Energieausweis Vorlage - Änderungen ab 1.5.2021

Diskutiere Energieausweis Vorlage - Änderungen ab 1.5.2021 im Themen aus unserem Portal Forum im Bereich Mieter- und Vermieterforum; Hallo allerseits, wenn ich das neue Gebäudeenergiegesetz (seit 1.11.2020 gültig) richtig verstanden habe, müssen auch Makler die Angaben aus...

heineu

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Hallo allerseits,

wenn ich das neue Gebäudeenergiegesetz (seit 1.11.2020 gültig) richtig verstanden habe, müssen auch Makler die Angaben aus Energieausweisen publizieren und die Ausweise vorlegen, um vor Bußgeldern sicher zu sein.

Aus Erfahrung fehlen die Angabe bei fast allen Privatinseraten für Vermietung und sogar in Maklerinseraten meistens auch. Es sind im Bekanntenkreis auch nie irgendwelche Fälle bekannt geworden, bei denen jemand hier "Schwierigkeiten" bekam bei Nichtangabe der Energiekennwerte etc.

Gibt es Anzeichen dafür, dass dies voraussichtlich in der Praxis ab Mai 2021 von irgendeiner Stelle intensiv beobachtet und sanktioniert werden wird? Oder bleibt das voraussichtlich locker?

VG
 

Ferdl

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Was ist die Intention deiner Frage?
 

heineu

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Es geht z.B. darum, ob man sich den ganzen Kostenaufwand (Inserate in Tageszeitungen kosten mehr Geld bei Abdruck der ganzen zusätzlichen "Pflicht"-Angaben) und die ganzen Umstände, ggf. Neuerstellung von Energieausweisen und regelmäßige Kopienherausgabe an Interessanten antun muss, wenn es evtl. gar nicht aktiv verfolgt wird.

Ich frage mich unabhängig davon, warum sehr viele Makler in deren Inseraten die Energieausweisangaben überhaupt nicht in Inseraten haben und wie die Makler reagieren werden, wenn sie ab 1.5.2021 Aufträge annehmen, wo kein Energieausweis vorliegt. Wenn man davon ausgeht, dass derzeit vielleicht nur 10% die Angaben mit inserieren, werden wohl ab Mai 2021 nicht die anderen 90% der Aufträge beendet werden und der Provisionsumsatz wegbrechen, nicht wahr?
 

RP63VWÜ

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Ich frage mich gerade wieviel "EEV 95kWh/m²/a" zusätzlich kosten …
In unseren Inseraten ist das seit Jahren drin.
Den Energieausweis habe ich als PDF auf dem Rechner und bin mir relativ sicher, dass mich die 5 Cent Kosten für den Ausdruck nicht in den Ruin treiben …
 

heineu

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Ich frage mich gerade wieviel "EEV 95kWh/m²/a" zusätzlich kosten …
In unseren Inseraten ist das seit Jahren drin.
Den Energieausweis habe ich als PDF auf dem Rechner und bin mir relativ sicher, dass mich die 5 Cent Kosten für den Ausdruck nicht in den Ruin treiben …

Fehlen da nicht noch als "Pflichtangabe" im Inserat:
Art des Ausweises (z.B. Verbrauchsausweis), Energieeffizienzklasse sowie der wesentliche Heizenergieträger und das Baujahr des Hauses?

"selbstgedruckt" ist dokumentenecht - genügt das den Anforderungen?
 

Ferdl

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"selbstgedruckt" ist dokumentenecht - genügt das den Anforderungen?
Ja, außerdem brauchst nicht für jeden Interessenten einen Energieausweis, bei mir liegt der während der Wohnungsbesichtigung auf der Fensterbank, wer will kann sich den Anschauen, macht nur keiner.
Da ich nur in Immoscout inseriere, fülle ich die Vorgesehenen Felder aus und gut is.
 

heineu

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Da ich nur in Immoscout inseriere, fülle ich die Vorgesehenen Felder aus und gut is.

Ob noch gut is', wenn jemand echt mal das systematisch prüft und ob dann die immer wieder zitierten Bußgelder für die Ordnungswidrigkeit erhoben werden ...?
 

Andres

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Die grundsätzliche Thematik ist ja schon etwas älter, d.h. das gab es auch schon vor dem GEG.

um vor Bußgeldern sicher zu sein

Theoretisch gäbe es auch noch die Möglichkeit wettbewerbsrechtlicher Konsequenzen, also von einem Mitbewerber oder diversen Verbänden abgemahnt zu werden. Davor gab es vor der erstmaligen Einführung dieser Pflicht große Panik, weil man diesen Effekt in anderen Geschäftsbereichen beobachtet hat. Bei Wohnungsinseraten habe ich davon nie etwas gehört. Das heißt nicht, dass es das nicht gibt, aber offensichtlich nur in solchem Umfang, dass es kein großes Thema ist.

