Energiepass bei anstehender Neuvermietung?

Dieses Thema im Forum "MV - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von Christian, 06.10.2009.

  1. #1 Christian, 06.10.2009
    Christian

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    Hallo,

    der Mieter in meinem 2-Parteien-Haus (die andere Wohnung wird von mir als Vermieter bewohnt) hat zum Jahreswechsel gekündigt. Nun stellt sich mir die Frage, ob ich einen Energieausweis benötige.

    Über die Suche konnte ich nichts brauchbares finden (habe vielleicht nicht mit den richtigen Begriffen gesucht?).

    Leider hat mich das Thema bisher nie wirklich interessiert, ich habe es immer verdrängt/ignoriert - das rächt sich jetzt :shame

    War da nicht auch was mit 2 Arten, einem bedarfsorientiertem Ausweis und einer anderen "Art"?

    Gruß,
    Christian
     
  2. AdMan

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  3. #2 pragmatiker, 06.10.2009
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    ja, sie brauchen einen energieausweis, wenn der mieter danach fragt.
     
  4. #3 Christian, 06.10.2009
    Christian

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    Hallo,

    danke für die schnelle Antwort, Pragmatiker.

    Was passiert, wenn ich keinen solchen Ausweis habe?
     
  5. #4 Thomas76, 06.10.2009
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    Offiziell kann das als Ordnungswidrigkeit geahndet werden.Aber realistisch gesehen wir das kaum passieren, denn mal abgesehen davon, das sowieso kaum ein Mieter nach dem Energiepass fragt (zumindest bei mir nicht), müßte dann schon jemand zum Amt rennen und das melden.

    Und da haben die meisten Wohnungssuchenden wohl besseres zu tun, außer vieleicht du ärgerst sie beim Besichtigungstermin etwas zu sehr ;)

    Hast du eine Firma, die für dich die Heizkostenabrechnung macht ? Bei mir hatte diese Firma ein Sonderangebot für die Erstellung des Energiepasses, waren irgendwas bei 50,- EUR.
     
  6. #5 Christoph, 06.10.2009
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    Es gab bisher einen verbrauchsorientierten und einen bedarfsorientierten Ausweis.
    Ersterer ist billiger; da ist aber die Frist ( 30.09.08. glaube ich ) abgelaufen.

    Du kannst wegen eines fehlenden EP angezeigt werden
     
  7. #6 lostcontrol, 06.10.2009
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    bei uns macht das auch der schorni, der hat dafür extra 'ne weiterbildung gemacht.
    aber eben nur den verbrauchsorientierten, den's ja nimmer gibt (bzw. geben schon, aber man kann ihn nimmer machen lassen).

    thomas - ich fürchte für 50,00 euro kriegst du aber keinen bedarfsorientierten sondern eben nur den verbrauchsorientierten, und der geht ja nimmer.
    der bedarfsorientierte ist wesentlich teurer, schon weil man da anhand der bauunterlagen (sofern vorhanden) bzw. mit entsprechenden bauuntersuchungen das haus analysieren muss, dafür reichen 50,00 euro leider nicht.
     
  8. #7 Christoph, 06.10.2009
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    dito
    wie oben erwähnt. Der bedarfsorientierte Ausweis macht normalerweise ein Architekturbüro o.ä.; der verbrauchsorientierte ist eh Unsinn, weil du die Daten selbst eintragen kannst;ist nur Fleißarbeit.
     
  9. #8 lostcontrol, 06.10.2009
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    naja, unsinn vielleicht nicht. aber er bildet halt nicht die energie-effizienz des hauses ab (bedarf), sondern eigentlich nur das individuelle heizverhalten des jeweiligen mieters (verbrauch). eine aussagekraft darüber, wie hoch die heizkosten für den neuen mieter wohl ausfallen werden bzw. wieviel energie er wohl verbrauchen wird (um mal jetzt den faktor steigende energiekosten rauszunehmen), hängt halt davon ab, ob man auch noch weiss ob der mieter eher der "ich friere nicht, ich hab pullis"-typ ist, der auch mit 18°C zufrieden ist oder der "ich will in meiner wohnung auch im tiefsten winter nackig rumrennen können"-typ, der seine bude auf 24°C hochheizt.
    faustformel: 1°C mehr raumtemperatur = 6% mehr energiebedarf.
    irgendwo hab ich's schon mal vorgerechnet, der unterschied zwischen den 18°C und den 24°C liegt dann bei etwas um die 40% mehr energiebedarf. und genau darüber sagt der verbrauchsorientierte energiepass eben NICHTS aus, weil da nur drin steht wieviel verbraucht wurde, aber nicht wie warm es in der wohnung war und wie häufig.

