Elektrische Versorgung der Wohnung

Diskutiere Elektrische Versorgung der Wohnung im Bautechnik Forum im Bereich Technische Abteilung; Aus einem Elektrikerforum: (Hintergrund ist, dass die Wohnung nur mit einem Wechselstromanschluss ausgestattet ist) Zitat 2. Der Vermieter hat dir...

  1. Ferdl

    Ferdl Erfahrener Benutzer

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    Aus einem Elektrikerforum:
    (Hintergrund ist, dass die Wohnung nur mit einem Wechselstromanschluss ausgestattet ist)
    Zitat
    2. Der Vermieter hat dir aber einen Anschluß für einen ~11kW Herd zur Verfügung zu stellen, da dies ein heute übliches Gerät in einer Wohnung ist, alternativ wäre ein Gasanschluß in der Küche für den Herd. Manche Kochfelder lassen sich in den Einstellungen in der Leistung begrenzen, was für dich hier erst mal die einzige Möglichkeit wäre.
    3. Es ist Dir uneingeschränkt Zugang zu Deinem Zähler und somit auch zum Hauptschalter/Hauptsicherung für Deine Wohnung zu gewähren. Wie willst Du denn sonst Deinen Zähler ablesen?


    Zu beiden Punkten stelle ich mir die Frage ob dass so stimmen kann. Ich wäre da genau gegenteiliger Meinung.
    Wie sieht die versammelte Fachmannschaft das?
     
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  3. #2 Papabär, 29.10.2019
    Papabär

    Papabär Erfahrener Benutzer

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    Ach, das wäre schön, wenn es eine solche Verpflichtung gäbe. Da könnte ich wunderbar ´ne Modernisierung draus stricken. Leider sind die alten Kochmaschinen (zugelassen für Scheitholz & Braunkohle) nach hier bekanntem Statement völlig ausreichend und zulässig. Eigentlich kenne ich nicht mal eine Verpflichtung überhaupt eine Kochstelle mit zu vermieten.

    Zugang ja - uneingeschränkt nein.

    Und der Zugang zur Ablesung muss den Zugang zum Hauptschalter auch nicht implizieren. Es gibt da für Stromzähler so nette Stahlschränke mit Fensterchen drin. Staune un Gugge derf jeder - Rummvorschdele un Gnöbsche drügge dürfe nur de Eggsberde.
     
    FMBerlin, Tobias F und dots gefällt das.
  4. #3 FMBerlin, 29.10.2019
    Zuletzt bearbeitet: 29.10.2019
    FMBerlin

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    Wie wäre es mit Wohnungsaufsichtsgesetz von Berlin, §4 Abs. 2 Nr. 1. (Ist aber eine Berliner Spezialität, daß der Vermieter in der Küche Kochmöglichkeit und Ausguß stellen muß.)
     
  5. #4 Papabär, 29.10.2019
    Papabär

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    ist das nicht 2009 oder 2011 außer Kraft gesetzt worden? Soweit ich mich erinnere, war das doch auch der Grund warum Kochgelegenheit und Spülbecken als Positivmerkmal im Mietspiegel aufgenommen wurden.
     
  6. Ferdl

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    Bei uns im Westen gibbed das definitiv nicht,
    Die Frage war auch eher, reicht eine (oder mehrere) 230 V Steckdose in der Küche oder brauchts einen 400V Herdanschlussdose?
    Ich mein zum Zähler hat Papa schon alles gesagt.
     
  7. #6 FMBerlin, 29.10.2019
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  8. Ferdl

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    Zitat
    (2) Diesen Mindestanforderungen ist nicht genügt, wenn
    1. innerhalb der Wohnung die Koch- und Heizungsmöglichkeit sowie Wasserversorgung und Ausguß fehlen oder ungenügend sind,


    Demnach kann man in Berlin nur mit Kücheneinrichtung vermieten? echt jetzt?
    Also, es Betrifft mich nicht, verwundert bin ich aber doch.
     
  9. #8 immobiliensammler, 29.10.2019
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    Ich würde es lesen, dass es einen Anschluss gibt, ob da die Steckdose für die Kochplatte genügt, oder der Kaminanschluss für den alten holzbefeuerten Küchenherd, keine Ahnung!
     
  10. #9 Papabär, 29.10.2019
    Papabär

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    Hey, wir sind waren zumindest Kesselwessis. In allen vier Himmelsrichtungen war Osten!

    Abgesehen davon hatte Hessen m.E. ein der Berliner Version recht ähnliches Wohnungsaufsichtsgesetz. Allerdings war ich tatsächlich der Meinung, dass beide Exemplare relativ zeitgleich außer Kraft gesetzt worden wären und habe das daher garnicht weiter auf dem Schirm gehabt.


