Einzug 2008, bis Ende 2009 keine Ablesung, 1700 Euro Nachzahlung

Dieses Thema im Forum "Heizung" wurde erstellt von Fonque, 03.08.2010.

  1. Fonque

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    Hallo,

    ich habe heute Post von meinem Vermieter bekommen: 1700,- Euro NK-Nachzahlung wegen 2.300,- Euro Heizkosten (für 68m²)

    Ich bin im August 2008 eingezogen, damals erfolgte weder eine Zwischenablesung, noch ein Austausch der Zählerröhrchen der Heizkostenverteiler (Verdunstungsprinzip). Ende 2008 konnte leider nicht abgelesen werden, da ich damals stets beruflich unterwegs war. Eine Ablesung wäre aber ohnehin nicht rechtens gewesen, da die Heizkostenverteiler ja nicht "genullt" wurden bei meinem Einzug. Jedenfalls wurde für 2008 der Verbrauch abgeschätzt. damals wurden seltsamerweise auch alte Ablesewerte mit angegeben, allerdings nur für 5 meiner 6 Heizkostenverteiler.

    Ende 2009 wurde dann erstmals in meinem Beisein abgelesen. Ein Protokoll habe ich damals nicht erhalten, die Zahlen können aber ungefähr stimmen, da die alten, roten Zählerröhrchen in etwa die abgelesenen Ablesewerte wiedergeben.

    Jetzt habe ich für das Jahr 2009 eine Abrechnung erhalten in der keine alten Ablesewerte vermerkt sind, nur die Ende 2009 abgelesenen.

    Meine Fragen:
    1.) kann ich für 2009 wieder eine Verbrauchsschätzung verlangen? Schließlich waren die Röhrchen in den Heizkostenverteilern schon vor meinem Einzug im Einsatz (was ich natürlich nicht beweisen kann)
    2.) auf jeden Fall müsste ich verlangen können, dass die Ende 2008 abgeschätzten Ablesewerte als alte Ablesewerte für 2009 angesetzt werden. Denn dafür habe ich ja schon bezahlt, oder?
    3.) ist es rechtens dass an einem Heizkörper zwei Heizkostenverteiler angebracht sind? Und wieso gibt es für den keine Ablesewerte aus 2008 und früher?
    4.) Wie soll ich jetzt überhaupt vorgehen, die 1700 Euro kann ich auf keinen Fall bezahlen!

    Es könnte durchaus sein, dass die Heizkostenverteiler bei meinem Einzug 2008 entgegen meinen Vermutungen ausgetauscht/genullt worden sind, aber wie kann man das feststellen? ich weiß davon jedenfalls nichts, dass das damals gemacht wurde. Die ungeraden Zahlen die 2008 als "alte Ablesewerte" angegeben wurden deuten jedenfalls darauf hin, dass auch damals eine Schätzung und keine Ablesung erfolgt ist.
     
  2. AdMan

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  3. #2 lostcontrol, 03.08.2010
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    du hast also die ablesung verhindert. das ist schlecht für dich, denn du hättest sie ermöglichen müssen, z.b. in dem du jemand deinen wohnungsschlüssel gibst damit der die ablesung ermöglicht.

    die ablesung wäre trotzdem "rechtens" gewesen, denn nur so hätte man den gesamtverbrauch für 2008 ermitteln können und dann entsprechend verteilen können.

    wenn da "alte ablesewerte" angegeben wurden, dann wurde wohl doch eine zwischenablesung vorgenommen. denn wie du ganz richtig erkannt hast, müsste der wert nach der standardmässigen jahresablesung "0" betragen.

    hast du denn eines verlangt?
    normalerweise bekommst du ja den durchschlag, aber wenn du nicht danach fragst kann das natürlich auch vergessen werden. zudem hättest du es dir ja auch selbst notieren können (ich hab das immer gemacht wenn ich den ableser bei 'nem freund reingelassen hab, der auch nicht anwesend sein konnte).

    wenn's keine alten ablesewerte gab ist das doch nur logisch, oder?

    das wird garnicht anders gehen, da du ja die ablesung verhindert hast.
    die 15% abzug werden vermutlich auch nicht drin sein, denn es war ja deine schuld dass nicht abgelesen werden konnte.

    ob du dafür schon bezahlt hast wirst du wohl der abrechnung entnehmen müssen.