    edit:
    dass mieter nicht nach dem energiepass fragen würden kann ich nicht bestätigen. bei mir haben jedenfalls schon öfter interessenten danach gefragt. mag aber sein dass das auch mit dem alter des hauses zusammenhängt, der durchschnittsmieter wird sich wohl denken: "neubau = ok" und "altbau = zumindest zweifelhaft, besser mal fragen" - dass dieses klischee leider nicht unbedingt der realität entsprechen muss sei einmal dahingestellt.
     
  10. #9 Thomas76, 06.10.2009
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    Ich halte die ganze Energiepass-Pflicht für Unsinn, und habe nur einen erstellen lassen, weil ich den lt. Gesetz haben muß (und weil's damals halt gerade ein sehr günstiges Angebot gab).

    Denn eine wirkliche Aussagekraft für den fachfremden Mieter hat das Ding sowieso nicht.Der kann sich zwar super diesen Zustands-Balken auf dieser Rot-Grün-Skala angucken, und sich evtl. freuen, wenn der Pfeil eher in der Grünen Ecke steht, eine konkreten Aussage über den Energieverbrauch gibt es aber damit trotzdem nicht.

    Wieder mal eine verpflichtende Maßnahme, die vor allem eines bewirkt : Das der Vermieter mal wieder eine ganze Menge Euros relativ sinnlos ausgeben muß.

    Welcher Energiepass bei welchem Haustyp nötig ist, kann man auch bei Wikipedia gut nachlesen, da steht einiges zu dem Thema.

    Edit : Und da stehen auch einige nachvollziehbare Kritikpunkte zu dem Unsinn namens Energiepass ;)
     
  11. #10 lostcontrol, 06.10.2009
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    eine konkrete aussage über den energieverbrauch können immer nur die entsprechenden messgeräte bzw. der beleg vom öl-lieferanten geben. egal wo der pfeil im energiepass steht, letztendlich wird es von den heizgewohnheiten des mieters abhängen, wieviel energie er hierfür verbraucht.
    klar, wenn's 'ne solarthermische anlage zur warmwasserbereitung gibt, die dem mieter kostenloses warmwasser liefert, dann wird er da sicher energie sparen können (bzw. diese nicht direkt bezahlen müssen), aber letztendlich wird er für eine wohnung, die gute werte hat, eben auch mehr miete bezahlen müssen.

    naja, du hast ja selbst geschrieben dass es bei dir grad mal lächerliche 50 euro waren... und soweit ich weiss kannst du die doch ohnehin absetzen. also was soll's.

    kein eigentümer ist gezwungen wegen eines schlechten energiepasses zu investieren. allerdings wird er mit hoher wahrscheinlichkeit auch nicht grade luxus-mieten erzielen können. aber das finde ich eigentlich auch ganz in ordnung so.
    ist nur die frage ob's dafür den energiepass gebraucht hätte - man muss kein fachmann sein, um wenigstens grob abschätzen zu können dass ein haus ohne vollwärmeschutz weniger gut gedämmt ist als mit vollwärmeschutz, und das ist eigentlich per purer inaugenscheinnahme zu erkennen, mal ganz abgesehen davon, dass man auch danach fragen kann.
     
  12. #11 Thomas76, 06.10.2009
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    Sag' ich ja.Der Sinn des Energiepasses sollte ja aber vor allem sein, einem Mietinteressenten einen kurzen, aber klaren Überblick über den Energieverbrauch zu geben.Diesbezüglich ist das ganze vollumfänglich verhunzt worden, also mal wieder eine gute Idee, die schlecht umgesetzt wurde und letztlich vor allem Kosten und Verwaltungsaufwand produziert.

