Einschätzung Immobilienangebot mit Risiken

Diskutiere Einschätzung Immobilienangebot mit Risiken im Immobilienmarkt /Investments Forum im Bereich Finanzen; Liebes Forum, kurz zu meiner Person und zur Strategie: Ich bin bereits seit einigen Jahren mit einer Immobilie im Duisburger Süden im...

  1. DuMat

    DuMat Neuer Benutzer

    Dabei seit:
    16.09.2020
    Beiträge:
    12
    Zustimmungen:
    3
    Ort:
    Duisburg
    Liebes Forum,

    kurz zu meiner Person und zur Strategie:
    Ich bin bereits seit einigen Jahren mit einer Immobilie im Duisburger Süden im Immobiliengeschäft (Buy & Hold) unterwegs.
    Schon seit Übernahme der ersten Wohnung denke ich daran meinen Bestand weiter auszubauen. Seit Jahresbeginn bin ich verstärkt in die Recherche nach Eigentumswohnungen gegangen. Mein Fokus liegt auf dem Standort Duisburg, da ich dort aufgewachsen bin und die Angebote einigermaßen einschätzen kann.

    Momentan habe ich ein ganz interessantes Angebot, bei dem allerdings nach und nach immer mehr Risiken hinzukamen. Ich würde euch kurz um die Einschätzung der jeweiligen Punkte bitten. Auch ein simples "Lass es bleiben" reicht mir.

    Kurz zur Immobilie & Finanzierung:
    - Preis: ~65.000 €
    - DG, 50 m², 3 Zimmer
    - keine Provision
    - vermietet
    - "Miete vom Amt"
    - Mietvertrag: Bruttokaltmiete (d.h. inkl. Betriebskosten) 420 € + 40 € Heizkosten, keine Kaution
    - Wohnung + Haus in gutem Zustand
    - Lage: Gut, Mikrolage: Naja (Mietklientel)
    - Zinsen: 1,5 % (15 Jahre), Anf. Tilgung: 2 %

    Wenn ich die Wohnung so durchrechne (ich nehme eine runtergerechnete Nettokaltmiete von ca. 300 €/Monat) an, komme ich auf schlechte Zahlen: Eine Bruttomietrendite von knapp über 5 %.

    Hinzu kommen die Risiken:
    1. Miete vom Amt
    2. Vereinbarte Bruttokaltmiete
    3. Keine Kaution hinterlegt
    4. WEG-Verwaltung unzuverlässig (meldet sich nicht zurück)
    5. Unterlagen kommen nur schleppend vom Eigentümer
    6. Miete schon so nah am max. des Mietspiegels
    7. Etwas höhere, nicht umlagefähige Kosten

    Ich habe Bedenken, dass die Wohnung zu den Konditionen schlicht zu teuer ist. Ich rechne erstmal mit dem Worst case, also keine Mieterhöhung, da das Amt genau hinschaut, Schwierigkeiten wegen Bruttokaltmiete, usw.

    Mit im Rennen sind noch ein paar andere Investoren, die nicht mal die Unterlagen (Teilungserklärung, Mietvertrag, etc.) vom jetzigen Eigentümer sehen wollten.
    Hitntergrund könnte der auf den ersten Blick sehr günstige Preis sein. Eine vergleichbare Wohnung in der unmittelbaren Nachbarschaft geht mit ca. 90.000 € ins Rennen.
    Ich habe Bedenken, dass wenn ich meine "Schmerzgrenze" nenne, sofort aus dem Bieterkreis raus bin.

    Wie lautet eure Einschätzung und euer Rat zum weiteren Vorgehen?

    Vorab vielen Dank!
    Matthias
     
  2. Anzeige

  3. #2 Benni.G, 16.09.2020
    Benni.G

    Benni.G Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    27.01.2016
    Beiträge:
    768
    Zustimmungen:
    175
    Hallo,
    hast du denn den Mietvertrag?
    zu 3.: Ist dort keine Kaution vereinbart?
    zu 4.: Du bist (noch) kein Eigentümer, warum sollte die Verwaltung ihre Zeit mit dir vergeuden?
    zu 5.: Was für Unterlagen kommen denn schleppend? Was macht der Eigentümer sonst beruflich? Hat er noch weitere Wohnungen?
    zu 7.: Kann man an den Kosten etwas reduzieren? Was ist bei dir nicht umlegbar?
     
