Einrohrheizsystem und Zweirohrheizsystem eine gemeinsame Abrechnung

Dieses Thema im Forum "Mietminderung" wurde erstellt von Veteranoalfredo, 10.03.2013.

  1. #1 Veteranoalfredo, 10.03.2013
    Veteranoalfredo

    Veteranoalfredo Gast

    Wir haben in einer Wohnanlage 9 Häuser mit zwei Heizzentralen- Die erste Heizzentrale Haus 1 - 4 die zweite Anlage für die Häuser 5 - 9 (können bei Ausfall also aussergewöhnlichem Bedarf auch zusammen geschaltet werden..

    Alle Heizkörper sind mit elektronischen Messgeraten nach dem "Zweifühler Prinzip" ausgestattet, werden im Zeitraum 01.01 - 31.12. eines jeden Jahres abgelesden. Außerdem wird der Wasserverbrauch nach Kalt und Warmwasser erfasst und abrechnet.

    Vor der Berechnung der Heizkosten werden die Erwärmungskosten des Wassers in Abzug gebracht, der verbleibende Restwert des Energieverbrauches zuzüglich sonstiger allgemeiner Kosten auf die Messeinheiten verteilt. Diese Messeinheiten sind zuvor je nach Bewertungsfaktor der einzelnen Heizkörper hochgerechnet worden, hierzu gibt es keinerlei Beanstandungen, jedem Mieter bzw. Eigentümer liegt für seine Wohnung für jeden Heizkörper der Bewertungsfaktor vor.

    Nun aber zu meiner Frage. Von der ersten Heizzemtale (Haus 1 -4) ist das Haus 1 mit einem Zweirohrheizsystem ausgestattet, während alle anderen Häuser mit dem Einrohrheizsystem ausgestattet sind.

    Bei der Abrechnung wird kein Unterschied gemacht, owohl nach meiner Meinung ein gewaltiger Unterschied besteht - siehe "Rohrwärme". Müssten die einzelnen Häuser, oder zumindest das Haus mit dem Zweirohrheizsystem nicht mit einem separaten Wärmemengenzähler erfasst werden, und dies dann separat bei der Abrechnung berücksichtigt werden?

    Kurzes Beispiel: Im Zweiriohrheizssystem wird ein kleiner Heizkörper (bis 60 cm) abgedreht das elektonische Messgerät misst auch keinen Verbrauch, da ja auch keiner abgefordert wird. Der/die gleichen Heizkörper 30 bzw. 60 cm im Einrohrsystem werden abgedreht (wie zuvor) das EHKV Messgerät erfasst weiterhin einen geringen Vernbrauch aus der Rohrwärme. Also eine absolute andere Erfassung bei gleicher Nutzung. Eine Differenz bis zu 120,00 € je Miniheizkörper und Jahr keine Seltenheit.

    Ich hoffe, ich konnte den Fall ausgiebig und erklärend schildern, freue mich über jede aussagefähige Beantwortung.

    Danke
     
  2. AdMan

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  3. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Hier gibt es m.E. unterschiedliche Bewertungskriterien und Berechnungsmethoden, also wäre eine Vorverteilung mittels (sinnvollerweise zwei) WMZ erforderlich.
     
  4. #3 veteranoalfredo, 11.03.2013
    veteranoalfredo

    veteranoalfredo Neuer Benutzer

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    Heizkosten Einrohr- Zweirohrheizsystem

    ja, danke bin halt neu hier, aber wie schon erwähnt, bin ja auch Deiner Meinung, aber wo kann ich das ziemlich klar und eindeutig nachlesen, das ist mein Anliegen.

    Gruß Alfredo
     
  5. Syker

    Syker Erfahrener Benutzer

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    Hallo veteranoalfredo

    In der HeizkostenV.
    Dein Anliegen ist m.E. in §5 Abs. 2 geregelt.


    VG Syker
     
  6. #5 Berny, 11.03.2013
    Zuletzt bearbeitet: 11.03.2013
    Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Ich schätze: nirgendwo.
    Kannst bestenfalls Gutachter und Heizkostenberechnungsfirmen konsultieren.
    Und den Bauherrn bzw. Architekten gaanz tüchtig in den Ar*** treten.
    Vielleicht könnte hier die Regelung anwendbar sein, dass die Heizkosten nicht korrekt berechnet wurden und der Mieter dann vom Preis 15% abziehen darf. Sollte sich daraus ein Rechtsstreit entwickeln, müsste die Gegenseite (vorerst auf ihre Kosten) beweisen (wie auch immer...), das ihre Berechnung korrekt ist.
    PS: @Syker hat's richtig angedeutet (ich wusste nicht, dass es dort zu finden war): Mit ausreichendem Aufwand müsste sich das Problem dann doch lösen lassen.
     
  7. #6 veteranoalfredo, 11.03.2013
    veteranoalfredo

    veteranoalfredo Neuer Benutzer

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    Heizkosten Einrohr- Zweirohrheizsystem

    Vielen Dank für Deine Antwort, ich glaube über diese Schiene komme ich einen entscheidenden Schritt weiter, zumal ja zum 31.12.2013 ohnehin eine separate Erfassung durch Wärmemengenzähler für die Erfassung der Menge für die Erhitzung des Wassers vorgeschrieben ist. Also noch einen Wärmemengenzähler mehr.