    Gut, ich hatte auch das Glück mit diesem Supersonderangebot, aber das ist ja eher die Ausnahme.Den jetzt nötigen Energiepass wird's kaum unter zweihundert Euro geben, für ein Dokument, das dem Mietinteressenten fast nichts nützt, und das der Vermieter nicht will.Eine Geldruckmaschinerie für Firmen, die Energiepässe erstellen, weiter nichts.

    Guck mal zu dem Thema bei Wikipedia unter "Kritikpunkte" nach, da ist noch mal alles ausführlich aufgezählt.Die Angaben in den Energiepässen sind so theoretisch, das man die Energiepässe tlw. auch aus dem Zufallsgenerator ziehen könnte.
     
  13. #12 lostcontrol, 06.10.2009
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    nein, sorry, das ist stimmt nicht. darum geht es beim energiepass nicht, und das kann er auch garnicht leisten, weder der verbrauchsorientierte noch der bedarfsorientierte.
    den energieverbrauch bestimmt der mieter, von seinen individuellen bedürfnissen und gewohnheiten hängt er ab. ob ein mieter lieber 18°C in der wohnung hat oder 24°C ist völlig unabhängig von der bausubstanz des hauses. und ob der mieter tagsüber, während er (hoffentlich) auf arbeit ist, die heizungkörper runterdreht oder volle pulle weiterlaufen lässt ist auch gänzlich unabhängig vom haus.
    der bedarfsorientierte energiepass kann und soll etwas darüber aussagen, wie gut das haus gedämmt ist, also auch wie gut die wärme in der wohnung gehalten werden kann, aber definitiv nicht darüber wie hoch der energieverbrauch ist.

    nö. unser schorni war sogar billiger. mag natürlich daran liegen dass er die betreffenden häuser in- und auswendig kennt, aber genau das war ja der grund warum wir froh waren dass er das machen darf.

    wer sagt dass der vermieter das nicht will?
    ein guter energiepass kann einem ja immerhin zu höheren mieteinnahmen verhelfen. wer also eine - nach energiepass - "gute" immobilie besitzt, freut sich über den energiepass.
    aber für 200 euro ist er meines wissens nicht zu haben. hängt natürlich immer vom gebäude ab, bei uns wärs aber definitiv teurer geworden, soviel ist klar.

    naja - ich seh das hauptproblem eher darin, dass kaum mal irgendwelche bauunterlagen wirklich genau sind, weil sie meist das bau-VOR-haben darstellen und nicht das, was tatsächlich gemacht wurde (sofern sie überhaupt vorliegen. bei nicht-selbstgebauten häusern ist das häufig ja nicht der fall). erstellt man also den energiepass aufgrund dieser bauunterlagen, dann kann es eben sein, dass das resultat mit der realität nicht allzu viel zu tun hat. vor allem weil irgendwelche später entstandenen schäden da ja garnicht aufnahme finden.

    ergo müsste man grundsätzlich entsprechende untersuchungen der bausubstanz vornehmen, um zu "echten" ergebnissen zu kommen, von profis selbstverständlich, z.b. bauphysikern. und dass das mehr als 200 euro kostet muss ich wohl nicht erklären.
     
  14. #13 Thomas76, 07.10.2009
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    Wenn das bei der Mehrheit der Vermieter so wäre, hätte man den Energiepass nicht verpflichtend machen müssen.Du konntest auch vorher jederzeit Unterlagen erstellen lassen, die Dämmung&Co. deiner Immobilie bewerten und mit denen du versuchen konntest, potentielle Mieter zu begeistern.Haben aber die wenigsten gemacht.Also kann das Verlangen danach von Vermieterseite nicht so groß sein.

    Außerdem haben lustigerweise nach dem Energiepass viele Häuser "gute" Werte, obwohl Dämmung&Co. dort nur durchschnittlich sind.