  4. DuMat

    DuMat Neuer Benutzer

    Dabei seit:
    16.09.2020
    Beiträge:
    12
    Zustimmungen:
    3
    Ort:
    Duisburg
    Hallo Benni,
    vielen Dank für die schnelle Antwort!
    Mietvertrag liegt nach mehrfacher Nachfrage vor. Zu Deinen Punkten:
    Zu 3. Kaution: Punkt offen gelassen, also nein, keine Kaution vereinbart.
    Zu 4. Verwaltung: Die sollten doch ein Interesse haben einem pot. neuen Eigentümer kompetent zu erscheinen. Ich habe insb. Fragen zur Rücklage und zu anstehenden Sanierungen.
    Zu 5. Unterlagen: Zuerst lag nur einen Hausgeldabrechnung 2018/2019 vor. Dann der Mietvertrag. Dann auf erneute Nachfrage die Teilungserklärung. Kein Grundbuchauszug, kein bemaßter Grundriss. Ich vermute, dass der jetzige Eigentümer wenig Ahnung von der Materie hat (oder nicht rausrücken will, da "Problemwohnung")
    Zu 7. Kosten: WEG-Rücklage liegt bei 50 €. Außerdem noch hohe lfd. Instandhaltungskosten, die ich nicht nachvollziehen kann. Bezug zu Punkt 4, Verwaltung, die sicher weiterhelfen könnte.
     
  5. #4 immobiliensammler, 16.09.2020
    immobiliensammler

    immobiliensammler Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    17.09.2015
    Beiträge:
    5.855
    Zustimmungen:
    3.621
    Ort:
    bei Nürnberg
    Hast Du schon mal daran gedacht, dass die Verwaltung Dir - wie auch jeden anderen Nichteigentümer - überhaupt keine Auskunft geben darf!
     
  6. #5 immobiliensammler, 16.09.2020
    immobiliensammler

    immobiliensammler Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    17.09.2015
    Beiträge:
    5.855
    Zustimmungen:
    3.621
    Ort:
    bei Nürnberg
    Für mich ist die Einschätzung ganz klar: Ich würde im Moment zu den überzogenen Preisen gar nicht kaufen. In den diversen Versteigerungen tauchen immer mal wieder Häuser und auch ganze Wohnungen in Duisburg-Marxloh auf, da kriegst Du eine ETW schon für 20.000 Euro und weniger!
     
  7. DuMat

    DuMat Neuer Benutzer

    Dabei seit:
    16.09.2020
    Beiträge:
    12
    Zustimmungen:
    3
    Ort:
    Duisburg
    Duisburg-Marxloh ist nicht mit dem Duisburger Süden zu vergleichen.
    In Versteigerungen bin ich außerdem nicht firm genug, das traue ich mir (momentan) nicht zu.
    Klar ist der Markt heiß gelaufen, aber, genau wie bei Aktien, weiß doch keiner, ob das Ende der Fahnenstange schon erreicht ist, oder ob es (unendlich) so weiter geht. Des Weiteren besteht ja durchaus ein Gegenwert und auch die Mieten sind in den letzten Jahren gestiegen.
     
  8. #7 immobiliensammler, 16.09.2020
    immobiliensammler

    immobiliensammler Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    17.09.2015
    Beiträge:
    5.855
    Zustimmungen:
    3.621
    Ort:
    bei Nürnberg
    Das wird wohl so lange weitergehen, wie die EZB eine Nullzinspolitik fährt. Mangels anderer Alternativen drängt viel zu viel Geld in den Immobilienmarkt und das treibt die Preise. Solange ich für eine seriöse Geldanlage sagen wir maximal 0,5 - 1 % Zinsen erhalte ist eine Immobilie mit 4 % Rendite vielleicht für manche interessant. Sollten die Anlagezinsen wieder auf 4 % (ist noch gar nicht so lange her) steigen müsste eine Immobilie (wegen des erhöhten Risikos) wohl 9 % bringen damit diese interessant bleibt.