    für 2008 kann's ja keine ablesewerte geben weil du die ablesung ja verhindert hast. da darfst du jetzt auch nicht schreien...
    und die älteren ablesewerte gehen dich schlicht und ergreifend nichts an.

    also ich find das auch enorm viel für so 'ne kleine wohnung.
    das hört sich nicht an als sei das ein effizientes heizungssystem und eine gute isolierung. oder hast du komplett volle pulle durchgeheizt, auch nachts und in abwesenheit? war vielleicht zwischendurch mal was an der heizung kaputt?
    also ich würde da schon auch nachfragen, mir vom ablese- und abrechnungsunternehmen genau erklären lassen wie das sein kann usw.
    wenn's korrekt ist wirst du aber wohl zahlen müssen. da bleibt dann möglicherweise nur die ratenzahlung...
    in jedem falle solltest du deine vorauszahlungen erhöhen damit du nicht nächstes jahr wieder so'n brocken nachzahlen musst.

    indem man beim ableseunternehmen nachfragt.

    eher im gegenteil: wenn ablesewerte angegeben wurden, dann wird höchstwahrscheinlich eben NICHT geschätzt worden sein, denn dafür bräuchte man ja keine ablesewerte.
     
  4. Fonque

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    Vielen dank für die freundliche Antwort :wink

    Eine Verbrauchsschätzung für 2009 wäre für mich finanziell eine sehr große Entlastung, allerdings müssten die Nebenkosten der anderen Mietparteien dann ja auch neu berechnet werden. Momentan wird mein Vermieter aber wohl davon ausgehen, dass ich 1700 Euro nachzahlen muss. Wie kann ich ihn vom Gegenteil überzeugen? ;)

    Es erscheint mir nicht wirklich logisch, dass die Röhrchen seit August 2008 oder sogar noch länger im Einsatz sind, dass dann erst Ende 2009 abgelesen wird, und ich dann für den vollen Ablesewert bezahlen muss. Der Abrechnungszeitraum ist doch auf 12 Monate beschränkt, sprich das gesamte Jahr 2009, und nicht 17 Monate + X. Oder anders formuliert: Man kann nicht davon ausgehen, dass die Röhrchen Anfang 2009 auf Null standen, ganz egal ob sie im August 2008 getauscht wurden oder nicht.

    Beim Ableseunternehmen (techem) kann ich leider nichts nachfragen, für Rückfragen wird man auf der Abrechnung an den Vermieter verwiesen.

    Ganz sicher? Ich frage mich, wie man an so einer alten Verdunstungs-Gurke einen Wert von genau 6,941 ablesen will. Für mich sind das eindeutig geschätzte Werte. Der Vermieter müsste mir doch eigentlich belegen können, wann das letzte mal bei meinem Vormieter abgelesen worden ist.

    edit: die Zwischenablesung liegt übrigens in der Verwantwortung des Vermieters, nicht in meiner. Wenn wir davon ausgehen, dass damals wirklich abgelesen wurde, dann müsste mir ja - wie schon gesagt - zumindest der für 2008 bezahlte Betrag abgezogen werden, da die Röhrchen ja weiterliefen...
     
  5. #4 lostcontrol, 03.08.2010
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    was macht dich so sicher dass die schätzung niedriger ausfällt als eine berechnung über verbrauchswerte?
    ich glaube nicht dass das so ist, denn letztendlich gibt's ja einen gesamtverbrauch sowie diverse grundkosten (wartung, schorni usw.) und diese kosten werden auf die bewohner umgelegt. die schätzung wird letztendlich auch auf der grundlage der tatsächlichen kosten fürs gesamte haus durchgeführt, wirklich viel wird sich da also eher nicht ändern.

    was wäre denn das "gegenteil"? dass du das geld geschenkt bekommst? *g*
    ich würde mir an deiner stelle die abrechnungen nochmal genau zeigen lassen (da hast du ja ein anrecht drauf). wenn du dann weisst wie abgerechnet wurde, können wir das eher im detail diskutieren, wir ham ja hier auch ein paar echte profis aus dieser branche (heizer z.b.), die können dir helfen das besser zu verstehen.
    der vermieter hat nun mal eine gewisse summe bezahlt damit die mieter ihre wohnungen heizen können - dieses geld will er verständlicherweise zurückhaben, und wenn die vorauszahlungen nicht reichen dann gibt's halt 'ne nachzahlung.

