Entnahme Instandhaltungsrücklage - Steuerliche Geltendmachung

Diskutiere Entnahme Instandhaltungsrücklage - Steuerliche Geltendmachung im Hausgeldabrechnung und Wirtschaftsplan Forum im Bereich Wohnungseigentum; Hallo miteinander, wegen einer problematischen Hausverwaltung hat unsere Eigentümergemeinschaft Probleme. Wir haben bis heute keine beschlossene...

  1. #1 Schabulski, 08.02.2019
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    Hallo miteinander,
    wegen einer problematischen Hausverwaltung hat unsere Eigentümergemeinschaft Probleme.
    Wir haben bis heute keine beschlossene Abrechnung 2015. Diese wurde uns erst im Dezember 2016 übersandt. Sie wurde im Vorfeld dem Verwaltungsbeirat nicht zur Prüfung vorgelegt. Zum 1.1.2017 gab es einen Verwalterwechsel. Es stellte sich dann heraus, dass die Abrechnung 2015 nicht richtig ist.
    Seitdem versuchen wir über einen Rechtsanwalt, von der Vorverwaltung eine korrekte Abrechnung 2015 und 2016 zu bekommen.
    Ich habe damals die Beträge die in dem Posten "Entnahme Instandhaltungsrücklage" standen, in der Anlage V geltend gemacht und plante, die korrigierte und beschlossene Abrechnung beim Finanzamt ebenfalls einzureichen.

    Gestern wurde mir gesagt, dass dies wohl nicht richtig war. Ich dürfte dies erst in der Anlage V angeben, wenn die Abrechnung beschlossen wurde.

    Ist das wirklich so?
    Was für mich dann unverständlich wäre: Eine Nebenkostenabrechnung an die Mieter darf ich mit unbeschlossener Abrechnung machen.
    Worin liegt denn da der Unterschied.
    Danke für Ihre Zeit.
    Schabulski
     
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  3. #2 Schabulski, 08.02.2019
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    Hallo miteinander,
    unserer Eigentümergemeinschaft fehlt bis heute eine korrekte Abrechnung aus dem Jahr 2015.
    Sie wurde schon mehrfach über einen Rechtsanwalt angemahnt.
    Sie wurde uns im Dezember 2016, ungeprüft von den Beiräten, zugestellt und stellte sich als falsch heraus.
    Wann verjährt in diesem Fall die Forderung der Hausverwaltung an die einzelnen Eigentümer?
    Oder natürlich auch umgekehrt: Forderung des Eigentümers an die Hausverwaltung.
    Im Voraus Danke für Ihre Zeit und die Antworten.
    Schabulski
     
  4. GSR600

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    Hallo, hab die Themen mal verschoben, da die beim Mietvertrag ja nichts verloren haben und auch zusammengefasst.
     
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  5. Andres

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    Dazu wird sich hoffentlich noch unser Experte in Steuerfragen @taxpert äußern, aber nach meinem Verständnis: Ja, das ist so. Erst mit Beschluss der Abrechnung ist die Entnahme tatsächlich (rückwirkend) erfolgt.


    Die Formulierung geht an der Sache vorbei: Die Betriebskostenabrechnung mit dem Mieter darf (und manchmal: muss) man sogar ganz ohne WEG-Abrechnung vornehmen. Entscheidend dafür sind nämlich bereits entstandene Fakten (tatsächlich angefallene Kosten, Verbräuche, ...) und bekannte Verteilungsverfahren. Was der Mieter an Betriebskosten zu zahlen hat, lässt sich daher aus den Unterlagen der WEG entnehmen, in die jeder Eigentümer Einsicht hat. Das mag mitunter äußerst aufwändig sein, aber es ist zumindest möglich.

    Mit der Rücklage stellt sich die Sache anders dar: Hier haben die Eigentümer einen Gestaltungsspielraum. Sie könnten statt einer Entnahme ja z.B. auch eine Nachzahlung beschließen. Fakten werden erst mit dem Beschluss geschaffen.


    Neben dem eben genannten sachlichen Grund: Steuerrecht ist Öffentliches Recht und Mietrecht ist Privatrecht. Dass die Dinge sich dann etwas anders darstellen können, sollte wenig überraschen.
     
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  6. #5 Schabulski, 11.02.2019
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    @Andres, vielen Dank für die Antwort. Das mache in Zukunft richtig.
     
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