bei bereits vorhandener Verbrauchserfassung. Ok, vielleicht war es baurechtlich nicht zulässig, das Haus ohne Kaltwasserzähler für die einzelnen Wohnungen zu errichten, aber das ist ein anderes Thema.

    Wie auch immer: Das allmess-Angebot ist gerade ein gutes Stück attraktiver geworden.
     
  9. BJUTH

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    Danke für die Info! Gut, dass es solche Foren für "Vermieter-Neulinge" ;-) Also "muss" ich nur für eine genaue Verteilung der Heizkosten sorgen....

    In dem Haus gibt es genau eine Wasseruhr, mehr nicht.

    Ich versuche mal, dass Angebot hier hochzuladen...
     
  10. BJUTH

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    Hier mal das Angebot zum besseren Verständnis.
     

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  11. Andres

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    ... und schon geht es wieder abwärts mit dem Angebot.
    • Ich dachte, es gibt keine getrennten Heizkreisläufe? Was will ich dann mit 4 WMZ anfangen?
    • Die Aussage, dass Warmwasser pauschal abgerechnet werden muss, halte ich für falsch. Diese Position ist aus meiner Sicht auch nicht mit der HeizkostenV vereinbar. Bei Zirkulationsleitungen muss dann eben im Abzweig gemessen werden.
    • Dass du den Betrieb, der diese Arbeiten ausführen wird, selbst wählen kannst, lese ich hier nicht. Wie wollte man dabei auch den Stundensatz für "Zusatzarbeiten" garantieren?
     
  12. BJUTH

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    Die Heizkreisläufe kann man wohl direkt am Abgang der Heizung messen. Darum die 4 WMZ, das hat aber anscheinend seine Richtigkeit, da sowohl Ista, als auch ein Installateur dies schon bestätigt haben. Dem Installateur vertraue ich da auch.

    Zum Thema Warmwasser muss ich ihn dann noch mal kontaktieren....

    Das hochgeladene Angebot ist nicht von allmess, sondern von dem Installateur der mit allmess Geräten kalkuliert hat.

    VG
     
  13. BJUTH

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    Ich hab meinen Mietern die evtl. Kosten mitgeteilt. Eine Partei möchte den Einbau trotz der Kosten, die andere Partei nicht. Da ich ja gesetzlich scheinbar nicht verpflichtet bin, die Wasserzähler einzubauen, wird es jetzt interessant.
    Die Hkv sind ja unstrittig, aber wie sieht es mit dem Wasser aus?

    VG
     
  14. Andres

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    Ich sehe keine Pflicht. In § 556a BGB heißt es lediglich: "Betriebskosten, die von einem erfassten Verbrauch oder einer erfassten Verursachung durch die Mieter abhängen, sind nach einem Maßstab umzulegen, der dem unterschiedlichen Verbrauch oder der unterschiedlichen Verursachung Rechnung trägt." Der Verbrauch an Kaltwasser wird nicht erfasst - also wird auch nicht nach Verbrauch abgerechnet. Es scheint ja auch nicht vereinbart zu sein.

    Ob du nun die Zähler trotzdem einbauen lassen willst, ist deine Sache. Ich würde es tun.
     
  15. BJUTH

    BJUTH Neuer Benutzer

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    Wenn also keine Pflicht besteht, eine Partei es möchte und die andere nicht, bin ich natürlich in der Zwickmühle. Der Einbau der Zähler wäre ja eine Investition bzw. Modernisierung. Gibt es da eine gesetzliche Regelung wenn 50% dafür und 50% der Mieter dagegen sind?
     
  16. Andres

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    Nein. Du hast gerade eben den Grund erkannt, aus dem man Mieter nicht zu solchen Themen befragt.


    Ja. Alternativ könntest du die Zähler mieten. Dann wären es Betriebskosten.
     
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