    Anlageobjekte werden ja über die Rendite, hier also am Vielfachen der Jahresnettomiete berechnet. Bei vereinfacht gerechneten 10.000 Euro Jahresnettomiete und einem Multiple von 25 (= 4 %) dürfte die Immobilie also 250.000 Euro kosten. Wenn ich 9 % erreichen will betrüge das Multiple 11, die Immoblie dürfte dann also nur noch 110.000 Euro kosten.

    Ärgerlich halt für denjenigen, der noch mit 250.000 gekauft hat und beim neuen Marktwert von 110.000 verkaufen will/muss.

    Insofern bleibe ich bei meiner Aussage: Mir ist der Markt aktuell viel zu überhitzt um zu kaufen!
     
  9. #8 immodream, 16.09.2020
    immodream

    immodream Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    05.05.2011
    Beiträge:
    3.251
    Zustimmungen:
    1.571
    Hallo Matthias,
    ich kenne mich in Duisburg mit Immobilienpreisen nicht aus , da ich in einer im nördlichen Ruhrgebiet liegenden Kreisstadt meine Immobilien habe .
    Da kosten die typischen Eigentumswohnungen aus den sechziger / siebziger Jahren noch mit farbenfrohen Sanitär und vierzig Jahre alten Kunststofffenstern ( also für mich in den nächsten Jahren komplett sanierungsbedürftig ) ca. 1000 € / m² .
    Bei Neuvermietung kann man dafür ca. 6 €/ m² erzielen .
    Bei Hartz4 Mietern und fehlender Mietkaution ( die hätte bei mir und meinen Erfahrungen mit diesen Mietern schon das 10 fache der Nettomiete sein müssen ) sträuben sich bei mir die Nackenhaare .
    Wenn ein guter Mieter aus beruflichen oder krankheitsbedingten Gründen in Hartz4 abrutscht, geht das oft gut aus.
    Wenn man aber an einen Berufshartzer gerät, den nichts erschüttern kann und dir noch sagt " greif mal einem nackten Mann in die Tasche " würde ich mir nicht noch freiwillig so einen Mieter nebst Wohnung kaufen .
    Es gibt natürlich viele Käufer , die aus Angst vor einer Euroentwertung schnell ihr Geld in sogenanntes Betongold anlegen oder ihr Schwarzgeld anlegen / waschen müssen .
    Oft haben die noch keine Erfahrung und kaufen Häuser , wo jeder der bereits praktische Erfahrung hat, dankend ablehnt.
    Ich würde so eine Wohnung nicht kaufen .
    Grüße
    Immodream
     
  10. DuMat

    DuMat Neuer Benutzer

    Dabei seit:
    16.09.2020
    Beiträge:
    12
    Zustimmungen:
    3
    Ort:
    Duisburg
    Vielen, herzlichen Dank für die ehrliche Einschätzung!
    Je länger ich die Sache durchrechne und darüber nachdenke, desto skeptischer werde ich auch. Ich muss ja nicht auf Teufel komm raus kaufen, aber irgendwann wollte ich meinen Bestand schon hochfahren. Und bekanntlich kommen die "günstigen" Deals ja nicht mit Goldrand und auch nicht jeden Tag um die Ecke.
    Allerdings bilde ich mir parallel dazu ein, einen guten Deal sausen zu lassen, wenn ich es nicht mache, insb. im Hinblick auf vergleichbare, inserierte Konkurrenzwohnungen.
    Klar, der günstige Preis kommt nicht von ungefähr...

    Gibt es eine Möglichkeit,
    1. einen neuen Mietvertrag mit Nettokaltmiete + NK und
    2. eine nachträglich zu zahlende Kaution (von mir aus auch in Raten)
    zu vereinbaren?

    Beim Mietvertrag hätte ich seitens Mieter keine Bedenken, sofern die Warmmiete gleich bliebe, aber im Hintergrund schaut wahrscheinlich das "Amt" bei solchen Fällen sehr genau hin.

    So long.
    Matthias
     
  11. #10 ehrenwertes Haus, 16.09.2020
    ehrenwertes Haus

    ehrenwertes Haus Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    13.10.2017
    Beiträge:
    5.678
    Zustimmungen:
    3.435
    Nach BGB nein, auf freiwilliger Basis ja. Die freiwillige Basis entfällt bei Mietern vom Amt.