    wie sah denn deine abrechnung für 2008 aus?
    und - nur zur erinnerung: die ablesung für 2008 hast du selbst verhindert, das kannst du niemand vorwerfen dass die nicht vorgenommen wurde!

    richtig, davon kann man nicht ausgehen, denn das hast du ja leider nicht ermöglicht...

    klar, ist ja auch richtig so. du hast ja das recht die abrechnungen beim vermieter einzusehen, das solltest du dann wohl mal wahrnehmen.
    aber wenn die abrechnung von der Techem stammt, dann bekommst du doch eine sehr ausführliche erklärung dazu wie das berechnet wird? die abrechnungen kenn ich nämlich zu genüge, ich find die eigentlich durchaus verständlich und schlüssig...

    du warst doch bei der letzten ablesung dabei hast du gesagt?

    klar könnte der vermieter das - aber warum sollte er das müssen?
    mit "schätzung" mein ich übrigens was anderes als das ablesen der röhrchen.
    es gibt da ein vorgegebenes verfahren, wie verbräuche geschätzt werden, wenn keine ablesewerte vorliegen. da spielen dann auch so sachen wie gradtagszahlen und ähnliches eine rolle. ich find das recht kompliziert, drum soll dir das lieber ein profi erklären.
    normalerweise wird geschätzt, wenn aus irgendwelchen gründen nicht oder nicht korrekt abgelesen werden konnte (also auch dann wenn z.b. ein röhrchen oder ein HKV kaputt gegangen ist oder ähnliches, kommt ja auch ab und an vor).

    also ich würde dir empfehlen:
    1.) die abrechnung die du ja im original von der techem erhalten hast genauestens zu studieren.
    2.) einsicht in die original-unterlagen beim vermieter zu nehmen (also auch so sachen wie wartungskosten, schorni, heizungsstrom, heizungswasser), hauptaugenmerk natürlich auf die öl- bzw. gasrechnung (oder was auch immer ihr benutzt).
    3.) wenn du mit den so erhaltenen infos nicht klarkommst dann hier nochmal nachfragen - die profis können dir das dann im detail erklären, aber das geht halt am besten wenn man die entsprechenden fakten kennt.
    4.) dran zu denken dass der letzte und der vorletzte winter extrem lang und kalt waren - ich glaube es gibt wirklich keinen mieter, der nicht nachzahlen musste.
    5.) das nächste mal auf jeden fall dafür sorgen dass abgelesen werden kann. du hast ziemliches glück dass du nicht extra-fahrtkosten bezahlen musstest (hat die techem bei uns schon mehrfach verlangt, weil sie mehrmals kommen mussten - konnte ich aber bisher immer abschmettern, weil die - sorry - deppen eigentlich nach so vielen jahren wissen müssten dass man in einer frauenarztpraxis nur außerhalb der praxiszeiten zum ablesen kommen sollte und auch beim anderen gewerbemieter eine terminvereinbarung unverzichtbar ist).
     
  6. Fonque

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    Hallo :)

    Das kann ich anhand meiner Abrechnung sogar ausrechnen, da ich ja die Gesamtheizkosten des Hauses kenne und die Gesamtfläche. Ungefähr 10.000 Euro sind Verbrauchskosten. Mein Anteil an der Gesamtfläche beträgt 6,25%, also müsste ich ca. 625,- Euro Verbrauchskosten bezahlen statt 2100,- Euro (wie sie jetzt in der Abrechnung stehen...)

    Ja ok, 2008 war ich schuld, dass nicht abgelesen wurde. Das kann ja aber nicht bedeuten, dass ich den Verbrauch von 2008 einal geschätzt und dann nochmal abgelesen bezahle.

    2008 hatte meine Abrechnung alte Werte, allerdings 9,461 und solche krummen Dinger und dann geschätzte, ebenfalls krumme Werte.

    Ja, 2009 - da sind ja auch glatte Werte drin, wie z.b. 30,000. Ich rede aber von den alten Ablesewerten 2008. DFas waren also wohl Schätzwertem, keine Ablesewerte. Und das wiederum hieße, dass es keine Zwischenablesung gegeben hat.