Von öffentlichen Stellen ist der Kontrolldruck nahe null. Mir ist nicht bekannt, dass in dieser Richtung irgendwo etwas unternommen würde. Bleibt noch die Frage, ob zuständige Stellen auf eine gezielte Anzeige reagieren würden, d.h. du schaust beim Besichtigungstermin die Frau des Interessenten falsch an oder machst eine diskriminierende Bemerkung über laktosefreie Milchprodukte (sorry, schlechtere Beispiele fallen mir gerade nicht ein), er bekommt die Wohnung nicht und in der Folge überlegt der sich dann, wie er dich noch ärgern könnte. Zu den vorstellbaren Schikanen gehört dann neben den üblichen Datenschutz-Quengeleien wohl auch die fehlenden Pflichtangaben aus dem Energieausweis. Solche Leute sind selten.


Es geht z.B. darum, ob man sich den ganzen Kostenaufwand (Inserate in Tageszeitungen kosten mehr Geld bei Abdruck der ganzen zusätzlichen "Pflicht"-Angaben) und die ganzen Umstände, ggf. Neuerstellung von Energieausweisen und regelmäßige Kopienherausgabe an Interessanten antun muss, wenn es evtl. gar nicht aktiv verfolgt wird.

Geschichte zur Tageszeitung: Ich bin am letzten Wochenende dort bei den Wohnungsanzeigen hängen geblieben - keine Ahnung warum. Links oben auf der Seite ein riesiger Kasten mit einem kleinen redaktionellen Text, Bild und dann noch eine Legende für die diversen Pflichtangaben. Das hat insgesamt locker 10 % der Seite ausgemacht. Dann habe ich mir Inserate angeschaut, bis ich keine Lust mehr hatte. Bis etwa zur Hälfte der Seite bin ich gekommen und habe keine dieser Abkürzungen gefunden. Ich glaube man kann mit einiger Sicherheit vermuten, dass die nicht alle in den nächsten Wochen Bußgeldbescheide bekommen.

Trotzdem habe ich keine Lust auf Ärger. Die Kosten für den Ausweis sind auf 10 Jahre gerechnet praktisch irrelevant und sobald man das Prozedere einmal durch hat, ist es auch nicht wirklich aufwändig. In Zeitungen inseriere ich sowieso nur selten und online tut es nicht weh, die Pflichtangaben zu machen. Der Wisch liegt bei Besichtigungen aus. Es interessiert sowieso niemanden.


Neu Ich frage mich gerade wieviel "EEV 95kWh/m²/a" zusätzlich kosten …

Art des Energieausweises, wesentlicher Energieträger, Baujahr und Energieeffizienzklasse fehlen. In der Zeitung sind das selbst bei brutaler Abkürzung fast zwei Zeilen, den Rest bringt man in 2 bis 4 Zeilen unter. Früher gab es hier kompliziertere Tarife, seit einiger Zeit rechnen die Zeitungsverlage bei mir alles nach mm Anzeigenhöhe ab, was die Rechnung einfach macht: 50 bis 100 % Aufschlag für die Pflichtangaben. Wenn man auf diesem Weg regelmäßig Wohnungen inseriert, kommt man schon mal ins Grübeln, wie viel Geld man für eine Leistung ausgibt, die niemand haben will.
 

heineu

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...Früher gab es hier kompliziertere Tarife, seit einiger Zeit rechnen die Zeitungsverlage bei mir alles nach mm Anzeigenhöhe ab, was die Rechnung einfach macht: 50 bis 100 % Aufschlag für die Pflichtangaben. Wenn man auf diesem Weg regelmäßig Wohnungen inseriert, kommt man schon mal ins Grübeln, wie viel Geld man für eine Leistung ausgibt, die niemand haben will.

Genau das war auch einer der Grundgedanken meiner Anfrage!

Blöd ist nur, wenn man eine von praktisch niemandem gewünschte Leistung nicht beauftragt, hier etwas Geld spart und dann doch vielleicht einen wesentlich höheren Geldbetrag Bußgeld zahlen müsste. Leider sind die gedruckten Zeitungen lange archiviert, sodass "Geschäftemacher" das systematisch nachbearbeiten könnten, um als Dienstleistung anzubieten, das nicht weiter zu verfolgen ...
 

heineu

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Gerade ist mir noch aufgefallen, dass es offenbar nicht zu den Pflichtangaben für Inserate gehört, von wann der Energieausweis ist. Somit dürften auch die Angaben von einem abgelaufenen Energieausweis gültig sein - spricht was dagegen?
 