    Für Mieter vom Amt gibt es feste KdU-Sätze, die regional unterschiedlich sind.
    Jede Mieterhöhung und sonstige Vertragsänderung muss vom Amt genehmigt werden, wenn der Mieter das nicht aus eigener Tasche zahlen kann oder will.
     
  12. DuMat

    DuMat Neuer Benutzer

    Dabei seit:
    16.09.2020
    Beiträge:
    12
    Zustimmungen:
    3
    Ort:
    Duisburg
    Vielen Dank für die Erläuterung.
    Schlechte Karten also.
     
  13. #12 immodream, 16.09.2020
    immodream

    immodream Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    05.05.2011
    Beiträge:
    3.251
    Zustimmungen:
    1.571
    Hallo Matthias ,
    vor Jahren war es sehr einfach, die Miete " vom Amt " zu bekommen .
    Wenn man im Rahmen des KdU Satzes lag , wurde die Miete incl Betriebskosten ohne große Probleme gezahlt .
    Obwohl ich bei allen BK Abrechnungen meinen Mietern Kopien der Rechnungen beifüge, kommen regelmäßig vom Jobcenter nachfragen .
    Die Abrechnungen werden also regelmäßig geprüft, zuviel gezahlt Betriebskosten müssen vom Vermieter direkt an " das Amt " zurück gezahlt werden .
    Wenn der Mieter einen Mietvertrag hat, in dem auch die Flurreinigung durch ein Unternehmen vereinbart wurde, fangen manche Sachbearbeiter schriftliche Diskussionen an, ob denn der Mieter nicht selber putzen können.
    Das die Kunden des " Amtes " oft zu faul sind , ihre eigenen Wohnung zu putzen , wird ausgeblendet.
    Wenn der Mieter z. B. 30 € Betriebskosten nachzahlen muß , werden die oft erst nach mehrfacher Anmahnung gezahlt.
    Wenn man vorschlägt, die BK Vorauszahlung um 10 € / Monat zu erhöhen, damit im nächsten Jahr nichts nachgezahlt werden muß , wird dann 3 Monate je 10 €/ Monat mehr gezahlt und dann wieder die um 10 € / Monat
    reduzierte BK Vorauszahlung überwiesen.
    Der Mieter zuckt dann nur mit den Schultern und man rennt im nächsten Jahr wieder dem Geld hinterher.
    Das sind meine Erfahrungen.
    Grüße
    Immodream
     
  14. #13 Goldhamster, 17.09.2020
    Goldhamster

    Goldhamster Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    06.01.2015
    Beiträge:
    1.687
    Zustimmungen:
    838
    Hallo @DuMat

    das sind wirklich nicht die besten Vorraussetzungen.
    Ich kann da keine "STRATEGIE" erkennen.

    -Also KEINE Instanthaltungsrücklage?

    Dass du gerne Anglizismen verwendest, macht dich nicht zum ersthaften Kaufinteressent. Warum machst du das?
    Woher hast du diese Wörter bzw. Schreibweise?

    Ich beschäftige mich mit der theoretischen Seite der Kapitalanlage mit vermieteten Immobilien und kann meine Berechnungsgrundlagen und Zahlen aus meinen eigenen langjährigen vermieteten verschiedenen Immobilien ziehen. Dabei verwende ich bei den verschiedenen Objekten auch unterschiedliche Vorgehensweisen.

    Die Hauptfrage sollte sein:
    -Welches Baujahr hat denn das Wohnhaus?


    Meine Meinung:
    Du kannst das Objekt kaufmännisch mit einer 110% Finanzierung gerade so im positivem Bereich halten.
    Aber nur wenn du maximal 30Jahren alt bist. Denn:
    Die Tilgung wird dann so in 30-35Jahren abgeschlossen sein.
    Dein investiertes Kapital wird also auch erst nach diesen 30-35 Jahren wachsen.
    Vorher ist alles nur ein Taschengeld/Schmerzensgeld/Aufwandsentschädigung für dich.
    Die Zeit, die dir dieses Objekt kosten wird, kannst du nicht mehr wiederbekommen. Du arbeitest quasi für lau bzw. Taschengeld.

    Vorteil: du hast die Chance! (muß nicht sein) auf Spekulationsgewinn.