    Bzgl. deinen Tipps:
    Einsicht werde ich auf jeden Fall nehmen und ich werde den Vermieter bitten das alles nochmal genau zu überprüfen. Ein Verwandter von mir ist auch Verm,ieter und dessen gleich große Wohnung hatte nur 800,- Euro Heizkosten, gegenüber meinen 2400,- ...so viel heizen kann man doch gar nicht, oder? ;)

    Na jedenfalls erstmal vielen Dank für die Hilfe in der verzwickten Situation. Das nächste mal bin ich bestimmt da wenn abgelesen wird, oder ich gebe jemandem den Schlüssel. Ich bin halt single und viel beruflich im Ausland unterwegs - oft auch kurzfristig. Da kann man dann oft nichtmal mehr jemandem seinem Schlüssel geben wenn man seinen Chinaaufenthalt um 1 Woche verlängern musste :zaunpfahl:
     
  7. #6 lostcontrol, 03.08.2010
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    naja.
    1.) du schreibst jetzt nur was von "verbrauchskosten" - was ist mit den grundkosten? die müssen ja auch abgerechnet werden.
    und dann kommt natürlich noch hinzu dass ja in teilen nach verbrauch abgerechnet werden muss - es gibt leute, denen sind 18°C genug, andere wollen auch im tiefsten winter in unterwäsche durch die bude hüpfen können und brauchen deshalb 26°C. es gibt da eine faustformel die besagt: "1°C mehr raumtemperatur = 6% mehr heizkosten". da kannst du dir jetzt leicht ausrechnen was das bei gleich 8°C mehr raumtemperatur ausmacht, nämlich 'ne ganze menge.
    und wenn man das dann auch noch den ganzen tag über durchzieht, obwohl man garnicht zuhause ist, dann kann das schon mordsmässig teuer werden...

    das wäre tatsächlich nicht in ordnung, und eben drum solltest du mal die unterlagen prüfen.

    dass das "krumme werte" sind liegt in der natur der dinge. wären das "gerade werte" würde ich eher vermuten dass da irgendwie geschummelt wurde.

    was verstehst du denn unter "schätzwerten"?
    dass da jemand nur grob einen blick aufs röhrchen wirft und das rundet oder wie?

    doch klar, kann man schon, siehe oben. wenn man dann auch noch die fenster auf dauerkipp hat selbst im winter oder ähnliches...
    aber ich find das auch ganz schön viel für so 'ne kleine wohnung.
    mir gehen da automatisch fragen durch den kopf wie:
    moderne fenster?
    isolierung? vollwärmeschutz?
    effiziente heizung oder marodes altes monster?
    aber das sind alles dinge die man doch heutzutage schon bei der wohnungssuche beachtet, oder nicht? hast du gefragt wieviel heizkosten deine vormieter hatten?

    naja - eigentlich bist du sogar verpflichtet bei längerer abwesenheit den schlüssel bei jemand zu deponieren und dies dem vermieter mitzuteilen. es könnte ja auch sein dass man aus anderen gründen mal in deine wohnung muss.
    ich persönlich find's aber auch aus anderen gründen praktisch wenn man einen wohnungsschlüssel bei freunden oder verwandten deponiert hat - sei's damit die pflanzen gegossen werden können oder der briefkasten geleert wird, aber vor allem natürlich wenn man den schlüssel wirklich mal verliert oder sich aussperrt.
     
  8. Fonque

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    Hallo,

    Klar, Grundkosten fallen auch noch an, aber das sind nur 30% und die werden sowieso grundflächenabhängig berechnet, an denen ändert sich also nichts. Das Gute (oder Schlechte, wie man's nimmt) an der Verbrauchsschätzung ist ja, dass es keine Rolle spielt ob man wirklich beim Heizen gespart hat.

    also 2008 waren alle Werte sowas wie 9,641 und 2009 (wo ganz sicher abgelesen wurde) waren alle Werte 30,000 oder 12,000 oder 23,000 oder sowas. Mit "Schätzwerten" meine ich, dass die Werte nicht abgelesen worden sind sindern mit Hilfe einer Verbrausschätzung nach §9a HeizkostenV berechnet worden sind.

    Ich hab sehr moderne Fenster allerdings wirklich ein "marodes Monster" (Bj. 1840). Meine Vormieter hab ich nicht gefragt aber wenn die dauernd über meinen 90,- Euro NK / Monat gelegen wären, hätte der Vermieter ja sicher den Satz raufgesetzt...
     