    Richtig.Daher dürften viele Energiepässen eben mit der Realität nicht viel zu tun haben, was ja aber ursprünglich sicherlich nicht Sinn der Sache war.Ergo : Außer Spesen (meist) nicht viel gewesen.
     
  15. #14 lostcontrol, 07.10.2009
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    seh ich anders. der witz am energiepass ist doch, dass das ein einheitliches dokument ist. klar konntest du bisher deinen mietern ein gutachten über die energieeffizienz der immo vorlegen, aber was nutzt die, wenn der mieter bzw. der interessent keinen vergleich hat?
    mal ganz abgesehen davon dass so ein wissenschaftliches gutachten für die meisten interessenten leider recht unverständlich ist, da kommt so ein schöner bunter balken mit pfeil besser an...

    klar! es ist ja nicht nur die dämmung, die für die energieeffizienz eines hauses ausschlaggebend ist!
    nur mal als beispiel, mein haus von 1932 hat sehr gute werte, ganz ohne jegliche moderne wärmedämmung. das liegt einfach daran, dass damals noch anders gebaut wurde, die außenwände sind allesamt sehr dick, deutlich dicker als heutige wände. eine wärmedämmung würde da tatsächlich nur sehr, sehr wenig bringen (ausser enormen kosten).

    richtig, da sehe ich ja (wie bereits geschrieben) auch das hauptproblem an der sache. vorteile sehe ich auch ja nur wenige.
    zum bereits genannten vorteil kommt aber noch ein punkt hinzu, der aber jenseits vermieter- und mieterwünschen liegt, nämlich der, dass der energiepass dann doch den einen oder anderen eigentümer dazu bewegen wird, sich einmal ein paar gedanken zu machen, ob ein paar investitionen in sein eigentum nicht vielleicht doch sinnvoll sein könnten, denn letztendlich kommt das ja unser aller umwelt zugute. das ist natürlich dann mehr 'ne idealistische angelegenheit, ganz klar, aber ich bin halt so ein öko-mausi das sich wünschen würde, dass da mehr passiert.

    spätestens mit dem wärmeschutzgesetz (bei uns in bawü ab nächstes jahr gültig, die anderen bundesländer werden aber nachziehen, das wurde ja im bundestag bereits beschlossen) werden dann die karten neu gemischt werden, soviel ist jetzt schon klar.

    edit:
    sag mal thomas, würd's dir was ausmachen zwischen dem punkt und dem nachfolgenden satz ein leerzeichen einzufügen? liest sich dann einfach besser.
    jaja, ich weiss, ich sollte mir auch gross- und kleinschreibung angewöhnen, ist wohl für viele auch schwerer zu lesen...
     
  16. #15 Michael_62, 07.10.2009
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    Was ändert sich durch das Wärmeschutzgesetz oder meinst du das Wärmegesetz BaWü oder die EnEV?

    Ich sehe da nix im Altbestand kommen.
     
  17. #16 Thomas76, 07.10.2009
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    Tja, nur was nützt die Einheitlichkeit des Dokumentes, wenn die Aussagekraft für den Mieter eher gering ist ? Momentan könnte man auch "Haus steht Energieeffizienzmäßig ganz gut da " auf einen Zettel schreiben und hätte die gleiche Aussage.

    Ich schrieb ja auch Dämmung&Co ;) Mein Haus z.b. ist Baujahr 1973, Heizung (Gas) ist allerdings erst ein paar Jahre alt, Isoglas in uralten Alufensterrahmen, Zusatzdämmung null, trotzdem lt. Energiepass deutlich im Grünen Bereich. Ich will nicht behaupten, das mein Haus eine Energieschleuder wäre, aber was für eine Bruchbude muß man eigentlich haben, damit man ein deutlich schlechtes Ergebniss im Energiepass bekommt ? ;)

    Da magst du Recht haben, aber das ganze ( ich meine jetzt die Folgeinvestitionen) kosten dann massig Geld, das z.T. Jahrzehnte braucht, bis es sich rechnet, während anderswo auf der Welt der Dreck tonnenweise rausgepustet wird. Z.b. hat meine neue Gasheizung (Brennwerttechnik), die vor ein paar Jahren nötig war viele tausend Euro gekostet.Die alte Heizung war nicht etwa kaputt, sondern hatte lediglich ein (!) Prozent zu viel CO2-Ausstoß (11% statt 10%). Da frage ich mich schon, ob Aufwand und erhofftes Ergebniss noch in einem sinnvollem Verhältnis stehen.