Andres

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Somit dürften auch die Angaben von einem abgelaufenen Energieausweis gültig sein

Nein, natürlich nicht. In § 79 Abs. 3 GEG steht ausdrücklich, dass der Ausweis ungültig wird. Die Unterscheidung zwischen dem Ausweis und seinem Inhalt ist bloße Wortklauberei ohne jeden Wert. Genau so gut könntest du auch frei erfundene Angaben, freihändig geschätzte Angaben oder sonst irgendetwas angeben. Solange die Daten halbwegs plausibel sind, könnte es die Entdeckungswahrscheinlichkeit senken. Und wenn es doch jemanden interessiert, ist der Vorsatz praktisch nachgewiesen. Da ist wirklich nichts gewonnen.
 

immodream

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Hallo heineu,
seitdem es den Energieausweis gibt, habe ich zig neue Mietverträge abgeschlossen.
Ich bin noch nie nach einem Energieausweis gefragt worden.
Natürlich fragen mich immer wieder Mietinteressenten, wie hoch die Heizkosten sind .
Da ich beim Mehrfamilienhaus mit Zentralheizung die Heizkosten kenne , sage ich den Leuten immer wieder, suchen sie sich was aus.
Das Haus hat 6 gleich große Wohnungen und die Heizkosten schwanken von 450 bis 900 € / Jahr und Wohnung .
Die meisten meiner Mieter können mit so einem Ausweis nichts anfangen.
Natürlich wissen die Farbe grün ist und rot ist nicht gut.
Das nützt denen aber nichts bei der Überlegung, ob sie sich die Wohnung leisten können.
Ist von der Politik gut gemeint aber dem Bürger nicht hilfreich.
Übrigens, man kann mit eigenen Angaben für 28,50 € im Internet sich seinen Energieausweis basteln .
Ich habe mir vor Jahren von der Ista für das Haus mit der Zentralheizung einen Energieausweis basteln lassen .
Im Ausweis steht sinngemäß, das von der Einstufung im Energieausweis nicht auf die tatsächlichen Heizkosten geschlossen werden kann.
Ist genau so Schwachsinnig und Kostentreibend wie die Einführung des Feuerstättenbescheides.
Der Mieter kann Geld sparen, weil der Vermieter sich seinen Schornsteinfeger für die freien Tätigkeiten aussuchen kann.
Vielleicht kommt da einer aus Polen oder Rumänien .
Nur dann muß der Bezirksschornsteinfegermeister das auch kontrollieren .
Das sind dann für den Mieter zusätzliche Kosten für den Feuerstättenbescheid .
Grüße
Immodream
 

heineu

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Hallo heineu,
seitdem es den Energieausweis gibt, habe ich zig neue Mietverträge abgeschlossen.
Ich bin noch nie nach einem Energieausweis gefragt worden.

Hallo Immodream,

dann hoffen wir für und alle und @immodream, dass uns nicht zig neue Bussgeldanforderungen treffen, nicht vor dem 1.5.2021 und auch nicht danach - und am Maifeiertag auch nicht!

Gruss
heineu
 

immodream

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Hallo ,
früher hab ich in der Tageszeitung und in einem Werbekäseblatt inseriert.
Nachdem mir irgendein Jüngelchen bei der telefonischen Anzeigenaufnahme weismachen wollte, ich müßte als Privatmann die Daten aus dem Energieausweis angeben, hab ich dann irgendwann auf diese beiden Printmedien verzichtet.
Die Zeitungsanzeige in der Tageszeitung kostet inzwischen zwischen 25 und 30 € .
Da kann ich dann auch für 59 € beim Immobilienscout24 inserieren.
Da ist die Anzeige 30/31 Tage online, ich füge bis zu 20 Fotos der Anzeige bei und kann reichlich Text zur Beschreibung verwenden.
Noch ist die Pflichtangabe aus dem Energieausweis im Inserat bei Immobilienscout nicht notwendig.
Da ich ja die üblichen Werte kenne, dürfte die Angabe des Kennwertes auch kein Problem sein .
Grüße
Immodream
 

BiG Rock 95

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Ja der Umgang mit Ausweisen in Deutschland ist schon sehr speziell.

Den Energieausweis sollte man nicht entsorgen, hierbei drohen hohe Bußgelder.
Bei anderen Ausweisen ist es umgekehrt, hier gibt es geldwerte Vorteile.

Sehr verwirrend !
 
Thema:

Energieausweis Vorlage - Änderungen ab 1.5.2021

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