  9. #8 lostcontrol, 03.08.2010
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    das kannste so nicht sagen.
    beispiel: bei modernen gasheizungen kommt der schorni nur noch alle zwei jahre (hab ich auch nicht gewusst und erst erfahren, als ich total entrüstet bei meinem schorni angerufen hab wo er eigentlich dieses jahr bleibt), entsprechend fallen diese kosten auch nur jedes zweite jahr an.
    wartung wird auch nicht immer bei jeder heizungsanlage jedes jahr gemacht - da gibt's durchaus eigentümer/vermieter die meinen es würde völlig reichen das alle zwei jahre zu machen.

    mit "marodem monster" meinte ich eigentlich die heizungsanlage - du jetzt auch???
    wenn's ums fenster geht: das dürfte ja dann noch einfachverglast sein. da geht 'ne menge heizenergie flöten, das ist garnicht gut.

    täusch dich da mal nicht. es gibt durchaus vermieter, die da bewusst falsche zahlen angeben, weil sie so die wohnungen natürlich leichter vermietet bekommen (tja, schwarze schafe gibt's halt überall). ab einem gewissen grad wird das übrigens auch bestraft.
    sollte dein vermieter wider besseres wissen dir da falsche daten gegeben haben, dann könnte das so weit gehen, dass du dein geld zurückbekommst (selbst wenn die rechnung gerechtfertigt ist) und er strafe zahlen muss.

    aber mal als vergleich: mein gefährte ist gerade aus einer wirklich schlecht isolierten wohnung ausgezogen: anbau quasi in bungalow-form, d.h. 3 aussenwände + flachdach, darunter ein unbeheizter gewölbekeller. wohnungsgrösse auch sowas um die 70qm. er hatte eigentlich schon recht hohe heizkosten dafür dass er tagsüber die heizung runtergedreht hat, nämlich auch sowas um die 100 euro monatlich. wenn ich das jetzt mit deiner rechnung vergleiche hab ich schon so meine zweifel ob da bei dir alles mit rechten dingen zugegangen ist. bei meinem gefährte ist's nachvollziehbar dass die heizkosten so hoch lagen - schlechte isolierung, quasi freistehend usw. - aber noch schlechter kann's ja bei dir eigentlich garnicht sein?
     
  10. Fonque

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    Hi,

    ich meinte, die Grundkosten ändern sich nicht zu meiner offenbar falschen Abrechnung 2009, wenn nur eine Verbrausschätzung gemacht wird.

    Mit "marodem Monster" meinte ich eher die Wohnung im Allgemeinen ;)
    ...aber auch die Heizung war bis vor kurzem sehr marode und der Heizungsraum eigentlich seit 9 Jahren explosionsgefährdetes Sperrgebiet (kein Witz!)

    Ja 100 Euro monatlich, mehr Heizkosten sind eigentlich absolut unrealistisch. Die letzten Abrechnungen haben 17 monate abgedeckt, das wären dann 1700 Euro. Ich aber habe letztes Jahr ca. 400 für 5 Monate bezahlt und jetzt sollen es nochmal 2400 sein, also insgesamt ca. 2800, das macht pro Monat 165 Euro. Das ist einfach unreal hoch.
     
  11. #10 lostcontrol, 04.08.2010
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    willst du damit sagen dass die heizung vor kurzem ausgetauscht wurde?
    dann könnte da natürlich erst recht was durcheinandergekommen sein.
    und es ist leider auch drin, dass die
    a) falsch ausgelegt ist (das wär natürlich dann ein wirklich grober schnitzer vom eigentümer) oder
    b) anfangs falsch eingestellt war.

    oder - aber das wäre jetzt wirklich fatal - der eigentümer will euch ungerechtfertigterweise irgendwelche kosten für die neue heizung aufs auge drücken, die er garnicht umlegen darf...

    wenn du die unterlagen prüfst, guck bei der wartungsrechnung mal sehr genau hin was da alles draufsteht. da gibt's nämlich regelmässig verschleissteile die ausgetauscht werden, die man den mietern aber nicht berechnen darf...
     
  12. Heizer

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    Ich habe jetzt nicht alles durchgelesen, glaube aber den Fehler in der Abrechnung erkannt zu haben.