    Ich kann's ja mal versuchen ;)
     
  18. #17 lostcontrol, 07.10.2009
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    nein, ich meine definitiv das wärmeschutzgesetz - noch nichts davon mitgekriegt?
    ist mal wieder der hammer - und betrifft leider auch den altbestand.
    google doch mal unter "EWärmeG" - da findest du so einiges. ich bin grad zu faul, deshalb nur dieser link hier:
    http://www.um.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/35927/
    da steht zwar nicht dabei dass es beschlossen wurde und zum 01.01.2010 in kraft tritt, aber da ist es gut erläutert.

    ach ja, den link hier hab ich auch noch, der beschreibt's kürzer und knackiger:
    http://www.lbs.de/bw/modernisieren/modernisierungs-service/e-waerme-g

    ich muss mich da selbst mal wieder auf den aktuellen stand bringen.
    fakt ist: es wird auch für altbestand gelten.
    fakt ist auch: die ganze geschichte ist (mal wieder) ein witz, denn:

    wenn ich 10% der im haus verbrauchten energie über erneuerbare energien (solarthermie, biomasse, erdwärme etc. - ist ja nicht alles erlaubt) selbst erzeugen muss, dann muss ja erstmal festgestellt werden wieviel energie im haus tatsächlich verbraucht wird. das dürfte aber ein unding sein, denn:
    wenn heute in einer 3-zi-wo ein single wohnt, dann kann da morgen schon wieder 'ne ganze familie drin wohnen.
    der energieverbrauch der leute ist extrem unterschiedlich - bestes beispiel ist da wieder der "ich friere nicht, ich hab pullis"-typ mit den 18°C in der wohnung im gegensatz zum "ich will auch im tiefsten winter nackig in der wohnung rumrennen können"-typ mit den 24°C in der wohnung. der unterschied zeigt sich in ca. 40% höherem energieverbrauch.
    wer will also den energieverbrauch eines gebäudes messen? und wie soll kontrolliert werden ob sich da nicht was ändert?
    ich könnte das ladengeschäft im 6-parteien-mietshaus genausogut an eine kneipe vermieten (schankgenehmigung ist vorhanden) anstatt an ein 1-mann-büro. der energieverbrauch wäre gigantisch höher...

    und wie soll das gehen mit den erneuerbaren energien? ich bin ja ein grosser freund davon, habe ja selbst lange in der solarbranche gearbeitet, aber es geht halt nicht überall alles - bei dem genannten haus gibt's ost-west-ausrichtung und steildach mit gauben. da kannst du nicht viel rausholen, ost-west ist ja ok, da kriegt man bei idealer neigung durchaus 80% solarenergie raus, aber da sind nun mal die gauben im weg, und bei solarthermie kannst du halt nicht so gut flickschustern wie mit pv-modulen - ganz zu schweigen von der starken neigung die für pv zwar noch einigermassen ok wäre, für thermie aber eben weniger.
    erdwärme? völlig unmöglich, die komplette altstadt steht bei uns auf einem hohen felsen, da is nix mit bohren. und grundstück gibt's auch keines dazu, in dem man diese schlauchgeschichte in geringer tiefe praktizieren könnte.
    und biomasse? gerne. sollen die mir im rathaus gegenüber doch einfach ihren ganzen sch... den sie da verzapfen zum kompostieren abgeben... (sorry ob der ausdrucksweise).

    mit anderen worten: völlig unausgegorener krampf mal wieder, das mit den 10%.
    der gedanke dahinter ist ja ok, aber doch nicht mit so einer vorgabe!
    und wer denkt hier an die leute die bereits ihr dach mit photovoltaik zugekleistert haben? sollen die das dann wieder runterreissen, weil pv im EWärmeG nicht erlaubt ist?