    Goldi
     
  15. DuMat

    DuMat Neuer Benutzer

    Dabei seit:
    16.09.2020
    Beiträge:
    12
    Zustimmungen:
    3
    Ort:
    Duisburg
    Hallo Goldi,

    auch hier erstmal ein Dankeschön für den ehrlichen Beitrag. Zu Deinen Punkten:

    Gut, bei der überschaubaren Menge an Immobilien gebe ich Dir recht. Strategie "Buy & Hold" - Anglizismus - ist aber ein Begriff?
    Kaufen und Halten. Keine Spekulation, kein Aufbessern und teuer weiterverkaufen ("Fix & Flip").

    Es gibt eine Instanthaltungsrücklage. Nebenbei laufen noch die besagten lfd. Instandhaltungskosten.

    Anglizismen sind Teil unserer Sprache und Sprachentwicklung. Genauso wie das Französische vor nicht allzu langer Zeit Einzug in unsere Sprache gehalten hat. Die Sprache, die gerade "in" ist, wird eingebaut. Aber um Anglizismen und Sprachforschung geht es ja hier gar nicht. Deswegen verstehe ich nicht ganz, was die Verwendung von Anglizismen mit dem Kaufinteresse zu tun hat.
    Das Wort "Deal" sollte ein Begriff sein. Und ob "Buy & Hold" oder "Kaufen & Halten", die Absicht ist die gleiche, nicht wahr?

    Bj ist Mitte der 50er Jahre, DG-Ausbau 1995.

    Das würde ja passen. Attraktiver wäre für mich allerdings kein +/--Null-Geschäft, bei dem ich erst mit getilgtem Kredit einen "Gewinn" erwirtschaften, sondern schon heute einen positiven monatlichen Cashflow - Geldfluss -, sodass ich nicht drauflegen muss und etwas zurücklegen kann.

    Je länger ich darüber nachdenke, ist der Deal hier aber zu sehr auf Kante genäht und hat eher spekulativen Charakter. Danke fürs Augenöffnen.

    Matthias
     
  16. #15 Goldhamster, 17.09.2020
    Goldhamster

    Goldhamster Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    06.01.2015
    Beiträge:
    1.687
    Zustimmungen:
    838
    Hallo nocheinmal,

    warum bedienst du dich der Anglizismen? (mir ist ihre Bedeutung vollkommen klar - DU brauchst uns nicht das Geschäft zu erklären.)

    Also: warum?
     
  17. Ferdl

    Ferdl Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    14.09.2015
    Beiträge:
    1.097
    Zustimmungen:
    670
    Ort:
    Westerwald
    Das Problem liegt woanders.
    Die genannten, aus meiner Sicht überflüssigen, Anglizismen werden von einigen Dampfplauderern verwendet um ihre vermeintliche Kompetenz darzustellen.
    Da sabbeln dann irgendwelche Schnullis von Strategien, buy and hold, Chips und Flips und tragen dabei Schuhe mit Klettverschlüsse.
    Daher hat dieses "weltmännische" einstreuen von bestimmten Begriffen sowohl hier im Forum als auch draußen in der echten Welt einen negativen Beigeschmack.
    Daher auch des Hamsters Nachfrage:
     
  18. #17 ehrenwertes Haus, 17.09.2020
    ehrenwertes Haus

    ehrenwertes Haus Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    13.10.2017
    Beiträge:
    5.678
    Zustimmungen:
    3.435
    Jede Form von Investition ist eine Spekulation auf irgendwelche Zukunftsprognosen...
    Welchen Namen das Kind trägt, spielt dabei keine Rolle.

    Richtig.
    Im Immobereich, und nicht nur dort, besonders gerne für Bauernfang und Schönrederei genutzt.
    Scheint für Manche ganz toll zu klingen und sich gut anzufühlen, wenn man mit Fremdworten um sich schleudern kann.
    Ob man wirklich weiß wovon man redet und ob man sich in der Materie auskennt, hat aber nichts mit der Verwendung von Schlagworten zu tun. Da zählen andere Faktoren.

    Fachmann/frau wird man nicht allein durch modische Anglizismen, egal in welchem Bereich. Oder wird man wieder ein Teen, nur weil man sich in der aktuellen Jugendsprache bedient?
     
