Energiepass

Dieses Thema im Forum "Betriebs- und Heizkostenvorauszahlung" wurde erstellt von Chris, 07.09.2007.

  1. Chris

    Chris Benutzer

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    Hallo zusammen.

    Demnächst steht ja der Energiepass an und habe mich auch schon schlau gemacht.
    Meine zukünftigen Mieter können sich ja die Energieklasse anschauen und dann entscheiden, ob sie bei mir einziehen wollen oder nicht.
    Aber was ist mit meinen jetzigen Mietern? Wenn mein Haus, wieder Erwarten, eine schlechte Energieklasse bekommt, können die mir dann die Miete kürzen?

    Gruß Chris
     
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  3. #2 annebeck0, 08.09.2007
    annebeck0

    annebeck0 Neuer Benutzer

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    Hi.

    Ganz bestimmt nicht. Ich sehe da (noch) keine Grundlage.

    Das die Wohnung einen hohen Energieverbrauch hat weiß ein Mieter spätestens nach den ersten Jahresabrechnungen.

    Er kann sich allerdings eine "günstigere" Wohnung suchen und dann liegt das Problem bei dir. Der Nachmieter sollte sich für den Energiepass interessieren und wird nicht gleichzeitig eine hohe Miete und hohe Nebenkosten zahlen wollen.

    Gruß
    :Blumen
    Anne
     
  4. Jerry

    Jerry Erfahrener Benutzer

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    Stimmt, das ist eindeutig geregelt: Der Energiepass wird für Verkäufe und Neuvermietungen benötigt. Alles, was Bestandsmieter tun können, ist umziehen (das Recht zur Eigenkündigung steht dem Mieter schließlich zu) - und dabei dann halt auf die Energieklasse der neuen Wohnung schauen.

    Gerade in der Einführungsphase ist aber mit Wundern ohnehin nicht zu rechnen - wer immer schon glaubte, "zuviel" zu zahlen, hat in vielen Fällen entweder selbst was falsch gemacht ("Kipplüften" und Consorten) oder keinen Überblick über die tatsächlichen Kosten. Und es gibt extrem viel "gleich schlechte" oder gar schlechtere Bausubstanz da draußen - also locker bleiben.

    Ich finde am Energiepass interessant, dass ich mit dessen Hilfe (und den damit verbundenen Auswertungen) gleichzeitig Planungen machen kann, was energetisch sinnvoll wann getan werden kann. Ich halte nämlich nichts von Pauschalrezepten a la "alle Altbauten müssen mit Verbundsystemen isoliert werden" - energetische Verbesserung ist eine "ganzheitliche" Angelegenheit.

    Also Schritt 1: Erst mal den Pass machen lassen.

    Schritt 2: Entspannt hinsetzen

    Schritt 3: Im Bedarfsfall Maßnahmen planen.

    So schnell bleiben die Mieter nicht aus, also keinen wilden (und teuren) Aktionismus.

    Jerry
     
  5. Capo

    Capo Erfahrener Benutzer

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    Wenn ich dann auch noch an die ganzen privaten Vermieter denke, die selten wissen, was sie tun, kann ich mir nicht vorstellen, dass im Jan 08 alle NK in den Keller fallen. Als Entscheidungshilfe finde ich den Pass nicht sehr sinnvoll.

    Ich selbst sehe immer wieder, wie wenig ahnung die Mieter haben. Höher Energiebedarf heißt nicht, dass die Wohnung schlecht ist. Der Vormieter hat nur eben mit offenen Fenster geheizt. Nun wird gespart und die Fenster bleiben immer zu. Wenig Energiebedarf, aber Schimmel und dann vielleicht Mietminderung...

    Das wird eine tolle Zeit für Vermieter....

    PS: Hatte schon Mieter, die sich beschwert haben, dass die Objekte mit Fernwärme beheizt werden. Das wäre nicht umweltfreundlich. Aber vielleicht waren die einfach nur an den Gasgeruch gewöhnt...
     
  6. Jerry

    Jerry Erfahrener Benutzer

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    Ja, königlich - selig sind die Ahnungslosen...

    Deswegen würde ich (ist ja sowieso eine Alt-Immobilie) dem Bedarfsorientierten Ausweis den Vorzug geben, auch wenn der in der Erstellung mehr kostet. Andererseits relativiert eine größere Anzahl von Wohneinheiten den "Störfaktor" der Dauerkipplüfter und Heißwasserlaufenlasser. Ich hab mal unsere jährlichen Heizkosten für unser EFH und für das MFH auf Wohneinheiten und qm runtergerechnet und da steht das MFH trotz Alter und Zustand ganz ordentlich da.

    Der Bedarfsorientierte Energieausweis ist aber eben auch die Grundlage für Modernisierungsentscheidungen. Da der Mieter ja auch im Ausweis nur die "Energieeffizienzklasse" (mit einer Skala wie beim Kauf eines Kühlschranks aber anderen Stufen) sieht, kann er daraus nur mit viel Sachkenntnis zu erwartende Heizkosten hochrechnen.

    Wenn's auch bestimmt schon 1000mal verlinkt wurde - hier ein paar sehr sinnvolle Infos zusammengefasst:

    Energieausweis-Informationen

    Viel Spaß beim Schmökern,

    Jerry
     
  7. #6 annebeck0, 16.09.2007
    annebeck0

    annebeck0 Neuer Benutzer

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    Guten Morgen.

    Ich war gestern auf einer Immobilienmesse und habe dabei ein Brochure über den Energieausweis in die Hand bekommen. Darin war die Rede davon, dass es für Gebäude, die unter Denkmalschutz stehen keine Vorlagepflicht gibt. Das war mir bislang nicht bekannt. Ist das eine "pauschale Ausnahme von der Regel" oder gibt es da auch wieder Ausnahmen von der Ausnahme....Ihc verwalte diverse Objekte die unter Denkmalschutz stehen sowohl als Gewerbeeinheiten als auch als Wohneinheiten.
    Falls jemand genaueres weiß....Danke


    Anne
     
  8. #7 pragmatiker, 16.09.2007
    pragmatiker

    pragmatiker Erfahrener Benutzer

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    tja, liebe SPD Wähler, wenn ihr die SPD wählt, kann das drohen. da kam ja schon von höchster stelle der vorschlag, bei hohen energiekosten soll der vermieter die selber zahlen, weil der mieter dann wegen mangel kürzen könne. :help
     
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