    Nochmals vielen Dank und viele Grüße

    Alfredo
     
  8. #7 Papabär, 11.03.2013
    Papabär

    Papabär Erfahrener Benutzer

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    Ich kann dem Genannten nicht so ganz folgen. Warum sollte ein Heizkörper in einer mängelfreien Einrohranlage bei geschlossenem Ventil weiter Wärme abgeben?

    Und selbst wenn, ... warum sollte der Nutzer dafür nicht zahlen müssen?

    Meiner Meinung nach macht die Leitungsführung - vorausgesetzt alle Heizkörper sind mit den gleichen Heizkostenverteilern ausgestattet - keinen Unterschied bei der Abrechnung.

    Bei ungedämmten Rohrleitungen wird zwar vermutlich die Rohrwärmeabgabe etwas abweichen, in §7 HeizkostenV steht für hierzu jedoch
    Wichtiger wären hier m. E. die Wärmemengenzähler im "Überbrückungsbetrieb" ... aber das war wohl nicht die Frage.
     
  9. #8 veteranoalfredo, 12.03.2013
    veteranoalfredo

    veteranoalfredo Neuer Benutzer

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    Einrohr- Zweirohrheizsystem

    Ich habe an keiner Stelle geschrieben, dass ein ausgeschalteter Heizkörper Wärme abgibt, genau das Gegenteil habe ich geschrieben, und das ist ja der kleine aber entscheidend Unterschied vom Zweirohr- zum Einrohrheizsystem. Ich habe weiterhin geschrieben, dass beim Zweirohr System das EHKV Gerät nicht zählt beim Einrohsystem
    jedoch bei Heizkörpern bis zu einer Länge von 60 cm.

    Warum bis zu 60 cm? Weil hier das EHKV Gerät maximal 30 cm entfernt ist und die Wärmeausstrahlung dort ankommt durch die Rohrwärme, die es beim Einrohrsystem nicht (mehr) gibt. Dumm finde ich allerdings den weiteren Kommentar...... und wenn, dann soll der Nutzer auch bezahlen. Ich bin immer der Meinung wenn man auf eine Frage antwortet sollte man sich zunächst von der Fragestellung überzeugen. Um es nochmals verständlich zu machen: In einer Wohnung (Zweirohr) ist ein Heizkörper ausgeschaltet, kostet also auch nichts. Das gleiche in in einer anderen Wohnung (Einrohr) kostet der gleiche Heizkörper jeden Tag (natürlich nur wenn die Heizzentrale eingeschaltet) 2 - 3 Einheiten x 230 Heiztage = somit ca. 700 Einheiten x Bewertungsfaktor 1,255 = 975 Einheiten x 0,1455€ je Einheit = 141,82 €. Verstanden ????? Ich denke mal eher NEIN.

    Und noch etwas: die Heizung ist Ordnungsgemäß angeschlossen. die EHKV Geräte sind in Ordnung, es müssten für jeden Kreislauf also getrennt nach Einroihr un d Zweirohr System sogenannte Wärmemengenzähler vorgeschaltet werden und dann die Kostenverteilung je Kreislauf getrennt vorgenommen werden.

    Und noch einen Hinweis: Alles das was ich geschrieben habe hat mit unisolierten Heizungsrohren nichts aber auch gar nichts gemeinsam, das ist ein ganz anderes Thema.

    Vielleicht ist es nun bei Dir angekommen, glaube mir eines, ich rede hier nicht wieder Blinde von der Farbe,
     
  10. Berny

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    Hallo Alfred,

    ich habe mich über die ominösen Einrohrheizungen einmal hier Einrohrheizungen: Hohe Kosten, was tun? informiert ... solch ein (Arme-Leute-)Schwachsinn.
    Also, wie bereits gesagt, eine Vorverteilung über WMZ ist dringend angesagt, wie will man sonst gerecht die Kosten verteilen.
    Was hier noch nicht direkt angesprochen wurde, sind die HKVs. Dort gibbet Geräte mit einem oder zwei Fühlern. Die Einfühler messen direkt am HK, die Zweifühler einmal ebenso und dann auch die Raumtemperatur. Letztere sprechen aber erst an, wenn die HK-Temperatur ~5° wärmer ist als die Raumtemperatur.
    Über die Isolation der Rohre möchte ich jetzt mal nichts sagen...
     
  11. #10 veteranoalfredo, 12.03.2013
    veteranoalfredo

    veteranoalfredo Neuer Benutzer

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    Einrohrheizung

    Vielen Dank für Deine Bemühungen, ich komme so langsam Schritt für Schritt etwas weiter. Wir haben neue Messgeräte bekommen - es handelt sich um Zweifühler, also Heizkörper Temperatur und Raumtemperatur, Ich habe in den nächsten Wochen einen Termin zur Rechnungsprüfung - ausschließlich für Heiz- und Wasserkosten. Bedauerlicherweise meckern viele über die Kosten, keiner versteht etwas davon, aber leider bemüht sich auch keiner um Details.

    Ich kenne schon verdammt viele Zusammenhänge aber nun komme ich immer weiter in die Sache hinein. Zwingend notwendig sind die Trennungen mit Wärmemengenzählern, zumal ja zum 31.12.2013 noch die separate Erfassung der Wärmemenge für Warmwasser vorgeschrieben ist.

    Nochmals vielen Dank und viele Grüße aus Bergisch Gladbach
     
  12. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Aber gerne! Zehnmal lieber BG als MG...:verrueckt009:
     
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