  19. #18 Goldhamster, 17.09.2020
    Goldhamster

    Goldhamster Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    06.01.2015
    Beiträge:
    1.687
    Zustimmungen:
    838
    Ey - voll geil Alter, nice performanced.... Klatsch ab...bist ja wie mein vave Bro, Digga
     
  20. DuMat

    DuMat Neuer Benutzer

    Dabei seit:
    16.09.2020
    Beiträge:
    12
    Zustimmungen:
    3
    Ort:
    Duisburg
    OK, die Diskussion über Anglizismen führt m.E. ins Leere.
    Für mich ist ein Deal ein Deal, da verbinde ich keine spezielle Intention hinter diesen Anglizismus zu benutzen. Dieses Wort würde ich auch in anderen Lebensbereichen benutzen.

    Buy & Hold habe ich tatsächlich über die "Medien" aufgeschnappt, ob jetzt in Bezug auf Immobilien oder Aktieninvestments.

    Ich verwende Anglizismen u.a. weil ich täglich damit konfrontiert bin, auch in der täglichen Arbeitswelt.

    Falls gestattet, noch mal meine Gegenfrage: Was hat die Verwendung von Anglizismen mit einer Kaufentscheidung zu tun?
     
  21. #20 Goldhamster, 17.09.2020
    Goldhamster

    Goldhamster Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    06.01.2015
    Beiträge:
    1.687
    Zustimmungen:
    838

    Natürlich ist das gestattet. Schön, dass du dich der Kritik stellst.
    Die englisch sprachigen Fachwörter werden:

    -von einigen Usern garnicht verstanden. Z. B. weil sie in der Schule KEIN Englisch hatten, sondern z. B. Russisch
    -von einigen Usern leicht fälschlich verstanden
    -diese Ausdrücke in Beiträgen von Youtubekanälen zuhauf verwendet werden. Der Zweck ist unklar - ich vermute auch das Vorgaukeln von Fachwissen.
    Beispiel: der Begriff "Cashflow" wird von verschl. Youtubern unterschiedlich verwendet. Die Berechnung jeweils unterschiedlich. Aber niemals mathematisch eindeutig nachvollziehbar und klar dargestellt.

    Youtuber haben hier ein schlechtes Image. Die haben ihre Immobilien meist so seit ca. 5Jahren.
    Die hier regelmäßig schreibenden User schon deutlich länger (z. B. ich: 20Jahre). Daher können die User auch viel mehr zu langfristig auftretenden Problemen und Kosten schreiben. Die beherrschenden Youtuber aber haben so ein Wissen regemäßig nicht.

    Goldi
     
Thema:

Einschätzung Immobilienangebot mit Risiken

Die Seite wird geladen...

Einschätzung Immobilienangebot mit Risiken - Ähnliche Themen

  1. MFH Einschätzung

    MFH Einschätzung: Hallo liebe Gemeinde, ich hege schon längere Zeit den Gedanken in eine vermietete Immobilie zu investieren. Aktuell habe ich ein relativ...
  2. Faustregel zur groben Einschätzung von Mieteinnahmen gesucht.

    Faustregel zur groben Einschätzung von Mieteinnahmen gesucht.: Hallo Community. Ich komme demnächst in den Besitz einer Imobilie, in der 6 Mietparteien sind. Gibt es im Vorfeld eine Art Faustregel, mit der...
  3. Einschätzung Immoblienkauf

    Einschätzung Immoblienkauf: Hallo, ich plane eine Eigentumswohnung zu kaufen und diese zu vermieten. Mittlerweile habe ich mich in dieses ein wenig eingelesen. Vielleicht...
  4. Einschätzung Immobilien-Investment-Seminar

    Einschätzung Immobilien-Investment-Seminar: Hallo! Ich würde Euch gerne um eine Einschätzung von folgendem Immobilien-Investment -Seminar bitten:...
  5. Bitte um Einschätzung Gewerberaum-MV

    Bitte um Einschätzung Gewerberaum-MV: Hallo Gemeinde, ich bitte Euch um Eure Meinung zu einem Gewerberaum-MV, in dem es u.a. heisst: "Die Gesamtkosten der Miete betragen monatlich...
  1. Diese Seite verwendet Cookies um Inhalte zu personalisieren. Außerdem werden auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Mit dem weiteren Aufenthalt akzeptierst du diesen Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden