Entlastung des Verwalters

Dieses Thema im Forum "WEG-Verwaltung" wurde erstellt von Klosterfrau, 26.02.2007.

  1. #1 Klosterfrau, 26.02.2007
    Klosterfrau

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    Hallo,

    Eigentümerversammlung: TOP Entlastung des des Verwalters

    darf unser Verwalter (Miteigentümer, HV gegen Entgelt !) überhaubt bei einer Entlastung über seine Person mit abstimmen ??

    Unsere Teilungsvereinbarung sagt darüber nichts aus. Gibts da Vorschriften oder dementsprechende Rechtssprechung ?

    Das Problem ist nämlich, dass er einige Vorgänge innerhalb der Hausverwaltung so auslegt und durchführen will, wie es seinen eigenen Vorstellungen und seinem Nutzen entspricht.

    Dem sollte man natürlich vorbeugen :wand:

    Denn wenn er als Mehrheitseigentümer nicht mit abstimmen darf, gibts keine Mehrheit für eine Entlastung und er hängt möglicherweisen noch in der Haftung.

    Bitte um Postings :help
     
  2. AdMan

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  3. Cesar

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    Hi,
    na wenn Dein Hausverwalter (HV) Miteigentümer ist, kann er doch bei der Eigentümerversammlung mitentscheiden wer gewählt wird.

    Leider ist mit eine Rechtssprechung diesbezüglich nicht direkt bekannt.

    Hier mal ein LINK vielleicht wirst Du fündig :tröst

    http://www.fachanwalt-katalog.de/anwalt_suche/wohnungseigentumsrecht.asp


    Gruß
     
  4. #3 Klosterfrau, 26.02.2007
    Klosterfrau

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    Hallo,

    sicher kann der HV+Miteigentümer bei seiner Wahl mitentscheiden.

    Nur: Ich schrieb von ENTLASTUNG !

    Kann ja wohl nicht sein, dass der HV+Miteigentümer bei seinem Fehlverhalten durch sein Stimmengewicht eine Entlastung negativ beeinflußt.

    Ich denke eher, dass er bei einer Entlastung von der Stimmabgabe ausgeschlossen ist !

    Schließlich hat er ja auch durch einen Verwaltervertrag ein Rechtsgeschäft mit sich selbst abgeschlossen ( § 181 BGB)

    Ich denke, § 25 Abs. 5 WEG ist hier auch u. a. anzuwenden.

    Sonst sind ja allen Unrechtmäßigkeiten Tür und Tor geöffnet, wenn er sich für evtl. Fehlverhalten auch noch selbst entlasten darf.

    Gruß
     
  5. #4 CS Immobilien, 27.02.2007
    CS Immobilien

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    Der HV ist gleichzeitig Mieteigentümer. Als Eigentümer hat er Mitspracherecht bei der Entlastung des Verwalters.

    Wenn ihr das aber vermeiden wollt, dass der Verwalters sich entlastet, dann müsst ihr mehrheitlich abstimmen und dies beschließen. Wie wollt ihr sonst das machen?
     
  6. #5 Klosterfrau, 27.02.2007
    Klosterfrau

    Klosterfrau Neuer Benutzer

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    Hallo,


    Also, ich denke dass hier § 25 Abs 5 analog anzuwenden ist.

    ""(5) Ein Wohnungseigentümer ist nicht stimmberechtigt, wenn die Beschlußfassung die Vornahme eines auf die Verwaltung des gemeinschaftlichen Eigentums bezüglichen Rechtsgeschäfts mit ihm oder die Einleitung oder Erledigung eines Rechtsstreits der anderen Wohnungseigentümer gegen ihn betrifft oder wenn er nach § 18 rechtskräftig verurteilt ist. ""

    Gruß
     
  7. #6 CS Immobilien, 28.02.2007
    CS Immobilien

    CS Immobilien Erfahrener Benutzer

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    Wenn es so im Gesetz steht, dann müsst ihr das auch so machen, also wo ist deine FRAGE????
     
  8. #7 Mrs.Poppins, 28.02.2007
    Mrs.Poppins

    Mrs.Poppins Neuer Benutzer

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    Zu der Entlastung von Hausverwaltungen und auch - nicht zu vergessen - von Verwaltungsbeiräten gibt es wie zu so vielen Dingen im WEG-Recht differierende Auffassungen: zwei Gerichtsbarkeiten, drei unterschiedliche Meinungen ;)

    Einigkeit herrscht zumindest wohl darüber, dass sich ein Hausverwalter - ob er nun selbst Eigentümer ist oder Vollmachten von Eigentümern inne hat - nicht an der Beschlussabstimmung über seine Entlastung beteiligen darf.
    Gleiches gilt für die Mitglieder des Verwaltungsbeirates.

    Für mich stellt sich eher die Frage, was eine Entlastung überhaupt taugt?!
    Die Eigentümer verzichten mit der Entlastung im Sinne eines negativen Schuldanerkenntnisses auf mögliche Ansprüche gegenüber der HV?
    Geschenkt, oder?
    Hat die HV nicht ordnungsgemäß verwaltet, ist sie im schlimmsten Fall schadensersatzpflichtig - Entlastung vorhanden oder nicht.

    Es gibt gerichtliche Auffassungen, nach der die Beschlussfassung über die Entlastung einer HV aus gerade genanntem Grund sowieso keiner ordnungsgemäßen Verwaltung entspricht!

    Also kann man sie weglassen… das klingt für mich plausibel.
    Eine HV, die ordnungsgemäß verwaltet, braucht keine Entlastung und kann sich gegen etwaige Schadensersatzansprüche ausreichend versichern.
    Geht mal etwas schief, weil wir ja alle keine Übermenschen sind, braucht es offene Worte gegenüber den Eigentümern, Problemlösungsvorschläge und eine Vermögensschadenshaftpflicht :)
    Eine WEG sollte ohnehin unbedingt darauf bestehen, dass ihre HV eine ausreichende Vermögensschadenshaftpflicht unterhält…


    Achtung Ernst beiseite: außerdem hat das Weglassen der Entlastung den positiven Nebeneffekt, dass man diesen Eigentümern, die in jeder WEG mindestens einmal vorhanden sind, und denen mal wieder ein Pups quer sitzt, die Grundlage entzieht, dem Verwalter mit der Nein-Stimme bei der Entlastung aus rein persönlicher Genugtuung mal wieder eins auszuwischen… :)
     
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