    So vorhin bereits verwundert erkannt.
     
  11. Andres

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    Schwere Frage. Zum Einstieg mal das Mietrechtslexikon mit einer Übersicht. Das alles findet unter der Grundannahme statt, dass kein konkreter Zustand vereinbart ist und dem Mieter Kenntnis (oder grob fahrlässige Unkenntnis) des tatsächlichen Zustands nicht nachzuweisen ist.

    Konkrete technische Vorgaben, was heute "normal" ist, gibt es selten. Entsprechend inflationär werden die wenigen Entscheidungen zitiert, z.B. die 25 A für die ganze Wohnung (das ist gerade die Hälfte der gewünschten 11 kW) aus dem Mietrechtslexikon - bei dieser Entscheidung gab es aber noch die DDR!

    Persönlich halte ich die 3 x 16 A für den Herd heute für eine übliche Ausstattung, die man ohne nähere Angaben in einer einigermaßen soliden Wohnung erwarten darf, also außerhalb von ausgeprägten Singlewohnungen (< 30 m², Kochnische, ...) und totalen Bruchbuden, völlig unsaniertem Altbau, ... . Hätte ich dieses Ausstattungsniveau in einer Wohnung nicht, würde ich darauf bei Neuvermietung hinweisen. Ob das Gerichte auch so entscheiden würden, kann ich natürlich nicht sagen.


    Fies: Bestandsmieter können hier tatsächlich einen Anspruch auf Nachrüstung haben, Quellen s. Link oben.
     
  12. #11 Papabär, 30.10.2019
    Papabär

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    Fies ist eher, dass die Bestandsmieter gar keine Nachrüstung wollen. Die olle Kochmaschine heizt nämlich gleich die ganze Küche mit auf - und sei auch kostenmäßig günstiger als Gas (was natürlich ganz bestimmt nicht daran liegt, dass die Mieter dort die ganze kostenfrei zugestellte Werbung verfeuern - und die jährlich verschwindenden Geländerstäbe der alten Holztreppe muss ja der Vermieter eh auf seine Kosten ersetzen).

    Und weil die bösen Vermieter alle so gierig sind, wird dieses Millieu auch noch staatlich geschützt ... zumindest solange die Mieter eben keine Nachrüstung möchten.
     
  13. #12 RP63VWÜ, 30.10.2019
    RP63VWÜ

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    Niemals nie nicht braucht ein Einbauherd 400 Volt.
    Die laufen intern alle mit 230 Volt.
    Die Frage dürfte eher sein, wie man den Anschlusswert von 11 KW transportiert.
    Preiswerter (und sinnvoller) ist allemal, das auf drei Phasen zu splitten und handelsübliche Kabel zu nutzen.
    Sicherlich geht es auch mit einem dicken Kabel und entsprechendem Sicherungsautomaten (mit nur einer Phase).
    Näheres erklärt anschaulich das Ohm'sche Gesetz.
    16 Ampere * 230 Volt = 3680 Watt
    Mal drei ergibt 11.040 Watt
    Damit ist mit einem 2,5 mm² Kabel eigentlich alles roger.
    Es werden dennoch gerne völlig überdimensionierte Herdanschlusskabel verkauft …
     
  14. jorgk

    jorgk Erfahrener Benutzer

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    Häh??? - Meine Grundvorlesung Physik ist ja schon einige Zeit her, aber das "Ohm'sche Gesetz" hat ganz sicher einen Parameter "Widerstand" in der Form R = U / I [mit U Spannung und I Stromstärke].
    Nach dem "Ohm'sche Gesetz" ergibt Deine Formel dann U • I = R • I<2>, aber das ist trivial, behaupte ich mal ... .

    Deine Rechnung ist aber schon OK - einzig sagen sollte man, das dieses Kabel ...
    ... natürlich 5-adrig sein sollte.
     
  15. Duncan

    Duncan
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    Wo dies denn? In "meinem" Baumarkt vor Ort bieten die sog. Herdanschlusssets und Herdanschlusskabel an, die allein die Besonderheit aufweisen flexibel zu sein und als PVC-Schlauchleitungen den üblichen Anforderungen in Küchen gerecht zu werden, und halt schon vorkonfektioniert auf 1,5 m, 3 m und 5 m entsprechend den TAB der meisten Energieversorger, übrigens nur in 1,5 mm² und 2,5 mm². Ja, jeweils 5-adrig. Dass ich bei entsprechenden Anwendungen keine Hemmungen habe da auch 4 mm² zu verlegen ist nen anderer Schnack.
     
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