    Wenn Ende 08 keine Ablesung möglich war, dann wurden logischerweise auch die Röhrchen nicht getauscht. Daher ist der Folgeabrechnungszeitraum auch messtisch nicht erfassbar und eine Verbrauchsschätzung vorzunehmen.

    Andernfalls würde ja die Verdunstung von 2 Jahren in einem Jahr zur Abrechnung kommen und zusätzlich eine Schätzung für das zweite Jahr.

    Unter dem Strich wurde also der Verbrauch für 2008 doppelt berechnet. Zumindest so ungefähr.


    Im Übrigen ist ein Ableseprotokoll nur dann zwingend, wenn die Ablesewerte für den Mieter nicht für einen großen Zeitraum selbst ablesbar sind. Das trifft also nur für alte Verdunster ohne zweites "Beweisröhrchen" oder bei Gerätewechsel zu. Ansonsten hat der Mieter ja immer die Möglichkeit die Werte auch später noch zu prüfen.
     
  13. Fonque

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    Ok, danke Dir! Das wichtigste steht auch im ersten Beitrag drin, man muss nicht alles lesen ;)

    Also das hieße ja, dass ich meinem Vermieter gegenüber eine Verbrauchsschätzung für 2009 verlangen kann, egal ob die Röhrchen vor meinem Einzug im August 2008 getauscht wurden oder nicht.

    Gibt es dazu eine konkrete Grundlage in der HeizkostenV?
     
  14. Heizer

    Heizer Erfahrener Benutzer

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    Dazu steht nichts konkretes in der HKVO, da es die Messtechnik betrifft. Von daher sind die Herstellervorgaben und Zulassungsbedingungen der Messröhrchen maßgebend.

    Insbesondere die EN 835.
     
  15. Fonque

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    Hallo,

    es hat sich jetzt herausgestellt, dass die Röhrchen seit 12.2007 liefen - also 2 Jahre.

    Insofern kommt eigentlich nur eine Verbrausschätzung infrage.

    Außerdem wurden die verschiedenen Heizkostenverteiler gar nicht gewichtet. Ist das normal? Die können doch nicht alle Heizkörper im Haus gleichsetzen - schon gar nicht wenn 2 an einem Heizkörper kleben, die müssen ja halbiert werden.
     
  16. Heizer

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    Ja so ähnlich. Nur nennen wir das Skalieren.

    Jeder HKV hat eine individuelle Skala entsprechend der Heizleistung des Heizkörpers. Bei längeren Heizkörpern müssen 2 angebracht werden. Jeweils auf 25% und 75% der Baulänge. Gedanklich wird der Heizkörper in der Mitte zersägt und es werden abrechnungstechnisch 2 daraus gemacht. Jeder HKV hat also eine Skala die einem halben Heizkörper entspricht.
     
  17. Fonque

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    achso, d.h. die Skalierung entspricht der Heizleistung? Manche Unternehmen (Minol z.b.) bewerten die HKV ja nachträglich noch mit Faktoren...

    Der zweite HKV an dem einen Heizkörper ist neu, der alte wurde aber nicht verändert. Also irgendwas kann da trotzdem nicht stimmen...
     
  18. #17 Kitzblitz, 06.08.2010
    Kitzblitz

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    So ein Verdunstungsröhrchen reagiert ja nur auf die Temperatur seiner unmittelbaren Montageumgebung. Für das Röhrchen ist es vollkommen egal, wie groß der Heizkörper ist, an dem es befestigt ist.

    Die Messwerte müssen also noch in Bezug auf die Leistungsdaten des Heizkörpers relativiert werden - das erfolgt i.d.R. über Faktoren, die die Relation zu einem Referenzheizkörper (Laborbedingungen) darstellen. Für MINOL und ISTA kann ich die Vorgehensweise bestätigen.

    Bei breiten Heizkörpern werden tatsächlich 2 Röhrchen angebracht, um dem Rechnung zu tragen, dass die Heizkörper nicht immer über die volle Länge heizen - auch bei Vollbetrieb lässt die Heizleistung im "hinteren" Bereich nach.

    So wie es ausschaut, hat sich dein Vermieter nicht viel bei der Installation der Verdunsterröhrchen und der Heizkostenabrechnung gedacht.

    Eigenabrechnung mag ja gut und schön sein, doch sollte man wenigstens über das Grundlagenwissen verfügen, damit die Abrechnungen nicht schon aufgrund gravierender Fehler zurückgewiesen werden können.
     
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