Energiekostenabrechnung der Vorjahre fehlerhaft - Rückforderung möglich?

Diskutiere Energiekostenabrechnung der Vorjahre fehlerhaft - Rückforderung möglich? im Hausgeldabrechnung und Wirtschaftsplan Forum im Bereich Wohnungseigentum; Hallo Zusammen, ich bin neu hier im Forum. Bin seit mehreren Jahren Eigentümer einer Wohnung (die ich selbst nutze) in einer kleineren WEG mit...

  1. #1 Flo_884, 07.05.2020
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    Flo_884 Neuer Benutzer

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    Hallo Zusammen,

    ich bin neu hier im Forum. Bin seit mehreren Jahren Eigentümer einer Wohnung (die ich selbst nutze) in einer kleineren WEG mit 10 Wohneinheiten.

    Dieses Jahr sind mir Änderungen bei der Energiekostenabrechnung (die durch einen Dienstleister erstellt wird) aufgefallen.
    Nach Rücksprache mit dem Verwalter hat sich herausgestellt, dass die aktuelle Abrechnung für 2019 korrekt ist, die Abrechnungen der Vorjahre (also bis 2018) jedoch Fehlerhaft waren.
    Durch die fehlerhaften Abrechnungen wurden mir von 2016 bis 2018 in Summe 140,-€ zuviel berechnet.

    Meine Frage hierzu: Kann der Betrag zurückgefordert werden?

    Meiner Aufffassung nach sind die Abrechnungen des Dienstleisters bis 2016 (3 jährige Verjährungsfrist ab Zugang der Abrechnung) anfechtbar und somit kann der Betrag zurückgefordert werden.

    Der Verwalter beruft sich auf die WEG-Verordnung, wonach die Jahresabrechnungen (welche die Energiekostenabrechnung beinhalten) in den Versammlungen beschlossen und innerhalb eines Monats nicht angefochten wurden und die Beträge somit nicht mehr zurückgefordert werden können.

    Wie ist eure Meinung dazu? Hatte schonmal jemand so einen Fall?

    Viele Grüße

    Florian
     
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  3. Andres

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    Das ist einigermaßen richtig, anfechtbar sind die Abrechnungen nicht mehr. Allerdings könnte die WEG für die noch nicht verjährten Ansprüche einfach neue Abrechnungen beschließen.
     
  4. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Ich komme gerade nicht drauf, wie Ansprüche abgerechnet werden könnten. Bisher war ich nämlich davon überzeugt, dass in eine Abrechnung nur Einnahme und Ausgaben, mithin tatsächliche Zahlungen, eingehen.
    Für den m.E. unwahrscheinlichen Fall, dass die Ansprüche zu einer Erstattung durch wen auch immer führen, wären diese Beträge in die Abrechnung des laufenden Jahres einzustellen.
    "Energiekostenabrechnung" würde ich nicht als Rechnung für Energiekosten verstehen, sondern eher als Kostenverteilung. Das würde dazu führen, dass mangels fristgerechter Anfechtung von Abrechnungsbeschlüssen keinerlei Ansprüche gibt.
     
  5. #4 immobiliensammler, 07.05.2020
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    Ich überlege auch gerade, welcher Art der Abrechnungsfehler war. Wurden hier die Kosten falsch angesetzt dann könnte dies ggfs. nachträglich korrigiert werden damit die WEG-Abrechnung wieder stimmt. Oder wurden nur die korrekten Kosten falsch auf die einzelnen Eigentümer verteilt und der TE hat halt einen Nachteil, andere Eigentümer einen Vorteil!
     
  6. #5 Flo_884, 07.05.2020
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    Flo_884 Neuer Benutzer

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    In den Energiekostenabrechnungen wurden die Kosten für den Kubikmeter Wasser falsch berechnet.

    Hier wurden die Gesamtkosten für Wasser nur durch den Gesamtverbrauch an Kaltwasser geteilt und mit diesem Faktor dann die Kaltwasserkosten pro Wohneinheit ermittelt.

    Korrekt wäre gewesen mit dem Gesamtverbrauch an Kalt- UND Warmwasser (= tatsächlicher Gesamtwasserverbrauch) den Faktor für die Wasserkosten pro WE zu ermitteln (dies wurde so auch in der aktuellen Abrechnung für 2018 gemacht)

    Ich hoffe ich konnte es einigermaßen verständlich erklären...
     
  7. #6 immobiliensammler, 07.05.2020
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    Also die Gesamtkosten der WEG wurden korrekt ausgewiesen, nur die Verteilung auf die einzelnen Eigentümer ist falsch. Dann werden nach meinem Verständnis wohl alle die benachteiligt, die (prozentual) mehr Warm- als Kaltwasser verbraucht haben. Jetzt die Preisfrage: Gibt es mehr Stimmen (wohl MEA) der Benachteiligten oder der Bevorzugten? Nur die Benachteiligten hätten ja ein Interesse an einem Beschluss zur Berichtigung der Abrechnungen.
     
  8. Olbi

    Olbi Erfahrener Benutzer

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    Genau so habe ich das verstanden. Gesamtkosten richtig erfasst, nur fehlerhaft verteilt.
    Die Einzelabrechnungen sind Teil der Gesamtabrechnung. Über diese wurde beschlossen. Nach meiner Meinung damit auch über die Einzelabrechnungen.

    Edit: Mir kam vor dem Absenden was dazwischen. Unter anderem 2 Antworten. ;)
     
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