    zum glück wird nichts so heiss gegessen wie es gekocht wird...
    und ja, ich hab noch einen enormen vorteil den ich schon abgeklärt habe (weshalb mich das fürs genannte objekt auch nicht weiter interessiert): aus denkmalschutz-gründen dürfen wir an diesem haus überhaupt keine solaranlage installieren. und die anderen varianten gehen da halt auch nicht.

    aber wenn wir schon dabei sind, kennt sich hier zufällig jemand mit blockheizkraftwerken aus? ich hab da so 'ne idee...

    edit @ thomas:

    tja... genau so sieht's leider aus.

    ich nehme (anhand deiner bisherigen aussagen dazu) an, du redest von einem verbrauchsorientierten energiepass?
    der sagt ja - wie nun wirklich mehrfach lang und breit diskutiert - garnichts über die energieeffizienz des hauses sondern nur über die verbräuche in der vergangenheit aus. oder am beispiel meines privathauses (für das es keinen energiepass gibt): ich hab hier lange zeit auf baustelle gewohnt, weil ich peu à peu renoviert hab. die einliegerwohnung stand eine ganze weile lang leer (eben auch bis sie renoviert war) bis heute beheize ich mehrere zimmer im winter garnicht, unter anderem einen 40qm-raum mit 3m hohen decken. würde ich jetzt einen verbrauchsorientierten energiepass für dieses haus erstellen lassen (geht zwar nimmer, aber mal rein theoretisch), was meinst du wohl wie sagenhaft gut mein verbrauchsorientierter energiepass für dieses haus aussehen würde? dass nur knapp die hälfte oder vielleicht sogar nur ein drittel des hauses kontinuierlich beheizt wurde steht da ja nicht drin...

    ich sag ja, das ist ne frage des idealismus, nicht der ökonomie.
    ich hab einfach ein besseres gewissen wenn ich weniger dreck rauspuste...

    also meine umstellung auf brennwerttechnik hier im privathaus hat sich definitiv schon amortisiert - aber mein altes ölmonster war ja auch 'ne echte dreckschleuder...
     
  19. #18 Christian, 08.10.2009
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    Hallo,

    danke für eure Antworten und die interessante Diskussion, die sich daraus entwickelt hat :) SO macht ein Forum Spaß :)

    Was würdet ihr davon halten, wenn ich für mich beschließen würde, daß ich das mit der Pflicht, einen Energieausweis vorzeigen zu können, erst mal ignoriere? Natürlich rein hypothetisch ... schließlich würde ich das dann nicht in einem Forum breitteten ;) :wink

    Gruß von einem, der sich jetzt erst mal die hier geposteten links 'reinzieht :)
     
  20. RMHV

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    Die Chance, dass das niemand mitbekommt, dürfte recht groß sein. Bei mir hat zumindest noch nie jemand nach dem Energiepass gefragt.
     
  21. #20 Thomas76, 08.10.2009
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    Sehe ich auch so.Und selbst wenn ein Mietinteressent danach fragen sollte und du keinen hast, ich glaube kaum, das der dann zum Amt rennt um das zu melden.

    Zumal Wikipedia (ich weiß, das das nicht rechtsverbindlich ist) auch noch folgendes dazu schreibt :

    "Die Pflicht zur Vorlage des Ausweises ist, so die Verordnung, spätestens unverzüglich nach entsprechender Aufforderung zu erfüllen. Ungeklärt ist, ob es für die Unverzüglichkeit (d.h. „ohne schuldhaftes Zögern“) auch genügt, wenn man sich nach Aufforderung durch den potenziellen Vertragspartner zügig um einem solchen Ausweis bemüht und diesen nach Erhalt zügig vorlegt; dann müsste kein Ausweis im vorhinein besorgt werden."

    Ich weiß nicht, wie schnell so ein Energiepass erstellt werden kann, ich habe aber schon div. Internetangebote gesehen, wo man sich das Teil gleich Online erstellen lassen kann.Also könnte man sich das Ding wohl auch erst nach amtlicher Nachfrage erstellen lassen.
     
Thema: Energiepass bei anstehender Neuvermietung?
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